Posts by vpo-organist

    Das sehe ich auch so. Wenn eine Feder in Frage kommen würde, dann müsste das eine ganz schwache Ausführung sein, die nur für eine geschmeidigere Rückführung in die Tasten-Ausgangsstellung sorgt. Dazu habe ich mir diese Seite angeschaut. Aber ich werde das erst mal ohne Feder im Versuchsaufbau testen.

    Wie wird der Kontakt zum Spielen des Tones ausgelöst? Was ist technisch am einfachsten? Ich nenne die Möglichkeiten mal, ohne Ahnung davon zu haben: Näherungsschalter (Hall-Sensor), Reedschalter, Optisch



    Welche Technik bietet die einfachste Lösung, die auch präzise und schnell genug ist? Womit lässt sich das auswerten?

    Wer weiß, wie alt das Bild ist...

    Ich habe leichte Zweifel, dass eine Feder als alleinige Kraft ein schönes Spielgefühl ergibt bzw. das wird sich wie eine Fatar anfühlen. Ohne es getestet zu haben werde ich erst mit Bleigewichten experimentieren und als Ergänzung ggf. eine ganz leichte Federkraft als Ergänzung einsetzen.

    Aber ich sehe schon, dass man ums experimentieren nicht herum kommt.

    Zudem war ich Corona-bedingt schon lange nicht mehr am Spieltisch in der Kirche. Das Interesse am Selbstbau kam erst in der Corona-Zeit. Daher werde ich sobald möglich erst mal den Druckpunkt an der mechanischen Traktur und auch die Druckzunahme gekoppelter Manuale untersuchen.


    Falls jemand die BDO-Maße zu den Tasten und Abständen verraten könnte, dann wäre das sehr hilfreich.

    Laukhuff nennt bei den Obertasten folgende Maße:

    Länge: 80 mm (bei mir 85)

    Breite: unten 11, oben 9 (bei mir 11 und 8 )

    Höhe: hinten 13, vorne 14,5 (bei mir 10!)


    Folgende Fragen habe ich an Euch:

    • 14,5 mm finde ich schon enorm hoch (oder meine sind zu niedrig). Was habt ihr für Maße?
    • Hat jemand die Maße für eine Untertaste? Wie lang sollte die sein? So lang möglich?
    • Spielt die Auswahl des Holzes für eine (Unter-) Taste (wg. dem Gewicht) eine Rolle? I.d.R. wird Hochgebirgsfichte genommen und belegt. Würde was dagegen sprechen, wenn man eine Taste aus Eiche verwendet und sich den Belag spart? Mir fällt gerade dazu ein, dass evtl. Arbeiten mit dem Hartholz etwas stressig werden könnte...
    • Macht eine Rückstellfeder (Schenkelfeder?) mit gerade ausreichendem Druck zum Hochstellen der Taste in Kombination mit einem Bleigewicht Sinn? Ist ein Bleigewicht auf der Taste ausreichend für ein schnelles hochstellen der Taste, z.B. bei Repetierung oder Triller?
    • Einen Triller stelle ich mir spannend vor, wenn man eine Druckpunktsimulation mit Magneten hat. Kann das noch dem Gefühl am originalen Spieltisch entsprechen?

    Das ist eine berechtigte Frage. Da ich jetzt als "Dienstorgel" auch eine mechanische Traktur habe, spricht jetzt nichts dagegen, zu Hause auch in diese Richtung zu gehen.


    Wenn man nur Fatar spielt, dann ist das für das Orgelspiel auf diversen Pfeifenorgeln nicht hilfreich. Ich habe ab und zu auf älteren Orgeln Probleme mit dem Tastentiefgang feststellen müssen. Da bin ich mit meinen Fingern zwischen zwei Obertasten hängen geblieben bzw. an der Tastenkante entlang geschrappt, weil ich den höheren Weg von einer Untertaste über eine Obertaste hinweg nicht gewöhnt war (das ist kein Druckpunktthema).


    Bei manchen Beschreibungen liest es sich ein bisschen merkwürdig, weil der Druckpunkt doch zu Beginn des Niederdrückens einer Taste überwunden werden muss. Der zweite Punkt ist dann doch eher der Kontaktpunkt, ab dem ein Ton erklingen soll. Gibt es dazu eine Norm, dass z.B. der Ton nach einem Drittel des Tastenweges erklingen muss?

    Momentan ist nur der permanente Reiz da, so ein Projekt angesichts der Kosten für einen viermanualigen UHT-Manualblock (knapp 10000 EUR) selbst umzusetzen. Allerdings muss ich erst mal den Eindruck bekommen, dass ich das hinbekommen kann und sowas innerhalb eines Jahres (in den Abendstunden) umsetzbar ist. Es soll nicht so enden, dass ich die Anschaffung in die Ecke schmeiße und mir total gefrustet einen Fatar-Manualblock kaufe.

    Tatsächlich möchte ich mir eine langfristig, täglich gesteigerte Freude gönnen und mich jeden Tag tierisch am Orgelspiel mit meinem selbst gebauten Spieltisch und des genialen Tastenfeelings ergötzen können :D:D:D

    Ach so. Da war ich auf einem ganz falschen Dampfer :) Danke für Eure geduldigen Erklärungen.

    Einige ältere Tastaturen haben hinten Gewichte aufgebracht

    Beim Halten der Taste benötigt man weniger Kraft als zum Niederdrücken.

    Das ist m.W. weitgehend außer Mode gekommen.

    Was wäre die moderne Variante?

    Danke für Eure Rückmeldungen.


    Meine aktuellen Manuale 3+4 habe ich geschenkt bekommen, weil die durch UHT-Manuale ersetzt wurden. Es ist schon lange her, aber mein Eindruck war, dass allein auf Holztasten zu spielen einen großen Unterschied macht und es hat sich schon sehr wertig angefühlt.


    Mal davon abgesehen, habe ich in Kirchen überwiegend mit elektrischen Trakturen zu tun und erst seit wenigen Jahren nach einem Orgelumbau auch mit einer mechanischen Traktur. Allerdings kam bei mir nie das Gefühl auf, boah, toll. Das ist eher ein notwendiges Übel.


    Das IV. Manual ist nice to have. Aber wirklich nice! Es gibt ja doch einige Samplesets, die 4 Manuale haben. Und es ist umso schöner, wenn man fürs 4-te nicht rumkoppeln muss. Je weniger Manuale man hat, desto mehr Registrierstress hat man. Es ist schön und praktisch, einfach das Manual wechseln zu können. Fürs 4-te muss ich aber schon meine Arme ausfahren, so dass es keine allzu entspannte Körper-Haltung mehr ist.


    Je nach Lösung und Kosten werden es vielleicht nur drei Manuale. Aber dann braucht man schon Umschaltmöglichkeiten, wenn man z.B. auf dem 3-ten und 4-ten Manual spielen will. Das ist schon blöd. Wenn man einmal vier Manuale gehabt hat, dann tut man sich schwer, wieder mit weniger zurecht zu kommen.


    Den Heuss schaue ich mir am Wochenende an. Laukhuff ist übrigens ein weiterer Orgelteile-Lieferant, der den Spieltisch der Wilhelmshavener Orgel geliefert hat. Die Tasten waren relativ leicht gewichtet. Den Druckpunkt habe ich nicht mehr so parat.

    zu 2,3) Das mit den Führungsstiften habe ich nicht genau verstanden. Aber falls ich mir ein ähnliches Selbstbau-Projekt nochmal aufhalsen würde, würde ich als Ausgangspunkt wohl wieder versuchen, ausrangierte Orgelmanuale zu verwenden und aufzumöbeln. Zum einen ist der Charme benutzter Tasten da, und auch die Qualität echter Holztasten. Und das Spielgefühl mit 2-armigen Tasten und Bleigewichten, zusätzlich zu einer wie-auch-immer-gearteten Druckpunktsimulation kommt dazu.

    Ich meine, wie sieht die Tastenführung genau aus? Ein Stift in der Mitte (Taste geschlitzt) und der zweite im vorderen Teil der Taste? In der Mitte eine "Wippe"? Diverse Bilder geben mir nicht genauen Aufschluß über die Mechanik.


    Wie sieht eine 2-armige Taste aus? Erst in die Tiefe und dann ein zweiter nach unten?

    Ich bin beeindruckt von diesem Wahnsinns-Projekt. Chapeau!!!


    Ich will meine vier Manuale erneuern und hatte vor einger Zeit bei Hoffrichter nachgefragt. Der viermanualige Block MS-4 kostet 2225,00€. Da sind vermutlich nur die Fatar-Standard-Tataturen verbaut. Für ungefähr diesen Preis bekommt man ein(!) UHT-Manual. Die Qualität ist halt ne andere Liga. Braucht man nur zwei, dann ginge das noch, aber bei vier Manualen muss ich dann schon schlucken.


    Meine Johannus ist 23 Jahre alt und hat noch ein solides Gehäuse. Da habe ich eine Öffnung von 1320 x 290 zur Verfügung. Angesichts der o.g. Preise interessiere ich mich rein zufällig für diesen Thread ^^


    Jetzt zu meinen Fragen:

    1. In #4 war die Rede von der Heuss-Webseite und "Einbauchassis->Druckpunktsimulator". Da finde ich nichts mehr. Hat jemand noch Informationen dazu?
    2. Mir ist nicht klar, wie die Taste in Richtung der Tiefe auf einem Punkt gehalten wird. Wie ist das mit den Stiften genau umgesetzt?
    3. Die einzelnen Tasten werden - so wie ich das verstehe - mit Führungsstiften "in der Spur" gehalten. Mal ganz naiv gefragt: Könnte die Mechanik auch funktionieren, wenn man die Tasten quasi auf einer Stange aufspießt und Abstandshalter verbaut? Dann hätte man ein paar Probleme vom Tisch (aber ggf. andere Probleme)?
    4. Lässt sich aus diesem Faden eine vollständige Bauanleitung ableiten?
    5. Wie lange schätzt ihr den Bau eines kompletten Manuals inkl. Midifizierung? Einfach mal nur ne Hausnummer, damit man die Kosten eines fertigen Manuals mit dem Selbstbau gegenüberstellen kann. Nach diversen Aussagen könnte ein erfolglreicher Selbstbau DIE glücklich machende Traumtastatur werden (?)

    Ich bin auf Eure Einschätzung gespannt ;)

    Kannst Du mir mal bitte die Töne und Register nennen, die sich Deiner Meinung nach billig anhören und die ggf. Waltharius als "synthetisch" bezeichnet?

    z.B. Prinzipalbass 16 und Subass 16 - das komplette Pedal hört sich nicht schön an (mit AKG K702).

    Furtwängler installiere ich am Wochenende. Doesburg-Demo kurz angespielt, erster Ton im Bass, oh das hört sich wie ein Sample mit billiger Sample-Hardware an! Aber im Gesamtklang hört sich's gut an. Auch bei diesem Demo-Set sind wieder magische Kräfte gefragt, mit denen man die Demo-Register herausfindet...

    Da sieht man, dass die Hersteller eigentlich null Interesse haben, dass die Demo mit Begeisterung ausprobiert werden kann. Was soll's. Das Midi-Panel hatte ich bereits und habe gestern die Demo-Register hinterlegt. Werde ich am Wochenende ausprobieren.

    Die dreimanualige ODF habe ich ebenfalls installiert. Mal sehen. Ich habe den Blower nicht geladen. Kann das der Grund sein, dass die Demo nach ein paar Minuten stumm bleibt?

    Danke. Die Bezeichnungen sind manchmal verwirrend. Einmal Englisch, dann französisch - da weiss man nicht, ob das gleiche gemeint ist. In meinen Midi-Panels verwende ich immer die kürzeste Schreribweise. Aus Grave oder Sub wird ein + 16' (im gleichen Manual, sonst + II 16') und aus Aigue alias Super wird 8' (bzw. + II 8'). Da habe ich mich schon dran gewöhnt.

    Die Ausrichtung der Boxen auf meine Ohren war nicht einfach. Die bewege ich keinen Millimeter, solange es nicht sein muß :rolleyes:


    Mit den Wandreflexionen kann man sich den Klang aber auch versauen, siehe hier.