Posts by Rainscho

    Ich mach mich morgen ran und fotografiere die Walze. Meine Walze hat den Stift für die Anschläge im Holzklotz. In der Stirnseite der Walze ist eine Nut gefräst von ca 270° Winkel. Ist natürlich schwer selbst zu bauen. Zusätzlich mach ich noch eine Skizze.

    Ich habe an der Walze zwei Drehstufenschalter angebracht, die ein wenig gegeneinander verdreht sind. Dadurch gibt es in beiden Drehrichtungen jeweils einen voreilenden Kontakt. Eine Elektronik erkennt dadurch die Drehrichtung und sendet Impulse wie Sequenzer auf / ab, die die Auf und Abtasten des Crescendopanel steuern.

    Damit die Walze richtig funktioniert werden über die Elektronik bei Betätigen der Walze zuerst die eingestellten Register in ein General gespeichert. Bei jeder nun angesteuerten Walzenstufe (egal ob cresc. oder decresc) wird kurz darauf der General dazu geschaltet. Die Zeit zwischen der Ansteuerung einer Walzenstufe und dem Zuschalten des Generals ist einstellbar damit man es nicht hört aber von GO sicher verstanden wird.

    Das System funktioniert einwandfrei und hat den Vorteil, dass man die Walze im Crescendopanel von GO programmieren kann.

    Übrigens, ich bin Rainer. Und das "Sie" kann man weglassen

    Gruß Rainer

    Mach es doch wie meine Walze von Fa. Heuss

    Die Walzenachse (13 - 15mm Durchmesser) ist beidseitig in viereckigen Holzklötzen gelagert.

    Die sind geschlitzt und mit Schrauben versehen, die den Schlitz verengen können, je nachdem wie fest sie gedreht werden. Meine Walze ist schon jahrelang in Betrieb und musste bisher nicht nachgestellt werden. Die Holzklötze erlauben auch einen Stift von 10mm in der Stirnseite der Walze nahe am Außendurchmesser. Der stößt von vorn oder hinten an den Klotz und bestimmt die jeweilige Endlage der Drehung

    Gruß Rainer

    Die Elektronik für das Crescendo (Beitrag vom 18. März 2018) ohne destruktives Verhalten ist fertig, getestet und funktioniert.

    Zum Einrichten der Zeit, in der der General der jeweiligen Crescendo/Decrescendo-Stufe hinterher geschaltet wird, habe ich die Taktfrequenz der Schaltimpulsfolge zunächst so hoch eingestellt, bis sie von GO nicht mehr angenommen wird.

    Als nächstes die Frequenz so weit herabgesetzt, dass man das Hinzuschalten des Generals hört.

    Dann die mittlere Taktfrequenz zwischen den beiden Grenzwerten gewählt.

    Das System arbeitet seither fehlerfrei.


    Gruß aus Berlin

    Rainer

    Hallo lieber Michael,

    Toll, dass es wieder weiter geht. Unser geduldige Warten ist nebensächlich. Du (ihr) hattet die meiste Arbeit und habt für die gute Sache nicht aufgegeben. Herzlichen Dank dafür. Ich freu mich auf schöne Beiträge und Anregungen.

    LG Rainer

    Hallo liebe Orgelfans


    Hier folgen:


    Differenzschaltung
    Lochrasterplan
    Bestückungsplan
    Stückliste


    Mit jeweils R1 lässt sich die Verstärkung einstellen.
    Der Verstärkungsfaktor
    Verst = Vollaussteuerung(Endverstärker) / Ausgangsspannung Soundkarte
    wird zur Ermittlung von R1 in die Formel eingetragen
    R1 = 10 KOhm / Verst
    Die in der Stückliste errechneten Rauschabstände bezogen auf Vollaussteuerung des Verstärkern sind gerundet. Hinzu kommt ein geringes Rauschen durch die Widerstände, die aus diesem Grund relativ niederohmig und in Metallfilmausführung gewählt sind.


    Wenn eine Leiterplatte statt der Lochrasterplatte eingesetzt werden soll, bitte kontaktiert mich direkt. Auch bei anstehenden Fragen


    Eine doppelseitige Leiterplatte mit Lötstoplack kostet ca. € 18,-
    Auf Wunsch kann ich eine fertig bestückte und geprüfte Platine zusenden.


    Die Wiedergabe der Raumsignale ist von der Aufnahmetechnik der Samples abhängig


    Viel Spaß beim Basteln und Ausprobieren


    Viele Grüße aus Berlin Rainer

    Hallo, liebe Orgelfans


    Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Crescendo in GO und habe darüber mit crofelix einige Mails ausgetauscht. Herzlichen Dank Felix für deine Ausführungen und detaillierten Infos. Sehr innovativ und clever, deine Idee. Funzt prima.


    Ich stelle nun eine andere Möglichkeit für ein nicht destruktiv arbeitendes Crescendo/Decrescendo vor


    Für die MIDI-Steuerung der Walze habe ich eine Impulsschaltung für "auf und ab", entwickelt. Diese steuert die Auf- und Abtasten des Crescendopanels, sowie die Setzertaste und einen General.


    Wirkweise:
    * Bei Betätigen der Walze werden die bereits gezogenen Register im ersten Schritt in ein General abgespeichert.
    * Bei allen weiteren Schritten werden nach und nach die über das Crescendopanel gespeicherten Register zu- oder abgeschaltet. (Dabei würden bei GO gezogene Register beeinflusst)
    * Nach jedem Crescendo-Decrescendoschritt wird der General mit den gespeicherten Registern im Millisekundenbereich der aktuellen Crescendo/Decrescendostufe hinterhergesetzt und addiert. (Die gespeicherten Register sind wieder präsent)


    Die Folge:
    zuvor eingestellte Register bleiben im Crescendo/Decrescendo stehen.


    Vorteil aus meiner Sicht:
    * Keine Programmierung in einer cmb und Anpassung an Samples
    * Einmalige Hardware-Elektronik der Walzensteuerung. Eine Elektronik zum Ansteuern von MIDI ist ohnehin erforderlich.
    * Anschließend für jede Orgel nur eine Crescendo-Programmierung über das Crescendopanel nötig


    Vielleicht kann mir ein GO versiertes Mitglied Auskunft über die Schaltzeiten von Setzern im Programm von GO etwas sagen, damit ich elektronisch die Pulssteuerung der Walze darauf einstellen kann.


    Dann baue ich die Elektronik in meine Walze ein und teste sie. Theoretisch und am Computer funktioniert es gut. Das Hinterhersetzen des Generals muss sehr schnell erfolgen, damit man den Doppelvorgang nicht hört. Da aber jede Crescendo Stufe ohnehin klangliche Veränderungen zur Folge hat, ist der Vorgang evtl. auch bei etwas längeren Impulszeiten nicht im Einzelnen wahrnehmbar.


    Vom praktischen Ergebnis an meiner Orgel berichte ich im Forum



    Schönes Restwochenende und Gruß an alle
    Rainer

    Liebe Orgelfans


    Für Stereosamples oder zweikanalige Audioausgänge (z. B. bei vielen Laptops) kann ein kleines Modul helfen. Ich stelle hier eine elektronische Schaltung vor, die Hallanteile und Raumanteile aus dem Stereosignal für die Rearkanäle erzeugt. Ein bekanntes, in Vergessenheit geratenes Prinzip habe ich wieder aufgegriffen und in meiner Orgel installiert. Der Raumklang ist sehr gut.


    Das Prinzip
    Bei einer Stereoaufnahme gelangen linke und rechte Signale direkt in die Mikrofone. Aber auch verzögerte und phasenverschobene Reflektionen aus dem Raum. Bildet man nun die Differenz (Links minus rechts), erhält man für die direkten Signale den Wert "null". Übrig bleiben die Reflektionen und Raumanteile. Die Differenz wird auf einen Rearkanal geschaltet. Die gleiche Differenz wird um 180° phasenverschoben auf den zweiten Rearkanal geschaltet. Die Phasenverschiebung hat zwei Effekte.


    1. Die Wiedergabe auf den Rearkanälen wird nicht als Schallquelle wahrgenommen.
    2. Das Signal Links minus rechts um 180° verschoben entspricht dem Ergebnis rechts minus links


    Die Stereowiedergabe der Fontkanäle bleibt unverändert und enthält die direkten, sowie die reflektierten Signale


    Diesen Effekt nutze ich auch in meiner HiFi-Anlage


    Zur Schaltung
    verwendet werden rauscharme Operationsverstärker z. B. OP 27 oder andere im Dil 8 Gehäuse und relativ niederohmige Metallfilwiderstände, die ebenfalls das Rauschen minimieren. Als Stromversorgung reicht ein Steckernetzteil mit 25 bis 30 Volt Gleichspannung und 0,5 Ampere völlig aus. In der Schaltung sieht man links die Widerstände R1 und R2. Für Verstärkung = 1 setzt man dort 10 KOhm ein. Die Audioausgänge vieler PC's haben nur die halbe Signalspannung von HiFi-Verstärkern. Setzt man für R1 und R2 jeweils 5 KOhm ein, wird das Signal an HiFi-Verstärker angepasst. Die Widerstände 56 Ohm an den Ausgängen schützen die IC's vor Kurzschluss.


    Die Schaltung mit Versorgung und Pinbelegung der OP's ist in der angehängten Datei zu sehen. In Kürze stelle ich einen neuen Beitrag mit Layout und Bestückungsplan als Anhang ein. Gerne übersende ich die nötigen Daten (Gerberdaten, Bohrdaten, Lötstopmaske usw.) für eine Anfertigung der Leiterplatten bei Conrad Elektronik o. ä.
    Für einen fertigen Aufbau kontaktiert mich bitte.


    Weitere Schaltungsvorschläge (Umsetzung von Crescendo auf Impulse auf / ab, sowie für Registerwippen mit Steuerung oben = ab und unten = an individuell angepasst) folgen nach und nach.


    Viel Spaß beim Aufbauen und Probieren


    Gruss aus Berlin
    Rainer

    Stimmt. Pinkompatibel sind z B. OP 27 o. ä.
    Das Rauschen wird zum Teil auch durch relativ niederohmige hochwertige Metallfilwiderstände in der äußeren Beschaltung der OP's gemindert. Das Foto zeigt eine erste aufgebaute Platine, die gerade griffbereit war. In meiner Orgel sind an dieser Stelle OP 27 eingesetzt.


    LG Rainer

    Hallo Michael


    Als Versorgungsspannung ist ein einfaches Steckernetzteil von ca. 20 bis 30 Volt mit 0,5 Ampere völlig ausreichend.
    Die Spannung wird innerhalb der Schaltung auf symmetrische Versorgung der OP's aufgeteilt.


    Meines Wissens gab es vor sehr langer Zeit die Abzweigung vom Lautsprecher mit Kanaldifferenz von der Firma Isophon Lautsprecher in Berlin. Ist in Vergessenheit geraten. Die Umschaltung an einem Verstärker ist mir nur in der Form bekannt, dass man dem Stereosignal eine jeweils linke und rechte 180° Phasenverschiebung addiert hat. Dadurch entstand die Stereoüberbreite, die sehr räumlich Klang.


    Das Differenzsystem habe ich nicht erfunden, sondern nur in eine Schaltung mit OP's umgewandelt. Wie schon beschrieben, ist der Effekt sehr schön. Ich nutze das seit Jahren in meiner HiFi-Anlage und jetzt für meine Orgel.




    LG Rainer

    Hallo Martin


    Anbei noch ein Foto einer bestückten Platine der Differenzbildung. Rechts die Anschlussklemme der Versorgungsspannung. Auch mit einer Buchse eines Steckernetzteils möglich.
    Die Cinch-Buchsen von l. n. r.
    Rear-Ausgang, Front-Ausgang, Stereo-Eingang
    Platinengrösse 75 x 35 mm


    Gruss Rainer

    Hallo Martin


    Bei einer Stereoaufnahme gelangen direkte Signale von links in das linke und rechte Mikrofon zugleich und rechte in das rechte und linke Mikrofon ebenso. Einige linke Signale gelangen durch Reflektion und Umwege in das rechte Mikro. Rechte Signale gelangen ebenso über Umwege in das linke Mikrofon. Bildet man elektronisch die Differenz : links minus rechts und rechts minus links, ergeben die direkten Signale die Summe "null" und es bleiben für die hinteren Kanäle nur die über den Raum reflektierten Signale als Differenzergebnis übrig. Die Frontsignale beinhalten den Direktschall plus Raumanteil unverändert. Zum Einsatz kommen sehr schnelle Operationsverstärker, die analog die Differenz ohne Klangeinbuße herstellen können. Das Ergebnis ist für die meisten Aufnahmen, auch bei cd's in der HiFi-technik super. Klatschen des Publikums nach einem Konzert ist hinten und im Raum zu hören. Am besten funktioniert diese Differenzbildung bei Aufnahmen mit zwei Mikrofonen, die nicht soweit auseinander stehen.
    Bei einer Monoaufnhme ist die Differenz logisch "null" und es entstehen hinten keine Signale.
    Der Raumklang auch bei einem trockenen Sampleset mit Hall in Grandorgue oder ext. Hallgerät ist toll.
    Sorry, ein wenig ausführlich.


    LG aus Berlin Rainer