Posts by Georgy

    Einer dieser oben empfohlenen qikemall Mini PCs 1360p ist in unserem Orgelfreundeskreis z.Z. als Barebone übrig. (Ein Älterer kann nicht mehr spielen) 96 GB DDR5 RAM laufen ohne Biosänderungen einfach so und seit eineinhalb Jahren völlig stabil und störungsfrei.

    Äußerst energieeffizient. Erwärmt sich kaum. Erstaunlich niedriges Temperaturmanagement. Viel angenehmer und leiser als die vorherigen i9er. Gegenüber denen ca. doppelte Leistungsfähigkeit, Polyphonie ...etc.

    (Hauptwerk z.B. läuft ab 12. Generation Prozessoren SEHR viel schneller. Die Rechenleistung wird viel effizienter auf die Kerne verteilt)

    Kostete vor eineinhalb Jahren deutlich über 800 Euro.

    VB 450 Euro.

    Da wir viele von denen haben: 1. Jahr kostenloser Austausch, wenn was dran wäre.


    (Die sehr flapsige Bemerkung oben, für die ich mich nochmals entschuldigen möchte, hatte Gründe nach der "Waldformel" 😃. Wie's in den Wald hinein schallt.....

    Schwamm drüber)

    In der EU werden die Bürger nur dann um ihre Meinung gebeten, wenn es um unwichtigen Scheiß geht.

    Wenn es um Krieg, um Migration, um Meinungsfreiheit, um Digital-ID und Digitalgeld, um Aufrüstung, Verschuldung und dadurch enorm beschleunigter Inflation geht, interessiert die Meinung der Bürger nicht.

    Im Gegenteil, es werden sogar Petitionen ganz einfach nicht registriert.

    Ich bilde mir für jede Samplingorgel immer eine Crescendokette mit schönen abgestuften Registrierungen. Mobil dann ein Keyboard mit Expressioneingang. Oder Steuerung mit dem Lazer. Dann kann ich intuitiv und ohne jeglichen Registrierungsstress jede Phrase ein bisschen anders gestalten. Eine Spielart aus dem Bauch wie am Klavier/Flügel.

    Das zweite ist die Spielweise. Kadenzpunkte. kurzes Absetzen bzw. Entlasten - und wieder Neubeginnen. Starke, bewusste Phrasierung.


    Mit EQ kann man die dichtesten Frequenzbereiche schön etwas entzerren. Und es gibt weitere technische Methoden, um das Klangbild angenehmer und weniger maskiert zu bekommen.

    Herzliche Grüße

    Predigt und Unterricht taugen für mich dann, wenn sie den anderen befähigen, dem Gesagten auch zu widersprechen. Alles darunter bleibt bloße Unterweisung – die erzeugt vielleicht „Gewissheit“, aber selten einen reifen Glauben.

    Meine Mutter wurde von Ordensschwestern unterwiesen: kein Stück Haut zeigen, Sexualität allenfalls zum Kinderzeugen, besser noch Enthaltsamkeit, Dienen für Jesus und das Himmelreich. Das war keine bizarre Randerscheinung, sondern für eine ganze Generation flächendeckende religiöse Erziehung für Mädchen. Die Männer mit Segen in den Krieg.

    Später bin ich auf viele ähnliche Formen gestoßen – in anderen Religionen und ganz aktuell.

    Die selbstgewissen Varianten waren also da. Sie haben nicht getragen.

    Sehr viele streifen sie ab wie ein zu enges Korsett.

    Sehr geschlossen und kraftvoll gespielt, Haralder.

    Darf ich anmerken? Mir bleibt die Registrierung über längere Strecken etwas dicht und farblich ähnlich. Schon ganz kleine Abstufungen könnten viel bewirken – etwa an den größeren Einschnitten einmal eine Koppel oder eine tragende Grundstimme zurückzunehmen, vielleicht auch auf ein anderes Werk zu wechseln und das volle Klangbild stärker für den Schluss aufzusparen.

    Gerade bei einem solchen Sampleklang addieren sich mehrere gleichzeitige Grundstimmen, leichte Schwebungen und die Release-Fahnen schnell zu einer ziemlich geschlossenen Klangfläche. Ein paar kleine Entlastungen und etwas weniger Überbindung an einzelnen Kadenzpunkten würden die Linien vermutlich schon deutlich besser hervortreten lassen.

    Darüber hinaus gibt es auch einige technische Möglichkeiten, die klangliche Dichte und die gegenseitige Maskierung etwas zu verringern.

    Beste Grüße und weiterhin viel Freude

    Ich habe einige sehr berührende Lebensfeiern und Begräbnisse in Holland miterlebt. Außerordentlich persönlich, familiär bzw. humanistisch hochwertig gestaltet.

    Die Niederlande sind Deutschland in dieser Entwicklung eher voraus – vor allem bei Kirchenschließungen, Umnutzungen und nicht-kirchlichen Lebensfeiern.

    Dort ist die Entkirchlichung schon viel stärker im Alltag angekommen. Viele ehemalige Kirchen sind längst Bibliotheken, Wohnungen, Kulturorte, Buchhandlungen oder Veranstaltungsräume. Das wird dort oft pragmatischer behandelt als bei uns, wo Denkmalschutz, Dorfidentität, Kirchensteuerstrukturen und kirchliche Trägerschaften vieles länger bremsen.

    Auch bei Hochzeiten und Beerdigungen ist die Kirche in den Niederlanden viel weniger selbstverständlich als in Deutschland. Aber man sollte unterscheiden: Das heißt nicht automatisch, dass alle dann ausdrücklich „humanistisch“ feiern. Oft sind es einfach freie, persönliche, säkulare Feiern – mit Redner, Musik, Lebensrede, Bildern, Ritualen, aber ohne Kirche.

    Deutschland geht in dieselbe Richtung, nur ungleichmäßiger. In Ostdeutschland ist man bei säkularen Feiern teilweise längst ähnlich weit oder weiter. In West- und Süddeutschland halten sich kirchliche Restformen noch stärker. Insgesamt: Die Niederlande sind wohl weiter säkularisiert – Deutschland folgt, aber langsamer und regional sehr verschieden.

    Bei allen diesen Feiern spielte Musik eine große Rolle. Aber nicht Orgel oder Organisten.


    Was beobachtet ihr in dieser Hinsicht?

    Danke, Sylvia.

    Du hast diesen Hintergrund.

    Wir tauschen ja auch ausführlichere Aufnahmen aus.

    Schade, dass man die hier nicht reinstellen kann.

    (10 MB 😥. Selbst mit einer schnöden SMS kann man 100 MB als mp4 übermitteln. Das hier ist inzwischen Frühe Steinzeit. Lieber eine potentere Forensoftware mitzahlen - so als Vorschlag an dich, Michael Mikelectric 🙋)

    Bach richtet sich nicht nach meiner Stimmung.


    Das klingt erst mal ein bisschen schroff – aber Bach ist kein Wohlfühlkomponist. Einer Kantate ist es egal, in welcher Verfassung ich morgens den ersten Takt höre. Sie spiegelt mich nicht, sie widerspricht mir.


    Und genau darin liegt ihre Kraft: Sie bringt Struktur, wo innen vieles diffus ist – nicht, indem sie das Durcheinander wegschmeichelt, sondern indem sie etwas danebenstellt, das größer, klüger und stabiler ist als der Tag, an dem ich es höre.


    Ob es nun ein Weinen in verzweifelter Lage ist, das quälende Bewusstwerden von Schuld, ein Dank, der nichts beschönigt und doch das Schwere leichter trägt, ein wiegender Sechsachteltakt, der den Tod nicht beschwört, sondern in den Schlaf trägt, bis Sterben sich fast wie Einschlafen anfühlt – oder ein Jauchzen, das den Atem nach oben reißt: immer ist es eine Ordnung, die Schmerz und Trost nicht trennt, sondern beides aushält, ohne ins rein Gefühlige abzurutschen.


    So etwas passiert selten. Bei Bach regelmäßig. Und ja, das finde ich wunderbar.

    Im Eingangschor von BWV 127 legt Bach über den Hauptchoral noch andere Melodien: „Christe, du Lamm Gottes“ und wohl auch Anklänge an „O Haupt voll Blut und Wunden“. Mehrere Stimmen gleichzeitig – und keine drückt die andere weg. Die Tiefe entsteht genau durch dieses Übereinander.

    Spannend ist, wie das geht: Nicht indem alle gleich laut dasselbe brüllen, sondern jede Stimme hat ihren eigenen Platz und lässt die anderen trotzdem durchhören. Vielleicht wäre das auch in anderen Bereichen mal eine brauchbare Sache.


    39584_tonspur.mp3

    Ich notiere von hier in Greifswald aus mal ein paar Dinge, die im Programmheft nicht stehen:

    Jeden frühen Abend wird für den nächsten Tag die Bach-Kantate der Geistlichen Morgenmusik geprobt – und das ist offen zum Mitsingen. Die Vorsänger sind keine eingeflogenen Gäste, sondern kommen aus der Greifswalder Tradition, die sich über Jahre entwickelt hat.

    Und in den Reihen sitzen die Domgeistlichen und der Bischof – in kurzen Hosen – und singen einfach mit. Danach reden sie ganz normal mit den Leuten. Die Wortbeiträge bleiben kurz, eingängig und nicht zu geschraubt.

    Studierende und Schwerbehinderte können für 50 Euro ein Kombiticket für alle Veranstaltungen bekommen.

    Ich war in vielen Jahren an einigen der großen Bach-Orte und mag die auch. Aber mir fällt kein zweiter ein, wo so vieles so unkompliziert zusammenkommt.

    Dass so eine Bachwoche bei den heutigen Kulturhaushalten überhaupt noch existiert, ist übrigens nicht selbstverständlich. Ich komme nächstes Jahr wieder – und tue inzwischen das bisschen, was mir möglich ist.

    Pfingsten: das Fest der Bewegtheit.

    Es geht um diesen Moment, in dem plötzlich etwas in Gang kommt, das vorher festsaß wie Beton. Menschen, die den Mund nicht mehr aufkriegten, finden wieder Worte. Menschen, die sich verkrochen hatten, treten wieder heraus. Zwischen ihnen entsteht Resonanz – nicht geplant, nicht verabredet, sondern einfach so, wie ein Funke, der überspringt.

    Pfingsten steht für das Unverfügbare im Leben: für Kräfte, die man weder herstellen noch verwalten kann. Manchmal ist da plötzlich wieder frischer Wind. Eine Idee. Raum zwischen Menschen, die sich vorher zu nah oder zu fern waren. Innen wird etwas weit. Und zwischen Menschen löst sich, was klemmte.

    Ein Aufbruch, der sich nicht mit „weil es praktisch wäre“ erklären lässt – sondern eher dann kommt, wenn keiner ihn bestellt hat und man eigentlich nur noch die Decke über den Kopf ziehen wollte.


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    Wie erlebt ihr Pfingsten?

    Ich kaufe auch immer ein Auto für 8500 Euro und nach wenigen Jahren bleibt mir oft nur ein monatlich wechselnder Linglong-Reifen.

    Aber die Entsorgung im Stadtwald ist top – da wird aus deiner schönen Viscount bestimmt was überaus Wohlklingendes: ein, zwei richtig gute neu gewachsene Holzpfeifen. 😇

    Liebe Grüße

    Haralder:

    Solch ein Treffen hätte einen unschlagbar therapeutisch-mahnenden Wert: Gemeinsam 8500-Euro-Sweelinq-Abo-Gepiepse über den internen 150-Euro-Mini-PC und liebevoll zusammengestelltes Restaudio-Gerümpel zu hören.

    Und sobald man das Abo nicht mehr zahlt, kann man das edle Presspappen-Gehäuse wenigstens noch als günstigen Schuhschrank verwenden. 😇

    Die positive Haltung schätze ich echt.

    Gleichzeitig geht mir dieses „Alle sind meine Freunde“ ein bisschen zu flott. Ich habe im Sakralorgelforum, aber auch hier, Situationen miterlebt, die für die Beteiligten alles andere als harmlos waren.

    Nicht alles lässt sich im Rückblick einfach schön „befreunden“.

    Ich war im Sakralorgelforum kein einfacher User und bin dort am Ende klar rausgeflogen. Auch hier habe ich nicht wenige erfolgreich genervt.


    Im Rückblick war an meinem Ton einiges berechtigt zu kritisieren:

    Ich war oft sehr bestimmt und habe meine eigenen Maßstäbe mit einer Selbstverständlichkeit gesetzt, als hätte ich für Klangfragen mindestens das Gelbe vom Ei und für den Rest wenigstens die Hausordnung gleich mit erfunden.

    Daran lerne ich noch. Langsam. Sehr langsam.
    Hoffentlich noch bevor ich selbst zur Topfpflanze werde.