Midifizierung eines pneumatischen Orgelspieltisches

  • Hab es gerade auch ausprobiert, an einem eher unterdurchschnittlichen Rechner:
    i5-3550@3,3GHz, Samsung SSD 850 EVO 500GB (SATA intern), Windows 8.1

    Hauptwerk 5, Friesach 24 bit unkomprimiert:

    Ladezeit 35 Sekunden.
    Und das ist ja schon recht langsam aufgrund Billighardware, aber noch akzeptabel.
    An meinem größeren Spieltisch lade ich 30 GB Sets in deutlich unter 90 Sekunden.

    Werde das nachher am selben PC nochmal mit GrandOrgue ausprobieren.

    Nachtrag:
    GrandOrgue benötigt 37 s zum Laden von Friesach in höchster Qualität.
    Hauptwerk 5 braucht nach dem Laden noch weitere 10 s um sein Audiosystem zu starten.
    Damit braucht HW5 also insgesamt 45 s gegenüber GO 37s, bis ich losspielen kann.

  • GrandOrgue benötigt 37 s zum Laden von Friesach in höchster Qualität.
    Hauptwerk 5 braucht nach dem Laden noch weitere 10 s um sein Audiosystem zu starten.
    Damit braucht HW5 also insgesamt 45 s gegenüber GO 37s, bis ich losspielen kann.

    Also ich schalte immer zuerst den Spieltisch ein, womit Hauptwerk + letztes Sampleset automatisch hochgefahren wird.

    Danach ziehe ich meine Orgelschuhe an. Zumindest ist dann alles fertig geladen, bevor ich mit Schuhanziehen, Hinsetzen am Spieltisch, Aufsetzen der Arbeitsplatz-Gleitsichtbrille und Notenaufschlagen fertig bin. Schneller muss es bei mir nicht gehen. :)

    Was anderes ist natürlich, wenn ich während der Übesession das Sampleset wechseln will (mache ich per MIDI-Buttons am Spieltisch). Dann brauche ich nur den Magnetfolienstreifen für die Registerbeschriftung auszutauschen und muss hierbei tatsächlich noch ein paar Sekündchen warten, bis das neue Sampleset geladen ist. Aber wechsele auch rel. selten während einer Übesession das Set.

  • Oh wunder über Wunder. Wer PCs wirklich versteht kann auch Frauen und Autos verstehen........

    Hatte anfangs den PC mit einer EVO 840 Platte konfigueriert und war mit den Ladezeiten halbwegs zufrieden.. Danach hatte ich den PC aufgerüstet mauf 32 GM Ram und die Evo 970 intern eingebaut, mit PCIe16 -Adapterkarte und den aktuellen Treibern von Samsung. Plötzlich lief Grandorgue langsam und ich habe mal die oben genannten Ladezeiten gemessen.

    Nach euren Beiträgen habe ich gestern nochmals die Einstellungen angeschaut. Hatte den Cache auf die schnelle Platte ausgelagert und die CheckBox "Automatically manage Cache " aktiviert. Darunter kam es zu den fast 90 sec. Wartezeit für die Friesach.

    Habe gestern mit verschiedenen Einstellungen Versuche gemacht. Und siehe da: Es lädt alles Prima

    CheckBox Cache komprimieren: 35 sec

    CheckBox Perfom strict ODF :26 sec

    und jetzt kommt das Verrückte: Checkbox Automatically manage Cache: Jetzt plötzlich 32 sec.


    Ohne dass ich sonst etwas geändert habe plötzlich völlig akzeptable Zeiten.... und die 90 sec sind bisher auch nicht zurückgekommen. (Ich hatte das bestimmt 10 mal vorher ausprobiert....)

    WEihnachtswunder........

    Fazit. Am Besten lädt das ohne Cache.....


    Gruß

    Bernd

  • Scheint für Grandorgue ebenfalls zu gelten.

    Und noch eine weitere Erkenntnis habe ich gerade durch Experiment an meinem Hauptrechner gewonnen.

    Unter Win 10 kann man den Energiesparmodus benutzen... GO erkennt beim Wiederstart die MIDI -Signale. Unter Win 7 ist das nicht der Fall.

    So kann man den Ausschaltknopf auf den Energiesparmodus setzen, beim Start ist GO in alter Konfiguration aktiv und kann sofort benutzt werden. Noch eine Zeitersparnis. Werde also auf WIN 10 aufrüsten müssen.

    Gruß

    Bernd

  • Neue Erkenntnisse

    Ich habe nun meinen Orgel-PC auf Win 10 umgerüstet und erwartungsvoll über den Energiesparmodus versucht Grandorgue zu starten.

    Das hat auch in erfreulichen 20 sec funktioniert inklusive Windos start. Sehr erfreulich.

    Nur.........das MIDI-Gerät wurde , im Gegensatz zu meinem Bürorechner nicht erkannt.

    Ich habe mich auf die Fehlersuche gemacht. Ursache war nicht die Windows-Version sonder der MIDI-Eingang. WEnn ich die Midi-Signale über USB und einen MIDI-Merger einspeise werden sie sofort erkannt. Schließe ich MIDI an den PORT der Auiophile 2496 an funktioniert es nicht und Grandorgue muss neu gestartet werden. Vielleicht finde ich ja bei der Soundkarte noch irgendwelche Einstellungen dafür da ich gerne über diese die MIDI-Einspeisungen machen würde.

    Vielleicht weiß einer der PROFIS hier noch RAt.

    Wünsche Euch einen schönen vierten Advent

    Bernd

  • Nach euren Beiträgen habe ich gestern nochmals die Einstellungen angeschaut. Hatte den Cache auf die schnelle Platte ausgelagert und die CheckBox "Automatically manage Cache " aktiviert. Darunter kam es zu den fast 90 sec. Wartezeit für die Friesach.

    Habe gestern mit verschiedenen Einstellungen Versuche gemacht. Und siehe da: Es lädt alles Prima

    CheckBox Cache komprimieren: 35 sec

    CheckBox Perfom strict ODF :26 sec

    und jetzt kommt das Verrückte: Checkbox Automatically manage Cache: Jetzt plötzlich 32 sec.

    "Strict ODF" sollte nichts mit der Ladeperformance zu tun habe. In der ersten Sekunde vom Laden werden da Fehler geprüft oder eben nicht.


    Cache komprimieren lädet weniger Daten - aber die CPU hat viel mehr zu tun.In SSD Zeiten macht diese Option nicht mehr viel Sinn.


    GO nutzt beim Laden das (unkomprimierten) Cache Memory Mapping: GO sagt im wesentlichen nur "Lade", den Rest macht das Betriebsystem im Hintergrund. Da wäre ein Vergleich mit Linux sicher interessant.

  • Hallo und eine frohes neues Jahr wünsche ich Euch Allen!


    Mit meinem Spieltisch bin ich wieder etwas vorangekommen. Die letzten Aktivitäten waren zwar nur kleine Schritte, aber so arbeitsaufwändig wie das ganze Projekt zuvor. Davon werde ich berichten.


    Gleichzeitig kam ich, angeregt durch die ODF-Projekte, auf die Idee mir eine passende ODF zu meinem Spieltisch zu konstruieren und hab auch schon ganz gute erste Erfolge. Darüber möchte ich auch berichten und mir insbesondere die Ratschläge der Profis hier holen. Ich hoffe auf Euren Rat.

    Das ist aber eher ein Thema für ein anderes Unterforum. Ich weiß nicht ob und wie ich ein Thema aufmachen kann oder hier einfach weiterschreiben soll.

    Hie bitte ich um Mithilfe der Moderatoren.....Es geht um ODF-Konstruktion


    Mit gespanntem Gruß

    Bernd

  • Das ist aber eher ein Thema für ein anderes Unterforum. Ich weiß nicht ob und wie ich ein Thema aufmachen kann oder hier einfach weiterschreiben soll.

    Hie bitte ich um Mithilfe der Moderatoren.....Es geht um ODF-Konstruktion

    hallo Bernd,

    das Thema gehört in der Tat besser ins Unterforum "Samplesets / Sampleset Erstellung", sonst findet man das nicht so gut wieder. Dort den Knopf "neues Thema" und schon können wir beginnen über deine Ideen zu diskutieren 🙂

  • So ich berichte mal weiter über meine letzten Aktivitäten.


    Immer wal wieder erwähnt....Ich baue keinen neuen Spieltisch sondern versuche einen antiken Spieltisch unter Erhalt soviel wie möglich der Substanz zu einem Spieltisch umzubauen.

    Eines meiner Probleme war die eingeschränkte Anzahl der Schaltmöglichkeiten, insbesodere der Registerwippen. Zur Verfügung standen 18 Registerwippen und 18 kleine Manubrien die der freien Kombination dienten

  • Nachdem ich die üblichen Quellen nach Registerwippen erfolglos abgesucht habe, kam ich zum Schluß, dass ich selbst welche reproduzieren muß.

    Das ist ein Gebiet mitdem ich bis dato nur theoretisch in Berührung gekommen war. Es gab Überlegungen zum 3D-Druck der sicher auch eine Lösung gewesen wäre.

    Letztendlich enschloss ich mich zur REsinat-Technik.


    Zünächst wurde mit Abgußsilikon eine Negativ erstellt.

  • Hallo Bernd,


    das sieht ganz toll aus mit deinen Registerwippen-Replikaten!!!


    Ich bewundere deine Ausdauer und deinen Willen, den Spieltisch möglichst originalgetreu zu restaurieren!


    Unter den Registerwippen dann Mikroschalter, oder willst du die Kontaktierung mit Hallsensoren/Magneten oder mit Reedsensoren/Magneten machen? Ich würde nicht für mechanische Silberdrähte o.ä. als Kontakte plädieren - wegen Kontaktproblemen/Prellgefahr usw,


    Als jemand, der auch - allerdings viel primitiver (mit Marquardt-Kurzhubtastern incl. LED-Signalisierung) - lediglich 64 Registerschalter verbaut hat (davon 8 fest für die Standard-Koppeln eines 3-manualigen Spieltischs, und 56 verbleibenden für Register), warne ich aber: du kommst eben schon an einer mittelgroßen Orgel an die Kapazitätsgrenzen bgl. Registerzuweisung.

    Ich für mich kann mich aber damit arrangieren, selbst das (Begehrlichkeit weckende) neue Groningen-Set käme mit dieser Anzahl aus. Aber ich habe schon die eine oder andere Orgel, wo ich auf dies oder jenes Registerchen verzichten musste bei der Zuweisung.


    Wie machst du es mit der Registerbeschriftung? Ich habe für jedes Sample-Set ein magnetisches beschriftetes Band für alle Registerwippen. Für jedes Sampleset hängt ein Band neben der Orgel herunter an der Wand, ca. 1m lang. Wenn ich das Set wechsle, klicke ich ein anderes Band unterhalb der Registerwippen (dazu ist eine Magnetfolie festgeklebt an der Orgel), geht ganz fix. Hat sich eigentlich ganz gut bewährt. Das Band ist ca. 5cm breit, das reicht für Hochkant-Beschriftung der Registernamen.


    Gruß Olaf

  • - Hab es gerade auch ausprobiert, an einem eher unterdurchschnittlichen Rechner: i5-3550@3,3GHz, Samsung SSD 850 EVO 500GB (SATA intern), Windows 8.1
    - Hauptwerk 5, Friesach 24 bit unkomprimiert:
    - Ladezeit 35 Sekunden.
    - Hauptwerk 5 braucht nach dem Laden noch weitere 10 s um sein Audiosystem zu starten.
    - Damit braucht HW5 also insgesamt 45 s gegenüber GO 37s, bis ich losspielen kann.

    i7, SSD, HW5, erstmaliges laden, 24Bit, unkomprimiert, spielbereit in 27 s (ca. 20s laden, Audio/Midi init. 7s).

    Beim zweitmaligem laden: 26s