Dreimanualiger Aufbau mit Keyboards

  • Ich weiß nicht, ob das unter "MIDI-Technik" oder "Spieltische" besser aufgehoben ist – ich habe mir endlich auch drei (gleiche) Manuale gegönnt:


    http://youtu.be/ZZNcKISkwtU


    Die Nektar Impact GX 61 haben ein überraschend angenehmes Spielgefühl und insbesondere die schwarzen Tasten einen guten Griff. Da die Keyboards über USB mit Spannung versorgt werden, kommt man mit nur einem Netzteil aus und mit drei Kabeln weniger, als wenn jedes Keyboard sein eigenes Netzteil bräuchte. An der Optik des Aufbaus könnte man sicher noch arbeiten, angefangen mit kürzeren USB-Kabeln, vielleicht Seitenwangen aus Holz oder ein richtiges Gehäuse. Ist mir aber nicht wichtig, für mich zählen in diesem Fall gute Spielbarkeit bei geringem Gewicht mehr. Und am meisten zählt die Musik. Das Stück von Colburn finde ich klasse.


    Und klar, ich möchte mit diesem Beitrag auch Werbung für MarcMoerd machen.


    Gruß,
    Markus

  • Interessant! Das ist ja so transportabel, dass man damit in Urlaub fahren könnte, Pedal und vielleicht 2 Manuale ins Auto hinten rein, bisschen Kabelgedöns und iPad reicht?
    Und die Manuale sind ja mit gut 100€ pro Stück auch erschwinglich.
    Ich habe bisher noch nie was von der "MarcMoerd" App gehört, vielleicht habe ich es hier im Forum nur überlesen.
    Falls es da noch nix gibt, willst du noch ein paar Details dazu schreiben (und auch, bitte, zu dem Manual - Tastengefühl, Niederdruckgewicht, usw...)?
    Ist die App kostenlos? Gibt es sie nur für Eierpad oder auch für Android, oder Windows? Ist das Sampleset dafür kostenlos? Gibt es nur ein Sampleset dafür?
    Entschuldigung, falls die vielen Fragen nerven.


    Ach ja, das wichtigste zum Schluss:
    Sehr schön gespielt, dafür gab es auch einen Daumen nach oben im Video! :-up:


    LG
    Olaf

  • Quote

    Original geschrieben von Dulzian


    Interessant! Das ist ja so transportabel, dass man damit in Urlaub fahren könnte, Pedal und vielleicht 2 Manuale ins Auto hinten rein, bisschen Kabelgedöns und iPad reicht?


    Ja, reicht. Aber vielleicht bringt man dann aus dem Urlaub statt ungelesener Bücher ungespielte Noten mit zurück?


    Quote


    Und die Manuale sind ja mit gut 100€ pro Stück auch erschwinglich.


    Ich denke, es sind die besten, die man in der Preisklasse kriegen kann. Einzig bei einem der drei hat eine Taste Kontaktprobleme gehabt. Nach dem Zerlegen habe ich gesehen, daß sich (wohl schon bei der Herstellung) ein Futzelchen Dreck zwischen Gummimatte und Kontaktfläche abgesetzt hatte, was leicht zu entfernen war. Für die Qualität der Qualitätskontrolle spricht das allerdings nicht. Langzeiterfahrungen habe ich jetzt auch noch nicht. Weder in der Dauerhaftigkeit noch im Spielgefühl kann es so eine Billigklaviatur natürlich mit einem Spieltisch von Hoffrichter aufnehmen.


    Übrigens, wenn man gleich drei kauft, kann man, statt bei Amazon oder Thomann zu bestellen, zum örtlichen Musikgeschäft gehen und nach einem kleinen Mengenrabatt fragen. Wenn man etwas selber im Geschäft vor Ort abholen kann, gibt es auch keinen Streß mit Hermes oder DHL.


    Quote


    Ich habe bisher noch nie was von der "MarcMoerd" App gehört, vielleicht habe ich es hier im Forum nur überlesen.


    Darüber habe ich in http://mps-net.de/orgel/seite/…orumsthread&threadid=1089 berichtet.


    Quote


    Falls es da noch nix gibt, willst du noch ein paar Details dazu schreiben (und auch, bitte, zu dem Manual - Tastengefühl, Niederdruckgewicht, usw...)?


    Das Tastengefühl ist (immer in Relation zum Preis und zum einfachen Aufbau) gut. Die Tasten wabbeln nicht, die Oberfläche ist griffig. Das Niederdruckgewicht müßte ich mal messen. Ich glaube, im Forum steht irgendwo, wie man das mit Münzen machen kann.


    Quote


    Ist die App kostenlos? Gibt es sie nur für Eierpad oder auch für Android, oder Windows? Ist das Sampleset dafür kostenlos? Gibt es nur ein Sampleset dafür?
    Entschuldigung, falls die vielen Fragen nerven.


    Die App ist nicht kostenlos und nur für iOS. Wer das Marcussen/Moerdijk-Sampleset außerdem oder nur mit GrandOrgue verwenden will, siehe http://marcussenhauptwerk.nl/index_uk.html.


    Quote


    Ach ja, das wichtigste zum Schluss:
    Sehr schön gespielt, dafür gab es auch einen Daumen nach oben im Video! :-up:


    Vielen Dank. Ich bin immer froh, wenn ich gute Stücke finde, die einfach genug für mich sind.


    Gruß,
    Markus

  • Quote

    Original geschrieben von martin


    Bei drei gleichen Keyboards per USB: Bringt das System die Reihenfolge nach den Anstecken durcheinander?


    Das System schaut nur auf die MIDI-Kanäle. Wie die Keyboards am Hub angesteckt sind, ist daher egal. Allerdings wäre es nicht möglich, zwei Keyboards zu verwenden, die auf dem gleichen Kanal senden. Darüber hat sich aber noch niemand beschwert.


    Gruß,
    Markus

  • Noch eine Anmerkung zu den Nektars: Die verarbeiten nicht mehr als 16 gleichzeitig gedrückte Tasten. Polyphonie-Lasttests der Art "beide Unterarme" gehen damit nicht so gut.


    Gruß,
    Markus

  • Hallo Markus,


    gratuliere zur Dreimanualigkeit. Zum Teil verwende ich auch schon seit langem Midi-Keyboards, vor allem für die mobilen Sachen. Da hatte ich damals auch mal 3 Stück CME M-Key bei DDD-Music in Freiburg günstig eingekauft.


    Allerdings hatte ich dann erst später beim Orgelunterricht gemerkt, dass Keyboards ganz gravierende Nachteile haben. Man kann damit nämlich nicht ordentlich auf den Tastenbereichen zwischen den Obertasten spielen. Der Abstand zwischen den Obertasten ist in der Regel sehr eng und vor allem bewegt sich der Finger zu nahe am Drehpunkt der Taste und kann so die Taste ganz hinten nur unzureichend nieder drücken. Bis dato kannte ich noch gar keine Stücke und Fingersätze wo das nötig gewesen wäre - aber die gibt es. Deswegen sind Orgeltasten nämlich so lang um diesen großen Hebelweg und Niedergang auch noch ganz hinten an der Taste zu haben. Bei alten Sakralorgeln ist das aber auch oft nicht der Fall.


    Von Fatar gibt es eine einfache Orgelklaviatur, die um 175,- € gehandelt wird. Diese wird auch bei z. B. Johannus und anderen als Standard eingebaut. Natürlich braucht man da noch zusätzlich die Midi-Elektronik.


    MarcMoerd hört sich irgendwie an wie "Marc der Moerder" :-D Was für ein Sampleset steckt da nochmal dahinter? Vermutlich Marcussen Moerdijk? Von wem war das denn gleich? :/


    Gruß Michael

  • Hallo Mike,


    diese M-Keys gefallen mir auch sehr gut. Sie haben weniger Schnickschnack, den man beim Orgeln eh nicht braucht. Man kommt zwar an die Konfigurationstasten nicht mehr ran, wenn man sie dicht gestapelt hat, aber die sollte man eigentlich auch nicht mehr brauchen, wenn der Spieltisch einmal konfiguriert ist. Aber geht das Stapeln überhaupt, ist der Joystick nicht im Weg? Mir war ein kleiner Abstand zwischen den Manualen wichtig. Eine Zeitlang habe ich auf einem zweimanualigen Doepfer d3 gespielt. Gute Klaviaturen, aber mir war einfach der Höhenunterschied zu groß. Man möchte ja die Möglichkeit haben, auch mal 'übergriffig' zu werden.


    Bei den Impacts mußte ich wegen des total blöd plazierten Drehknopfs auch tricksen: Wenn man die Poti-Kappe abnimmt, liegt die Achse des Potis zum Glück genau unter dem Gummifuß des darüberstehenden Gehäuses. Den Gummifuß kann man abnehmen, ein Loch in der passenden Größe bohren, und schon passen die Keyboards dicht aufeinander. Wenn man ein Keyboard einzeln verwenden möchte und den Gummifuß wieder aufklebt, ist der Eingriff nicht zu sehen.


    Die Fatar-Klaviaturen sind sicher besser, aber ich habe einfach zu wenig Zeit für Basteleien. Für das richtig gute Spielgefühl habe ich noch die midifizierten Pfeifenorgelklaviaturen. Da kann keine Fatar-Klaviatur mithalten.


    Moerdijk spricht man nicht mit "ö", sondern mit langem "o". Den Link zum Sampleset habe ich oben angegeben. Hier ist noch einer:


    http://www.contrebombarde.com/…hall/organs/view_organ/89


    Gruß,
    Markus

  • Ich habe nachgemessen. P = Pfeifenorgel elektrisch (etwa 1955), N = Nektar GX 61, Y = Yamaha-Orgel (etwa 1970).


    Breite einer Oktave (linker Rand des c bis rechter Rand des h):


    P: 16.4 cm
    N: 16.1 cm
    Y: 15.9 cm


    Breite einer schwarzen Taste:


    P: 1.1 cm
    N: 1.2 cm
    Y: 1.1 cm


    Das Niederdruckgewicht schaue ich mir noch an.


    Gruß,
    Markus