Posts by vpo-organist

    Zurück zur Haverhill.


    Durch meine Umsetzung der Oberfläche auf mein MidiPanel habe ich die letzten Geheimnisse einiger Buttons gelüftet. 8)

    SWELL und GREAT können jeweils mit einer Pedal-Kombination verknüpft werden. Ist z.B. der Schalter GT & PED COMBS COUPLED aktiv, dann wird z.B. mit betätigen der Great-Kombination auch die Pedal-Kombination und umgekehrt aktiviert. Ein interessante Programm-Variante, die ich noch bei keiner anderen Orgel gesehen habe.


    Neben einer Basskoppel im Manual für den tiefsten gespielten Ton gibt es auch Melody-Koppeln, die den höchsten gespielten Ton aus einem anderen Manual spielt.

    Was ist bisher auch ignoriert habe, ist CHOIR H.P. REEDS ON SOLO. Damit kann z.B. die Tuba 8 im Choir auf ein virtuelles 4. Manual gekoppelt werden (die Haverhill hat nur 3). Damit kann ich die Tuba auf meinem 4. Manual spielen! Die Tuba wird in dem Fall im Choir stumm geschaltet.

    Dazu musste ich die Anleitung auf der DVD zur Haverhill lesen. Was macht man nicht alles macht in der Not:D


    Eine spannende Frage stellte sich dann noch: Wie soll ich ein 4. Manual konfigurieren, wenn es im Sampleset kein 4. Manual gibt?

    Die Lösung: Unter Organ preferences | Keyboards kann man das Solo-Manual aktivieren.

    Nach dem vervollständigen des Panels, habe ich wiederum feststellen müssen, welche Komplexität in dieser Orgel steckt. Das kann man schon beim Lesen der Beschreibung zum Sampleset erahnen. Mit seinen 119 Schaltern ist das Panel auch schon gut gefüllt.


    Ein Schalter hat mich heute überrascht (noch nie betätigt): Float SW. PED, to Cresc.

    Damit wurde ein gut klingendes (nicht vollständiges) Tutti aktviert (=> Crescendo-Pedal, das ich bisher aus techn. Gründen nicht nutzen konnte).

    Die Orgel habe ich schon so lange, aber von Beherrschen der Orgel kann keine Rede sein. Ich hoffe, das ändert sich jetzt mit dem Panel.

    Der Singlescreen von der Hereford ist sehr komplex aufgebaut, was einem die Einarbeitung ungemein erschwert. Man kann die Disposition mit den ganzen Spielhilfen kaum erfassen. Das hat mich heute veranlasst, dort auch mal Hand anzulegen :D

    Mein MidiPanel habe ich jetzt derart erweitert, dass die Disposition in einer Text-Datei definiert werden kann. Ich muss die Registerreihenfolge noch optimieren, aber im Prinzip ist das Hereford-Panel einsatzfähig. Ein paar Buttons fehlen, weil ich deren Sinn noch nicht verstanden habe, aber das Layout sieht sehr übersichtlich und beherrschbar aus. Eine der Vereinfachungen ist, das die ganzen Koppeln nicht mehr in einem Block oder einer Leiste angeordnet sind, sondern beim jeweiligen Manual positioniert wurden. Zum zweiten habe ich den Text der Koppeln auf das Nötigste reduziert, so dass die Buttons nur die halbe Breite eines Registers benötigen.


    hereford-panel.jpg


    Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem IV. Manual ("T" definiert einen Tremulanten, "H" definiert einen Helper zwecks Farbgebung) der Definitionsdatei:

    Div IV, Rows 3, IV. Manual, Solo

    Orchestral, Oboe 8 or 16

    Clarinet, 8 or 16

    Tromba, 8 or 16

    Cor Anglais 8

    Viola, da Gamba 8

    Voix Celestes 8

    Harmonic, Flute 8

    Tuba 8

    Concert, Flute 4

    Glockenspiel 4

    Hohl Flute 2

    T, Tremulant

    H, Unison Off


    Die Testdatei wird beim Start eingelesen und daraus die Oberfläche aufgebaut. Der größe Aufwand ist die Midianbindung. In die eine Richtung hilft einem das Auto-detect aber der Weg von HW/GO zum Panel muß manuell angepasst werden.

    Die Dorische würde ich in kleine Übteile gliedern, dann kann man dazwischen mal was Anderes spielen. Ich habe auch jahrezehntealte Ausgaben von Edition Peters.


    Durch Insulaner bin ich auf das Sampleset Armley Schulze gelenkt worden, finde das Set immer reizvoller und habe die Demos bei Lavender Audio angehört und neue interessante Werke entdeckt. Jetzt liegen hier 5 neue Ausdrucke auf dem Tisch :-)

    Das lenkt mich wieder vom Bach ab, aber ich will schon noch ca. 10 Werke von Bach aufnehmen. Relativ fetzig finde ich Entrée Pontificale von A. vanden Plas. Die 6 bis 10-stimmigen Passagen muss man sich mal genauer anschauen; "Das ist ein Rhythmus wo man mit muss";-) Das kann ich mir sehr gut auf der Hereford vorstellen. Die hat genug Power dafür.

    Taufrisch in Contrebombarde hochgeladen - Herzlich thut mich verlangen - BWV 727

    Dry-Version with Convolution Reverb

    Die Einspielung hat echt Nerven gekostet, klingt so easy, hat aber viel Verspiel-Potential ;-)


    Die Einspielungen bieten für einen selbst etwas Positives: Man über wirklich ernsthaft und ignoriert nicht die kleinen Fehlerchen, die man sonst so produziert. Vor allen Dingen decken die Aufnahmen Unschönheiten auf, z.B. eine holprige Fußpassage oder ungleichmäßges Spiel. In dieser Hinsicht sind auf Contrebombarde sicher ein paar Takte zu finden, aber das fehlerfreie Spiel überlasse ich den Profis ;-)

    Ich habe jetzt mal das Original gespielt - meine Version finde ich schöner :D Die Basslinie stimmt 100% überein, in der ersten Stimme gibt es gelegentlich ein anderes Tönchen, aber meine Begleitung ist vollständig anders gestaltet; durchgängig zweistimmig - klingt besser. Aber an manchen Stellen differieren die Harmonien minimal, klingen aber beide symphatisch ;-)


    Meine Version habe ich übrigens 1996 geschrieben... 24 Jahre ist's her, wie die Zeit vergeht...

    Das ist ja ein starkes Stück, dass es dazu Orgelnoten gibt. Ich hatte damals (schon etliche Jahre her) glaube ich was manualiter gefunden. Möglicherweise kannte ich IMSLP noch nicht. Da kann ich ja mal vergleichen, was ich da so "abgehört" habe 8|


    Hmm, contrebombarde? Habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Die Stücke, zu den ich hier Links gesetzt habe sind noch alle frisch. Die habe ich diesen und letzten Monat eingespielt. Insgesamt habe ich 25 Aufnahmen gemacht, habe ich vorhin durchgezählt. Na wenn das mal keine Motivation ist ;)

    Das eigentlich schöne daran ist, man gibt sich ernsthaft Mühe, alles richtig zu machen und übt wieder etwas ernsthafter (nicht wie in den letzten Jahren "just for fun"). Allerdings bin ich selbstkritisch genug zu erkennen, dass meine Höchstform schon Jahrzehnte zurückliegt und mein Spiel ungleichmäßig geworden ist.


    Das was mich momentan aber am meisten stört ist, dass ich keine Setzer am Spieltisch nutzen kann. Das ist alles noch ein Krampf hoch drei. Deshalb suche ich ja einen Midi-Controller in diesem Thread.