Posts by Dulzian

    Der Faden ist schon ziemlich alt, aber ich wollte ihn nochmal hervorholen.


    Es ist zwar ein schönes neues BDO-Normpedal von Laukhuff midifiziert und bei mir im Einsatz. Aber da ich ab und zu auch an historischen Orgeln spiele, wollte ich mir ein 2. Pedal zurechtmachen, welches die typischen breiteren Tastenabstände historischer Pedale hat, und natürlich auch nicht doppelt geschweift ist. Ich konnte ein marodes Pedal erworben, welches buchstäblich bereits auf dem Holzstapel zum Verbrennen lag. Davon habe ich lediglich die Tasten und das Hinterbrett behalten, der Rest ist neugemacht.

    Dazu habe ich an dem Hinterbrett sowie an den Tastenwangen die praktisch nicht mehr vorhandene Belederung erneuert, ebenso die üblichen oberen und unteren Tastenfilzscheiben von Laukhuff bezogen, sowie die Pedalfedern.

    Hier ein paar Bilder:

    AltesOrgelpedal_Rahmen.JPG

    Hier ein Bild von der Midifizierung:

    AltesOrgelpedal_Midi.JPG

    Gesamtansicht des historischen Orgelpedals:

    AltesOrgelpedal_Gesamt.JPG

    Und hier ein Größenvergleich zum anderen BDO-Normpedal. Man erkennt, dass das historische Pedal vor allem signifikant breitere Tastenabstände hat, und natürlich auch nicht doppelt geschweift ist. Schlecht oder gar nicht zu erkennen ist aus der Perspektive, dass es auch erheblich kürzere Tasten hat, nur ca. 50cm lang:

    AltesOrgelpedalVersusBDO.JPG

    Ohne sehr große Ahnung davon zu haben, schätze ich mal, wenn du eine Samplerate von z.B. 44100 hast, sind das dann 44100 Samples pro Sekunde. Wenn du einen Buffer von 512 Samples pro Buffer hast, dauert die Übertragung des Buffers dann 512/44100 Sekunden, also rund 12msec. Damit kann es bei einer Samplerate von z.B. 44100 und 512 Samples/Buffer nie auf 10msec kommen. Also lieber kleinere Buffergröße nehmen, vielleicht 125 Samples/Bufferm, oder Samplerate hochdrehen (ist das eine Sampleseteigenschaft? Ist es sinnvoller, über 48000 hinauszugehen? Keine Ahnung...).
    LG Olaf

    Interessant! Das ist ja so transportabel, dass man damit in Urlaub fahren könnte, Pedal und vielleicht 2 Manuale ins Auto hinten rein, bisschen Kabelgedöns und iPad reicht?
    Und die Manuale sind ja mit gut 100€ pro Stück auch erschwinglich.
    Ich habe bisher noch nie was von der "MarcMoerd" App gehört, vielleicht habe ich es hier im Forum nur überlesen.
    Falls es da noch nix gibt, willst du noch ein paar Details dazu schreiben (und auch, bitte, zu dem Manual - Tastengefühl, Niederdruckgewicht, usw...)?
    Ist die App kostenlos? Gibt es sie nur für Eierpad oder auch für Android, oder Windows? Ist das Sampleset dafür kostenlos? Gibt es nur ein Sampleset dafür?
    Entschuldigung, falls die vielen Fragen nerven.


    Ach ja, das wichtigste zum Schluss:
    Sehr schön gespielt, dafür gab es auch einen Daumen nach oben im Video! :-up:


    LG
    Olaf

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    Original geschrieben von Orgelber
    Wie ich Michael schon geschrieben habe, sind die Tasten bereits mit Bleigewichten versehen. Müsste ich allerdings abschrauben, um das exakte Gewicht zu ermitteln.
    Orgelber


    Bloß das nicht! Das Bleigewicht selber ist unwichtig, nur der Einfluss ist wichtig! Will sagen, am besten das Niederdruckgewicht einer Taste messen, wo keine Zugmagneten oder Federn dran sind, nur das Bleigewicht.
    Dann misst du das Niederdruckgewicht. Also Schraube mit soviel Muttern/Unterlegscheiben vorsichtig von hinten zur Tastenspitze rutschen, bis genau an der Tastenspitze angekommen, die Taste runtergeht. Und dann mit Haushaltswaage nachmessen, z.B. so 40-70g sind da zu erwarten.


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    Original geschrieben von Orgelber
    Das unterste Manual habe ja bereits mit Zugfedern versehen. Es spielt sich schon deutlich anders, als die Domus mit Druckpunkt.


    Fühlt es sich besser oder schlechter an?


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    Original geschrieben von Orgelber
    Aber wie schon gesagt, den Druckpunkt mittels Magneten zu installieren birgt schon einige Schwierigkeiten. Das Problem mit den schrumpfenden Tasten habe ich nicht erfunden sondern tatsächlich bei einem Konzert so erlebt. Der Konzertorganist hatte echt damit zu kämpfen, dass bei einigen Tasten plötzlich kein Druckpunkt mehr da war.


    Ach was, Druckpunktsimulation mit Magneten an Holztasten hat sich -zigtausendfach bewährt. Da hat man offenbar irgendwas falsch gemacht beim Einkleben


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    Original geschrieben von Orgelber
    Außer Magneten fallen dann nur noch diese Gummi-Näpfchen ein. Weiß aber nicht, ob das bei den zweiteiligen Holztasten so funktioniert. Und, vor Allem wohin damit? Muß ich den Filzanschlag dann wieder abnehmen? Den Tastentiefgang wieder neu justieren?


    Neodynrundmagnete, vielleicht 6mm Durchmesser, 2mm dick, haben sich bewährt. In ein 6mm eingesenktes Loch mit Sekundenkleber einkleben, halte nix von Gummimatten oder Gummi-Näpfchen wie Fatar als Druckpunktsimulation. Die verschleißen viel zu schnell, irgendwann spielt es sich wie ein durchgesessenes Sofa, weil du die Tasten in der Mitte mehr brauchst als am Rand.



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    Original geschrieben von Orgelber
    Das Thema Schenkelfeder habe ich jetzt ad acta gelegt. Ich hatte ja zuerst versucht, sie ganz vorn an der Taste zu platzieren. Aber der Druck war einfach zu groß und die Federn waren nicht gleichmäßig zu verbauen und hatten die Tendenz, die ganze Taste aus der Führung zu hebeln. Hatte auch darüber nachgedacht, die Federn in der Nähe des Kipp-Punktes zu verbauen. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der Druck dann eher noch größer wird.


    Schenkelfedern oder Bleigewichte näher am Kipp-Punkt reduziert die Kraft, der Druck wird natürlich kleiner!
    Natürlich darfst du den Schenkelfedern keine größere Vorspannung geben!


    Vielleicht hilft es, ein bisschen in den Fäden hier zu schmöckern, wo exemplarische Druckpunktsimulation und Ertüchtigung für Hauptwerk genau und mit Bildern beschrieben wurde?


    LG
    Olaf

    Sehe es auch so wie Michael.


    Für den Fall, dass optimale Spieltischbeschallung erwünscht ist, ist für mich (neben Kopfhörern) die bestmögliche Variante:
    Gute Nahfeldmonitore max. 1m von den Ohren entfernt, in Ohrhöhe, und zwar 2 vorne neben dem Notenpult und seitlich hinten, für 4-Kanal Surround (die von Genelec sind nicht schlecht), dazu einen Subwoofer der richtig tief geht, und noch einen Körperschallwandler unter der Orgelbank als so ziemlich das Beste, was machbar ist.
    Für den Fall, dass zusätzlich noch gute Zuhörerbeschallung erwünscht ist, ggfs. die Frontkanäle zusätzlich auf eine Stereoanlage routen. Der Subwoofer hat seine Wirkung sowieso im ganzen Haus. ;)


    LG
    Olaf

    Bzgl. Schenkelfeder-Gewicht noch der Nachtrag, dass man doch den Einfluss der Federstärke dadurch verringern kann, indem man die Schenkelfeder weiter innen, näher am Tastendrehpunkt montiert, statt weiter außen.


    Aber die Frage, ob nicht evtl. eine Druckpunktsimulation gewünscht ist, bleibt.


    Oder geht es darum, die Haptik einer pneumatischen Spieltraktur zu simulieren, statt einer mechanischen Spieltraktur?
    Die gewünschten 100g wären für mechanische Spieltraktur schon sehr leichtgängig, zumindest für ein Hauptmanual.


    LG
    Olaf

    Hallo Orgelber,


    liest sich spannend, was du da vorhast, und erstmal herzlich willkommen hier!


    Wenn es ok für dich ist, hätte ich den Vorschlag, dass für dein Projekt ein neuer Faden aufgemacht wird, um dein Projekt separat handhaben zu können - hast du einen Vorschlag, wie du den Faden nennen möchtest?


    @Mike - soll ich das machen, die Beiträge für Orgelber in einen separaten Faden zu hieven, oder willst du das machen?


    Aber erstmal zu deinem Vorhaben die generelle Frage, ob du denn auch eine Druckpunktsimulation haben möchtest?
    Denn, falls ja, stellt sich die Frage nach zusätzlichen Schenkelfedern eigentlich gar nicht so richtig, weil durch die Druckpunktsimulation die bisherige Bleigewichtskomponente (um die 60gr?) um z.B. 60gr Druckpunkt erweitert werden könnte, und schon hättest du deine 120gr.


    Ich freue mich auf eine schöne Diskussion, endlich mal wieder ein Eigenbau-Spieltischprojekt, und mit neuen Ideen!


    LG
    Olaf


    Edit Dulzian: eigener Faden schon aufgemacht

    Hallo Zusammen,


    ich bin neu im Forum und ebenfalls neu, was das Orgel spielen angeht. Habe vor 5 Jahren mit einigen Vorkenntnissen auf Klavier und Keyboard kurz vor meiner Pensionierung dann den Schritt auf eine Sakralorgel (gebrauchte Domus Vivace) gewagt. Durch Zufall hatte ich dann die Gelegenheit einem Konzert auf der wohl größten Hauptwerkorgel (auf youtube gibt es reichlich Beispiele) beizuwohnen und war sofort infiziert. Eine Zeitlang habe ich dann die Domus als Spieltisch genutzt, habe aber immer den Plan gehabt, einmal einen "richtigen" mechanischen Orgelspieltisch zu midifizieren. Die Gelegenheit ergab sich vor zwei Jahren, als der 5-manualige Spieltisch einer großen Orgel in Altötting ausgetauscht wurde. Den alten Spieltisch aus den 70er Jahren habe ich dann erworben und bin seitdem mit dem Umbau auf Hauptwerk zu Gange. Keine Frage, meine spielerischen Fähigkeiten entsprechen derzeit wohl eher 2 Manualen als 5. Aber wenn die Gelegenheit schon einmal da ist.....


    Trakturen, Wellenbretter etc. wurden entfernt, so dass lediglich der Korpus mit den 5 Manualen, dem Pedal und 10 Fuß-Koppeltastern und den Fusstritten übrig blieben. Daumenpistons und der separate Kasten mit den vermutlich elektrisch angesteuerten Registern waren zuvor schon ausgebaut worden.


    Die Tasten haben eine Länge von 35 bis 65 cm von unten aufsteigend und sind alle mit Blei gewichtet. Trotzdem war noch eine zusätzliche Befederung notwendig. Nach dem Durchforsten einiger Orgelforen und Fachliteratur bin ich dann auf Ratschlag des Spieltisch-Spezialisten bei der Firma Laukhuf auf Schenkelfedern (30 mm Schenkellänge) gekommen. Zur Orientierung, wie die Federn einzubauen sind, habe ich mich an die technische Zeichnung eines Manualblocks auf der Laukhuff-Webside gehalten. Allerdings war es mir nicht möglich, diese Federn halbwegs stabil in einer Weichholzleiste zu fixieren. Bei der vorderen Eichenleiste des Manualrahmens war das schon gar nicht möglich. Nachdem ich die Federenden dann zwischen zwei Fichtenholzleisten eingeleimt hatte, war zumindest diese Seite der Feder gefixt, allerdings ergab sich nach dem Einbau ins Manual ein Tastendruck von mehr als 200 gr. Ist mir ein Rätsel, wie diese Federn eingebaut werden sollen und einen Zieldruck von ca. 100 gr. erzeugen.


    Sei's drum. Ich habe dann die Lösung im Einbau von 4 mm starken Zugfedern gefunden. Es war immer noch eine Menge Tüftelei nötig, bis ich den richtigen Abstand zwischen Tastenunterseite und dem gegenüberliegenden Fixpunkt am hinteren Ende des Manualrahmens gefunden hatte. An der Tastenunterseite habe ich Ringkopfschrauben verwendet, so dass ich die Feder auf Mindestspannung in der Ruhestellung einstellen konnte. Jetzt habe ich zumindest im untersten Manual einen Tastendruck von etwas über 100 gr. Die anderen Manuale werden jetzt folgen.


    Zwischenzeitlich habe ich bei Pausch-e fertige Hall-Schienen für zunächst 4 Manuale anfertigen lassen, wovon ich eine Schiene bereits eingebaut und getestet habe. Die Scan-Platinen stammen ebenfalls von Pausch-e. Funktioniert, wobei mir erst zu diesem Zeitpunkt klar wurde, wie
    genau die Schaltköpfe der Hall-Sensoren auf die Magnete am Tastenende eingestellt werden müssen.
    Aber dazu schreibe ich gern noch meine Erfahrung in einem zweiten Bericht, sonst wird es ein wenig lang zu lesen.


    Sollte jemand das Geheimnis lüften, wie man diese Schenkelfedern vernünftig einbauen kann (ich habe immer noch 250 Stück auf Lager), bin ich für einen Kommentar sehr empfänglich. Versuche demnächst einmal ein Foto vom Spieltisch hochzuladen.


    Bis dahin


    Gruß vom Orgelber


    Edit von Dulzian: vom Faden "Darf ich meine HW-Lösung vorstellen?" verschoben und diesen Faden aufgemacht

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    Original geschrieben von mike


    Die Ahlborn verwende ich heute noch gelegentlich als Zweitorgel und hatte mit beiden Orgeln nie irgendwelche Kontaktprobleme. Die Silberdrahtkontakte reinigen sich bei jedem Spielen selbst durch Bewegung gegeneinander. Solange die Orgel halbwegs trocken steht ist da kaum etwas zu befürchten. Lieber die Drähte in Ruhe lassen und nicht "vorsorglich" daran herumschleifen oder kratzen, dadurch fangen am ehesten erst Probleme an.


    Also zumindest die Silberdrahtkontakte an meiner Wersiorgel, mit deren Tastaturen ich meine ersten Midifizierungs-Erfahrungen gemacht habe, waren wirklich kaum zu gebrauchen. Nach Reinigung mit einem Glasfaserpinsel ging es schon besser (die Orgel war zugegebenermaßen schon lange nicht genutzt worden). Aber das Ergebnis blieb, dass kein ordentliches Midieinzelereignis beim Tastendrücken kam, sondern bedingt durch das Reiben der Kontakte beim Tastenrunterdrücken oft mehrere Midiereignisse hintereinander. Wenn das Ohr dadrauf sensibilisiert ist, sind die veränderten Toneinsatz-Sounds deutlich zu hören. Und bei wenig benutzten Tasten, z.B. im Außenbereich der Tastatur ist dann offenbar die Gefahr größer, Kontaktprobleme zu kriegen.


    Mag sein, dass es bei sich einer Ahlborn-Orgel oder mit anderen Elektroniken als von WIRA viel besser verhält, meine Erfahrungen beziehen sich ausschließlich auf o.g. Wersiorgel im Zusammenspiel mit WIRA-Midielektronik.

    Hallo Manfred,


    mit "Erdung" ist hier der auch als Ground oder Masseleitung gemeinte Anschluss. Jeder Kontakt bei dir hat ja 2 Anschlüsse, die durch Tastendruck eben verbunden werden, und ansonsten getrennt sind. Entweder sind bei deinen Tastaturen die eine Seite aller Kontakte bereits miteinander verbunden, dann brauchst du diesen gemeinsamen Anschluss nur an deinen Stecker anzuschließen. Falls diese Seite der Kontakte noch nicht miteinander verbunden sind, musst du es eben noch selber tun.
    Den anderen freien Kontaktanschluss einer jeden Taste kommt an den entsprechenden Steckeranschluss. Wenn dieser Stecker 16 Tasten verarbeiten kann, muss er also mindestens 17 Steckerpins haben - Masseanschluss + 16 Eingänge für die Tastenkontakte.


    Falls du nicht weiterkommst, kannst du vielleicht Fotos schicken, wo man die Kontakte sieht? Das Problem ist garantiert lösbar!


    LG
    Olaf


    Nachtrag:
    Von einfachen Kontakten, wahrscheinlich aus Silberdraht, wie du sie mglw. an deiner Orgel hast, halte ich nicht viel. Weil sie schnell prellen können und Kontaktprobleme kriegen können. Wenigstens solltest du die Kontakte z.B. mit einem Glasfaserpinsel reinigen. Aber früher oder später können immer wieder Kontaktprobleme auftreten.


    Weitaus besser ist die berührungslose Kontaktgebung mit Hallsensoren und Magneten. Da gibt es kein Prellen und keine Kontaktprobleme, die sind unkaputtbar. Hier gibt es einige Fäden, wo das genau erklärt wird. Alternativ (aus meiner Sicht 2. Wahl, aber mglw. bei deiner Elektronik die einfachere Lösung, weil sie die Silberdrahtkontaktlösung direkt ersetzen kann) stattdessen mit Reedrelais und Magneten, hält auch so gut wie ewig.

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    Original geschrieben von rizos
    mit RME und Totalmix ist das kein Problem, da kann man alle Kanäle auf alle Ausgänge beliebig routen, auch mit verschiedenen Lautstärken... und dann abspeichern, so daß verschiedene Konfigurationen mit einem Klick abrufbar sind.
    vielleicht haben Eure Soundkarten da auch Möglichkeiten? (@Olaf: du hast doch RME, oder?)


    Hallo Ulrich,
    stimmt, könnte das mit dem Mixer von RME machen.
    Aber an meinem Spieltisch brauche ich normalerweise nie den PC. Ich schalte alles mit einem Eintaster ein, der Rechner bootet selber mit dem zuletzt benutzten Sampleset. Selbst Samplesets wähle ich über Taster an der Orgel aus. Will daher die Notwendigkeit, den PC zu bedienen, auf ein Minimum begrenzen.
    Hier müsste ich dann ja bei jedem Samplesetwechsel, wo von Stereo auf 4-Kanal gewechselt wird, am Mixer von RME herumfummeln. Das wollte ich vermeiden, daher hatte ich gehofft, dass es eine Sampleset-spezifische Einstellung in Hauptwerk geht, sodass das beim Samplesetwechsel automatisch mit angepasst wird. Gibt es dann offenbar hier nicht.


    Quote

    Original geschrieben von rizos
    Probiert habe ich das nicht, aber ich könnte mir gut vorstellen, daß die Klangqualität einfach nur deutlich schlechter wird.
    Stereo wird auch nicht besser, sondern eher diffuser, wenn Ihr vier Lautsprecher vor Euch aufstellt, statt zwei.
    Zwei vorne und zwei hinten mit nur einem Stereosignal wird bestimmt lauter, aber nicht besser klingen.
    Mir scheint es sinnvoller, die Rückkanäle auszuschalten bei Stereo-Sets...


    Auch ein gutes Argument. Habe es bisher nicht ausprobiert, Waltershausen auch über die Rearkanäle dudeln zu lassen, vielleicht hast du Recht, dass man damit nur verschlimmbessert.... Ist aber auch kein großes Problem - nutze sowieso allermeistens Surroundsets mitllerweise.


    /LG
    Olaf

    Hallo V.S.,


    erstmal danke für deine Infos.


    Zumindest indirekt entnehme ich, dass du zweiarmige Tasten hast und nicht einarmige in deinem Spieltisch. Denn es gibt keinen Hersteller, der für übereinandergestapelte Tastaturen unterschiedliche Tastenarmlängen verwendet bei einarmigen Tasten.
    Weiterhin hattest du geschrieben, dass du vor dem Druckpunkteinsatz ein Tastenspiel hast, wo die Taste also erstmal ganz leichtgängig ist, bevor der Druckpunkt einsetzt.
    Aus diesen beiden Angaben bleibt eigentlich nur eine Variante übrig, die Fa. Heuss in ihrem Produktkatalog anbietet. Interessant, dass diese Variante auch sehr geräuschlos ist. Bin in ein paar Wochen selber bei dieser Firma, vielleicht kann ich dort die Tastaturen auch mal antesten.
    Ich nutze übrigens genauso wie du zweiarmige Tasten unterschiedlicher Tastenarmlängen; in meinem Fall sind die Tastaturen einem ursprünglich 4-manualigen Spieltisch einer Pfeifenorgel entnommen worden, also gebrauchte (aber schöne) Tastaturen, die ich um Bleigewichtung und Druckpunktsimulation selber ergänzt habe.


    Also weiterhin viel Freude mit deinem Spieltisch,
    LG Olaf.

    Hallo V.S.,


    Entschuldige meine Neugierde bzgl. der Manuale, aber bisher kenne ich niemanden, der Erfahrungsberichte mit Manualen direkt von Heuss liefern kann (im Gegensatz z.B. von Manualen, die von UHT geliefert wurden und nicht direkt von Heuss selber).
    So, wenn du das mitteilen magst, interessant wäre z.B., ob deine Manuale zweiarmige oder einarmige Tasten haben? Laut Katalog bietet Heuss zwei verschiedene Druckpunktsimualtionen an, eine aufwändigere und eine einfachere.
    Man kann es im Katalog von Heuss sehen, dort ist auf Seite 54 (Kapitel 1.34) die aufwändigere und auf der nächsten Seite die einfachere Variante dargestellt.
    Hattest du die Manuale gesehen, bevor sie eingebaut wurden - ist es eine der dargestellten Varianten?
    Falls es die aufwändigere Variante ist, gibt es da stärkere Trakturgeräusche, oder ist das ziemlich lautlos?


    Entschuldige die vielen Fragen, aber bisher habe ich hier noch niemanden erlebt, der Erfahrungsberichte mit Druckpunktsimulations-Tastaturen hat, die direkt von Heuss geliefert wurden. Von daher sicherlich auch für viele andere hier interessant.


    LG
    Olaf

    Hallo Wolfgang,


    ich kann dir da auch nicht weiterhelfen, nur als kleinen Trost (weiss auch nicht, warum mir dieses Wort bei Waltershausen einfällt... ;) )sagen, dass ich genau das gleiche Problem habe.
    Die neueren Sets haben Surround, und die "angegrauten" von OAM sind nur Stereo - da kommt aus meinen Rearlautsprechern auch kein Getöse raus unter Hauptwerk ...


    D.h., wenn jeman da einen Tip hat, wie man wenigstens die Frontkanäle bei Stereosets auch auf die Rearkanäle routen kann (Luxus wäre, wenn man dabei auch noch die Lautstärke reduzieren kann für Rear, aber nur für das spezielle Sampleset), würde man neben Wolfgang auch Olaf glücklich machen...


    LG
    Olaf

    Hallo V.S.,


    ja, der Spieltisch sieht sehr schön und grundsolide aus, Glückwunsch!


    Haben die Heuss-Tasten eine Druckpunktsimulation mit Leergang, oder setzt der Druckpunkt ganz oben ein? Konntest du dir den Druckpunkt und Niederdruckgewicht nach deinen Wünschen einstellen lassen, separat für jedes Manual?


    Und mich würde interessieren, wie du die Registerbeschriftungen änderst, wenn du das Sampleset wechselst?
    Da ich auch eine Aversion habe, am Spieltisch mit PC oder Touchscreen zu arbeiten, habe ich genauso wie du die Register per Kurzhubtaster wählbar gemacht. Unterhalb der Register ist eine Magnetfolie festgeklebt, um beim Wechsel des Samplesets einfach einen kompletten Magnetbandstreifen mit den entsprechenden Beschriftungen auszutauschen und "anzuklacken" (bei mir sind alle Register in einer Reihe überhalb der Manuale). Bei Bedarf kann ich gerne ein Bild machen von der Magnetbandlösung, hat sich bewährt.


    Und ja, Intonation bei Surround ist mühselig, jeder Kanal (Direct, Front, Rear) muss separat intoniert werden :-(
    Bei mir betrifft das vor allem den Bereich, den der Subwoofer abdeckt, also vorwiegend alle letzten 16'-Oktaven.


    LG
    Olaf

    Sehe es genauso wie Michael.
    Es gibt zwar bei Orgelbauzulieferern sogenannte Tastenwaagen, habe selber auch eine - finde nur das Bild gerade nicht. Die sind aber längst nicht so genau wie mit dem Schraubenverfahren und Briefwaage.


    Ich nehme eine große Schraube (z.B. M16) und stapel dadrauf Unterlegscheiben, solange, bis das Gewicht passt.


    Zum Messen des Tastenniederdruckgewichts schiebe ich die Schraube auf der Taste vorsichtig von innen bis zur Tastenspitze. Ich nehme dann das Gewicht, wenn die Taste heruntergeht, gerade wenn man die Tastenspitze erreicht hat (Schraube mitsamt Muttern dabei auffangen).
    Bei einer Pfeifenorgel mit mech. Spieltraktur kann man folgendes messen:
    a) ohne Orgelwind, mit ausgeschaltetem Motor, ohne mech. Koppeln: welches Niederdruckgewicht hat man?
    b) mit Orgelwind und nur einem Register - wie erhöht sich das Niederdruckgewicht? Die Differenz zu a) wäre dann die Druckpunktkomponente
    c) mit Orgelwind, alle Register des Manuals: der Druckpunkt wird stärker
    d) Manuale gekoppelt: noch stärker


    Noch genauer kann man die Druckpunktkomponente ermitteln (statt Differenzbildung b-a oder c-a), indem man nicht nur das Gewicht ermittelt, wo die Taste heruntergeht, sondern auch das niedrigere Gewicht, bei dem die Taste wieder hochkommt.


    Werde demnächst auch mal in meinem Spieltischfaden (also dem von Mike erwähnten) Ergebnisse reinstellen, wie es sich mit Niederdruckgewichten und Druckpunkt bei Pedalen bei Pfeifenorgeln verhält - weil ich dabei bin, mir ein neues schnuckeliges Pedal zuzulegen (das alte ist nicht genau BDO-konform). Und dann vielleicht auch noch eine Druckpunktsimulation im Pedal einbaue, mal sehen.


    Gruß
    Olaf

    Hallo Reiner,


    vielen Dank für die Info!
    Ja, ich denke, es ist gut, das irgendwo anzugeben. Vielleicht bin ich ein "gebranntes Kind", weil ich mal von OrganArtMedia ein Sampleset kaufte, was bis jetzt noch mit "Multikanaltechnik" angepriesen wird. Nun, die "Multikanaltechnik" entpuppt sich als Stereo... Also, 2 Kanäle als Multikanal zu bezeichnen, empfinde ich dann schon als irreführend. Daher besser klare Angabe, und dieses Sampleset hier von Riddagshausen findet auch so bestimmt viele Abnehmer, habe gerne in die Demos reingehört!


    LG
    Olaf

    Habe gerade versucht, auf der Herstellerseite herauszufinden, ob es sich nun um ein Surroundset mit 6 Kanälen oder 4 Kanälen oder nur um ein Stereoset handelt. Hatte alles hin- und hergelesen, aber weder auf der Linkseite mit dem Booklet von dem Sampleset noch sonstwo auf der Herstellerseite eine explizite Angabe gefunden, wieviel Kanäle denn dieses Set bietet. Entweder ich habe etwas überlesen, was gut sein kann, oder man hat sich geflissentlich darüber ausgeschwiegen.
    Wieviel Kanäle bietet denn dieses Set, oder kann man da wählen?


    Adventliche Grüße,
    Olaf


    PS: wo bleiben den die Adventsmützen bei den Smileys - bin ich da 2 Tage zu früh?