Posts by Basspfeife

    Ich habe mir die Videos der Dame ein paarmal angeschaut.

    Es macht ein wenig den Anschein, dass man mit geringen Mitteln mit etwas Übung von Null auf Einhundert kommt. Oder im heutigen Trend:" ich will alles, aber sofort"

    Du kannst zu jedem dieser Videos eine Woche durchüben bis du den Schritt in allen Dur- und moll-Tonarten so beherrschst, dass du weitermachen kannst. Da ist schon viel Arbeit und Ausdauer von Nöten, um die knapp 30 Videos incl. Übungsmaterial durchzuarbeiten. Es handelt sich ja um keine individuelle Orgelstunde sondern um einen "Impuls"

    Der oben erwähnte Musikant und Orgelspieler (und weitere, die ich persönlich kenne) wird in hundert Jahren noch dasselbe spielen, wenn er seine Meinung nicht ändert. Wer sich an die professionelle Orgelimprovisation heran begibt, kann tägliche Erfolge verbuchen.




    das meinte ich mit dem Drehen und Wenden im eigenen Saft

    es gibt übrigens zu jedem der videos ein Skript, ich hab mir die mal alle runtergeladen und sortiert, das ist schon eine beeindruckende Handreichung zum Nulltarif (zumindest was das Finanzielle angeht, die Zeitinvestition ist erheblich). Dazu dann die videos - ich bin beeindruckt.

    Das Buch von Frau Osterthun hatt ich schon mal in Händen, da sagen mir persönlich allerdings die Schulen von Stoiber eher zu.


    Zu der Website un d dem Orgelspiel gibt es nichts zu sagen.

    Grüßle

    Ich habe mich auf den Entschluss Ebis bezogen, an der Diskussion nicht mehr teilzunehmen. Da zwei Teilnehmer ihre militante "ich kanns nicht und will mich nicht anstrengen also ist es unnütz und doof Haltung" zur Doktrin erheben und die anderen als Ignoranten hinstellen - eine komplette Verdrehung der Situation - kann ich ihm nur beipflichten. Es gilt der Spruch von der Analogie vom Schachspiel mit Tauben (den Vögeln, nicht den Gehörlosen).

    Ich bin kein Fan von Namen-Tanzen und anything goes. Auf einen Waldorf-Impro-Thread habe ich auch keine Lust mehr.


    Vielen Dank an diejenigen, die substantielle Beiträge geliefert haben, allen anderen viel Spaß beim Drehen und Wenden im eigenen Saft. Ihr seid Genies.

    Ich denke, Musik kann auch unter Beibehaltung der Regeln leben und Perfektion ist nicht in erster Linie der Feind der Musik. Ich rede da wirklich nicht von mir, ich muss mich sehr anstrengen, einigermaßen richtige Improvisationen abzuliefern, und oft genug ist es auch Zwirn und die Leute klatschen trotzdem, aber ich weiß, dass es halt nichts gescheites war. Aber deshalb sage ich nicht, dass Regeln obsolet sind, ich versuche, sie nicht als Knebel, sondern als Steigeisen oder Wegweiser zu nutzen.


    Ich kenne das Problem, dass sich hauptberufliche Organisten in den immer gleichen Floskeln ergehen, weil sie Angst haben, einen Fehler zu machen. Die schreiben sich die Impro dann vorher auf, und wenn ich als Kantor dann um einen Halbton tiefer nachsuche, werden sie kreidebleich. Da ist die Musik dann tot.

    Ich kenne aber auch einen Kapellmeister, der nebenbei immer wieder orgelt und der dir eine Triosonate improvisiert, die du so abdrucken könntest, einen Mordsspaß dabei hat, die Leute fasziniert sitzen bleiben und der sich nebenbei noch mit dir unterhält, wohin man nachher zum Frühschoppen geht. Gut, eine Ausnahme, aber er muss dir Regeln nicht beachten, er "spricht die Sprache" ohne nachzudenken.


    Mir selber helfen zwei Publikationen, aus denen ich immer wieder meine Übungseinheiten beziehe; da ist zum einen das erwähnte Werk "faszination Orgelimprovisation" und zum anderen das Übungsbüchlein "Gehörbildung, Tonsatz, Improvisation", ebenfalls von FJ Stoiber (der Mann, der zwei bayerische MPs in sich vereint...kann er aber nichts für). Das Buch ist ziemlich grundlegend, fängt also auf einer verständlichen Ebene an, hat aber auch ne ordentliche Progression.


    Aus C- und D-Kursen hab ich noch Drucksachen zu den Themen, bei großem Interesse ggf. per PM

    Viele Grüße

    Ich klinke mich hier aus - ich hab vom KMD ganz offiziell die Bestätigung, dass meine Improvisationen gut sind.

    Also doch abhängig von offiziellen Bestätigungen.

    Ja dann, viel Spaß bei der Wunst.

    Man muss ja nur mal in die Geschichte schauen um zu erkennen, woher das Verbot von Quint und Oktavparallelen kommt.


    Die Harmonielehre, wie wir sie heutzutage kennen, entstand im Barock und basiert seit 300 Jahren auf dem Generalbass. Und was kam vorher? Alte Zöpfe! Quintparallelen, Oktavparallelen, wohin man nur schaute! Schaut euch nur mal die Musik aus dem Robertsbridge Codex an. Zwei Stimmen, und sie sind dauernd nur eine Quinte auseinander. Den Menschen damals müssen die Ohren geblutet haben, schließlich sind Quintparallelen verboten! (Ok, ich dramatisiere hier etwas).

    Im plainchant bzw. im gregorianischen Choral gibt es das Organon in Quint oder Quartabstand (--> frühe Mehrstimmigkeit), schon in der Chormusik der Altklassik (Palestrina, Lasso, Vittoria, Hassler...) kommen derartige Dinge nicht vor - und das ganz ohne Regeln, die für den Generalbaß im Übrigen Anton Bruckner im 19. Jh. aufstellte

    Und nochmal der Vergleich zum Handwerk: Bloß weil mir die Regeln nicht passen, kann ich keinen Haken in die Luft schrauben und ein Bild dran hängen. Auch wenn ich Schwerkraft, Reibung etc. echt doof finde.

    Die Frage ist nur, ob es schlüssig ist. Und wenn die Zuhörer von Musik keine Ahnung haben, ist der Versuchsaufbau auch nicht sinnvoll, da man zu höchst willkürlichen, stimmungsabhängigen Ergebnissen kommt.

    Regeln werden nicht willkürlich oder dogmatisch, sondern aus Erfahrung gesetzt - so wie in der Grammatik. Wenn ich Musik als "Klangrede" (vgl. Harnoncourt) sehe, dann benutze ich die Regeln als Grammatik, um mich verständlich zu machen, nicht um der Regeln willen. Die Regeln haben dabei Funktionen (Sangbarkeit, Hinleitung, geplante Überraschungen (z.B. Trugschlüsse, mediantische Umdeutungen)), die ich bewusst einsetzen kann. Habe ich diese Regeln nicht, ist alles, was ich mache, Zufall. Da kann ich auch die Katze über die Tasten laufen lassen.

    Und was den Rhythmus betrifft, unstimmige Takte und Schwerpunkte sind auch für nicht-Musiker schwer zu ertragen, es sei denn, sie sind halt komplett "taub".

    Mein erster Orgellehrer hat sich vor vielen Jahren nach einem hingehudelten Präludium mal zurückgelehnt, mich angeschaut und nach ein paar Sekunden gesagt "...ein empfindsamer Mensch bekommt bei deinen rhythmischen Schwankungen einen Herzinfarkt" - und er hatte wohl recht. Der Takt ist der Puls der Musik, den ich beschleunigen kann oder dem ich mal durch einen Taktwechsel ein paar aufregende Extrasystolen verabreichen kann. Völlige Planlosigkeit verursacht in diesem Bild Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kammerflimmern.

    Und was Quint-und Oktavparalleln etc. angeht, sind sie auch im Kontext zu sehen, und zwar nicht nur im zeitlichen - wir sind bei den Brucknerschen Hausregeln schon längst bei der wohltemperierten Stimmung angelangt, sodass Temperaturunstimmigkeiten kaum eine Rolle spielen. Bei Parallelen führe ich halt meist generell zu viele Stimmen in eine Richtung, was sich dann einfach schlecht anhört, während ich durch Gegenbewegung nicht nur Parallelen vermeide, sondern auch einen schlüssigen Satz hinbringe. Terzverdopplung ist übrigens nicht verboten, sondern z.B. bei der Parallelführung von Quartsextakkorden notwendig (alternierende Verdopplung von Grundton oder Terz).

    Darüberhinaus geht es nicht um die Verdopplung an sich, sondern auch um den Klang, der erzeugt wird. Spiel doch mal einen Dreiklang und verdopple Grundton, Terz oder Quint - der Eindruck, die Stabilität und die Verwendbarkeit des Klanges sind jeweils anders, was man wiederum bewusst (also mit Wissen, nicht Vermuten) einsetzen kann.

    Improvisation bedeutet eben auch (innere) Hören, dem eine Übung des äußeren Hören vorweggeht. Aktuelle Methoden betreiben deshalb Gehörbildung und Improvisation parallel.


    Im Grunde ähnelt die Diskussion hier jetzt aber der Improvisation, die ihr vorschlagt, sie ist wirr, ohne Grundlage, jedes Argument atmet das Nichtwissen, das zur Tugend erhoben wird.

    Ich hoffe, ihr quält mit dieser Art der Improvisation niemanden, der es besser versteht, aber nicht fliehen kann.

    Noch ein paar Überlegungen von Prof. Stoiber, Domorganist in Regensburg und Prof an der dortigen Musikhochschule:

    Improvisation kann gelernt werden

    Improvisation muss geübt werden

    Improvisation setzt bestimmte Kenntnisse voraus

    Improvisieren verlangt inneres Hören, eine Ton- und Klangvorstellung, einen Aussagewillen (!)


    Im Vorwort befasst sich Stoiber übrigens mit unterschiedlichen Positionen zur Frage, ob Improvisieren gelernt und gelehrt werden könne.

    Der Band "Faszination Orgelimprovisation" ist durchaus empfehlenswert.

    Ich persönlich finde es aber auch Schade das vor allem Orgelspieler so krampfhaft an extrem alten Dingen festhalten. Die reine Kirchenmusik finde ich schrecklich, überall hört man nur die starren Bach Choräle oder nach Bach improvisiert. Dabei gibt es so viel mehr, aber für viele Orgelspieler sind die Regeln von Bach genau so Heilig wie für den Pastor die Bibel. V

    Entschuldige, aber was du da schreibst ist für jemanden, der gerade erst mal, wie er selbst schreibt, angefangen hat, sich mit Orgelmusik zu beschäftigen, ziemlich vermessen und zeigt eigentlich nur die Eingeschränktheit des Horizonts. Auch deine Klassifikation von Improvisation ist hahnebüchen, und die Vorstellung, dass man als der Ausführende nicht weiß "was passiert", wie du schreibst, ist völlig abwegig und hat mit Improvisation nichts zu tun. Wir sind dann im Bereich des berüchtigten "Orgelzwirns" nach dem Motto "Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich spiele", oder "ich lass mal die Finger loslegen, mal sehen, was passiert."


    Selbst Latry hat bei seinen freien Improvisationen klare Vorstellungen, sein Denken eilt seinem Spiel voraus, und er setzt seine Effekte und Akzente bewusst, geplant und vor allem gekonnt.


    Denn Kunst kommt von "können", wenn es von wollen käme, hieße es "Wunst".


    Was sich für dich als Entdeckenden vielleicht total originell anhört, ist für den, der sich mit der Materie auskennt, langweiliges Zeug. Da wird dann munter eine Quintfallsequenz geschrubbt (ohne dass man weiß, dass es eine ist, man hält das dann für eine geniale kompositorische Eigenleistung), harmonische Entgleisungen sind dann apart...

    Das hat dann aber nichts mit Improvisation zu tun.


    Wenn man mal den Überblick hat und entscheiden kann, was man gut findet oder nicht, kann man neue Wege gehen. Aber nur deshalb (vermeintlich) neue wege zu gehen (bzw. sich durchs harmonische UNterholz zu wälzen), weil man es halt nicht besser weiß, ist schlicht faul. Und dann noch über die Regeln zu lästern ist überheblich.


    Oder verzweifelt, wie der Fuchs, der nicht an die Trauben kommt.

    Liebe Forengemeinschaft,


    mein neuer HW-PC schluckt meine alte PCI-soundkarte nicht mehr (zudem gibts keine Treiber mehr), sodass eine Neuanschaffung unausweichlich scheint. Hier würde ich mich freuen, die Erfahrungen anderer teilen zu können, insbesondere was Latenz und Klangqualität anbelangt. Ich bin mir beispielweise unschlüssig bzw weiß nicht, ob PCIe oder USB 3 die bessere Wahl ist. Zudem muss die Karte natürlich einen MIDI-Anschluss haben.
    Interessante Karten sind:


    RME HDSPe AIO (+ gute Besprechnungen, - teuer, - nur ein Ausgang)
    Steinberg UR44 (+ incl. Hall / dsp + rel. günstig -USB2)
    ZOOM UAC 2 (+ USB3 + günstig - ??)


    NB: Die karten erscheinen mir alle wahnsinnig überdimensioniert, was die alles können. Ich bräuchte nur eine gute Wandlung und eine verzögerungsfreie Ansprache (des Tons, versteht sich :-teacher: )
    Wäre schön, wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte!
    LG Stephan

    Hallo,


    ich habe gestern die Mascioni-Orgel aus Giubiasco ausprobiert. Sehr feine Stimmen, angenehme Raumakkustik. Schön die Aliquoten im Rückpositiv.
    Mir sind zwei Sachen aufgefallen: Ich war zunächst über die Voce Humana erstaunt, dachte mir, dass es vielleicht eine italienische Spezialität sein, mal kein Zungenregister. Solche Unterschiede gibt es ja Regionen- oder Epochenspezifisch. Als ich dann aber das Violocello zog und hier eindeutig eine kurzbechrige Zunge erklang wars klar.
    Also:
    sind bei anderen Nutzern die beiden Register auch vertauscht oder habe ich da eine falsche Version etc? Kann man das irgendwie beheben?


    Meine zweite Frage betrifft den Zimbelstern, der ziemlich eiert. So etwas ist mir in der Realität bislang noch nicht begegnet, außer es gab einen Lagerschaden....
    Normal? Einstellbar?


    Vielen Dank,
    schöne Vorweihnachtszeit,
    Stephan

    Hallo,
    ich habe mich, nach einem Test des Sonnenorgel-Sets, dazu hinreißen lassen, die HW-Software zu kaufen. Da meine Hobby-Mittel damit erstmal wieder eingeschränkt sind, steht die Sonnenorgel erstmal nicht zur Verfügung...


    Bei meinen bisherigen Testläufen habe ich große Unterschiede beim Ansprechverhalten der unterschiedlichen Demosets bemerkt. Einige weisen eine deutliche Verzögerung auf (wie bei einer pneumatischen Pfeifenorgel), andere (wie z.B. auch das Görlitzer Sampleset) sprechen sofort an. Ein Latenzproblem der Soundkarte vermute ich daher nicht.


    Jetzt halte ich das Weissenau-Set nach ausführlichem Hören auf "contrebombarde" für ein sehr charakterstarkes und schönes Set, noch dazu zu einem wirklich guten Preis (Konkurrenz: Ottobeuren Hl-Geist, Poblet (leider gerade fast zu teuer, wegen Sonderangebot trotzdem "attraktiv")).


    Meine erste Frage an alle Nutzer: spricht das Set schnell an oder eher verzögert?
    Dazu kommt noch das - nach dem Lesen des threads - offensichtlich Mixturen-Problem. Wurde das im update behoben (oder: wie schlimm ist es wirklich?)


    Gibt es zufriedene Benutzer hier im Forum?


    Und noch eine: Ich habe den Händler meines Vertrauens gefragt, was im Falle einer Beschädigung des Dongles mit meiner Lizenz und meinen Sets passiert. Er hat mir zugesichert, dass ich nach Einsendung des defekten Sticks alle (bei ihm?) registrierten Sets und die HW-Lizenz auf einem neuen Dongle gegen eine Bearbeitungsgebühr zurückerhalte... Leider bietet er Prospectum nicht an. Wie sieht das technisch aus?


    Wie funktioniert überhaupt die Registrierung eines Sets bei milan?


    Fragen über Fragen, vielen Dank für die Geduld.
    Viele Grüße,


    Stephan

    Vielen Dank für die nette Begrüßung und die Tipps. Dann werde ich mal meinen vorhandenen PC mit Ram und Soundkarte ausrüsten.
    Ich habe die onboard-Soundkarte des Notebooks mal mit dem ASIO4ALL Treiber angesteuert, leider hat sich das Problem des Rauschens gesteigert. Dies ist recht eigenartig: Wenn ich nicht spiele, rauscht nichts, jelänger ich in die Tasten greife, umso lauter wird ein "weißes" Rauschen...
    Stephan