Posts by vpo-organist

    Nubert-spezifische Ergänzung: Die Boxen kann ich 30 Tage testen und zurückgeben. Optimal ist die dazugehörige App für iOS, Android: Die Einstellungen werden über W-LAN gemacht. Überzeugt hat mich auch die Existenz eines 5-bändigen Equalizers. Ich habe keine Einmessung durchgeführt, aber iPhone-Besitzer können die Boxen einmessen.

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    Auch so ein Thema kommt nicht aus der Mode ;) Deine negativen Erfahrungen mit den genannten Boxen kann ich nur bestätigen. Klingt irgendwie nicht schlecht, aber mich hat auch nichts (entgegen diverser Tests und Anwenderberichten!) so richtig begeistern können.


    Vor einigen Wochen habe ich B&W-Boxen probegehört. Die klingen gut. Aber passive Boxen waren für meinen Fall nicht die optimale Lösung. In den letzten Wochen habe ich die KEF LS 50 in der passiven und aktiven Variante hören können. Die Passiven an einer 50000-Euro-Anlage ;-) Der Test war im Urlaub und nicht geplant. Daher war keine Orgelmusik verfügbar. Das besondere an diesen Boxen: Der koaxiale Treiber. Hoch- und Tief/Mittelton kommen aus einer Schallpunktquelle (Hochtöner in der Mitte). Geradezu sensationell sind die phänomenalen Abstrahlwinkel. Die Boxen standen im Hörraum ca. 2m auseinander. Man konnte sich fast auf einer Linie (vielleicht 20 cm davor) zwischen die Boxen hinstellen und hat immer noch Stereo gehört. Sagenhaft!


    Naja, der Sound war gut - aber leider hat mir die richtige Musik zum Testen gefehlt. Diese Boxen sollte jeder Interessierte berücksichtigen! Cabasse-Lautsprecher sollen übrigens auch nicht schlecht sein...


    Seit ein paar Tagen auf meiner Orgel: Die Nubert X-4000 und auf der Raumgegenseite der nuSub XW-900. Die X-4000 geht bis 30 Hz runter. Im Hörstudio habe ich sehr sehr lange gebraucht, um zu entscheiden, ob ich einen Sub brauche. Immerhin standen dafür 625 EUR an...


    Die X-4000 können schon einen beeindruckenden Bass raushauen. Im Hörstudio: Sub an - aus - an - aus -an....(und noch viele Male)... Gespräche geführt, überlegt und nach einigen Stunden Abhöre im Hörstudio dann doch gekauft.


    Der Sub war dann doch das i-Tüpfelchen, das bei den Tiefsttönen einen angenehmen Klangteppich im Raum ausbreitet, wie ich ihn heute auch beim Orgelspiel in der Kirche mit 16' Registern vernommen habe. Das bestätigte mir die Richtigkeit des Sub-Kaufes. Das rundet die tiefen Bässe der Monitore nach unten hin wunderbar ab. Ich bin sicherlich kein Bass-Freak, aber diese Ergänzung hat sich (für mich) gelohnt. Bis 21 Hz geht's runter. Das war aber nicht das entscheidende Kriterium. Wer mit einem Testprogramm mal die tiefen Töne anspielt, der wird zu der Erkenntnis gelangen, das 20, 25 oder 30 Hz kaum einen Unterschied machen. Es brummen Alle! Bei mir hat es dazu geführt, das ich aufgehört habe, nach 16 Hz-Subwoofern zu googeln. Das ist in meinen Augen und für meine Gegebenheiten absoluter Unsinn. Ich möchte mit der Aussage nicht die verprellen, die solch ein Watt-Monster gekauft haben. Es ist nur für mich und mein Wohnzimmer völlig unnötig.


    Was mir bei kleineren Subs allerdings aufgefallen ist - die fangen an zu klappern. Daher kam nur der große Sub in Frage. Der haut die tiefen Pedalregister wirklich staubtrocken raus. Kein Gedröhne und Geklappere, wie es bei den kleineren Subs auftrat.


    Bei meinen Sets musste ich meistens nur den Subbass 16' im tiefsten C etwas runterregeln, weil die Bude einfach nur noch bebte. Den Sub konnte ich auf -15 dB stellen, selbst da gab es noch Probleme. die 32' Füßer habe ich stellenweise etwas hochgeregelt, jetzt hört man auch im Monitor das abgrundtiefe Röcheln eines Majorbasses 32'. Wunderbar. Fazit: Ich bin gerade ein sehr zufriedener VPO-Organist :)

    Ein interessanter Artikel von Teufel - Die untere Grenzfrequenz – Wie tief muss ein Bass klingen?

    Da ist auch ein Hörtest-Video verlinkt. Beim iPad ist ab 100 Hz Schluss. Über meine Bose-Inears gehts bis 20 Hz runter, danach ist nur noch ein leichtes "ph-ph-ph" zu hören :-)


    Beim hören wird einem doch schnell klar, das es vollkommen ausreicht, wenn schon zwischen 20 oder 30 Hz schluss ist. Wenn man mit sauberen 20 Hz noch ein kleines Beben um Zimmer auslösen kann, dann kann man doch zufrieden sein (ich habe zugegebenermaßen lange Zeit nach 16 Hz-Woofern gesucht). Bei einem Hörtest vor einigen Jahren habe ich einen Woofer gehört, der bei 16 Hz nur noch müde vor sich hin gewabbert hat.

    Einen fetten Genelec hatte ich auch mal getestet. Es ist zwar beeindruckend, wenn im Hörraum alles bebt und zittert, aber das brauche ich bei der Orgel auf keinen Fall.

    Meine Vorstellung, dass man durch den ganzen Kram der Funktionstheorie durch muss, wird durch dieses Einstiegsvideo bestätigt:


    Zum Nachlesen hat er dazu ein PDF erstellt:

    haus-asaph.de/downloads/notenbeispiele-zum-video-turbo-grundkurs-harmo.pdf

    Kadenzen abzuleiern ist hingegen öde!

    ...aber ich finde es auch faszinierend zu wissen, das man auf der C-Dur-Tonika c-e-g ebenso auf der Subdominante von G-Dur steht. Um auf G zu kommen spielt man die G-Dominante d (im Bass) und oben c-d-f#, dann h-d-g.

    Vielleicht ist die ergänzende Theorie der Anker für's Hinterstübchen, damit diese Modulationsart ggf. etwas länger im Gedächtnis bleibt, als wenn man das "nur" beim Spielen herausgefunden hat.

    Ich habe aufgeräumt und dabei ein sehr altes Improvisationsbuch im Regal gefunden :) Das beweist, dass ich es schon lange Können will :(

    Ernst-Otto Göring 1975(!) Improvisation - leicht gemacht <haha> ein ironischer Buchtitel, auch nicht schlecht.


    Im Kapitel Modulation: "Die enharmonische und chromatonale Modulation scheiden für unsere Zwecke aus. Sie setzen Kenntnisse voraus, die über den Rahmen dieser Anleitung hinausgehen."


    Ja danke auch. Damit beschäftige ich mich gerade :rolleyes:


    ABER: Göring hat eine Tabelle mit Modulatoren zusammengestellt, mit der man in verschiedenen Intervallabständen eine diatonale Modulation durchführen kann. Aber um das zu verarbeiten, muss ich wahrscheinlich 2 Jahre gut üben...

    Würdest Du das Buch nochmal kaufen? Bringt das einen wirkllich weiter? Ich habe es vor Jahren auch kaufen wollen. Aber das Buch wurde nie geliefert. Dank PayPal habe ich mein Geld zurückbekommen. Gibt es die Online-Version noch irgendwo?

    Ähnlich angelegt ist von Andreas Ostheimer das Heft "Einfache Intonationen zum neuapostolischen Gesangbuch", auch hier kann man Intonationsmodelle und fertige Beispiele dazu studieren

    Ich keine ein paar Sätze von ihm - die sind sehr einfach und zum "Weiterlernen" mMn nicht geeignet, sondern nur eine Hilfe, wenn man wirklich ganz am Anfang steht und grundsätzlich noch mit den weißen und schwarzen Tasten zu kämpfen hat :)

    Vielen Dank für Deinen Blick auf die Sache. Es ist so, wie ich es bisher erfahren habe - man kann einige Anregungen aufnehmen, um dann festzustellen, dass das alles sehr viel Arbeit ist, die Theorie in die Birne zu bekommen. Es macht trotzdem Spass, sich dem Thema ab und zu mal zuzuwenden.


    Die umfangreichste Literatursammlung zum Thema habe ich hier gefunden:

    https://www.stretta-music.com/tag-orgelimprovisation


    Aufgefallen ist mir dieses Heftchen mit der Vorschau: https://www.stretta-music.com/…orgelspiel-nr-351771.html

    Dort wird ein Beispiel gezeigt, wie man mit aufsteigenden Quinten im Bass durch den Quintenzirkel wandern kann...


    Man ist ja immer auf der Suche nach dem geheimen Schlüssel, mit dem sich einem die Improvisationskunst in kurzer Zeit erschließt ;)

    Hat es inzwischen einer gekauft? Ich habe den Eindruck, wenn man das Inhaltsverzeichnis liest und die meisten Punkte mit "ja, das interessiert mich" kommentieren kann, dann ist das was für einem, sonst eher nicht.

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    Jaja, aber das ist ein Thema, welches nie veraltet :/

    Ich habe auch viele Versuche in den vergangenen Jahren gestartet, Bücher aus der Bücherei ausgeliehen - aber den optimalen Weg habe ich bisher nicht gefunden. Es ist wahrscheinlich eine Mischung aus den vielen Aspekten des Übens. Üben, üben, üben (spielen, spielen, spielen).

    Über Weihnachten habe ich mir mal wieder ein paar Bücher ausgeliehen:

    • Modulationslehre, Max Reger
    • Modulationslehre, Heinz Acker
    • Modulationslehre, Doris Geller
    • Modulationslehre, Adolf Sedlak

    Warum Modulationslehre? Hier findet man auch Anregungen bzw. Grundlagen, die zum Improvisieren weiterhelfen.


    Grundsätzlich helfen einem theoretische Grundlagen weiter. Angefangen beim Quintenzirkel, Dreiklänge der Tonarten, gemeinsame Dreiklänge für die enharmonische Verwechslung - hier liegt vielleicht ein kleines Geheimnis verborgen, dass zum Erfolg der Choralimprovisation führt.

    Stufentheorie oder Funktionstheorie sollte man verstanden haben, D, S, T, Tp, Dominatseptakkord, Paralleltonart usw. sollten keine Fragezeichen sein ;)


    Was mich definitiv nicht weitergebracht hat, ist z.B. Edition Peters, Keller, Schule der Choralimpovisation. Das besteht fast nur aus angefangenen Takten, die du dann weiter komponieren kannst. Ist wirklich rausgeschmissenes Geld.


    Literaturspiel hilf generell weiter, zB. Franz Lehrndorfer, Variationen über Morgen kommt der Weihnachtsmann, Jazz-Choralbearbeitungen (finde ich sehr schwer).

    Viele Anregungen für "Klangkombinationen" sind in Edition Breitkopf, CAECILIA, Choralvorspiele zu finden.


    Max Regers Modulationslehre ist heftig aber lehrreich: Beschreibung von C-Dur nach D-Dur:

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    Tonika C-dur
    ; Parallele (e-moll) der Oberdominante (G-dur) von C-dur; Umdeutung dieses e-moll (1. Versetzung) zur Parallele der Unterdominante (G-dur, von D-dur (Cadenz!)

    Alles klar? ^^


    Oberdominante nennt sich auch Dominante und Unterdominante auch Subdominante.

    In C-Dur z.B. C (Stufe I), F (IV), G (V), siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Stufentheorie_(Harmonik)

    oder auch C (T), F (S), G (D), siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Funktionstheorie


    Aber je mehr man liest, desto schneller wächst es einem über den Kopf - man braucht genug Zeit um all das und mehr zu verinnerlichen und anzuwenden...


    Neue Anregungen kann ich generell gebrauchen!

    - Hab es gerade auch ausprobiert, an einem eher unterdurchschnittlichen Rechner: i5-3550@3,3GHz, Samsung SSD 850 EVO 500GB (SATA intern), Windows 8.1
    - Hauptwerk 5, Friesach 24 bit unkomprimiert:
    - Ladezeit 35 Sekunden.
    - Hauptwerk 5 braucht nach dem Laden noch weitere 10 s um sein Audiosystem zu starten.
    - Damit braucht HW5 also insgesamt 45 s gegenüber GO 37s, bis ich losspielen kann.

    i7, SSD, HW5, erstmaliges laden, 24Bit, unkomprimiert, spielbereit in 27 s (ca. 20s laden, Audio/Midi init. 7s).

    Beim zweitmaligem laden: 26s