Posts by classicconcept

    Ja, alle Kanäle gehen über send out am Mischpult in das Lexicon Hallgerät. Den internen Hall der Orgel habe ich still gelegt. Mit einem Plattenhall aus dem Presonus-Mischpult verhalle ich das Signal zusätzlich. Dieser Hall geht mit Zeitverzögerung an die rückwärtigen LS raus. Es ist ein Genuss, wenn sich nach hinten die Akustik öffnet.


    Die Hauptlautsprecher sind zwei große Standboxen mit Transmission-Linesystem, Die habe ich vor etlichen Jahren mal selbst gebaut mit Chassis von JBL und Multicel. Das Gehäuse ist aus dicken Marmorplatten. Das Schwellwerk wird über zwei Studiomonitore von JBL wiedergegeben, Die Zungen über Regallautsprecher von Canton und das Pedal von aktiven Tannoy-Monitoren. Den Tieftonbereich übernimmt jetzt ein aktiver Subwoofer von Montarbo mit zwei 18"-Lautsprechern. Das Teil ist absolut überdimensioniert und muss dementsprechend gedrosselt sein, sonst gibts seismologische Erschütterungen. Aber bevor er nutzlos bei mir rumsteht... Aber der Bass ist halt wirklich knochentrocken und geht bis 20 Hz runter.

    Ich spiele das Set über GrandOrgue ab und stelle dort die Hallzeit auf 700 ms. Das verträgt sich ganz gut mit den anderen Hallten. Schöner wäre schon ein trockenes Set. Ich habe mal testweise das Giubasco Set eingeladen. Es klingt besser, offener und klarer. Schön finde ich die Vögel im Hintergrund, die im Ambient-Noise fröhlich zwitschern. Allerdings, als großer Fan der Musik von Alexandre Guilmant stehe ich schon auf die 32'-Fuß-Register von Friesach. Gutes Futter für die Subs. :-)

    Ich habe mit Mehrkanalabstrahlung überwiegend gute Erfahrung gemacht. Meine Ahlborn Präludium III hat 4 Stereoausgänge, bzw. 8 in mono. Zusätzlich läuft GO dazu, meistens mit dem Set Friesach. Und so habe ich die Kanalzuordnung gemacht:


    Ahlborn-Orgel

    Kanal 1&2: Hauptwerk auf die großen Lautsprecher mit Subwoofer

    Kanal 3&4 Schwellwerk, Lautsprecher ca 5 Meter entfernt

    Kanal 5&6 Alle Zungen, Lautsprecher an der Decke, ca 2,80 Meter Höhe

    Kanal 7&8 Pedalregister auf Studiomonitore direkt auf dem Spieltisch


    GO auf Kanal 1&2, über externen Digitalwandler, zusätzlich auf Kanal 3&4, wo allerdings nur Hall ausgegeben wird.

    Alle Register von GO und Ahlborn sind über den Midi-Learn-Befehl miteinander synchronisiert, also wenn ich einen Prinzipal auf der Ahlborn auswähle, geht die Prinzipal in GO automatisch mit. So sind alle Register quasi doppelt vorhanden. Bei guter Mischung zwischen Orgel und GO wird der Klang verblüffend echt.


    Alle Kanäle laufen in eine Presounus StudioLive 16 Mischpult rein. Dieses geniale Pult übernimmt die Klangbearbeitung, das Routing und die Verhallung der Signale auf den Kanälen 3-8. Kanal 1&2 werden mit einem Lexicon MPX 550 hellmäßig aufgehübscht. Es sind zwar zwei verschiedene Hallarten, einmal einer mit 3.2 Sek auf den Hauptmonitoren und einer mit 2,3 Sek vom Presonus, der allerdings zeitversetzt mit ca 100ms arbeitet. Das war eine elende Tüftelei, bis die Parameter gepasst haben, dafür ist das Hallerlebnis jetzt grandios. Man hört förmlich, wie der Hall nach hinten "abrollt" Schön ist auch, wie sich die Zungen absetzen und eine neue Räumlichkeit erzeugen. Ich mag es nicht, wenn die Musik in den Lautsprechern bleibt. Bei meinem Setup bin ich am Spieltisch komplett in Orgelsound eingehüllt und trotzdem sind die einzelnen Werke ortbar.


    Kanal 1&2 werden mit einem Vitalizer von SPL aufgefrischt und klingen lebendiger. Okay, der Aufwand ist riesig, ich bin allerdings von Beruf Tontechniker und habe so gesehen keine Scheu, komplexe Systeme in den Griff zu kriegen, das ist meine tägliche Arbeit. Das Schöne an dem System ist, dass es, wenn es sauber läuft keine Pflege mehr braucht. Orgel, Verstärker und Tontechnik schalten sich per Zentralschalter ein, der iMac ist nach zwei Minuten Ladezeit startklar, das war's. Und jetzt spielen und genießen.

    Ich habe mein Orgelstudio wieder mal umgebaut. An GO und Mac hat sich nichts geändert, allerdings verzichte ich mittlerweile auf die Klangbearbeitung in Logic. Es gab zu große Latenzen. Ich habe für diesen Zweck ein günstiges Digitalmischpult gekauft, das nahezu keine Latenz hat. GO spiele ich über ein DIGI 003-Audiointerface rein, das auf 96 kHz steht. Mit dieser Abtastrate komme ich auf 18ms Latenz und bemerke sie praktisch nicht mehr. Den Hall übernimmt nun ein Lexikon 550mpx, was einen sehr natürlichen Sound liefert. Die Samples von Go laufen über einen Insert noch durch einen Vitalizer von SPL. Damit wird der Klang luftiger und kräftiger. Den Subwoofer habe ich gegen einen großen getauscht, da wackelt die Bude ordentlich.7DE3D05A-C7A5-48C1-BF14-106EA403CD2E.jpeg

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    Die Lautsprecher, die ich momentan im Einsatz habe sind nur zusammen gewürfelt aus Restbeständen und stillgelegtem Equipment aus dem Tonstudio. Dafür, dass die Lautsprecher alle verschiedene Bauarten haben, klingt es aber verdammt gut. Wahrscheinlich ist aber auch der Raum dafür mitverantwortlich.


    Langfristig werde ich die Lautsprecher trotzdem nicht einsetzten. wir haben im Haus ein fest installiertes Heimkino mit einer PA von Montarbo. Je zweimal W28S und S118. Gesamtleistung ca 4kW. Diese Lautsprechersysteme wären für meine Orgel ideal geeignet. Ich habe ein Stück auf meiner Orgel aufgenommen und als CD im Heimkino abgespielt. Da liegen noch einmal Welten zwischen den beiden Sytemen. Leider ist es räumlich nicht möglich, die Orgel und das Kino zu kombinieren, weshalb ich auf der Suche nach einer Montarbo W24 bin. Einen Subwoofer habe ich noch übrig, so dass der finanzielle Aufwand einigermaßen überschaubar ist.


    Diese PA wäre wahrscheinlich auch für eine Kirchenbeschallung sehr geeignet. Laut Hersteller ist sie für Theater und Konzertäume bis 2.000 Besucher gedacht.

    Kanal 1&2: alle Register des Hauptwerkes außer Zungenstimmen auf zwei große Standboxen im Marmorgehäuse, Transmission Line, Eigenbau, Chassis von JBL und Multicel


    Kanal 3&4: Schwellwerk über mittelgroße JBL-Studiomonitore
    Kanal 5&6: Alle Zungenstimmen über JBL und Canton-Regallautsprecher
    Kanal 7&8: Pedalstimmrnen ohne Zungen auf Quadral-Subwoofer mit Tannoy-Monitoren


    GO läuft direkt auf den MOTU, das hat sich Latenz-und klangtechnisch als die beste Lösung herausgestellt. Nachteil: Keine Bearbeitungsmöglichkeit über Logic, dafür problemlose Einbindung. Die Ahlborn steht auf 440 Hz, GO auf 440,2. Alle gleichnamigen Register auf der Präludium und GO sind über Midi gekoppelt, so dass, wenn ich das Prinzipal 8 einschalte, das Prinzipal 8 auf GO automatisch mitklingt. Die Mischung beider Register ist einfach klasse, lebendig, räumlich und kraftvoll.


    Diese Woche kommt die nächste Ausbaustufen dran: Über ADAT führe ich von Logic aus das Hallsignal auf externe Tannoy-Aktivmonitore, die rückwärtig an der Decke angebracht werden. Das vergrößert den Hallraum und lässt den Zuhörer mehr im Raum sitzen.

    So eine Software, um eine virtuelle Soundkarte zu basteln habe ich noch nicht gefunden, ideal wäre es nätürlich, wenn ich GO als Plugin in Logic einbinden könnte.
    Ich könnte allerdings GO direkt zusammen mit Logic auf den MOTU legen, dann habe ich GO allerdings nicht als separate Spur.
    Ich finde, die Lösung mit Logic ist allemal besser als über externe Hallgeräte zu gehen, da ich die Reverbs ja mehrfach einsetzten und editieren kann. Die Hallqualität ist entscheidend für guten Gesamtklang. Der Ahlborn_Hall ist unterirdisch...Außerdem schmeichelt das der Stromrechnung


    Die Latenz stelle ich direkt in Logic fest unter Einstellungen -> Audio. Dort steht der Puffer auf 256 samples, was bei mir 25 ms Latenz ergibt. Der iMac ist übrigens ein im Tonstudio ausgemustertes Modell von 2009 mit 16 GB und 500er-SSD. Das Teil rennt wie blöd.

    Ich bin neu in diesem Forum und möchte meine positiven Erfahrungen mit externer Verstärkung und mehreren Lautsprechern vorstellen. Ich bin von Beruf Tontechniker und Kirchenmusiker.
    Ich spiele eine Ahlborn Präludium III und zusätzlich über Midi GO mit meinem Lieblingsset Friesach. Ich möchte darlegen, wie ich mit dieser Kombination zu optimalem Klang gekommen bin.


    Die Präludium III verfügt zum Glück über 8 separate Ausgänge. Damit gehe ich in einen MOTU 896 hinein, der wiederum die 8 Kanäle aufsplittet und an die Audiosoftware Logic 10.4 schickt. Den internen Hall der Orgel habe ich deaktiviert und lasse das nun von Logic auf einem i7-iMac machen, das mit dem neuen Chromaverb über einen exzellenten Hallgenerator verfügt. Logic übernimmt kanalweise zusätzlich den EQ, Stereobreite und dezenten Exciter und schickt die Signale zurück an den MOTU über 8 Einzelausgänge, die wiederum mit drei kräftigen Sony-Verstärkern ( einer davon 7.1 fähig) verbunden sind. Die Verstärker versorgen insgesamt 12 Lautsprecher plus einen aktiven Subwoofer. Allein diese Kombination ist äußerst kraftvoll und sorgt für enorme Transparenz.


    Auf dem iMac läuft über MIDI zusätzlich GO, das seinen Klang über einen Focusrite Saffire digital ausgibt. Die Hallzeit in GO habe ich auf das Minimum von 50 ms eingestellt. Zwei AD-Wandler an einem Rechner? Der Mac kann es. Von dort geht es via ADAT in den optischen Eingang des MOTU und somit erscheint Go in Logic als Spur 9+10, wo ich wieder sämtliche Möglichkeiten der Klangbearbeitung habe. GO kann ich mithilfe einer Routing-Matrix wiederum auf die verschiedenen Lautsprecher verteilen. Die Latenz des kompletten Systems liegt bei 25 ms, das ist gerade noch okay. Nun bin noch am Tüfteln, ob GO die Signale in 8 Kanälen ausgeben kann, 6 habe ich über ADAT ja noch zur Verfügung.


    Das Resultat ist ein überzeugender, unglaublich lebendiger Orgelklang, vor dem meine echte 3-manualige Schmid-Orgel (28 Register) von 1986 kapitulieren muss. Es klingt digital wirklich besser, so viel Raum und Variationsmöglichkeiten habe ich nur zu Hause. Da mein Setup in einem großen Raum steht, in den gut 40 Leute rein passen, werde ich zusätzlich Hauskonzerte geben.


    Mein Fazit: es reicht nicht, eine Digitalorgel über die eingebauten Lautsprecher abzuspielen, auch nicht über zwei Monitorlautsprecher. Erst die klangliche Aufsplittung der Einzelregister auf mehrere Kanäle mit c-cis-Laden-Zuweisung macht Laune.


    Ich bin überrascht, wie weit die Sampletechnologie mittlerweile fortgeschritten ist.
    Wenn schon digital, dann gscheit: Das lästige Noten umblättern habe ich mithilfe eines iPad Pro und der Software forScore gelöst. Umgeblättert wird mit einem Bluetooth-Pedal, das ich mit Hilfe von Klettband an die Unterseite des Spieltisches geheftet habe. So kann ich mit dem rechten Knie blitzschnell blättern.


    Gerne können Interessierte bei mir in Lichtenfels vorbei schauen und mein Orgelstudio ausprobieren. Ich freue mich über jeden, der meine Liebe zur Orgel und guten Klang teilt.