• Als Nahfeldmonitore stehen auf meiner Digitalorgel zwei M-Audio BX8. Diese sind angehängt an den zwei Ausgängen der Steinberg U 22. Zum Üben schalte ich die Hosenbeschallung der Digitalorgel durchaus ab und spiele über diese Aktivlautsprecher mit gutem Ergebnis (es ist mir klar, das mit XY Monitoren im höheren Preissegment........)


    Preislich passend habe ich den Gedanken, einen Subwoofer zu kaufen und für die Pedalabstrahlung einzusetzen. Preis-Leistungssieger soll sein: mivoc Hype 10 G2 Aktiv (139,00 €)


    Meine Fragen: Wie hänge ich den neuen Subwoofer an meine U 22 oder schalte ich diesen zwischen die BX8 wie auch immer? Ist das Ergebnis vielleicht schlechter, da der Subwoofer mit seiner eingebauten Frequenzweiche aus meinen BX 8 Frequenzen herausschneidet (sorry ich bin nur Jurist mit mäßigem technischen Verstand) und die Leistung der beiden BX 8 derart verschlechtert, dass das Gesamtergebnis nicht besser ist?


    Ungeachtet habe ich allgemein zum Einsatz von Subwoofern bei Hauptwerk eher wenig gefunden, so dass dieses Thema mit eurem Sachverstand uns alle erhellen möge :-holy:


    Michael

  • Hallo Positiv,


    normalerweise geht das Stereosignal erst in den Sub und von da in die "Satelliten", also die Stereo-Boxen. Der Sub filtert die Tiefen raus und somit sind die Boxen von der "Last" der Tiefen befreit.
    Ich frage mich aber, ob ein 10 Zoll Subwoofer bei zwei 8 Zoll Boxen so sehr viel bringt? Vielleicht kannst du das ausprobieren. Ich habe da keine Erfahrungswerte. :/

  • Hallo Michael,


    nach den Angaben auf den beiden Herstellerseiten handelt es sich jeweils um Aktiv-Lautsprecher mit eingebautem Verstärker. Du kannst also vom Ausgang der Soundkarte mit zwei Audiokabeln (bzw. ein Stereokabel) zuerst zum Subwoofer und von dort jeweils weiter zu einem Monitor. Beim Mivoc Subwoofer deutet mir eigentlich nichts darauf hin, dass hier das Signal für die Monitore verändert wird. Im üblichen Fall werden dort nur die Audiosignale Links und Rechts abgegriffen und ansonsten 1:1 an die Monitore weitergeleitet. Aus dem L/R Signal macht die Elektronik im Subwoofer dann ein Mono-Signal und flltert die Höhen weg, je nach Einstellung des Crossover-Einstellers (40...180Hz).
    Bestenfalls sind dort sogar die Eingänge am Sub und die Ausgänge zu den Monitoren direkt miteinander verlötet, sodass praktisch keine Beeinflussung auftritt. Schlimmstenfalls laufen die Eingänge erst auf eine aktive Vorverstärkerstufe und dann erst zu den Monitoren. Das würde dann bedeuten, dass die Monitore auch nur funktionieren, wenn der Sub eingeschaltet ist. Außerdem kann theoretisch eine geringfügige Signalverschlechterung eintreten (zusätzliches Rauschen usw.). Allerdings sind heutzutage gute, rauschfreie Bauteile eigentlich Standard auch schon in diesem Preisrahmen.


    Insofern m. E. kein Grund zu übertriebener Sorge. Ggf. natürlich gut, falls Du den Subwoofer notfalls nach Test auch wieder zurückgeben kannst.


    Womit man immer rechnen muss, sind allerdings lästige Störgeräusche in Form von Brummen und Zischen, die dann aber nicht auf die Geräte als solches zurückzuführen sind, als vielmehr auf das allgemeine Problem von Potentialunterschieden usw. wenn mehrere netzbetriebene Audio-Geräte miteinander verbunden werden. Das lässt sich i. d. R. aber auch lösen.


    Über den Klang der genannten Komponenten kann ich nicht viel sagen. Laut Berichten im Web sind beide in ihrer Preisklasse offenbar ganz passabel.


    Was mich bei den M-Audio BX8 irritiert, sind die unterschiedlichen Angaben bei der unteren Grenzfrequenz. Thomann gibt sie mit 30 Hz. an und M-Audio selbst mit 38 Hz.
    Die Mivoc Hype 10 wird mit 20 Hz angegeben.
    Wahrscheinlich kann man aber all diese Werte wie üblich ziemlich in der Schublade rauchen, da sie kaum vergleichbar ermittelt bzw. eher "werbetechnisch geschätzt" werden.


    Nach Bauchgefühl würde ich aber sagen, dass der Mivoc Sub sicher etwas weiter runter geht als die BX8. Ich würde aber den Sub möglichst tief ankoppeln, da die BX8 ja auch schon recht große 8" Woofer hat. Also ich denke den Crossover irgendwo zwischen 40 und 60 Hz.
    Damit kommen dann nur ein paar tiefere und etwas verstärkte Tiefbässe heraus. Das ist eigentlich auch die gewünschte Funktion eines Subwoofers. Wenn man das so einstellt, erschrecken viele, wie wenig man von so einem Subwoofer eigentlich hört für das viele Geld.
    Also ich denke mal für den Preis kannst Du auch nicht allzu viel falsch machen. Wenn es etwas besser sein soll, kostet es auch wesentlich mehr. Trotzdem wird man bei einem Subwoofer eben immer ziemlich viel dafür zahlen, dass man eigentlich relativ wenig davon hört. :-pipe:
    Außer wenn der Sub ziemlich weit hoch übertragen müsste, weil die Monitore im Prinzip viel zu klein sind. Aber sowas empfehle ich auch nicht und ist bei Dir ja auch nicht der Fall.


    Du brauchst bei Nahfeldmonitoren normalerweise auch keine allzu große Leistung für einen Sub. Ist der Raum recht groß, dann kann ein Sub mit großer Membran evtl. noch etwas tiefer kommen. Allerdings haben die meist auch enorme Leistungen die man dafür kaum benötigt und auch enorme Preise.


    Den Thread über meinen Subwoofer hattest Du sicher schon gesehen.


    Gruß Michael

  • Quote

    Original geschrieben von mike
    Im üblichen Fall werden dort nur die Audiosignale Links und Rechts abgegriffen und ansonsten 1:1 an die Monitore weitergeleitet. Aus dem L/R Signal macht die Elektronik im Subwoofer dann ein Mono-Signal und flltert die Höhen weg, je nach Einstellung des Crossover-Einstellers (40...180Hz).
    Bestenfalls sind dort sogar die Eingänge am Sub und die Ausgänge zu den Monitoren direkt miteinander verlötet, sodass praktisch keine Beeinflussung auftritt. Schlimmstenfalls laufen die Eingänge erst auf eine aktive Vorverstärkerstufe und dann erst zu den Monitoren. Das würde dann bedeuten, dass die Monitore auch nur funktionieren, wenn der Sub eingeschaltet ist. Außerdem kann theoretisch eine geringfügige Signalverschlechterung eintreten (zusätzliches Rauschen usw.).


    Also bei dem (nicht unbedingt niederpreisig zu nennenden) Subwoofer, den ich im Fokus habe und mglw. kaufe (Genelec 7060 BPM ) filtert der Subwoofer die tiefen Frequenzen für sich heraus und gibt den "Rest" an die Monitore weiter.


    Aus meiner Sicht wäre es viel schlechter, wenn die ungefilterten Signale an die Monitore weitergegeben würden - denn das setzt voraus, dass das entsprechende Hochpassfilter der Monitore haargenau passt zu dem eingebauten Tiefpassfilter des Subwoofers, und das wäre zumindest bei getrennten Herstellern und nicht exakt aufeinander abgestimmten Filtern Zufall. Am armseligsten wäre es, wenn in den Monitoren dann gar kein Hochpassfilter drin wäre und man darauf vertraut, dass "irgendwie" die tiefen Frequenzen sowieso nicht mehr wiedergegeben würden in den Monitoren und man daher keine Filtertrennung zum Subwoofer bräuchte.


    Also für mich ist es nicht schlimmstenfalls, dass das Monitorsignal gefiltert wird im Subwoofer, sondern bestenfalls. Wie es bei den Genelecs auch getan wird (incl. Justagemöglichkeit des Phasenwinkels).


    Das Argument, dass man dann immer Subwoofer und Monitore zusammen betreiben müsste, ist zwar richtig, aber es käme für mich auch nicht in Frage, es anders betreiben zu wollen; Monitörchen, die erst ab 50Hz o.ä. zu gebrauchen sind, klingen viel zu "eunuchenhaft" ohne Subwoofer. Zumindest wenn man 16' Register nutzt, von 32' ganz zu schweigen.


    LG Olaf

  • Quote

    Original geschrieben von Dulzian

    Also bei dem (nicht unbedingt niederpreisig zu nennenden) Subwoofer, den ich im Fokus habe und mglw. kaufe (Genelec 7060 BPM ) filtert der Subwoofer die tiefen Frequenzen für sich heraus und gibt den "Rest" an die Monitore weiter.

    Da musst Du aber auch dazu sagen, dass man für den einen Genelec Subwoofer dann mehr als 12 Mivoc Subwoofer kaufen kann !


    Im unteren Preisbereich ist es nicht üblich, dass der Subwoofer die tiefen Frequenzen für die Satelliten wegfiltert. Wozu denn auch? Die Satelliten sind meist sowieso zu klein und stellen damit automatisch einen Hochpass dar, da bei ganz tiefen Frequenzen sowieso nichts mehr kommt. In dem Preisbereich freut man sich, wenn der Subwoofer dann auch weit genug hoch geht um die Defizite der billigen Satelliten im Tieftonbereich zu übernehmen. Ich rede jetzt noch nicht mal von Bass oder gar Tiefbass. Sondern da läuft der Subwoofer oft wirklich bis 100 Hz oder gar 180Hz hoch.


    Quote

    Original geschrieben von Dulzian

    Aus meiner Sicht wäre es viel schlechter, wenn die ungefilterten Signale an die Monitore weitergegeben würden .... ....Also für mich ist es nicht schlimmstenfalls, dass das Monitorsignal gefiltert wird im Subwoofer, sondern bestenfalls. Wie es bei den Genelecs auch getan wird (incl. Justagemöglichkeit des Phasenwinkels).

    Schlimmstenfalls muss man aber bei billigen Komponenten auch damit rechnen, dass man eine hörbare Klangverschlechterung bekommt. Insofern ist es besser, das Signal geht zu den Satelliten bestenfalls unverändert und damit ungestört durch.
    Dass es beim Mivoc Subwoofer so sein muss, dass kein Hochpass für die Satelliten vorgesehen ist, geht schon aus der Beschreibung hervor. Der Sub kann auch an die Lautsprecherkabel eines Endverstärkers angeschlossen werden und dort sein Signal beziehen. Wollte man dann also die passiven Satelliten nach unten im Frequenzgang begrenzen, dann müsste man dem Subwoofer eigene Endstufen für die passiven Satelliten spendieren. Die gibt es dort aber nicht.


    Ich halte es aber für keinen Beinbruch, wenn die Satelliten nicht nach unten begrenzt werden, da sie wie gesagt sowieso eine natürlich Grenze nach unten haben, die der Subwoofer eben etwas ausfüllen kann. Insofern viel wichtiger, dass die Übernahme-Frequenz am Subwoofer auch weit genug herunter gestellt werden kann. 40 bis 50 Hz sollten in dem Fall ausreichend sein. Der Verzicht auf einen Hochpassfilter hat noch einen weiteren Vorteil außer Geld einzusparen. Der Phasengang der Monitore wird somit auch nicht beeinflusst.


    Was eher noch als Manko zu sehen wäre, dass der Mivoc nur einen zweistufigen Schalter für die Verstellung der Phasenlage hat. besser wäre natürlich ein Drehpotentiometer zur stufenlosen Anpassung der Phasenlage an die Satelliten. Aber jeder Schnickschnack kostet eben Geld.


    Quote

    Das Argument, dass man dann immer Subwoofer und Monitore zusammen betreiben müsste, ist zwar richtig, aber es käme für mich auch nicht in Frage, es anders betreiben zu wollen; Monitörchen, die erst ab 50Hz o.ä. zu gebrauchen sind, klingen viel zu "eunuchenhaft" ohne Subwoofer. Zumindest wenn man 16' Register nutzt, von 32' ganz zu schweigen.

    Wenn die Monitore aber wie bei Michael schon relativ weit runter gehen, dann hat er zumindest die Möglichkeit, den Subwoofer auch mal aus zu lassen, wenn z. B. durch das zusätzliche "Gewummere" Mitbewohner zeitweise zu sehr gestört werden.


    Gruß Michael

  • Bei der Kombination Genelec 5040/6010, die man vielleicht als mittelpreisig bezeichnen kann, ist es auch so, daß der Subwoofer filtert. Ferner stellt sich bei einem aktiven System aus mehreren Lautsprechern immer die Frage, wie man die Lautstärke regelt. Das geschieht hier über einen an den Subwoofer angeschlossenen Drehknopf. Obendrein hat man am Subwoofer gleich zwei Audio-Eingänge und muß sich über das Umschalten keinen Kopf machen.


    Gruß,
    Markus

  • Quote

    Original geschrieben von mikeIch halte es aber für keinen Beinbruch, wenn die Satelliten nicht nach unten begrenzt werden, da sie wie gesagt sowieso eine natürlich Grenze nach unten haben, die der Subwoofer eben etwas ausfüllen kann. Insofern viel wichtiger, dass die Übernahme-Frequenz am Subwoofer auch weit genug herunter gestellt werden kann. 40 bis 50 Hz sollten in dem Fall ausreichend sein. Der Verzicht auf einen Hochpassfilter hat noch einen weiteren Vorteil außer Geld einzusparen. Der Phasengang der Monitore wird somit auch nicht beeinflusst.


    Eine ordentliche Frequenzweiche, bei der Subwoofer und Satelliten optimal aufeinander abgestimmt sind, ist besser als irgendwelche "Beliebigkeit". Und optimal aufeinander abgestimmt sind Weichen dann, wenn sie aus einer Hand kommen und nicht der Tiefbass für Subwoofer vom Hersteller A und der Hochpass für die Satelliten vom Hersteller B kommt.


    Darauf zu "hoffen", dass die Satelliten nach unten hin irgendwie sowieso aufhören, wäre mir zu unbestimmt.


    Des weiteren teile ich ebensowenig deine hier schon in mehreren Fäden geäußerte Meinung, dass die Übernahme-Frequenz in so einem tiefen Frequenzbereich sein soll, den viele Satelliten nur noch mit Ach und Krach schaffen (40-50Hz etwa).
    Viel besser ist es, die Übernahmefrequenz so zu wählen, dass sowohl Subwoofer als auch Satelliten sich noch in ihrer Komfortzone befinden, wo noch keine großen Frequenzgangänderungen stattfinden. Und das ist bei vielen Satelliten - auch bei den kleineren Genelec-Satelliten eher bei etwas höheren Frequenzen, daher auch die gewählten 85Hz der Genelec-Subwoofer als Übernahmefrequenz.


    Wenn man die Möglichkeit hat (bei mir ist sie gegeben), den Subwoofer mittig vorne in größerer Entfernung zu positionieren (ich habe vor, ihn an die Decke zu schrauben, ca. 5m vom Spieltisch entfernt), dann ist das vielleicht auch nicht das Schlechteste, und man hat keine Probleme mit dem Bassanteil, der auch bei ETWAS höheren Frequenzen - etwa eben bis 80 oder 100Hz aus der Mitte kommt.


    LG Olaf

  • Quote

    Original geschrieben von emsig Ferner stellt sich bei einem aktiven System aus mehreren Lautsprechern immer die Frage, wie man die Lautstärke regelt. Das geschieht hier über einen an den Subwoofer angeschlossenen Drehknopf.


    Hallo Markus,


    das ist eine gute Frage insbesondere auch für Leute wie mich, die am Spieltisch keine PC-Bedienung haben wollen (ich bediene alles über Spieltischtaster, incl. Umladen für verschiedene Sample-Sets, Setzersteuerung etc).


    Bisher habe ich den Verstärker am Spieltisch gehabt und dort die Lautstärke eingestellt, für meine normalen Stereoboxen ohne Subwoofer.
    Von daher, wenn ich mir einen Subwoofer zulege, werde ich wohl oder übel noch ein Poti anbringen am Spieltisch, wo ich per Midi-Out die Gesamtlautstärke regle (also das entsprechende HW-Feature nutze - gehe aber davon aus, dass man sicherlich in GO auch per Midi-In die Gesamtlautstärke kontrollieren kann (weiß es aber nicht)). Dann kann ich die Lautstärkeregler am Subwoofer und an meinem High-End-Röhrenverstärker (den ich dann für die passiven Satelliten nehme) in einer Stellung lassen und nur die Gesamtlautstärke per Midi einstellen.


    LG Olaf

  • Ein interessanter Artikel von Teufel - Die untere Grenzfrequenz – Wie tief muss ein Bass klingen?

    Da ist auch ein Hörtest-Video verlinkt. Beim iPad ist ab 100 Hz Schluss. Über meine Bose-Inears gehts bis 20 Hz runter, danach ist nur noch ein leichtes "ph-ph-ph" zu hören :-)


    Beim hören wird einem doch schnell klar, das es vollkommen ausreicht, wenn schon zwischen 20 oder 30 Hz schluss ist. Wenn man mit sauberen 20 Hz noch ein kleines Beben um Zimmer auslösen kann, dann kann man doch zufrieden sein (ich habe zugegebenermaßen lange Zeit nach 16 Hz-Woofern gesucht). Bei einem Hörtest vor einigen Jahren habe ich einen Woofer gehört, der bei 16 Hz nur noch müde vor sich hin gewabbert hat.

    Einen fetten Genelec hatte ich auch mal getestet. Es ist zwar beeindruckend, wenn im Hörraum alles bebt und zittert, aber das brauche ich bei der Orgel auf keinen Fall.