Posts by Mikelectric

    :D Ich fasse es nicht - Orgelschuh Modell "Tastenperforator" - hoffentlich hat der Orgelbauer immer genügend Buchendübel zur Instandsetzung dabei. :D

    Sehr schön gespielt und es hört sich vor allem auch nach richtiger Pfeifenorgel an. Funktioniert das auch mit einem älteren iPad? Welches Modell brauche ich mindestens und wo bekomme ich derzeit eines günstig?

    Ich sehe gerade, daß oben noch Verweise auf meine YouTube-Videos stehen. Die sind nicht mehr gültig.

    Ich würde die obigen Beiträge gerne ändern und die Links aktualisieren, wenn ich die neuen Links wüsste.

    Wie man in dem Video von Paul Fey eindrücklich sehen kann, ist nicht die Größe einer Orgel darüber entscheidend, ob man damit schöne Musik machen kann, sondern einzig und alleine das Talent des Organisten. Hut ab - das hört sich richtig schön an. :thumbup:
    Freut mich auch, dass die Werbung auf unserer MPS Orgelseite so gut geholfen hat.

    Vielleicht sollten wir eine Stiftung gründen, die solche Orgelnachlässe entgegennimmt und an bedürftige Jungorganisten weiterverteilt. :/
    Oder gibt es das am Ende schon?
    Andererseits könnte man den Erben die Freude am Erben deutlich versalzen, wenn man sich vor dem Ableben einfach noch mehr schöne "nutzlose Orgeln und Zubehör" vom eigenen Vermögen anschafft. :evil:

    Die Annaberg-Buchholz ist sicher eine klasse Orgel. Allerdings kann ich das Sampleset davon nicht selbst testen, da OAM keine Demoversionen anbietet. Meine bisherigen Samplesets von OAM klingen allerdings nur mit meinem AKG Kopfhörer wirklich gut. Über Lautsprecher, bzw. selbst die Nahfeldmonitore, bekomme ich einfach kein für mich befriedigendes Klangerlebnis.
    Also habe ich mir jetzt nochmal zahlreiche Demos der Sauer Dortmund, Walcker Annaberg und Walcker Doesburg in Contrebombarde über Kopfhörer zu Gemüte geführt. Die Annaberg hat für mich, genauso wie die Sauer, diesen analytischen klaren Klang, wie mit dem Seziermesser aufgenommen. Das ist grundsätzlich auch nichts Schlechtes, aber es vermittelt einfach nicht dieses warme, schummrige Gefühl, das die Walcker Doesburg in mir im Stande ist auszulösen. Die Doesburg bettet mich in einen Klangteppich ein, der mich unwahrscheinlich inspiriert. Und das eben nicht nur über Kopfhörer, sondern genauso über meine Nahfeldmonitore, die unweigerlich auch das Wohnzimmer mit beschallen. Mag sein, dass da einzelne Register für sich betrachtet vielleicht nicht optimal klingen. Die Stärke des Doesburg Set ist auch eher, Klangteppiche zu weben, die aus mehreren Registern pro Werk kombiniert sind. Das kann mit den wenigen Registern der Demo eigentlich kaum gelingen.
    Real habe ich ein solches Gefühl bisher nur bei der Cavaillé Coll in St. Sulpice wahrgenommen.

    Mein Besuch in St. Sulpice hängt übrigens mit einem Konzertbesuch der Walcker Orgel in Schramberg zusammen, bei dem ich Daniel Roth kennenlernen durfte und ihn daraufhin in Paris besuchte. Die Schramberger Walcker Orgel, ebenso die Walckerorgel in Hoffenheim, sind schon besondere frühromantische Schätzchen, die es bisher aber leider nicht als Sampleset gibt. Falls jemand diese samplen sollte, dann hoffe ich, dass es gelingt, auch die Seele dieser Orgeln ein Stück weit in den Samples mit einzufangen. Bei vielen Sets vermisse ich das und die sind für mich dann eigentlich beliebig untereinander austauschbar.

    Wenn ich mir z. B. diese YouTube Aufnahme ansehe und höre, dann bin ich der Meinung, das Sampleset gibt das Original offenbar ganz gut wieder. Das Set klingt aber noch besser als eine reine Aufnahme. Hier wird vielleicht ansatzweise deutlich, was ich mit warmem Klang meine:

    Meine potenziellen Erben könnten mit Samplesets gar nichts anfangen. Wenn die wüssten (ich sag's aber nicht ;)) wieviel Geld ich dafür rausgehauen habe, dann würden die alles möglichst gewinnbringend verkaufen wollen. Vielleicht sollte ich in meinem Testament verfügen, mir die Lizenzen der Samplesets als Grabbeilage mitzugeben. :saint:

    Die Doesburg könnte natürlich schon noch ein paar mehr Release Samples vertragen. Vielleicht kommt ja bald das Set der 4-manualigen Walcker Papenburg heraus. Dann kann man vielleicht direkt vergleichen.

    Kannst Du mir mal bitte die Töne und Register nennen, die sich Deiner Meinung nach billig anhören und die ggf. Waltharius als "synthetisch" bezeichnet? Das würde ich mir doch gerne mal mit eigenen Ohren anhören, sonst kann ich es kaum glauben.


    z.B. Prinzipalbass 16 und Subass 16 - das komplette Pedal hört sich nicht schön an (mit AKG K702).


    Höflich was umschreiben, hilft nicht immer ;-)

    Der Nachhall klingt unnatürlich.

    Hast Du möglicherweise auch die Rear-Samples geladen und spielst diese zusammen mit den Front-Samples ab? Dann könnte ich mir vorstellen, dass sich das seltsam anhört. Ich glaube nicht, dass sich das Set eignet, Front- und Rear-Samples direkt zu mischen. Allenfalls vielleicht die Rear-Samples über separate Rear-Lautsprecher wiedergeben. Allerdings spielt dann die Raumakustik des heimischen Wohnzimmers stark mit in das Klangergebnis rein.


    Ich lade bei Doesburg die Rear-Kanäle überhaupt nicht! Das vollständige Sampleset mit allen 85 Registern unkomprimiert und in höchstmöglicher Qualität, da bleiben von meinen 64 GB RAM gerade noch 17 GB freier RAM übrig. Das reicht nicht für Rear-Samples. Ich bin auch gar kein Freund von Mehrkanalabstrahlung im Wohnraum. Die Doesburg ist eines der wenigen großen Samplesets, die sich bei mir auch über die Nahfeldmonitore noch hervorragend anhört und nicht nur über Kopfhörer. Selbst bei Nahfeldbeschallung nimmt der Hörraum bei Samplesets mit viel Hall schon einen großen negativen Einfluss. Die Front-Samples der Doesburg sind noch direkt genug und haben für meinen Geschmack im Wohnraum trotzdem schon genug Hallanteil.


    Mag ja sein, dass sich für die gängigen Reger auch ein kleineres romantisches Set eignet, aber die Doesburg ist wie ein großer Farbmalkasten, der ein sehr breites Spektrum an Farben zur Verfügung stellt. Im übertragenen Sinn eben spezialisiert für Aquarellmalerei und stimmungsvolle Bilder in dunkleren Tönen. Für die traditionellen leuchtenden Ölgemälde gibt es ja Barockorgeln. Leider kann man diese Erfahrung aber nicht unbedingt aus den wenigen eingeschränkten Registern der Demoversion gewinnen.

    Heute mal wieder ausgiebiger die Doesburg gespielt und einfach wieder zur Erkenntnis gekommen, dass es eines der schönsten Samplesets für mich ist. :)

    Ich denke, Orgeln, egal in welcher Größe, sind immer ein Kompromiss aus begrenztem Budget, eingeschränktem Platzangebot, beabsichtigten klanglichen Möglichkeiten und technischer Machbarkeit. Da liegen die Grenzen in privaten Wohngebäuden insgesamt deutlich enger als in öffentlichen Kathedralen. Es ist jedenfalls sehr interessant, zuhause auch auf einigen echten Orgelpfeifen spielen zu können. Der direkte Vergleich zwischen dem Orgelpfeifenklang und dem reproduzierten Pfeifenklang unserer virtuellen Orgeln bringt einen oft wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Dabei haben beide Systeme als Hausorgel ihre Vor- und Nachteile.

    So eine Multiplexorgel mit elektrischer Traktur schreit natürlich förmlich danach, als Hybrid-Orgel erweitert zu werden. Längerfristig möchte ich das auch versuchen, ohne dadurch die Originalsubstanz der Orgel zu beschädigen. Oscar Walcker wäre damals sicher entzückt gewesen, solche technischen Möglichkeiten mit Computer und Midi zur Verfügung zu haben. Wenn (falls) mein hohes Orgelzimmer einmal fertig ist, habe ich mir auch vorgenommen, die Orgel um ein zusätzliches kleines Pfeifenwerk zu erweitern, das auch als eigenständige, portable Orgel zu verwenden ist. Aber im Moment sind das alles noch Träume und alles braucht viel Zeit und bedeutet oft, ein weiteres Hobby im Hobby im Hobby anzufangen.

    In principle, no license can prohibit the use of unencrypted samples. It can only restrict public performance. But the parsing of an XML file to automatically create another software from it can be something different and forbidden, or not. Only the manufacturer can answer this question for you. For these reasons, it is possible that there is currently no program for parsing a HW file.


    When it comes to sample sets from Sonus Paradisi, I can say from my own experience that Jiri Zurek is very open. Unfortunately, there are other manufacturers who hate GrandOrgue because they see it as competition and don't wish the users much good.


    It is advisable to be careful and think carefully about what you are doing. If in doubt, it is better to use a lawyer. I had just decided to choose the secure variant without further processing data from HW XML files. Maybe that's an exaggeration.

    What you may or may not do with the components of a software is regulated by the manufacturer's license. With my GrandOrgue ODFs I only ever played the sound data as it was installed for a sample set under Hauptwerk. The parsing of an XML file in order to generate another program from it is a process that may have to be assessed quite differently in terms of licensing law.

    ... do you know a tool that parse Hauptwerk xml definition and convert it to ODF?


    PS: If you don't mind, I think doing this under AGPL license (as it includes all your requirements but allows to shorten the copyright header).

    Thank you for sharing.


    I don't know any program to transfer Hauptwerk XML files. As far as I know, this would also violate the license rights of Hauptwerk or the sample set manufacturer.


    The files of the SP Giga ODF are under the MIT license. The license must be retained even if changes are made. The license text in the program header does not require so much storage space.


    Greetings Michael

    Gravierende grundsätzliche Unterschiede gibt es nicht. Es ist nicht so, dass GO die Samples irgendwie anders oder schlechter abspielen würde. Die hörbaren Unterschiede, von denen Klassikfreund spricht, haben einen anderen Hintergrund:

    Die meisten Samplesets wurden ja vom Hersteller nur für Hauptwerk angefertigt und somit wurden die Samples mitunter direkt in HW "intoniert" anstatt im Sample selbst. Das heißt, jedem Pfeifenton hat der Hersteller nochmal einen eigenen Lautstärkewert und andere Parameter mitgeteilt, unabhängig von der Lautstärke des Samples selbst. Diese Werte sind in einer HW-Datei gespeichert, die man nur schwierig auslesen kann. Ohne diese Korrekturdaten zu kennen, kann man bei der Umsetzung eines HW Sets für GO nur schwer ein identisches Klangbild erreichen. Bei der Anloo war das wohl so. Bei anderen Samplesets wiederum ist die Intonation direkt in den Samples enthalten und diese können dann in GO eins zu eins abgespielt werden und klingen damit weitestgehend identisch. Jeder Samplesethersteller macht das anders und das erschwert die Umsetzung.
    Das war auch ein Grund bei mir, weswegen ich die äußerst aufwändige Umsetzung großer HW Sampleset für GO wieder aufgegeben habe, zumal ich daran nichts verdiene und die Sets persönlich ja unter HW spielen kann.

    Bei Sets von Piotr Grabowski z. B., der Samplesets von vornherein für HW und GO herstellt, sollte eigentlich kein Unterschied zu hören sein.

    Danke Rainer.
    Die Pfeifenreihen haben hier 80 Töne, sind also um zwei Oktaven weiter nach oben ausgebaut: 56+12+12=80

    Legt man auf jedes Manual eine andere Pfeifenreihe in 8' Lage, dann hat man z. B. überhaupt keine Klanglöcher. Mit zunehmender Registrierung nimmt der Effekt eben zu. Das Wort "Klangloch" hört sich aber dramatischer an, als es in Wirklichkeit ist. Es ist eigentlich nie so, dass irgendein Ton beim Spielen fehlen würde. Es kommen dann nur nicht mehr so viele zusätzliche Pfeifen hinzu wie z. B. bei einer Schleifladenorgel. Das Gute an diesem Effekt ist, bei Verwendung als Hausorgel, dass die Orgel damit auch bei größerer Registrierung niemals zu laut wird, da dann eben bei einer 8-4-2 Registrierung, wenn man den zweiten Ton eine Oktave höher spielt, nur noch eine zusätzlich klingende 2' Pfeife dazu kommt anstatt drei Pfeifen. Also zusätzlich das höhere 2', da 8' und 4' schon als 4' und 2' der unteren Oktave klingen. Schwierig zu erklären, merke ich gerade.

    Aber auch bei großen Kirchenorgeln wird oftmals der selbe Effekt genutzt. Besonders bei den großen Pfeifen der untersten Oktave wird häufig gespart und diese werden als Auszüge in mehreren Registern gleichzeitig verwendet. Es gibt also auch bei hochwertigen und weithin geschätzten Orgeln durchaus den Effekt von "Klanglöchern".

    Gruß Michael

    Ist ja eine umfangreiche Disposition. Wie hast du die Register alle bei dir untergebracht? Oder ist es eine Multiplexorgel?

    Ja, es handelt sich da um eine Multiplexorgel von Walcker. Diese wurden nach dem Krieg in größeren Stückzahlen und verschiedenen Ausführungen gebaut, um den enormen Bedarf der Gemeinden zügig abdecken zu können. Mittlerweile sind nur noch wenige Exemplare davon erhalten. Meine ist eines der größeren Modelle mit separatem Spieltisch und drei Pfeifenreihen je ca. 80 Tönen. Eine Reihe gedeckte Pfeifen ab 16' Subbass aufwärts changierend in verschiedenen Klangfarben. Eine Reihe Prinzipale ab 4'. Die dritte Reihe besteht nur aus Mixturen.

    Aus diesen Pfeifenreihen werden dann elektromechanisch alle Auszüge für die verschiedenen Register gewonnen. Das Multiplexsystem hat natürlich Vor- und Nachteile. Größter Nachteil, von dem oft berichtet wird, sind die "Klanglöcher" die entstehen, wenn eine Pfeife, die bereits klingt, für ein weiteres Register nicht nochmal erneut klingen kann. Das lässt sich aber durch geschickte Registrierung umgehen.
    Als Hausorgel bietet das System aber durchaus interessante Vorteile. Die Orgel ist recht kompakt für die vielfältigen Klangmöglichkeiten. So habe ich z. B. auch im Manual einen 16' zur Verfügung und im Pedal kann ich ein Plenum registrieren inkl. einer Mixtur 6-fach. Außerdem hat der Oberkasten einen Lamellenschweller, den ich am Spieltisch mit Schwellpedal verwenden kann. Das ist dann alles schon viel spannender als ein typisches Positiv 8-4-2 mit angehängtem Pedal oder nur Subbass.