Auf der Suche nach einem Audio-MIDI-Interace mit mehreren symmetrischen Outputs

  • Hallo zusammen,


    heute ist mir mein Behringer HUM Destroyer HD 400 beim Üben kaputt gegangen. Es geht nur noch ein Kanal. Auf dem anderen kommt kein Audio-Signal raus. Sinn dieses Geräts war, um von meinen asymmetrischen Klinkenoutputs der EMU 0404 auf symmetrische (rauschfreie) Klinkenoutputs zu kommen um daran schließlich meine KRK RoKits anzuschließen. Ohne das Behringer HD 400 hatte ich auf beiden Lautsprechern ein unbeschreibliches Störgeräusch, welches einen in den Wahnsinn trieb.


    Da ich sowieso jetzt auf den Geschmack von Surround gekommen bin, bietet sich es an, in ein besseres (sowohl klanglich als auch performancetechnisch) Audio-Interface zu investieren, welches...
    ...mindestens 3x Stereo-Klinken-Output (analog, symmetrisch) und
    ...einen MIDI-Eingang hat


    Ich kann das sowohl als PCIe-Variante einbauen, als auch als USB oder FireWire - da bin ich flexibel.


    Jedenfalls bin ich diese "kleinen Module" wie es das Behringer HD 400 war, irgendwie leid, da das ja wirklich maximal 6 Monats-Geräte sind.


    Hat jemand Vorschläge oder kann mir ein Interface empfehlen?


    Liebe Grüße!
    Benedikt

  • Hallo Benedikt,


    grundsätzlich nimmt die Soundkarte bei HW / GO der CPU des Rechners keinerlei Arbeit ab. Ein Performancegewinn ist dadurch also nicht möglich, egal wie viele eigene Prozessoren die Soundkarte auch hat. Diese sind für ganz andere Zwecke gedacht und nutzen für HW im Prinzip nichts. Die verschiedenen Modelle unterscheiden sich höchstens etwas in der Latenz der Treiber. Dies hängt eher mit der Sorgfalt zusammen, die ein Hersteller in die Entwicklung der Treiber steckt, als mit der verwendeten Elektronik.


    Hier ein paar Vorschläge von mir:


    PCIe


    Ein Interface mit 6 symmetrischen Ausgängen, das auch noch einigermaßen bezahlbar ist:
    http://www.thomann.de/de/emu_1616m_pci_express.htm


    Eine EMU 0404 besitzt Du ja selbst - vielleicht ist die 1616 klanglich vergleichbar?!


    Selbst besitze ich seit Jahren ein PCI-Interface M-Audio Delta 1010LT mit 8 Ausgängen und bin damit sehr zufrieden. Leider haben viele neue PCs keinen PCI-Steckplatz mehr. Die Frage ist, wie lange PCIe wohl noch Standard bleibt, wenn man viel Geld für ein Audio-Interface ausgeben möchte. Vielleicht ist eine Investition in ein USB-Interface am Ende langfristig sicherer?!



    USB


    Hier ein preiswertes Interface von M-Audio:
    http://www.thomann.de/de/m_audio_fast_track_c600.htm


    Ebenfalls ein Interface mit 6 symmetrischen Ausgängen und dabei noch moderatem Preis:


    http://www.thomann.de/de/steinberg_ur28m.htm


    Selbst besitze ich seit einiger Zeit das USB Interface Steinberg UR22 mit 2 symmetrischen Ausgängen. Das Gerät macht wirklich einen recht hochwertigen Eindruck für diesen Preis. Auch von Seiten der Klangqualität gibt es nichts zu mäkeln. Steinberg beherrscht es im Allgemeinen auch, trotz USB Anbindung eine sehr niedrige Latenz zu verwirklichen. Das ist wohl längst nicht bei allen Herstellern von USB Interfaces der Fall.


    Gruß Michael

  • An sich ist die emu ja echt nicht schlecht. Ich Hab gelesen dass man mit einer di-box Signale umwandeln kann. Gibt es da gute Modelle, die auch wirklich ein Jahrzehnt überstehen?

  • Eine DI-Box ist ein Interface, das ein asymmetrisches Audio-Signal (Standard bei HiFi-Geräten) in ein symmetrisches Signal (Standard im professionellen Studio- und im PA-Bereich) umwandelt.


    Diese Umwandlung macht überwiegend Sinn, wenn man größere Kabellängen verwenden will, wie z.B. im Bühneneinsatz.


    In einem virtuellen Orgelspieltisch sind die Kabellängen aber recht kurz. Wenn also nicht sowieso die zu verbindenden Ausgänge und Eingänge symmetrisch ausgelegt sind, würde ich nicht unbedingt wandeln. Hier reicht bei Problemen ein einfacher Entstörfilter mit galvanischer Trennung eigentlich vollkommen aus, zumal die Mehrzahl der Komponenten wahrscheinlich eher HiFi-Standard entspricht und asymmetrische Cinch-Anschlüsse hat.


    Über die Zuverlässigkeit der DI-Boxen kann ich nicht viel sagen, da ich persönlich keine im Einsatz habe. Es gibt sie aber "an jeder Ecke", wie z.B. bei Thomann usw.

  • Hallo und allen ein gutes Jahr 2015.


    Für meine mobile Orgel habe ich mir das Steinberg UR22 Audiointerface angeschafft und bin sehr zufrieden damit.


    Kann Hauptwerk eigentlich mehrere USB-Audiointerfaces des gleichen Typs für eine Mehrkanal-Anlage erkennen und verwalten, oder muss ich mir dafür ein neues Mehrkanal-Interface anschaffen?
    Am Liebsten würde ich mir aufgrund der Qualität und des Preises einfach ein zweites UR22 kaufen...


    Wie sieht es dann aber mit der Einbindung meines Hallgerätes Lexicon MX300 aus? Hier habe ich ja nur einen Ein- und Ausgang?


    Kennt sich jemand mit dem Steinberg UR824 aus? Das hat 4 Stereo-Ausgänge und eine eingebaute Reverb-Funktion; ist diese für die trockenen Samplesets nutzbar?


    Viele Fragen und viele Grüße
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    wünsche Dir auch noch ein gutes neues Jahr.


    Soweit ich weiß kann Hauptwerk auch mehr als eine Soundkarte ansprechen, allerdings leider nur eine davon mit ASIO-Treiber.


    Ich habe u.a. auch ein UR22 und bin ebenfalls sehr zufrieden damit. Allerdings wird es wohl nicht hinhauen Hauptwerk mit zweien davon zu betreiben aus obigem Grund mit dem ASIO-Treiber.


    Quote

    Wie sieht es dann aber mit der Einbindung meines Hallgerätes Lexicon MX300 aus? Hier habe ich ja nur einen Ein- und Ausgang?

    Das ist dann ein Problem. Der Hall läuft beim MX300 eben nur mit Stereo und kann dann nur über ein Lautsprecherpaar wiedergegeben werden. Das Lexicon MX400 wäre dagegen ein vierkanaliges Gerät.


    Quote

    Kennt sich jemand mit dem Steinberg UR824 aus? Das hat 4 Stereo-Ausgänge und eine eingebaute Reverb-Funktion; ist diese für die trockenen Samplesets nutzbar?

    Soweit ich weiß hat Florian ein UR824 und ist wohl auch recht zufrieden damit. Ich meine er hat auch schon den Hall benutzt und positiv davon gesprochen. Bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Frag doch mal bei ihm nach: florianf


    Gruß Michael

  • Quote

    Original geschrieben von Subbass
    Kennt sich jemand mit dem Steinberg UR824 aus? Das hat 4 Stereo-Ausgänge und eine eingebaute Reverb-Funktion; ist diese für die trockenen Samplesets nutzbar?


    Hi Thomas,


    ich hab das UR824 schon seit Beginn im Einsatz und bin damit überaus zufrieden, auch mit dem eingebauten Hall.
    Diese Funktion läßt sich sehr gut bei dry Samplesets verwenden. Ein besonderes Feature ist, dass der Effektkanal gesondert von Hauptwerk angesprochen werden kann (als Kanal 9/10) und dann das Hallsignal auf die 8 Ausgangskanäle beliebig verteilt werden. Das ist dann ein großen Vorteil gegenüber einer Lösung mit einem externen Hallgerät, das nur 2 oder 4 Kanal versorgt. Effektiv bedeutet dies, dass z.B. ein dry-Sampleset auf 4 Stereokanäle ausgegeben werden kann und der Hall aber auch über alle diese Kanäle zu indivuell eingestellten Anteilen kommt (z.B. hinten mehr Hall als wie auf Frontkanäle). Das wirkt dann schon recht natürlich.
    Für Hauptwerk bietet dieses Interface daher einige interessante Features, wenn auch nicht zum ganz kleinen Preis. Falls du weitere Fragen zum UR824 hast, dann lass es mich wissen.


    Grüßle,
    Bertram

  • Hallo Michael, hallo Bertram,


    vielen Dank für Eure Antworten!


    Es spricht ja nun vieles für die Lösung mit dem Steinberg-UR824; schade, dass ich dafür das vorhandene UR22 und das Lexicon MX300 lahmlegen muss! - Aber vielleicht brauche ich diese Geräte später noch einmal für die "kleine" Lösung...
    Jetzt warte ich ert einmal meinen Geburtstag im März ab...