Posts by Dulzian

    Vielen Dank für die Antworten!


    Das heißt also, das wir hier ein Feature haben, was GO bietet, aber offenbar wohl nicht Hauptwerk.
    Die Latenz zu verzögern wäre schon eine Möglichkeit, die Frage ist, ob es sich dann um eine mehr oder weniger zufällige Verzögerung handelt (z.B. in Abhängigkeit der gespielten Töne oder Anzahl Register).


    Außerdem scheint es mir, dass bei pneumatischer Traktur der Toneinsatz schleichender einsetzt als bei mechanischer Traktur (also nicht nur später, sondern auch langsamer ansteigend), sodass eine simple Verzögerung auch nicht das ist, was in der Realität passiert. Jedenfalls kommt es mir beim Sample Set Sauer/OAM so vor, und auch bei den 2 oder 3 pneumatischen Orgeln, die ich bisher erlebt habe.


    LG Olaf

    Hallo in die Sommerpause,


    normalerweise möchte man ja, dass die Tonausgabe möglichst unverzögert geschieht.


    Neulich jedoch hatte ich das Problem, mich für ein Orgelspiel an einer Orgel mit pneumatischer Traktur vorbereiten zu müssen. In meinem Umkreis hatte ich auch schon eine Orgel ausfindig gemacht (nicht leicht in Ostwestfalen, aber machbar), und beim Probespiel darauf erkannt, dass ich unbedingt auch zu Hause (an der Hauptwerkorgel) mich an die Verzögerung gewöhnen muss (das größte Problem für mich sind nicht normale Tonfortschreitungen, bei denen es eben immer hinterherhinkt, sondern, was mich regelrecht fertig gemacht hat, sind Tonrepetitionen z.B. 2er Töne hin und her, und wenn die Tonfolge etwa so schnell ist, dass man den 2. Ton hört, wenn man den 1. Ton spielt und umgedreht. Das hat mir anfangs fast die Finger gebrochen! :-confused: ). Aber man kann sich daran gewöhnen, durch Übung.


    Mein einziges Sampleset mit pneumatischer Orgeltraktur ist die Sauer-Orgel Düsseldorf (OAM), hier kann man auch die Verzögerung zuschalten, die aber fix ist.


    Nun meine Frage: Kann man in Hauptwerk gezielt die Latenz einstellen, sodass man skalierbar eine Verzögerung für Übezwecke einstellen kann, und das für beliebige Samplesets?


    Zusatzfrage: Ist so ein Feature in Grand Orgue enthalten oder wenn nicht, vielleicht implementierbar? Wäre eine große Übehilfe für Leute wie mich, die mechanische Traktur gewöhnt sind, aber eben hin und wieder sich an einer pneumatischen Orgel präsentieren müssen.


    LG Olaf

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    Original geschrieben von FluteHarmonique8Was fehlt an meinem Prospekt, damit es weiterhin detailreich, angenehm und möglichst so klingt, als wäre kein
    Pfeifenprospekt vorhanden?


    Es ist wohl alles eine Frage der Prioritäten. Die liegen bei mir radikal anders gegenüber deinen Prios. Bei mir steht da an erster Stelle der Klang (und auch die Haptik!). Dann kommt erstmal nix, und dann evtl. noch, dass es schön aussieht. Ob ein paar Deko-Zinkpfeifen die Sache großartig verschönern, ist Geschmacksache. Wahrscheinlich bin ich zu sehr Ingenieur.


    Jedenfalls glaube ich, dass Nahfeldmonitore dazu da sind, im ungehinderten Nahfeld zu wirken. Bei mir sind es ein Paar Genelec 8020 Front, ein Paar Genelec 8010 Rear, alles im Umkreis von weniger als 1 m von den Ohren entfernt, und ein Subwoofer (Dynaudio BM14S), den man besser mit der Sackkarre bewegt in der 5m entfernten Zimmerecke (+Körperschallwandler unter der Orgelbank) für die komfortable Klangabstrahlung der Grundfrequenzen in den tiefen 16'-bis hin zu 32'-Regionen (bei denen alle Nahfeldmonitore schon längst schlapp gemacht haben). Meine Meinung: lieber winzige Nahfeldmonitore wie Genelec 8010, und das gesparte Geld in einen guten Subwoofer investiert (der allerdings unter 1T€ nicht zu haben ist), da man Frequenzen unterhalb der Subwoofer-Übernahmefrequenzen sowieso nicht mehr orten kann.


    Also, um auf deine Frage zu antworten: wenn es maximal detailreich klingen soll, dann müssen die Nahfeldmonitore ungehindert ans Ohr kommen, am besten den Punkt unterhalb aller Hochtöner in Ohrhöhe und am besten auch noch ziemlich dicht. Bei deinem Bild entweder eben vor den Pfeifen oder eigentlich - leider - genau da, wo du rechts/links deine Pfeifen postiert hast. Alles andere ist ein Kompromiss, mehr oder weniger faul (in meinen Ohren).
    Vielleicht kann man es noch rechts und links hinter dem Notenpult dahinterquetschen? Aber deine Rearmonitore stehen dann sowieso im Raum schräg hinter deinen Ohren, oder wie willst du die postieren?


    LG Olaf

    Hallo Thomas,


    ich nutze dafür das gute alte Windows-interne kostenlose MovieMaker. Man kann Audio- und Videospur getrennt bearbeiten. So verwende ich von meinem Videorecorder nur die Videospur, blende die Audiospur aus und lege von meinem Zoom H4 Recorder, dessen Ausgabe ich vorher mit CoolEdit oder Audacity etwas angehübscht habe, als Audiospur daneben. Um Audio- und Videospur synchron zu kriegen, lasse ich vorher die Audiospur vom Videorecorder sichtbar. Und dann bringe ich beide Audiospuren visuell deckungsgleich, danach blende ich die Audiospur des Videorecorders aus. Reicht für Orgelaufnahmen etc. für youtube m.E. völlig aus.
    Allerdings weiß ich nicht, ob MovieMaker in allen Windows-Versionen enthalten ist.


    LG Olaf

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    Original geschrieben von mikeFür die Pultlampe nehme ich eine LED-Leiste mit Niederspannung und passendem Trafo. Geschaltet über den Mikroschalter wird dann nur diese Niederspannung. Das ist ungefährlich. Der Trafo wird dann über den Spieltisch mit 230 V versorgt und geschaltet.


    Zumindest mir wäre es viel zu unbequem, einzelne Verbraucher getrennt ein/auszuschalten, da ich sie zum Orgelspiel eh fast alle immer brauche.
    Ich habe daher einen zentralen Einschalter, wie schon beschrieben, welcher neben den LED-Leuchten für das Notenpult und die Pedalbeleuchtung auch alle weitere Verbraucher mit einschaltet (diverse Steckernetzteile z.B. für externe Versorgung eines Metronoms, Netzteil für MIDI-Elektronik usw), als auch die Kaskade für PC-Ein/Austaster mit angeschlossener Versorgung der Aktivlautsprecher/Subwoofer/Körperschallwandler-Verstärker) bedient.


    Zwar könnte ich die einzelnen Verbraucher, wie z.B. LED-Pultlampe auch getrennt ausschalten, aber zumindest für mich ist es bequemer, einfach alles komplett an - und auszuschalten über einen zentralen Schalter - stattdessen können auch Kurzhubtaster oder eine Manubrie wie beschrieben, genommen werden.


    Der Vorschlag von Martin mit schaltbarer Schukosteckdose über Niederspannung wäre eine gute Option, ohne Elektriker auszukommen.


    Gruß
    Olaf

    Hallo Reinhard,


    du könntest es so machen, dass du die Bauteile besorgst und ein Elektriker verdrahtet es.


    Solid State Relais (Beispiel)


    Reedschalter (Beispiel)


    Dazu noch einen kleinen Stabmagneten, an die Manubrie angebracht, sowie ein modernes Öko-Steckernetzteil, z.B. 9V DC, mit geringer Leerlauf-Verlustleistung.
    Der Elektriker sollte das dann zusammenschalten können - deine vorbereitende Aufgabe wäre dann nur, den Reedschalter so am Gehäuse anzubringen, dass die Manubrie mit Magnet dieses Relais durchschaltet (das kannst du mit einem Digitalvoltmeter prüfen, Widerstandsmessung oder Durchgangsprüfung). Vorsicht beim Biegen der Drähtchen am Reedkontakt, damit das Glasgehäuse keine Luft zieht.


    Gruß
    Olaf

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    Original geschrieben von rr01
    Hat jemand von euch das Ein- und Ausschalten z.B. der Pultleuchte über Manubrien gelöst oder kennt jemand dazu eine Bauanleitung?


    Habe die Frage jetzt erst gelesen.
    Auf jeden Fall sollte Niederspannung im Spiel sein beim Schalten über Manubrien.
    Ich habe zwar keine schönen Holzmanubrien, sondern Plastikkurzhubtaster und - schalter, würde aber wahrscheinlich Reedkontakte und Magnete verwenden, die mit einer Niederspannung (z.B. aus einem kleinen Steckernetzteil) ein Solid-State-Relais ansteuern.
    Also in der Form, dass ein kleiner Magnet an der Manubrie befestigt ist und ein kleiner Reedkontakt am Gehäuse, sodass der Kontakt geschlossen und das Solid State Relais angesteuert wird, wenn die Manubrie gezogen ist.


    In meinem Fall habe ich eine Kaskade von 2 Solid-State-Relais in der folgenden Form gemacht:
    a) Einschalten: ein Schalter (könnte auch eine Manubrie sein mit Reedkontakt) schaltet ein Solid-State-Relais an, welches alle für die Orgel nötigen Versorger außer PC (Pultleuchte, Pedalleuchte, einige weitere Verbraucher) und außer Aktivlautsprecher anschaltet (genauer gesagt, es wird immer die Phase geschaltet).
    Aus eigener leidvoller Erfahrung kann ich nur weitergeben, dass es so viel besser ist, als z.B. einfach nur eine Netzsteckerleiste mit Ein/Ausschalter zu verwenden. Diese Ein/Ausschalter gehen früher oder später kaputt bei den u.U. recht hohen und vor allem z.T. induktiven Lasten (Ein/Ausschaltfunken!).
    b) Ein weiterer Kurzhubtaster fungiert als PC-Ein/Ausschalttaster. Wenn der PC einschaltet, wird gleichzeitig ein Microcontroller mit einer programmierten Einschaltverzögerung mit eingeschaltet (bei mir 20 sec), welcher ein 2. Solid-State-Relais ansteuert, um damit die Aktivlautsprecher und Körperschallwandler-Verstärker erst einzuschalten, wenn Windows gebootet hat und Hauptwerk geladen ist und zuletzt verwendeteSampleset hochlädt (Grund: Verhinderung eines Einschaltknackens, welches leider ansonsten auch z.B. die hochgepriesene Hammerfall-PCI-Soundkarte liefert).


    Beim nochmaligen Drücken des PC-Tasters im laufenden Betrieb fährt Windows runter, gleichzeitig werden sofort die Aktivlautsprecher und Körperschallwandler-PC stromlos gemacht (ansonsten gäbe es auch bei Hammerfall/Genelec sehr schlimme Knackeräusche!).


    Man könnte auch alternativ mit einer Manubrie auskommen, die gleichzeitig das PC-Boot- und Shutdown-Signal liefert und alle anderen Versorger bedient, wenn man möchte.


    Achtung: Die Verdrahtung von Solid-State-Relais und damit die Arbeit an Netzspannung sollten nur Fachleute machen! :!:
    Man sollte Solid-State-Relais nehmen, die im Nulldurchgang schalten.


    LG Olaf

    Auch von mir einen ganz herzlichen Glückwunsch! :-laola:


    Verbunden mit einem großen Dankeschön für dieses Forum - wahrscheinlich kann man gar nicht ermessen, wieviel Energie und Zeit dahinter steckt, vom Finanzaufwand mal ganz zu schweigen! :-thanks:


    LG
    Olaf

    Hallo - oder besser gesagt, Hellau, Mr. Relevator!


    Bei der Alternative 6LP oder 8L würde ich auf jeden Fall die 6LP nehmen, aus dem Längengrund, den du schon genannt hast. Falls da ein Breitenunterschied sein sollte, kann er nicht besonders groß sein.


    Du könntest dir überlegen, ob es dir wert ist, statt 6LP die 60LW zu nehmen, welche eine Echtholzauflage hat.
    Ich finde die Druckpunktsimulation mit den Gummihütchen eigentlich gar nicht schlecht, es ist ziemlich ausgeprägt, aber man gewöhnt sich dran.


    Was man auf jeden Fall berücksichtigen sollte: die Gummihütchen für die Druckpunktsimulation leiern sich aus. Nach ein paar 100 Übungsstunden spielt es sich darauf wie ein durchgessenes Plüschsofa... An beiden Enden noch straff, in der Mitte ausgeleiert. Dann müssen die Gummimatten ausgewechselt werden, dazu muss die Feder jeder einzelnen Taste abgenommen werden und die Tastatur zerlegt werden. Darüber sollte man sich unbedingt im Klaren sein. Am besten gleich einen Satz Ersatz-Gummihütchen mitbestellen.


    Gruß
    Olaf

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    Original geschrieben von mike
    Wenn Du in Hauptwerk (oder auch in GO) ein Set lädtst, ohne auch explizit eine Stimmtemperatur-Datei zu laden, dann werden die Samples so abgespielt, wie sie sind. Bei manchen Sets ist die Stimmtemperatur der Orgel dann original und bei anderen dann mitunter vom Original sehr abweichend.
    Bei der Holzhey ist das Spielen der ungestimmten Samples eher nicht anzuraten, da viele Samples dann recht schräg liegen. Darauf weist der Hersteller schon durch seine Empfehlung hin. Man sollte also auf jeden Fall diese rekonstruierte Originalstimmung laden. Das ist auch nur einmalig notwendig, da Hauptwerk die einmal verwendete Stimmdatei bei jedem Laden wieder erneut verwendet, solange nichts anderes angegeben wird.


    Jetzt bin ich etwas verwirrt:
    Ich dachte, die Default-Holzhey-Stimmung ist die sogenannte "Original Holzhey Reconstructed"? :/


    Wenn dem nicht so ist, was müsste ich denn statt dessen anwählen, um mal spaßeshalber die unverfälschten Samples abzuspielen? Oder ist "Original Holzhey Reconstructed" gar nicht die Default-Stimmung, wenn man gar nix angewählt hat? Ist schon so lange her, weiß daher nicht, ob ich das extra angewählt hatte oder nicht...


    LG Olaf

    Normalerweise nicht, zumindest bei den Orgeln in meiner Gegend nicht. Jedoch dieses Register bei Holzhey schon, habe es gerade nochmal geprüft. Wenn man das Register alleine spielt, hört man es am deutlichsten in den tieferen Lagen. Klingt aber schon so, dass es durchgängig 2-reihig aufgebaut ist.


    Ich will das Set auch nicht schlechter reden, als es ist - die Verstimmungen der mehrreihigen Register sind längst nicht so schlimm, wie es so viele Orgeln im wahren Leben sind. Oftmals sind es auch nur einzelne Töne, die etwas herausstechen. Vielleicht ist es auch Geschmacksache, was man als lebenden, kolorierten Klang empfindet, oder als verstimmt. Wenn man zuviele der Klangkronenregister gleichzeitig zieht (was eh fragwürdig ist), fängt es eben an, so langsam zu entgleisen...


    LG Olaf

    Für meine Einschätzung bzgl. Verstimmung hatte ich bereits V1.01 installiert, ebenso die Originalstimmung.
    Die Rearkanäle hatte ich ebenfalls auf ein Minimum reduziert, weil mich ansonsten der immense Raumhallanteil zu sehr gestört hätte.


    Und das Windmodell hat meinem Gefühl nach keinen nennenswerten Einfluss auf die Verstimmungen bei einem stehenden Klang, wenn man die Töne lange aushält.


    Terzmixturen haben andere Samplesets auch, wie z.B. Trost/Waltershausen, ohne dass mich da was stören würde.


    Nachdem ich gestern noch ein bisschen herumgespielt habe mit dem Sampleset, komme ich zu folgender Einschätzung:


    Die Verstimmungen betreffen eigentlich fast nur die Sammelregister, das sind aber immerhin einige:
    Hauptwerk: Nazard, Sexqualter, Mixtur, Cornet
    Positiv: Cimbal
    Echo: Cornet Resit.


    Ich habe den Eindruck, als ob eben die Orgel verstimmt war vor Abnahme und als ob der Samplesethersteller alle Register glattgebügelt hat, die er glattbügeln konnte, bis auf die oben genannten bei denen dies eben nicht oder nur sehr begrenzt geht. Ist nur eine Vermutung, muss nicht stimmen.


    Wenn jemand dies nicht so stört, und man ein vergleichsweise billiges Set mit größerem Hallanteil (auch in den Frontkanälen) haben möchte, dann kann man es aus meiner Sicht auch empfehlen, viele Register finde ich ebenso wie Mike, auch ausgesprochen schön.



    LG Olaf


    PS: Nachfrage: Ich dachte, dass bei der Verwendung der Originalstimmung Hauptwerk nicht frequenzkorrigierend eingreift!? Das war ein Grund, warum ich bei allen Samplesets die Originalstimmung verwende.
    Hätte also gedacht, dass dies hier bei der Original Holzhey Reconstructed - Stimmung auch der Fall ist - weiss das jemand?

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    Original geschrieben von Basspfeife
    Meine erste Frage an alle Nutzer: spricht das Set schnell an oder eher verzögert?
    Dazu kommt noch das - nach dem Lesen des threads - offensichtlich Mixturen-Problem. Wurde das im update behoben (oder: wie schlimm ist es wirklich?)


    Gibt es zufriedene Benutzer hier im Forum?


    Mir ist keine störende Verzögerung bei diesem Sampleset aufgefallen.


    Ich gestehe, ich habe das Sampleset gekauft, weil ich
    a) das Sampleset "Zöblitz", ebenfalls von Prospectum, großartig finde, dementsprechend die Erwartungshaltung hoch war und
    b) weil es von anderen hier hochgelobt wurde.


    Leider hat sich diese Erwartung bei mir nicht bestätigt. Zum Einen hat dieses Sampleset einen sehr starken Nachhall, selbst wenn man nur die Front-Kanäle der Premiumversion nutzt (also geradezu das Gegenteil von Zöblitz). Die Rear-Kanäle kann ich hier für Surroundklang nur in sehr homöopathischen Dosen ertragen. Das ist aber reine Geschmacksache, andere mögen vielleicht gerade das.


    Zum anderen sind manche Register ziemlich verstimmt (zumindest wenn man das Original-Temperament nimmt, zu anderen Stimmungen kann ich da nix sagen), auch noch in der Version 1.01. Es klingt beim Zusammenziehen mehrerer Register und gekoppelt ziemlich "koloriert", mehr, als bei anderen Samplesets, und mehr, als mir für einen "lebhaften" Klang gefällt. Ich vermute, dass das Mixturregister deshalb nicht überzeugt, weil einzelne Pfeifen schlicht verstimmt sind (was sich nachträglich bei Sammelregistern wohl kaum ändern lässt). Meine Vermutung ist, dass vor der Sampleset-Abnahme das Instrument schlicht und einfach nicht gestimmt wurde... :-8


    Quote

    Original geschrieben von Basspfeife
    Und noch eine: Ich habe den Händler meines Vertrauens gefragt, was im Falle einer Beschädigung des Dongles mit meiner Lizenz und meinen Sets passiert. Er hat mir zugesichert, dass ich nach Einsendung des defekten Sticks alle (bei ihm?) registrierten Sets und die HW-Lizenz auf einem neuen Dongle gegen eine Bearbeitungsgebühr zurückerhalte... Leider bietet er Prospectum nicht an. Wie sieht das technisch aus?


    Wie funktioniert überhaupt die Registrierung eines Sets bei milan?


    Bei Prospectum braucht man doch gar keine Registrierung, dachte ich?


    Die Registrierung geht ziemlich unkompliziert: In Hauptwerk->File->"Create Update Licence Request" anklicken und die enstehende kleine Datei an den Samplesetverkäufer schicken. Danach bekommt man ein Lizenzfile wieder zurückgeschickt, ich glaube, direkt von MDA, und das spielt man wieder in Hauptwerk ein. Das wars auch schon. Der ganze Transfer ging bei allen donglebasierten Sets bei mir innerhalb von wenigen Stunden, wenn überhaupt so lang.


    LG Olaf

    Normalerweise brauche ich keinerlei PC-Bedienung an meinem Orgeltisch beim Orgelspielen. Es ist ein General Ein/Ausschalter und ein Resettaster (für Booten/Herunterfahren) direkt am Orgeltisch dran, alles andere bediene ich per Midi, incl. Samplesetauswahll oder z.B. Master-Lautstärke usw. Für den General-Ein/Ausschalter habe ich bereits ein SolidState-Relais verwendet, wie in einem anderen Faden beschrieben (zwecks Schonung des Ein/Ausschalters bzgl. Funken und Knackgeräuschen).


    Von daher ist es mir ein Leichtes, ein weiteres SolidState-Relais zu nehmen, in Verbindung mit einem kleinen Microcontroller. Dort kann ich dann programmieren, dass die Lautsprecher incl. Körperschallwandler zeitverzögert (z.B. 20sec) eingeschaltet werden, wenn nach dem General-Einschalten der Resettaster zwecks PC booten betätigt wird. Sodass die Lautsprecher erst aktiv werden, während Hauptwerk mit dem Sampleset geladen wird.


    Beim Ausschalten kann der Mikrocontroller dann ebenfalls den Resetkopf abfragen. Wenn der wieder betätigt wird, können die Lautsprecher sofort ausgeschaltet werden. Dann bräuchte ich zur Sicherheit eine Windows-Applikation, welche nichts weiter macht, als ein paar Sekunden das Windows-Herunterfahren zu verzögern.


    Hat jemand eine Idee, wie man so eine Windows-Applikation programmíeren kann, die nix weiter macht, als das Herunterfahren um ein paar Sekunden zu verzögern?


    Damit sollte sowohl das Ein- als auch Ausschalten praktisch lautlos funktionieren und auch kein Unglück passieren, wenn man ohne diese Mimik und nur mit separatem händisch/peduell ;) bedienten Lautsprecher-Einschalter vergessen haben sollte, die Lautsprecher vorher abzuschalten.


    LG Olaf

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    Original geschrieben von mike
    Es gibt ja noch die Möglichkeit mit Rosa Rauschen und einem Spektrum-Analyzer zu arbeiten. Damit werden alle Frequenzen gleichzeitig ausgewertet. So wird auch die Hörkurve des Ohrs berücksichtigt, während der Sinusgenerator fürs Ohr immer lauter wird, je höher die Frequenz steigt.


    Ja, Rosa Rauschen geht sicherlich auch, aber man braucht ein Mess-Mikro (oder reicht einfaches Mikro?) und ein Tool, was das Spektrum in Echtzeit anzeigt.
    Ich denke aber, dass die Ohrhörkurve in einem so kleinen Frequenzbereich um die Übernahmefrequenz Subwoofer<->Satellit (nur um die geht es ja bei der Auswahlt der Übernahmefrequenz) einigermaßen linear ist, und es geht mit einem Sinusgenerator auch wirklich einfach, das akustisch zu beurteilen (ok, auch einen Sinusgenerator muss man haben).


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    Original geschrieben von mike
    Die Orgel-Samplesets werden üblicherweise mit Fullrange-Mikrofonen aufgenommen. Die Übernahmefrequenz kann sich also ruhig nach anderen Kriterien richten, wie z. B. Lautsprechereigenschaften und spezifischer Raumakustik. Durch differenziertes Einstellen von Hochpass der Satelliten und Tiefpass des Subwoofers könntest Du evtl. gezielt Raummoden schon bei der Entstehung unterdrücken.


    Ja, die Raummoden sind schon teilweise ganz heftig bei mir. Es ist zwar so, dass der Subwoofer (und Körperschallwandler) abgrundtiefe Frequenzen ausgeben kann, aber ich muss schon für jedes Sampleset und jedes 16/32-Fußregister in der unteren Oktave einzeltonweise Intonieren.
    Bis jetzt habe ich das bei Hauptwerk nur über die Lautstärke des Einzeltons gemacht. Und da ist das Problem, dass nicht nur die Grundwelle abgesenkt/angehoben wird, sondern das ganze Frequenzgemisch. Das hört man dann schon ziemlich, wenn das heftig eingestellt werden muss, wenn die Oberwellen mehr oder weniger da sind. Man kann wohl in Hauptwerk auch einzeltonweise Filter einstellen, daran habe ich mich aber bisher noch nicht herangetraut.


    Hier ein Bild, wie es jetzt bei mir aussieht am Spieltisch (Front: 2x Genelec 8020, Rear: 2x Genelec 8010):



    Die Frontlautsprecher sind ca 75cm enfernt, und die Rearlautsprecher ca. 50cm von den Ohren.
    Der Subwoofer ist in ca. 5m entfernt mittig über dem Notenpult, unter der Decke am anderen Zimmerende. Ich glaube, dass ist eine ganz gute Position. Und denke auch, dass die Reflexionen an der Schallwand im Rücken eine nicht so starke Rolle spielen, weil die Satellitenlautsprecher in praktisch geringstmöglicher Entfernung von den Ohren sind und daher auch nicht so laut eingestellt sind. Zumindest bin ich zufrieden, wie es jetzt ist - oder anders ausgedrückt, es fällt mir nix mehr ein, was ich jetzt noch soundmäßig verbessern könnte... :-music:


    Was mich wundert ist, dass die Genelec8010, in unempfindlichster Einstellung, trotzdem ganz leicht rauschen (wenn ich mit dem Ohr unmittelbar am Hochtöner bin, bis ca. 20cm Entfernung noch wahrnehmbar). In Spielposition ist keinerlei Rauschen mehr wahrnehmbar, sonst hätte ich die Brüllwürfel aber auch sofort wieder zurückgeschickt...


    LG Olaf

    Ich habe jetzt die RME-Erweiterungskarte bekommen, sodass ich 3x Sterero-Out oder 6x Mono-Outkanäle habe an der Hammerfall RME 9632.


    Nach Installation der Rear-Monitore und etwas Herumspielen bzgl. Mixer bin ich auch zu dem Entschluss gekommen, die Samplesets, die lediglich Stereo sind (das sind meine beiden OAM Sets Waltershausen und Dortmund), nur über die Front-Lautsprecher abspielen zu lassen und die Rear-Kanäle dann nicht anzusteuern.


    Ansonsten ist es natürlich sehr komfortabel, jetzt im mitgelieferten Mixer von RME genau einstellen zu können, welcher Pegel von welchen Inputs an den Subwoofer, den Körperschallwandler, die Front- und die Rearlautsprecher abgeht. Sodass ich da auch nur eine zentrale Stelle habe und nicht überall getrennt, am Subwoofer usw., an den Lautstärkereglern herumfummeln muss.


    Eine riesige Macke hat die so hochgelobte und hochpreisige Hammerfall RME 9632, was ich als eigentlich unzumutbar halte :B :
    Sowohl beim Booten des Rechners, aber vor allem beim Herunterfahren gibt es einen riesigen Knacks, sodass der Subwoofer einen Rumms von sich gibt und ich fast von der Orgelbank falle von der Körperschallwandler-Reaktion (gut, etwas übertrieben). :-8 Insbesondere die kleinen Genelecs 8010-Rearlautsprecher, welche nur eine -10dB-Abschwächung haben und somit nicht so unempflndlich gedreht werden können wie die Front-Genelecs 8020, werden arg gebeutelt. ;D
    Das bedeutet, es kann so nicht bleiben. Das einzige, was mir einfällt, ist wieder mal was zu basteln, nämlich mittels eines weiteren SolidStateRelais eine Einschaltverzögerung für die Lautsprecherkaskade, und eine Sofort-Ausschaltung für die Lautsprecher, wenn ich mittels Resettaster (der für Hoch- und Runterfahren des Rechners da ist) den Rechner herunterfahre, vielleicht noch dazu eine Windows-Applikation, welche das Herunterfahren verzögert nach Druck auf die Resettaste (weiss noch nicht, ob und wie ich das hinkriegen kann).
    Ich habe natürlich alles schon so eingestellt, dass alle Lautsprecher so unempflndlich wie möglich eingeregelt sind, sodass man also mit sehr hohem Linepegel fährt. Würde ich das nicht machen, würde ich alle Lautsprecher kaputt kriegen, befürchte ich, und das gefolgt von meinen Ohren (oder umgedreht) :-confused:


    Dieses Problem hatte meine bisherige Soundkarte Julia@XTe nicht!


    Meine Erwartungshaltung ist, dass ich nix, aber auch gar nix höre beim Hoch- oder Runterfahren des Rechners. Selbst mein uralter Stereoverstärker hat eine Einschaltverzögerung, und der wunderbare Röhren-HighEnd-Verstärker (dem ich nachtrauere, aber aus Röhrenschongründen nur noch für spezielle Genußstunden nutzen möchte), hat sowieso von Natur aus eine eingebaute weiche Einschaltphase...

    Quote

    Original geschrieben von rizosKönntest statt Erweiterung auch einen Umschalter zwischen Front und Kopfhörer einbauen :-)


    Hallo Ulrich,


    das mit dem Umschalter Front/Kopfhörer gefällt mir nicht so, auch bin ich mir nicht sicher, ob es überhaupt möglich ist, Rear-Kanäle zu den beiden Audioausgängen zu schicken und Front-Kanäle zum Phone-Ausgang. Also ob man die Frontkanäle in Hauptwerk wirklich dem Phoneausgang zuweisen kann - bezweifle ich stark.


    Aber egal, ich habe nun auch die RME Erweiterungskarte bestellt, sodass ich Rear- und Frontkanäle und Kopfhörer getrennt haben kann, und also insgesamt 6 Audioausgänge habe. Genau passend für Subwoofer, Körperschallwandler, 2xFront und 2xRear.


    Bzgl. Surround-Einstellungen in Verbindung mit Subwoofer mache ich einen neuen Faden auf, wo ihr eure Surround-Einstellungen und -erfahrungen posten könnt, unabhängig davon, welche Soundkarte(n) genommen wurden.


    LG Olaf

    Also, nach einer telefonischen Konsultation mit Ulrich (rizos) bin ich zum Entschluss gekommen, dass der Mehrpreis der PCIe Karte von RME (über ebay nicht viel billiger als Neupreis zu haben) gegenüber der PCI-Karte RME 9632 für unsere Hauptwerk/GO-Anwendung jredenfalls für mich nicht gerechtfertigt ist.
    Habe daher im vorher genannten ebay-Angebot den Sofortkaufbutton gedrückt und bin stolzer Besitzer einer RME 9632.
    Nun brauche ich aber auch noch die RME-AO-Erweiterungskarte für weitere 4 Kanäle, um für Surroundsound gerüstet zu sein (zuerst dachte ich, dass ich vielleicht auch 2 Soundkarten parallel betreiben kann - die müssten sich dann aber um einen ASIO-Kanal prügeln, und das kann weder die RME-Karte noch meine bisherige Juli XTe)


    Habe vor, mein Setup so einzurichten:
    - RME 9632 Kanal 1/2 geht zum Subwoofer (Dynaudio BM14 SII)
    - Subwoofer-Ausgänge gehen zu den Front-Nahfeldmonitoren (Genelec 8020)
    - RME 9632 Kanal 3/4 geht zu den Rear-Nahfeldmonitoren (Genelec 8010)
    - RME 9632 Kanal 5 geht zum Verstärker, der den Körperschallwandler speist (ist der Mix von Kanal 1/2)
    - RME 9632 Kanal 6 ist noch frei


    Die Alternative wäre folgende, will ich auch ausprobieren, aber dann müssten die Hochpassfilter der Front-Nahfeldmonitore aktiviert werden statt des vorhandenen entsprechenden Hochpassfilters im Subwoofer:
    - RME 9632 Kanal 1/2 geht zu den Front-Nahfeldmonitoren
    - RME 9632 Kanal 3/4 geht zu den Rear-Nahfeldmonitoren
    - RME 9632 Kanal 5 geht zum Verstärker für den Körperschallwandler (ist der Mix von Kanal 1/2)
    - RME 9632 Kanal 6 geht zum Subwoofer (ist ebenfalls der Mix von Kanal 1/2)


    Ob Alternative1 oder 2 hängt davon ab, welche klanglich besser abschneidet bei den Übernahmefrequenzen Subwoofer/Front-Nahfeldmonitore/Rear-Nahfeldmonitore, oder gibt es andere Meinungen oder Aspekte da zu bedenken?


    Leider sind beide OAM-Sets, die ich habe (Trost Waltershausen und Sauer Dortmund) nur Stereo, ich nutze sie aber sehr gerne. Frage an die Surround-Nutzer: sollte man in dem Fall die Front-Kanäle leise auch auf die Rear-Kanäle schalten, um nicht so den Unterschied zu haben zu den Surround-Sets, oder bringt das nix, oder bringt es evtl. nur mehr Problem (Phasenprobleme z.B.)? :?:


    LG Olaf

    Als Nachtrag möchte ich nur noch ein Bild zeigen, wie winzig der Genelec 8020 Nahfeldmonitor ist. Vorher war eine Canton-3-Wegebox drin in der Aufhängung, und die Bodenplatte ging bis zum Ende der Gewindestangen hinunter.
    Ein Genelec 8020 Monitor wirkt da schon ziemlich verloren drin, siehe Bild:



    Inzwischen habe ich die überstehenden Gewindestangen unten abgesägt, und auf den Platz neben dem Monitor passt zumindest noch ganz locker ein Gläschen Rotwein...

    Also, von Thomann sind sowohl Genelec M030 als auch 8020 eingetrudelt und ich habe einen Vergleichstest gemacht.


    Habe akustisch so gut wie keinen Unterschied wahrgenommen, außer das die M030 eben noch etwas tiefer gehen. Es kam mir so vor, als wären die 8020 noch etwas "crisper", und die M030 etwas weicher im Klang, kann aber Einbildung sein. Der erste Eindruck war, dass beide Monitortypen viel klarer zeichnen, als meine bisherigen alten 3-Wege-HiFi-Boxen. Die Zöblitz-Orgel spuckt noch "rotziger" und klarer, es ist eine Freude!!


    Weiterhin, meine Befürchtung, dass die 8020 nicht genug Dampf liefern, war völlig unbegründet. Man traut es den Winzlingen nicht zu, aber auch diese Kleinstboxen sind als Nahfeldboxen für einen Spieltisch absolut ausreichend vom Schalldruck. Es fehlt wirklich nur das Bassfundament, bei beiden Typen, aber dafür ist ja der Subwoofer erfunden worden.


    Ein Durchfahren des gesamten Frequenzbereichs mit einem Sinusgenerator brachte bis auf unterschiedliche untere Grenzfrequenz (die wegen Subwoofer keine Rolle spielt) keinen hörbaren Unterschied.


    Habe mich für die 8020 entschieden, weil der Klangeindruck noch eine Spur klarer war (vielleicht aber auch nur Einbildung, wenn, waren es winzige Nuancen). weiterhin weil nur die 8020 ein zuschaltbares Hochpassfilter haben für Verbindung mit Subwoofer und schliesslich, weil es auch noch etwas billiger ist (war nicht ausschlaggebend).


    Nach der Entscheidung für den 8020 bin ich dann an die Einstellung der Übergangsfrequenz und Phaseneinstellung Subwoofer Dynaudio BM14<->Genelec 8020 gegangen. Dafür bietet sowohl der Subwoofer als auch Genelec 8020 mehrere Freiheitsgrade, denn man kann entweder beim Subwoofer oder beim Nahfeldmonitor die Monitor-Hochpassfrequenz und für den Subwoofer stufenlos die Tiefpass-Übernahmefrequenz einstellen.


    Meiner Meinung nach gibt es dafür nix bequemeres als einen Sinusgenerator, weil man damit auf einfache und effektive Weise die optimale Frequenzeinstellung (also möglichst konstanter Pegel im interessanten Übernahmebereich) als auch Phaseneinstellung vornnehmen kann.


    Weiterhin liefert so ein Sinusgenerator eine leichte Möglichkeit, alle im Raum vorkommenden Resonanzstellen zu finden und wenn möglich zu beheben, seien es Gläser oder Sonstiges, was klirren oder klappern kann.


    Bei der Übernahmefrequenz habe ich mich an die Dolby-Empfehlung von 80 Hz gehalten. Genelec empfiehlt sogar 85 Hz. Ich denke, diese Experten wissen besser als ich, was für Satelliten/Nahfeldmonitore optimale Übernahmefrequenzen sind.


    Desgleichen habe ich mich an die Empfehlung von Genelec von einem Mindestabstand von 70cm zwischen Monitor und Ohr gehalten (bei mir sind es 75cm).


    Evtl. erweitere ich das Setup später um Genelec 8010-Monitore für die Rearkanäle, die seitlich/hinten angeordnet sind, ebenfalls in 75cm Entfernung, mal sehen.


    Soweit mein Erfahrungs- und Einstellungsbericht.


    LG Olaf