Posts by Dulzian

    Quote

    Original geschrieben von rr01
    Kompliment und auf so was muss man erst mal kommen. Will ich auch.


    Das Kompliment kann an Ulrich weitergereicht werden, die Idee mit Einsatz von Körperschallwandlern stammt ja von ihm. Bis dahin wußte ich gar nicht, dass es sowas überhaupt gibt.


    Quote

    Original geschrieben von rr01
    Anschluss über Subwoofer ist sicherlich ein gute Lösung. Da ich aber hauptsächlich mit Kopfhörer übe und als verkappter Grüner nicht immer alles angeschalten haben will wäre die Frage, ob man dies an den Kopfhörerausgang PC oder Soundkarte auch anschließen könnte?


    Der Körperschallwandler wird wie ein normaler Lautsprecher angeschlossen, braucht also einen Verstärker. Laut Herstellerangaben soll es ein kräftiger Verstärker sein, mindestens 100W Sinus-Dauerton pro Kanal. Aber für unsere Anwendung, wenn es direkt unter die Orgelbanksitzfläche geschraubt wird, reichen m.E. wesentlich kleinere Leistungen auch aus. Ob es auch billigere Körperschallwandler tun, weiß ich nicht. Wäre da skeptisch, vor allem wegen der Frequenzganglinearität und auch weil diese Wandler kleinere Kontaktfläche haben mit weniger Schraubbefestigungen.


    Quote

    Original geschrieben von rr01
    Bzgl. der Bauweise Orgelbank auf was müsste man da achten. Da man den Wandler ja unter eine Couch schrauben kann, wäre die Übertragung der Resonanz auf einen Rahmen doch eigentlich ausreichend. Die Masse der Bank bräuchte man doch dann nicht unbedingt?


    Mich wundert, dass es überhaupt bei einer Couch funktioniert, wenn man auf Polstern sitzt ohne Direktübertragung. Mglw. braucht man da mehr "Dampf" zur Ansteuerung, und bei unserer Direktanwendung reicht geringere Leistungseinspeisung, und mglw. funktioniert beim Sofa die Übertragung, weil da eine sehr große Kontaktfläche vom Sofarahmen zum Polster da ist, keine Ahnung.


    Bzgl. Bauweise der Orgelbank kann ich nur vermuten, dass eine sehr robuste Holzbank besser geeignet ist, weil sie mglw. zu weniger ausgeprägten Resonanzfrequenzen neigt als eine Bank mit dünner Sitzplatte und ohne Verstrebungen usw., aber alles nur Vermutungen.

    Hallo Ulrich,


    erstmal will ich nochmal wiederholen, dass deine Idee mit Körperschallwandler aus meiner Sicht wirklich richtig gut war. :-music: :-organ:
    Wenn man auf solche Zielanwendungen ein Patent einreichen könnte, wäre es das gewesen...


    Quote

    Original geschrieben von rizos
    Nun frag ich mich, wie sich das bei mir in der Mietwohnung mit dünnen Decken auswirken würde...
    Müßte die Bank bestimmt - wie das Pedal - über dicke Waschmaschinenmatten entkoppeln. Aber ob das den Nachbarn reicht? Und ob mir die Bank dann nicht zu wackelig ist? Vielleicht die Füße zunächst mit Auslegern versehen...


    ich hatte mir diese (dafür empfohlenen) Gummiblöcke zur Dämpfung mitliefern lassen.
    Meine Orgelbank steht auf Holzuntersetzern, und die stehen auf einem Teppichboden.
    Ursprünglich hatte ich vor, die Gummiblöcke unter die Orgelbank zu schrauben und die Holzuntersetzer entsprechend flacher zu machen. Aber im Raum merkt man keinerlei Schwingungsübertragung, wahrscheinlich durch den Teppichboden. Von daher bin ich zu faul, da was zu ändern. Das wird bei dir anders sein, ohne Teppichboden an der Orgel und mit Mietern dadrunter. Vielleicht sind diese Gummiblöcke dann gut geeignet. Sie sind ziemlich fest, ich glaube nicht, dass die Bank irgendwie wacklig würde dadurch. Sie sollen angeblich den Wirkungsgrad erhöhen, weil die Bank freier schwingen kann. Aber das braucht man keinesfalls für unsere ziemlich direkt wirkende Anwendung.


    Quote

    Original geschrieben von rizos
    Andere Überlegung:
    Genaugenommen sollte in den Samplesets dann ein Kanal existieten, der den Körperschall seperat aufgenommen hat. Wäre zumindest die ideale Lösung, oder?
    Aber über EQs kann man das bestimmt gut annähern.
    Falls Du mal Lust hättest, könntest Du in einer Kirche mal einen Piezoabnehmer unter die Orgelbank kleben und als zusätzliche Spur aufnemen. Wenn man die später im Vergleich zu der Stereo- "Luft"-Aufnahme analysiert, gäbe es bestimmt wertvolle Hinweise für EQ- Einstellungen...


    Klingt interessant, mit dem separaten Körperschallkanal. Aber ich denke, das ist nicht notwendig. Und bzgl. EQ-Einstellung könnte ich mir vorstellen, dass die Bauform der jeweiligen Orgelbank sicherlich in die Resonanzbildung stark eingeht (wobei es mir bei meiner Bank rel. moderat erscheint, was Resonanzen angeht, vielleicht durch die sehr robuste und dicke Bauform).
    Und letztlich will man es ja am Orgelplatz zu Hause schön ausgewogen haben, unabhängig davon, wie mehr oder weniger ausgewogen die Verhältnisse in irgendeiner Kirche ist, also dann doch EQ bei den Gegebenheiten des eigenen Spieltischs.


    Habe noch eine weitere Idee bzgl. Abzwackung des Signals für den Körperschallwandler statt Mischpult:
    Wenn man einen Subwoofer hat, könnte man den Ausgang für den Anschluss weiterer Subwoofer, den viele Subwoofer (wie die von Genelec oder Dynaudio) haben, elegant dafür nutzen. Damit hat man das Mischen der Kanäle auf Mono als auch das Tiefpassfilter für die obere Subwoofer-Grenzfrequenz auch schon mit genutzt. Denn ich denke, die Subwoofer-Satelliten-Übergangsfrequenz liegt meist bei 50..85Hz, könnte damit für den Körperschallwandler auch gut geeignet sein.

    Beim Üben (insbesondere mit Kopfhörern) hatte ich schon immer den Eindruck gehabt, dass bei der Wiedergabe der Bässe eine Dimension fehlt, weil man tiefe Frequenzen nicht nur über die Ohren, sondern auch über den Körperschall wahrnimmt.
    Stattdessen habe ich an so mancher Kirchenorgel gespürt, dass in den tiefsten Klangregionen der 16- und 32-Fußregistern die Orgelbank regelrecht mitschwingt. Dieses Körpergefühl vermisste ich zu Hause bei leiser Übelautstärke über Lautsprecher, und insbesondere auch über Kopfhörer.


    Als ich darüber mit Ulrich (Forenname rizos) sprach, hatte er die Idee gehabt, dafür einen Körperschallwandler zu nutzen, direkt unter den Orgelbanksitz montiert. Diese Idee hatte ich erstmal ein paar Monate sacken lassen und verworfen gehabt, weil ich befürchtete, dass so eine massive Holzbank doch niemals entsprechend in Schwingungen versetzt werden könnte. In den letzten Tagen habe ich den Tip wieder hervorgeholt und entsprechend recherchiert. Solche Körperschallwandler werden wohl in Kinos oder Autos oder Heimkinoanwendungen verwendet, um es unter das Sofa oder Autositz zu schrauben. Mir war es einen Versuch wert, es auch mal an der Orgelbank zu testen.


    Um gleich Nägel mit Köpfen zu machen, besorgte ich mir den "Klassenprimus" dieser Körperschallwandler, IBEAM VT-200 (Kostenpunkt derzeit 308€):



    Maße: 4,8cm hoch x 17,5cm lang x 11,0cm breit, Gewicht: 1,5 Kg
    Mit Hilfe von 10 Schrauben kann man (und sollte wohl auch) diesen Wandler bombenfest auf der Sitzunterseite der Holzorgelbank anschrauben. :


    Dieser Wandler ist für Frequenzen von 20 - 800 Hz ausgelegt, wird wie ein normaler Lautsprecher angeschlossen mit 4Ohm Impedanz. Ich habe einen alten Pioneer-HiFi-Verstärker mit 2x80W RMS verwendet. Da dieser Verstärker keinen Monoschalter hat, habe ich den Soundkartenausgang, ausgehend von Y-Kabeln, der beiden Kanäle an ein kleines Mischpult angeschlossen, dort gleich die Höhen und Mitten weggedreht, und dann auf den einen Kanal des Verstärkers gemischt.


    Nun zum Ergebnis:
    Das erste war, dass meine Befürchtung ob der zu geringen Schwingungsfähigkeit der in meinem Fall sehr massiven Orgelbank mit Verstärkungsstreben (siehe Bild oben) völlig unbegründet war. Ich habe nicht nachgemessen, glaube aber, dass ich für den gewünschten Effekt den Körperschallwandler mit keinesfalls mehr als vielleicht 10W RMS treiben brauche, mit Reserven ohne Ende.


    Der Eindruck ist schwer zu beschreiben, aber ich kann nur sagen, dass ich bedaure, nicht eher auf den Trichter gekommen zu sein. Und zwar egal, ob ich mit Kopfhörern spiele oder mit Lautsprecherbetrieb. Habe derzeit noch keinen Subwoofer (schwanke zwischen Genelec 7060B und Dynaudio BM14S II), bin mir aber sehr sicher, dass ich zumindest bei Lautstärken, bei denen mir noch nicht die Ohren abfallen, auch mit Subwoofer den Körperschallwandler anlassen werde (zumindest sehr dezent).


    Bin also hochzufrieden, der Körperschall wirkt nicht irgendwie diffus, sondern frequenzbezogen und genau/direkt, und bewirkt bei dezenter Nutzung, dass die tiefen Töne irgendwie runder und voller wirken, ohne dass die Vibration sehr vordergründig erscheint. Man muss es selber ausprobiert haben, lässt sich wirklich schwer beschreiben.


    Und das geniale dabei ist, dass ich nun auch und gerade bei Kopfhörerbetrieb dieses Körpergefühl habe, was ich bisher vermisste, ohne dass die Subwooferbässe durch das ganze Haus und die Nachbarschaft ziehen.


    Von daher wundert es mich geradezu, bisher noch niemals davon gelesen zu haben, dass das jemand für den virtuellen Orgelspielgebrauch eingesetzt hat (aber vielleicht ist es schon in regem Gebrauch für diesen Einsatzfall, habe es nur nicht mitbekommen?).


    Bisheriger einzige Verbesserungsmöglichkeit: statt Mischpult werde ich mir wohl einen Vorverstärker bauen, der neben der simplen Mischung beider Kanäle auf Mono, auch noch ein paar parametrische Filter hat, ich denke 2 oder 3 reichen. Um ggfs. Resonanzen der Orgelbank/des Wandlers auszugleichen. Ich denke, dass lässt sich ganz easy und genau durchführen: einfach ein Sinussignal einspeisen und den Frequenzgang durchfahren und dann hier und da was absenken oder anheben je nach Körpergefühl. Obwohl ich eigentlich überrascht war, dass es sich doch einigermaßen "linear" zumindest bei meiner Orgelbank darstellt.


    Soweit meine ersten Erfahrungen, und würde mich freuen, wenn es Nachahmungstäter und Feedback dazu geben würde.


    LG Olaf


    Moderator-Edit: Bilder-Links von Dropbox auf anderen Server geändert

    Mir gefällt es besser, wenn und man eine lange Schiene hat, wo die Lochrasterplatinen mit (nach wie vor vorzugsweise Hall-Sensoren) draufgelötet sind und man dann lange Quadermagnete auf die Stirnseite der Pedaltasten dergestaltet klebt, dass sie Stoß and Stoß mit den Hallsensoren sind. Danach dann die Schiene mit Langloch in so ca. 2-3mm Abstand zu den Sensoren befestigen und in der Höhe rechts/links so justieren, dass beim gewünschten Tastendruck von einigen Millimetern der Sensor anspricht. Auf diese Weise lässt sich alles gleichsinnig nachträglich justieren durch Parallelverschiebung. Da die Magnete individuell für jeden Sensor (auf dessen genaue Position auf der Lochrasterplatine es dann dadurch nicht ankommt) aufgeklebt wurden Stoß an Stoß, ist damit eine sehr exakte gleichmäßige Toneinsetzung gewährleistet. Obwohl dies m.E. für das Pedal nicht so wichtig ist, viele Wege führen bekanntlich nach Rom...


    LG Olaf


    PS: Warum du nur 2 Oktaven (25 Tasten) bauen möchtest, interessiert mich nach wie vor, was ist der Grund?

    Das verstehe ich voll und ganz, geht mir eigentlich ähnlich! :-)


    Aber ich finde, es soll dann auch eine runde Sache werden. Von daher, warum willst du denn nur 2 Oktaven bauen (25 Tasten)? Selbst für Bach gibt es viele Werke, wo das schon nicht ausreicht. Nimm doch lieber gleich 30 Tasten, wenigstens. Und BDO-Normkonform, es sei denn, du spielst ansonsten nur auf historischen Flachpedalen und willst dich zum Üben zu Hause nicht umgewöhnen müssen.


    Und: waren denn das nun die Pedalmaßangaben, die du wissen wolltest? Falls es andere waren, vielleicht lieber eine Handskizze mit dem fraglichen Maß hier reinstellen?


    LG Olaf

    Quote

    Original geschrieben von Matyoe
    Was ich noch nicht gefunden habe, wenn ein Pedal nicht getreten ist, wie groß ist der Abstand zwischen Pedalunterkante ganz vorn und der Pedalauflage ?


    Ich weiss nicht, ob du Pedalobertaste oder Pedaluntertaste meinst, und auch nicht ob du den vertikalen oder horizontalen Abstand meinst. Im Zweifelsfall wäre eine Handskizze gut, mit Hinweis auf das fehlende Maß.
    Mal gemutmaßt, du meinst den vertikalen Abstand, also wieviel die Pedaltaste nach oben ragt, und du meinst eine Pedalobertaste, dann ist die Obertaste z.B. mittleres Dis am Vorderteil 61mm hoch, hinten 54mm, 130mm lang, demzufolge oben 3Grad Neigung und Vorderkante 10mm Rundungsradius.


    All diese Angaben sind in der BDO Spieltischnorm 2000 enthalten, und noch viele andere Angaben mehr. Ich habe versucht, dir diese nahezulegen, und für einen Selbstbau (der sich an die BDO-Empfehlungen halten sollte, wenn du auch auf neueren Orgelns spielen möchtest ohne große Umgewöhnung) halte ich das für Unabdingbar.


    Quote

    Original geschrieben von Matyoe
    Und wo bekomme ich Schenkelfeder her ?
    Oder, bestelle ich mir Federdraht und biege sie mir selber ? Der Draht ist ja enorm billig.


    Z.B. http://www.laukhuff.de


    Meinst du wirklich, du kommst billiger und besser weg, wenn du ein Pedal selber zusammenschreinerst, als ein gebrauchtes zu midifizieren, oder was ist dein Beweggrund?


    LG Olaf

    Also, nach 2 Jahren Dauernutzung kann ich versichern, dass es 1-Komponenten wasserverdünnbarer Parkettlack aus dem Baumarkt sowohl für Weichholz (Orgelbank) als auch Hartholz (Orgelpedal) auch tut. Bis jetzt sehe ich keine Abnutzung beim Lack (außer dass die Orgelbank da, wo ich sitze, dunkel geworden ist durch die meist schwarzen Jeans, die ich trage), vielleicht muss ich nach 5-10Jahren nachlackieren, wenn überhaupt.


    LG Olaf

    Hier ein altes Bild aus dem auseinandergebautem Orgelpedal (ich habe Aufleimungen auf die Tasten gemacht), wo man links die Blattfedern erkennt.


    Bezugsquellen für HALL-Sensoren, falls du die doch in Betracht ziehen möchtest: TLE4905L bei Reichelt.
    Als Magnete empfehle ich Quadermagnete, 4mm breit 20mm lang, 2mm dick, Bezugsquelle z.B. Q-20-04-02-N bei http://www.supermagnete.de. Die Länge von 20mm hilft, dass beim Pedaldrücken nicht wieder ausgeschaltet wird, weil der Tastenweg rel. lang ist. Die Hall-Sensoren (oder zur Not Reed-Kontakte, aus meiner Sicht 2. Wahl) würde ich im ungedruckten Tastenfall ausgeschaltet halten, und die Befestigungsschiene der Sensoren justierbar gestalten, um den Einschaltpunkt rechts/links einstellbar zu halten.


    LG Olaf


    Nachtrag:
    Bzgl. Orgelbauteilen habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht bzgl. Preis-Leistungsverhältnis, aber vor allem auch bzgl. Qualität bei Pecs Organ Manufactury.
    Ein komplettes neues doppelkonkaves Orgelpedal 30 Tasten (aus Eichenholz mit Ebenholzauflagen(!)) gibt es dort für 551€ +MwSt. Billiger bekommt man ein neues Orgelpedal von dieser Qualität wahrscheinlich kaum woanders.


    Moderator-Edit: Bilder-Links von Dropbox auf anderen Server geändert

    Hallo Matyoe,


    aus Aufwandsgründen würde ich lieber bei ebay nach gebrauchten Orgelpedalen Ausschau halten und die ggfs. aufpäppeln und midifzieren, als alles selber zu schnitzen (so habe ich es beim Orgelpedal meines Spieltischs gemacht, einige Angaben kannst du in meinem Spieltischfaden finden).


    Und wenn es ein Selbstbau sein muss, würde ich wenigstens genau nach BDO-Norm bauen - beim Googeln sollte man fündig werden (BDO Orgelspieltischnormen 2000).


    Warum nur 2 Oktaven? Bin gerade bei Bach A-Dur BWV536 - selbst da geht es schon bis zum e', also 29 Tasten. Ich würde 30 Tasten verwenden, damit kann man alles bis zur Romantik abdecken.


    Weiterhin würde ich lieber Hallsensoren statt Reedkontakte nehmen. Weil der Glaskörper der Reedkontakte empfindlich ist, wenn die Anschlussdrähte zu eng am Gehäuse gebogen sind, kann das Gehäuse splittern, was man u.U. nicht gleicht merkt. Dann ist kein Vakuum mehr drin, und irgendwann funktioniert der Kontakt nicht mehr.
    Hallsensoren sind kaum teurer, dafür unkaputtbar (wenn man nicht gerade die Polarität der Spannungsversorgung vertauscht), in meinem Spieltischfaden sind Angaben zur Bezugsquelle und Einbau.


    Bei meinem Pedal hat jede Taste eine Blattfeder hinten und eine Schenkelfeder vorn.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass man kaum Geld spart, wenn man den Kram einzeln kauft incl. gutem Hartholz, von den Mühen der Holzarbeiten ganz zu schweigen. Und ob das Ergebnis besser wird als ein professionelles Orgelpedal, ist auch noch die Frage...


    LG Olaf

    Danke, Michael, war nur zu doof dazu... hatte auch noch nie das blau angelaufene Fragezeichen bemüht gehabt. Ich dachte, dass der "normale" Link nicht auch dazu genommen werden kann, um auf andere Fadenbeiträge in diesem Forum zu verlinken sorry...

    Im Spieltischfaden von Reinhard kam die Frage auf bzgl. Tastern für Spieltischbedienung und deren Beschriftung.
    An meinem Spieltisch habe ich Marquardt-Kurzhubtaster genommen (Bezugsquelle z.B. Reichelt), deren Tastenkappen von der Farbe her austauschbar sind und die es mit oder ohne LED gibt (allerdings nicht ganz billig,aber gute Qualität). Für die Beschriftung der Register eines Samplesets mutze ich ein Magnetgummiband, ca. 1m lang, 4cm breit, was auf eine Eisenfolie geklackt wird (die Eisenfolie ist auf den Spieltisch geklebt). Wenn auf ein anderes Sampleset umgeschaltet wird, tausche ich einfach das Magnetgummiband gegen ein anderes aus - habe also pro Sampleset so ein Band. Manche Beschriftungen z.B. für Setzer, Samplesetauswahl usw. brauchen nicht ausgetauscht werden, habe sie aber genauso gemacht.
    Für die Beschriftung der Register drucke ich ein Worddokument auf Karton aus, schneide die Streifen aus und klebe sie auf das entsprechende Magnetgummiband. Darüber noch ein Tesafilm in 5cm Breite (damit sind auch die Kanten geschützt und das ganze wischfest).
    Hier ein paar Bilder. Es ist alles...rustikal... :/ , aber auch robust und bisher bei fast täglichem Gebrauch, störungsfrei:


    Umschaltung der Samplesets, Manual- und Pedalkopplungen und einige Zusatzschalter, z.B. um 1. und 2. Manual umzuschalten zwecks Eingewöhnung falls Spiel an Kirchenorgeln mit Rückpositiv anliegt:

    Anmerkung: Meine Bilder, hochkant fotografiert mit einem iPhone, werden nie richtig dargetellt in diesem Forum ( :-8 ), daher hier nochmal als Link:
    Orgelspieltisch_Links


    Registerbeschriftung mit auswechselbaren Magnetgummibändern, in der Mitte sieht man eine in das Notenpult integrierte LCD-Anzeige (war nötig für Anzeige der Walzenposition bei Spiel mit Walze, ansonsten ein paar Zusatzinfos, kann ja von HW aus angesteuert werden per Midi-Out):


    Unterhalb der Manuale habe ich links den zentralen Power-Ein/Ausschalter, daneben den PC-Resettaster (1xdrücken: Windows wird gebootet und HW gestartet mit dem zuletzt benutzten Sampleset, zum Schluss: wieder drücken fährt Windows runter und der PC wird ausgeschaltet), rechts die Setzersteuerung. Das Bild verzerrt etwas...ich versichere, das Manual ist gerade und nicht gebogen: :)


    Hier noch ein Bild von der Seite, habe ein Magnetgummiband für die Registerbeschriftung an eine Gewindestange der Monitoraufhängung geklackt. Im Hintergrund rechts sieht man den Saba Telewatt-Röhrenverstärker, ein ziemlich aufwändig restauriertes sehr klangschönes Hi-End-Schätzchen (allerdings sehr leistungshungrig und wärmeproduzierend... 100W im Standby... :-pipe: ), welcher die Monitorlautsprecher antreibt:

    Da das Bild wieder hochkant ist, und nicht richtig dargestellt wird, hier nochmal als Link:
    Orgelspieltisch_Seite


    LG Olaf


    Moderator-Edit: Bilder-Links von Dropbox auf anderen Server geändert

    Hallo Reinhard,


    für die Buttonbeschriftung habe ich neben- bzw. unterhalb der Buttons eine Metallfolie fest an den Spieltisch geklebt. Darüber dann ein Magnetband, welches an der Metallfolie haftet. Für die Registerbuttons habe ich ein langes Magnetband, für jedes Sampleset. Während ich ein neues Sampleset lade, klacke ich einfach das entsprechende Magnetband (4cm breit,ca. 1m lang) auf die Metallfolie (oder einfach über das darunter liegende Magnetband, sodass ich beim Sampleset-Wechseln nur das oberste Band abnehmen brauche oder wieder dran klacke). An der Wand habe ich eben pro Sampleset ein Magnetband hängen und nehme dann das passende.
    Für die Beschriftung der Magnetbänder habe ich auf A4 Karton die entsprechenden Registernamen gedruckt, und den Karton in Streifen geschnitten und auf das entsprechende Magnetband geklebt. Über den Karton dann noch durchsichtiges Tesaband in 5cm Breite, sodass das ganze wischfest ist, und die Kanten griffest sind (da das Tesaband um die Kanten gerade noch so herumgelegt werden kann)
    Hier ein Beispiel für die Beschriftung 2er Samplesets, von der Breite her passend für die Marquardt-Taster.


    LG Olaf

    Hallo Reinhard,


    ja, beruflich haben wir schonmal eine Gemeinsamkeit, ich bin Softwareentwickler.


    Da ich den Spieltisch-PC (PC kann man es nicht nennen, habe Motherboard, CPU, RAM, 2xSSD, Netzteil, Soundkarte einzeln gekauft und in den Spieltisch direkt integriert) ausschließlich für HW nutze, beschränkt sich das Einsetzen von etwas Neuem bzgl. Software auf ein HW-Update oder Einspielen von neuen Samplesets. Falls an der Hardware was kaputt gehen sollte, dann würde ich wahrscheinlich wohl eben auch auf neues Betriebssystem wechseln (wenn ich schonmal dabei bin...).
    Aber ständig Updates einspielen, oder bei neuer Windows-Version gleich wechseln ohne Zwang, sehe ich nicht ein, daher habe ich auch das eigentlich schon vorbereitete Ethernetkabel gleich wieder abgezogen.
    Ich habe einen Einschalttaster am Spieltisch, der mit dem Motherboard verbunden ist und bei Knopfdruck das Motherboard mit Spannung versorgt, wodurch Windows und das zuletzt verwendete Sampleset geladen wird. Bei weiterem Knopfdruck wird dann Windows runtergefahren und das Motherboard schaltet sich ab.


    Hast du gute und zuverlässige Taster gefunden? Leichtgängige Kurzhubtaster mit integrierter LED finde ich optimal, z.B. hier zu finden. Kann allerdings ins Geld gehen, ich habe ca. 100 Stück davon verbaut am Spieltisch...


    LG Olaf

    Flachbandkabel gibt es bei Reichelt auch in größeren Rollen.
    Die nötigen Stecker/Buchsen lassen sich normalerweise per Schraubstock leicht einpressen und selber konfektionieren.


    Bei meinem Spieltisch ist so ziemlich alles anders, was anders sein kann gegenüber deiner Lösung, aber es ist ja schön, wie konträr die Lösungen gestaltet sein können.
    Das fängt schon damit an, dass ich einen Überaum habe, um ungestört üben zu können, statt in einem ggfs. öfter von Angehörigen frequentiertem Wohnraum.
    Es geht dann weiter, dass ich den Windows-PC ausschließlich für HW nutze und für nix anderes. Spätestens, als ich während des Spielens nach einem Reboot wegen Windows-Update gefragt wurde, habe ich den Ethernetstecker gezogen, und Ruhe ist. Nachdem HW störungsfrei installiert war nebst Samplesets kann es durch Updates nur schlechter werden, ist jedenfalls meine Meinung. Ich habe als letztes defragmentiert (obwohl es für SSD eigentlich nicht nötig ist), und das wars. Nur fürs Installieren neuer Samplesets geht bei mir der Monitor an, ansonsten bediene ich alles über Taster am Spieltisch, incl. Umschalten der Samplesets.
    Von daher - bei mir könnte ein Umstieg von Windows 7 auf 10 die Sache nur schlechter machen, denn das System läuft zuverlässig, bootet so schnell, dass ich kaum meine Orgelschuhe angezogen habe, und schon ist Windows per Taster an der Orgel hochgefahren mit dem zuletzt genutzten Sampleset.
    Könnte weitermachen bzgl. Spieltisch und vor allem Soundsystem....


    Sorry wegen OT, hattest ja nur nach Flachbandkabel gefragt...


    Ich würde versuchen, nur die möglichst hochwertigen industrietauglichen Taster am Spieltisch zu haben und die Elektronik an leichter zugänglicher Stelle. Marquardt-Kurzhubtaster haben sich bei mir bewährt, leichte taktile Rückmeldung und mit integrierter LED.


    Gruß Olaf

    Schließe mich meinen Vorrednern an - Alles Gute zum Geburtstag!


    Und vielen Dank für die Arbeit an diesem Forum - ohne die Infos hier wäre ich nicht zu so einem schönen Orgelspieltisch gekommen, an dem ich mich praktisch täglich erfreue, ganz zu schweigen von Kontakten zu interessanten Menschen, was sich durch dieses Forum ergeben hat! :-up:


    LG Olaf

    Quote

    Original geschrieben von emsig Ferner stellt sich bei einem aktiven System aus mehreren Lautsprechern immer die Frage, wie man die Lautstärke regelt. Das geschieht hier über einen an den Subwoofer angeschlossenen Drehknopf.


    Hallo Markus,


    das ist eine gute Frage insbesondere auch für Leute wie mich, die am Spieltisch keine PC-Bedienung haben wollen (ich bediene alles über Spieltischtaster, incl. Umladen für verschiedene Sample-Sets, Setzersteuerung etc).


    Bisher habe ich den Verstärker am Spieltisch gehabt und dort die Lautstärke eingestellt, für meine normalen Stereoboxen ohne Subwoofer.
    Von daher, wenn ich mir einen Subwoofer zulege, werde ich wohl oder übel noch ein Poti anbringen am Spieltisch, wo ich per Midi-Out die Gesamtlautstärke regle (also das entsprechende HW-Feature nutze - gehe aber davon aus, dass man sicherlich in GO auch per Midi-In die Gesamtlautstärke kontrollieren kann (weiß es aber nicht)). Dann kann ich die Lautstärkeregler am Subwoofer und an meinem High-End-Röhrenverstärker (den ich dann für die passiven Satelliten nehme) in einer Stellung lassen und nur die Gesamtlautstärke per Midi einstellen.


    LG Olaf

    Quote

    Original geschrieben von mikeIch halte es aber für keinen Beinbruch, wenn die Satelliten nicht nach unten begrenzt werden, da sie wie gesagt sowieso eine natürlich Grenze nach unten haben, die der Subwoofer eben etwas ausfüllen kann. Insofern viel wichtiger, dass die Übernahme-Frequenz am Subwoofer auch weit genug herunter gestellt werden kann. 40 bis 50 Hz sollten in dem Fall ausreichend sein. Der Verzicht auf einen Hochpassfilter hat noch einen weiteren Vorteil außer Geld einzusparen. Der Phasengang der Monitore wird somit auch nicht beeinflusst.


    Eine ordentliche Frequenzweiche, bei der Subwoofer und Satelliten optimal aufeinander abgestimmt sind, ist besser als irgendwelche "Beliebigkeit". Und optimal aufeinander abgestimmt sind Weichen dann, wenn sie aus einer Hand kommen und nicht der Tiefbass für Subwoofer vom Hersteller A und der Hochpass für die Satelliten vom Hersteller B kommt.


    Darauf zu "hoffen", dass die Satelliten nach unten hin irgendwie sowieso aufhören, wäre mir zu unbestimmt.


    Des weiteren teile ich ebensowenig deine hier schon in mehreren Fäden geäußerte Meinung, dass die Übernahme-Frequenz in so einem tiefen Frequenzbereich sein soll, den viele Satelliten nur noch mit Ach und Krach schaffen (40-50Hz etwa).
    Viel besser ist es, die Übernahmefrequenz so zu wählen, dass sowohl Subwoofer als auch Satelliten sich noch in ihrer Komfortzone befinden, wo noch keine großen Frequenzgangänderungen stattfinden. Und das ist bei vielen Satelliten - auch bei den kleineren Genelec-Satelliten eher bei etwas höheren Frequenzen, daher auch die gewählten 85Hz der Genelec-Subwoofer als Übernahmefrequenz.


    Wenn man die Möglichkeit hat (bei mir ist sie gegeben), den Subwoofer mittig vorne in größerer Entfernung zu positionieren (ich habe vor, ihn an die Decke zu schrauben, ca. 5m vom Spieltisch entfernt), dann ist das vielleicht auch nicht das Schlechteste, und man hat keine Probleme mit dem Bassanteil, der auch bei ETWAS höheren Frequenzen - etwa eben bis 80 oder 100Hz aus der Mitte kommt.


    LG Olaf