Posts by Rainscho

    Ich habe zunächst die Schleifen selbst beschrieben.

    Drawstops oder sog. Manubrien oder Registerzüge werden m.W. mit Magneten bewegt. Da sie leicht beweglich sind schalten die Magnete nur kurzzeitig.

    Andere Drawstops haben eine neutrale Mittelstellung. Werden sie kurz gezogen schaltet das Register ein. Bei Hineindrücken schaltet das Register an. Nach jeder Betätigung geht der Drawstops in die neutrale Lage zurück

    Gruß Rainer

    Es gibt im wesentlichen zwei Antriebe für die am meisten verwendete Schleiflade.

    Vor längerer Zeit kamen Zugmagnete zum Einsatz.

    Später verwendete man Schleifenzugmotore.


    Unterschied ist

    1) Magnete sind wegen der spontan einsetzenden Funktion laut und verbrauchen während der gesamten Zeit in der das Register aktiv ist viel Strom. Dazu kamen die festen Kombinationen mit Umschaltmagneten. Dadurch brauchte man schon ein halbes Kraftwerk

    2 Schleifenzugmotore haben eine Gewindestange als Achse. Wenn sich der Motoranker dreht wird das Gewinde verschoben und bewegt die Schleife. In beiden Endstellungen sind Abschaltet eingebaut und werden bei Aufbau der Orgel justiert. Die Motoren brauchen nur kurz bei An- oder Abschalten Strom. Durch die Übersetzung Umdrehung zu Zug benötigen sie weniger Leistung und entwickeln höhere Zugkraft auf die Schleife. Dazu Ziehen oder Abstossen der Register ist wesentlich leiser als mit Magneten

    Du schreibst, dass bei jeder Bewegung der Walze die HR neu gesetzt werden

    Das ist ok. Du musst nur dafür sorgen, dass das nach jeweilig erfolgter Walzenstufe geschieht.

    Ist aus meiner Sicht eine gute Methode, wenn die Walze mit Poti ausgestattet ist. Welchen Demultiplexer nutzt du?

    Das ist auch eine interessante Möglichkeit und mit einer zusätzlichen Hardware umgehst du die Umdefinierung in GO.

    Man muss dafür sorgen dass nur die eingeschalteten HR hinterher gesetzt werden. Auf keinen Fall dürfen ausgeschaltete HR beim hinterherschalten einen aktiven NoteOff -Befehl abgeben und damit von der Walze gesetzte Register abschalten. Es darf also nur geschehen, dass wenn die Walze ein eingeschaltetes HR abschaltet, dieses wieder aktiviert wird.

    Verzeih bitte die ausführliche Beschreibung. Ist ein wenig meine Krankheit.

    Das weißt du sicher selbst.

    Die Walze ist von Heuss und hat wie beschrieben den Zweiebenen Schalter mit je 26 Kontakten angehängt.

    Der Schweller ist von Ahlborn mit einem 10 KOhm Poti, was nur ein Drittel der Umdrehung genutzt wird. Der AD-Wandler muß dementsprechend mit Referenzspannungen eingestellt werden. Amplitudenminimum Level dann in GO

    Die Schaltung ist ein Prototyp und erzeugt bezogen auf den verwendeten Drehschalter Impulse für Cresc. und Decresc. über Relais.

    Hier wird noch die Relaisansprechzeit genutzt um das Relais für die gespeicherten Register hinterherzuschalten und schaltet nicht einen General in GO sondern speichert die HR in der Orgel selbst. Ein Piston ist anschließbar, mit dem die Cresc.-Funktion von GO auf die interne Funktion über die Setzer umgeschaltet werden kann.

    Gehört nicht direkt zur Modifizierung. Ist eine Anregung für den Spieltisch für alle, die keinen Touchscreen benutzen sondern Registerschalter, Tasten, Wippen oder Manubrien haben.

    Die Registerstreifen in Excel o.ä. auf Maß bringen. Dann Registerbezeichnungen einfügen und auf selbstklebendes Mattglanzpapier drucken. Eine selbstklebende durchsichtige Folie aufbringen.

    PVC-Streifen aus dem Bauhaus zuschneiden.

    Eine Bohrschablone mit Bohrbuchsen ausrichten und Löcher 2,5 mm in das Registerbrett bohren.

    In diese M3 Zylinderkopfschrauben mit Innensechskant eindrehen.

    Die PVC-Streifen werden mit der Schablone gebohrt und Registerstreifen zugeschnitten und aufgeklebt.

    Jetzt hat man für jede Orgel die auf die Schrauben leicht einlegbare Registerbeschriftungen und das Registerbrett ist nicht allzusehr verunstaltet.IMG_20200429_151140.jpg

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    Bild 1 die rechte Platte mit Schraube und Feder ist unterhalb der Achse in der linken Platte lose eingehängt Auf beiden Seiten sind PU

    U-Profile montiert, die unter Federspannung die Achse bremsen.

    Bild 2 etwas vergrößert die Beklemmung zu sehen

    Andere Bilder: Gummibelag, Poti, Poti Steuerung und Befestigungsbohrungen etc

    Super, optische Sensoren sind noch genauer in der Funktion. Drehrichtung ist einfacher zu detektieren als bei Verwendung von Poti und AD-Wandler.

    Auch für den Schweller kann ich dir Fotos senden. Ich habe noch einen zweiten von Ahlborn rumliegen. Dort sind auch Spannschrauben und Federn zum Bremsen eingebaut.

    Wenn du noch keinen Schweller hast kannst du den Ahlborn gerne haben. Evtl müsste die Gummiriffelung erneuert werden.

    Schwellerpoti ist integriert und einstellbar.

    Poti Einstellung für den AD-Wandler:

    Schweller offen = Abgriff des Potis an voller Spannung.

    Das Minimum kannst du in der ODF unter

    "Name=Enclosure x Man AmpMinimumLevel=xx" einstellen. Schweller offen wird davon nicht beeinflusst.

    Ein wenig Zeit brauche ich noch für die Fotos. Bin gerade unterwegs

    Das ist aus meiner früheren Berufszeit ein 26 poliger Schalter mit vergoldeten Kontakten. Die Rastfeder etc habe ich entfernt. Bei Betätigung werden jeweils immer zwei Kontakte überbrückt. Die Drehachse ist als Flachmaterial (ca 8 x 1,5 mm) ausgeführt. Um die Voreilung zu erreichen habe ich das Flachmaterial ein wenig zwischen den beiden Ebenen verdreht.

    Foto folgt in Kürze.

    Der jeweils voreilende Kontakt geht auf Data von einem Flipflop, der nacheilende auf Clock. So ist immer ein Kontakt jeder Schaltebene mit Data FF1 und Clock FF2 und umgekehrt.

    Man kann auch in die Stirnseite der Walze Stabmagnete einbringen und an der Lagerseite zwei Reedkontakte so dicht aneinander anbringen, dass der Magnet zuerst einen, dann beide und dann den zweiten anspricht.

    Über Schmitt-Trigger zwei Flip Flops angesteuert lässt sich die Drehrichtung definieren

    Reed1 an FF1 Data und FF2 Clock

    Reed2 an FF2 Data und FF1 Clock

    Über die Ausgänge der FFs wird via Relais oder Optokoppler das modifizierte Signal an Crescendopanel in GO "auf oder ab" gegeben und kurz darauf das Flipflop resetet. Ich kann gerne nach geeigneten Schalter suchen.

    Gruß Rainer