Midifizierung eines pneumatischen Orgelspieltisches

  • Ja, unbedingt besteht Interesse. Ich lese sowas gerne!!

    Entschuldigung, nicht vorher geantwortet zu haben! Es ist immer interessant, die oftmals unterschiedlichen Midifizierungsvarianten mitgeteilt zu bekommen.


    Zu Bild IMG_6023.jpg: das habe ich nicht so ganz verstanden - sind das angeschraubte Magnete? Und an welcher Stelle der Taste ist das angebracht? Sieht so aus, als ob du die Midifizierung am vorderen Tastenarm machst, direkt unter den Tasten? Kann das nicht so genau erkennen.


    Gruß Olaf

  • Das waren die Magnete an den Pedalen. Die Midifizierung der Klaviatur erfolgte mit Fatar-Platinen.

    Berichte ich demnächst. Hatte nämlich erst einen unbefriedigenden Versuch.......

    Gruß

    Bernd

    Sieht so aus, als ob sich die Magnete dann bei Tastenbetätigung von oben dem Reedrelais nähern?

    Das ist riskant, weil das untere Anschlagpolster flexibel ist und du bei starkem Tastendruck mglw. das Reedrelais berührst oder durchknackst.

    Viel entspannter ist, statt Rundmagnet Quadermagnete zu nehmen und diese an die Stirnseite der (Pedal-)tasten zu befestigen. Z.B. 20mmx4mm, 2mm dick.

    Diese lösen dann einen Kontakt aus, wenn das eine Ende der Magnetlangseite das Reedrelais-Sensorfeld erreicht. Dann hast du insgesamt ca. 30mm Pedalweg, wo der Kontakt da ist, da ist ausreichend Reserve, auch wenn nach Jahrzehnten der untere Pedalpuffer durchgetreten ist. Hat sich bei mir bei nunmehr insgesamt 3 Pedalmidifizierungen bewährt. Sinngemäß übrigens auch für Manualmidifizierungen, nur da sind die Quader wesentlich kleiner.

  • Hallo Olaf,

    das ist ein sehr guter Hinweis. Habe die Reed-Leiste so platziert dass etwas Platz zu den Pedalen bleibt. Die Positionierung war einfacher vor der Ventilleiste durchzuführen . Die Kontaktfläche der Pedale ist mit Leder gepolstert beziehungsweise gedichtet. Dieses habe ich auch belassen, ist ja schon einige Jahre platt getreten...Grins. Ich hoffe also dass sich hier kein weiteres Spiel entwickelt. Vielleicht kannst du mal ein Bild von deiner Lösung einstellen ?

    Gruß Bernd

  • In meinem ziemlich langen Faden in demselben Verzeichnis hier, "Kirchenorgelmanuale: Restaurierung, Kopplung?, Druckpunktsimulation, Midifizierung",

    sind im Beitrag #75 Bilder mit dem Quadermagneten und - in meinem Fall - Hallsensoren statt Reedrelais.

    Gruß Olaf

  • Besteht überhaupt Interesse an diesem Bericht

    Oh ja! Ich kann nur aus beruflichen Gründen oft nicht täglich Resonanz geben, lese aber grundsätzlich alles mit. Unsere Beiträge werden hier oft noch nach Jahren von Interessenten als Inspirationsquelle genutzt.

    Eine tolle Arbeit machst Du da. Ich hab das mit dem Aufarbeiten von Spieltischen, Klaviaturen usw. auch schon mehrfach hinter mir. Alte Orgelpfeifen weisen sogar oft Spuren von Bewohnung auf, in Form von Nussschalen, Nestern usw. :D

    Bei den Fatar-Platinen für die Klaviaturen bin ich ja jetzt mal gespannt.


    Irgenwie schaffe ich es nicht die Bilder in den Text zu platzieren....immer nur als Dateinahang.

    Mache ich da was falsch?

    Um Bilder im Text zu platzieren muss man sie als Link mit einer URL einfügen und nicht als Dateianhang. Das heißt, die Bilder sollten bereits irgendwo auf einem Webserver hochgeladen sein.


    Gruß Michael

  • So, ich berichte einfach mal weiter.

    Nach Fertigstellen und Inbetriebnahme des Pedals und mühseliger Aufarbeitung der Klaviaturen stand ich vor dem Problem, dass der ausgesuchte Hardware - Lieferant immer noch nicht liefern konnte......

    Ich musste mir also ein neues System aussuchen. Nach Möglichkeit wollte ich Mischbetrieb vermeiden da das ja häufig zu Störungen im Betrieb führt. Nach leider einiger Wartezeit kamen die bestellten Waren an. Ich hatte mich nach einigem Überlegen für die Fatar Platinen entschieden.

    Zunächst mussten diese auf die 54 -Tasten gekürzt werden. Dabei muss unbedingt auf den Verlauf der Leiter geachtet werden.