Struktur eines Samplesets

  • Hallo liebes Forum,


    irgendwie blicke ich bei der Struktur der Samplesets noch nicht so ganz durch: Wo befindet sich denn was? Bzw. kann man die einzelnen Register irgendwo ausmachen?



    Meine Idee ist nämlich folgende:


    An anderer Stelle habe ich geschrieben, dass ich gerne versuchen würde mit GO und einem kleinen PC einen individuell konfigurierten Expander zu bauen.
    Wäre es dazu z.B. mögliche einzelne Register der frei verfügbaren Orgeln zu einem neuen Sampleset zusammenzustellen?


    Mit einem Expander wäre es ja das Ziel eine vorhandene Orgel zu ergänzen und in ihren Möglichkeiten zu erweitern, und nicht eine komplette Orgel zu simulieren.



    VG
    Toothbrush

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    Original geschrieben von Toothbrush
    irgendwie blicke ich bei der Struktur der Samplesets noch nicht so ganz durch: Wo befindet sich denn was? Bzw. kann man die einzelnen Register irgendwo ausmachen?


    So schwer sind die nicht zu finden,schau mit einem Editor im ODF einfach nach [rank999] (ODF ist dieses .organ-Datei, und 999 eine Zahl ab 001 gezählt)


    Quote


    Wäre es dazu z.B. mögliche einzelne Register der frei verfügbaren Orgeln zu einem neuen Sampleset zusammenzustellen?


    Ja, das ist möglich und schon oft erprobt. Anleitung gibt's z.B. hier http://mps-net.de/orgel/seite/…ad&threadid=150&entries=0 oder in der GO-Hilfe oder via Durchblättern in den vielen verfügbaren ODFs z.B. aus dem Downloadbereich dieses Forums, der dir demnächst zur Verfügung stehen wird, wenn du noch ein paar Beiträge geschrieben hast.


    Quote


    Mit einem Expander wäre es ja das Ziel eine vorhandene Orgel zu ergänzen und in ihren Möglichkeiten zu erweitern, und nicht eine komplette Orgel zu simulieren.


    Ich weiß nicht genau, was du mit einer "kompletten Orgel" meinst. Etwas Grundstruktur benötigt jede Orgel, wie Manuale, Register, usw. egal wie groß die Orgel nachher auch sein soll. Schau am besten einfach in den o.g. Workshop zur Erweiterung der Maria Nordheim rein, ich schätze, so was ähnliches hast du auch vor mit deinem Expander. Und falls du aus verschiedenen sample sets etwas zusammenstellen willst, kannst du dir hier bei mir ein paar Ideen holen: http://mps-net.de/orgel/seite/…=1027&entries=15#post9405


    Viel Erfolg und Spaß beim Basteln!
    Oliver

  • Verstehe ich das so richtig, dass eine bestehende Digitalorgel (oder auch Pfeifenorgel) um ein paar zusätzliche, charakteristische Register, wie z. B. Zungen, erweitert werden soll?


    Das sollte mit dem Raspi eigentlich gut möglich sein. Wenn man trockene Samples (ohne oder mit sehr wenig Hall) verwendet, dann passen sogar eine ganze Menge Register in den Speicher und auch die Polyphonie ist dann kein Problem. Den Hall würde ja dann die Kirche auf natürliche Art liefern oder bei der Digitalorgel eben ein Hallgerät.


    In dem ODF kann man ja beliebige Register miteinander kombinieren. Auch aus den kostenlosen Demo-Sets, solange man die jeweiligen Nutzungs-Lizenzen beachtet.

  • Hallo,



    danke für eure Antworten. Zeit für Musik ist doch was Feines, auch wenn ihr jetzt meine gesteigerte Aktivität in Form von meinen Fragen ausbaden müsst. :-organ:


    Ich habe mir Olivers Links jetzt (noch) einmal angeschaut und meine die ODF-Struktur -ansatzweise- begriffen zu haben. Was mir allerdings noch nicht ganz einleuchtet ist, wo ich die ODF finde bzw. wo sich die Einzelteile der Orgel dann herumtreiben, wenn ich so ein Sampleset lade.
    Mache in GO eine .orgue Datei auf, so erscheint ja meine Orgel brav und ist spielbar. Auf der Festplatte ist aber keine Veränderung zu bemerken. GO legt also keine Verzeichnisse an oder so. Daher nehme ich an, dass die Orgel nur im Cache "lebt" wenn GO eine .orgue-Datei lädt?


    Ich habe mein Lieblingssampleset (Pitea School of Music) mal intern begucken wollen, aber ich habe ja nur eine .orgue Datei, in der irgendwie Alles, inkl. Samples, drinsteckt.


    Ein Versuch mit dem Editor führt zu einem spektakulären Buchstabensalat auf dem Monitor, aber nicht zum gewünschten Blick unter die Motorhaube.


    Denn eine ODF passend zu meinen Wünschen und Bedürfnissen, die ja eigentlich nur anders auf ein Sampleset zugreift (sehr schön verdeutlicht Mike und gerade der Hinweis auf das Copyright war sehr wertvoll), wäre natürlich schon mein Ziel, gerade in Kombination mit meinem Projekt "Bedienpanel".


    Vielleicht könntet ihr die Dunkelheit meiner Gedanken hier noch ein wenig erhellen.



    Besten Dank
    Toothbrush

  • Das .orgue-Format ist (vielleicht nicht ganz Anfängerfreundlich) auch in der GO Hilfe dokumentiert. GO lädt direkt aus einer solchen Datei ohne das man weiteren Platz braucht.


    Der Cache wird analog als Ladebeschleuniger aufgebaut/genutzt.


    PS: Probier mal 7Zip.

  • Quote

    Original geschrieben von Toothbrush
    Mache in GO eine .orgue Datei auf, so erscheint ja meine Orgel brav und ist spielbar. Auf der Festplatte ist aber keine Veränderung zu bemerken. GO legt also keine Verzeichnisse an oder so. Daher nehme ich an, dass die Orgel nur im Cache "lebt" wenn GO eine .orgue-Datei lädt?


    Ich würde das anders beschreiben:
    Die Orgel "lebt" im PC-Hauptspeicher nach ihrem Laden in GO. Woher geladen wird gibt es dann mehrere Möglichkeiten: Die Sample Sets (also die.wav-Dateien mit den Tönen drin) und die "Steuerdatei" (.organ bzw. ODF) kommen entweder aus einem normalen Dateiverzeichnis oder aus der .orgue-Datei, die nicht viel anderes als eine Zip-Datei mit allen EInzelkomponenten ist (hast du zwischenzeitlich mal Martins Rat befolgt und die die Datei mit einem Zip-Programm geöffnet? Dann kannst alle einzelnen Komponenten sehen). Der Cache wird von GO beim ersten Laden eines Sample Sets erzeugt und bei jedem Neustart schaut GO nach, ob der Cache-Inhalt strukturell noch zu den Sample Sets bzw. der ODF-Datei passt. Falls sich was (gravierendes) geändert hat, wird der Cache überschrieben. Ist alles ok lädt GO ansonsten aus dem Cache, was natürlich drastisch schneller geht als das initiale Laden.
    Ob du also eine .orgue Datei zusammenstellst oder nicht, ist im Grunde egal. Ich habe das bspw. nicht gemacht, weil ich keine eigenen Sample Sets gebaut habe, sondern mir reichen ODFs dazu, in denen mehrere dieser Standard Sample Sets kombiniert werden.
    So ähnlich verstehe ich auch dein Projekt "Expander", du wirst dir ein paar Register, die dir gefallen zu einer "Custom-Orgel" zusammenstellen, alles was du dazu benötigst, ist eine ODF-Datei mit den entsprechenden Referenzen auf die irgendwo gespeicherten Sample Sets.
    Im Handbuch steht das alles noch viel genauer, aber vielleicht hilft dir ja schon diese Zusammenfassung weiter.

  • Hallo,



    danke für eure Tipps. Mit 7Zip konnte ich tatsächlich in die .orgue-Datei hineingucken und es war alles an Bord, was ich so erwartet hätte.
    Jetzt kommt dann wohl die Phase des Bastelns. Ob ich es mir jetzt zutraue eine .orgue-Datei umzustricken, oder ob ich mir lieber die Samples ausleihe und mit dem Organbuilder neu kombiniere weiss ich allerdings noch nicht.


    Ich steige auch in der GO-Hilfe noch nicht so ganz durch, aber da hat sicher auch mein etwas eingestaubtes Englisch eine Aktie dran.


    Für weitere Tipps bin ich euch natürlich dankbar. Man muss ja nicht in jedes Schlagloch selber tappen.



    VG
    Toothbrush