Posts by Rainscho

    Vielleicht kann Sjoerd etwas dazu beitragen und von den Erfahrungen seiner Abtastung berichten (meines Wissen mit Licht). Er hat kleine Leiterplatten für die elektrische Abtastung kreiert.

    Die kann man auf einem seiner Fotos sehr gut erkennen

    Das Rückstellen der Feder geht aus meiner Erfahrung schneller als mit dem Gewicht.

    Es steht beim Loslassen der Taste die gesamte Federspannung zur Verfügung.

    Das Gewicht beschleunigt beim Fallen erst und hat eine Anfangsbeschleunigung von Null

    Die Unterschiede sind nicht sehr groß, aus meiner Erfahrung aber spürbar.

    Aus dem Grund ist ein Triller mit Rückstellfeder schöner zu spielen als mit Gewichten.

    Bei der mechanischen Orgel kommt die Trägheit der Traktur hinzu.



    Verschiedene Holzarten haben bzgl des unterschiedlichen spezifischen Gewichts natürlich unterschiedliche Masseträgheiten beim Betätigen der Taste. Die Unterschiede dürften sehr klein sein, da die Rückstellfeder den größten Anteil hat.


    Firma Heuss muss schon viel mit unterschiedlich starken Magneten geforscht haben bis die richtige Hemmung für den Druckpunkt erreicht wurde.

    Dann wird er sicher ähnlich der mechanischen Orgel sein.


    Die zweiarmige Tastatur wurde wahrscheinlich nur wegen der Machbarkeit mit Magneten am relativ langen hinteren Tastenhebel konzipiert. Hebellänge im Bezug zur Stärke des Magneten, bei der die Massenträgheit der Taste noch vertretbar ist, sind für solche Konstruktionen maßgebend

    Meine ersten Tastaturen für eine selbstgebaute Analogorgel hatten Bleigewichte.

    Ich hab sie bei Schuke Orgelbau aus einem alten Spieltisch ausgebaut und jahrelang verwendet. Spielgefühl ist angenehm.

    Nur, alles aus Holz. Und trotz neuer Filze klapperte es hörbar

    In neueren Pfeifenorgeln hab ich gewichtete Tastaturen nicht mehr gesehen.

    Die Ausführung bei Heuss mit Magneten als Druckpunktsimulation gefällt mir. Vor allem die verwendeten Schenkelfedern. Sie haben wegen der längeren Schenkel beim Drücken der Taste nur eine geringe Federverstellung und damit keine spürbare Kraftzunahme.

    Ich hab diese Tastatur leider noch nicht bespielt.

    Weiterhin viel Freude an deinem Projekt

    Gruß Rainer

    Die Idee von VPO, alle Tasten mit Abstandsstücken auf einer Welle zu platzieren wird oder wurde z. B. bei den Manualen der Firma Wersi eingesetzt. Die Parallelität der Tasten untereinander blieb über Jahre gut.

    Die Tasten selbst wurden auf Hülsen aufgeklipst die auf der Welle saßen. Dadurch konnte man auch einzelne Tasten austauschen.

    Leider hatten diese Manuale keinem Druckpunkt

    Ich hab mal bei Heuss reingeschaut. Das ist ein altbekannter Aufbau, hier mit einem Magneten ausgestattet und einer Feder zur Rückstellung.

    Screenshot_20200904-152416.png

    Tasten mit Langloch in der Mitte haben dort die Auflage und den Drehpunkt.

    Vor und hinter dem Drehpunkt befinden sich die beiden Hebelarme.

    Einige ältere Tastaturen haben hinten Gewichte aufgebracht

    Beim Halten der Taste benötigt man weniger Kraft als zum Niederdrücken.

    Das ist m.W. weitgehend außer Mode gekommen.

    Ich helfe mir, wenn der romantische Klang zu präzise und scharf ist, indem ich die Boxen (ein Meter vor der Wand) umdrehe und gegen die Wand strahlen lasse. Der Klang wird milder und großräumiger durch die Wandreflexionen.

    Das ist nicht jedem möglich. Mein Raum ist groß genug.

    Es ist wirklich sehr traurig.

    Wenn man bedenkt welchen Ideen und Ansichten manche Menschen folgen .....?

    Fernsehprogramme (holt mich hier raus...etc), Kommentare in den Medien, Argumentationen zu sachlichen Themen usw. zeigen einen geistigen Verfall der Zivilisation.

    Nicht unbedingt die Macher z.B. solcher "Nudelreligion" sind selbst gedanklich fehlgeleitet. Oft werden Ideen forciert um Geld zu verdienen.

    Vielmehr die vielen Menschen, die so etwas toll und echt geil finden, dafür auch bereit sind zu zahlen, sind leider auch diejenigen, die ihre Meinung bei der Stimmenabgabe zu wichtigen politischen Wahlen kundtun.

    Und, Politiker lassen vieles laufen, ändern manchmal Gesetze zur Legitimation abstruder Ideen, nur um Stimmenverluste zu vermeiden und der Idee:" in der Demokratie ist alles erlaubt" zu folgen.

    Oder, die sind auch schon so kaputt, dass sie einigen Ideen solcher Macher selbst folgen.


    Bei Allem wird der Begriff "Religion" als allg. Weltanschauung und Idee (vielleicht auch bei manchen Ernährungsgedanken - warum muss wenn man Veganer ist - ein entsprechendes Produkt nach Wurst schmecken?) benutzt und entfernt sich immer weiter vom Geistlichen Ursprung.

    Mit Religion im eigentlichen Sinne ist etwas Anderes gemeint.

    Ich habe zunächst die Schleifen selbst beschrieben.

    Drawstops oder sog. Manubrien oder Registerzüge werden m.W. mit Magneten bewegt. Da sie leicht beweglich sind schalten die Magnete nur kurzzeitig.

    Andere Drawstops haben eine neutrale Mittelstellung. Werden sie kurz gezogen schaltet das Register ein. Bei Hineindrücken schaltet das Register an. Nach jeder Betätigung geht der Drawstops in die neutrale Lage zurück

    Gruß Rainer

    Es gibt im wesentlichen zwei Antriebe für die am meisten verwendete Schleiflade.

    Vor längerer Zeit kamen Zugmagnete zum Einsatz.

    Später verwendete man Schleifenzugmotore.


    Unterschied ist

    1) Magnete sind wegen der spontan einsetzenden Funktion laut und verbrauchen während der gesamten Zeit in der das Register aktiv ist viel Strom. Dazu kamen die festen Kombinationen mit Umschaltmagneten. Dadurch brauchte man schon ein halbes Kraftwerk

    2 Schleifenzugmotore haben eine Gewindestange als Achse. Wenn sich der Motoranker dreht wird das Gewinde verschoben und bewegt die Schleife. In beiden Endstellungen sind Abschaltet eingebaut und werden bei Aufbau der Orgel justiert. Die Motoren brauchen nur kurz bei An- oder Abschalten Strom. Durch die Übersetzung Umdrehung zu Zug benötigen sie weniger Leistung und entwickeln höhere Zugkraft auf die Schleife. Dazu Ziehen oder Abstossen der Register ist wesentlich leiser als mit Magneten

    Du schreibst, dass bei jeder Bewegung der Walze die HR neu gesetzt werden

    Das ist ok. Du musst nur dafür sorgen, dass das nach jeweilig erfolgter Walzenstufe geschieht.

    Ist aus meiner Sicht eine gute Methode, wenn die Walze mit Poti ausgestattet ist. Welchen Demultiplexer nutzt du?

    Das ist auch eine interessante Möglichkeit und mit einer zusätzlichen Hardware umgehst du die Umdefinierung in GO.

    Man muss dafür sorgen dass nur die eingeschalteten HR hinterher gesetzt werden. Auf keinen Fall dürfen ausgeschaltete HR beim hinterherschalten einen aktiven NoteOff -Befehl abgeben und damit von der Walze gesetzte Register abschalten. Es darf also nur geschehen, dass wenn die Walze ein eingeschaltetes HR abschaltet, dieses wieder aktiviert wird.

    Verzeih bitte die ausführliche Beschreibung. Ist ein wenig meine Krankheit.

    Das weißt du sicher selbst.

    Die Walze ist von Heuss und hat wie beschrieben den Zweiebenen Schalter mit je 26 Kontakten angehängt.

    Der Schweller ist von Ahlborn mit einem 10 KOhm Poti, was nur ein Drittel der Umdrehung genutzt wird. Der AD-Wandler muß dementsprechend mit Referenzspannungen eingestellt werden. Amplitudenminimum Level dann in GO

    Die Schaltung ist ein Prototyp und erzeugt bezogen auf den verwendeten Drehschalter Impulse für Cresc. und Decresc. über Relais.

    Hier wird noch die Relaisansprechzeit genutzt um das Relais für die gespeicherten Register hinterherzuschalten und schaltet nicht einen General in GO sondern speichert die HR in der Orgel selbst. Ein Piston ist anschließbar, mit dem die Cresc.-Funktion von GO auf die interne Funktion über die Setzer umgeschaltet werden kann.