Posts by Haralder

    Im code sieht das irgendwie alles total simpel aus... Aber das täuscht vermutlich.

    Vielleicht könntest du dein Flatpak noch auf Flathub.org bringen, dann machst du auch noch Werbung und hast sogar eine gute Übersicht der Nutzer.

    Was mir beim Laden eines Sets auffällt, es ist im Vergleich zu GrandOrgue doch einiges langsamer. Vermutlich weil GrandOrgue einen Cache erzeugt der am Stück vermutlich schneller geladen ist als die ganzen Einzelteile. Schalte ich bei GO den Cache aus, dann ist es Vergleichbar. Vielleicht wäre das etwas worüber du später auch nachdenken kannst. Auf Wunsch könnte man sich einen Cache erstellen lassen, der dann schnell beim Start der Orgel geladen wird.

    Eine Funktion die ich bei GO nutze ist die Orgel via Midi zu wechseln. Das scheinst du noch nicht vorgesehen zu haben? Wäre aber natürlich ein gewisser Aufwand, da sich das Programm die bekannten Orgeln merken müsste und dann müsste man den Midi Befehl auch konfigurieren können etc.

    Aber wenn man verschiedene Orgeln spielt ist das schon nützlich.

    Wie sieht es eigentlich mit Orgeln aus die als .orgue verteilt werden? Beispiel die Orgeln von Lars Palo, die Demo Orgel oder auch die kommerzielle Silbermann von Prospectum. Diese .orgue Dateien sind quasi nur Zip Archive die dann die Samples und Definition wie gehabt enthalten und bei der INstallation einfach entpackt werden. Kann man auch von Hand, für den Laien aber vielleicht nicht nachvollziehbar.

    Eine Idee bei der Größe wäre die Doe Orgel als Vorbild nehmen https://www.orgelkids.nl/wp-content/upl…azinbalg_v2.pdf Dieses Modell hat einen recht simplen Magazinbalg. Wenn du dich einmal beim Orgelbauer meldest und freundlich anfragst, vielleicht würde er dir mit einer Zeichnung des kleinen Magazinbalges helfen? Fragen kostet nichts https://www.waldkircher-orgelbau.de/sonderinstrumente/uebersicht.html

    Davon abgesehen wäre bei der Orgel auch ein Balg Nachbau wie in einer Drehorgel eine Möglichkeit die bereits fertig ist. Anstatt Wind mit einem Gebläse zu erzeugen kannst du einen Motor den Balg pumpen lassen. Wäre akustisch wohl auch die beste Lösung https://bluemich.net/drehorgel/beij…-balganlage.pdf

    Schönes Projekt, Ich denke auch du wirst selbst bei so einer kleinen Orgel nicht um einen Magazinbalg herumkommen. Selbst kleinste Schwankungen hörst du. Bei Zugenpfeifen wäre das vermutlich noch hinnehmbar bei der Größe.

    Vielleicht wäre bei so einer speziellen Sache die Frage in einem der Hausorgelbau Foren sinnvoll. Da wird es vermutlich gerade bei so Problemen und Fragen mehr Expertise gaben als hier. Gerade Windversorgung ist ja auch ein sehr komplexes Gebiet. Halte uns bitte auf dem laufenden!

    Georgy Eine Frage da du dich scheinbar mit Pianoteq auskennst. Man kann dort ja scheinbar so gut wie alle Parameter verändern. Ich hatte mit einem Pianisten vor Monaten einmal ein Klavier umgestimmt, also nicht komplett sondern er wollte Quinten haben. Die meisten Töne haben ja mehrere Saiten. Er hat also z.B beim Ton a die zweite Saite auf ein e gestimmt. Somit erklangen dann beim spielen des Ton a eine Quinte. Dies war klanglich sehr spannend.

    Meine Frage, kann man so etwas auch in Pianoteq umsetzen?

    Über die Jahre bin ich weg gekommen von immer noch mehr Möglichkeiten und immer mehr Audio-Kanälen und Lautsprechern.

    Das geht wohl vielen so. Anfangs habe ich auch vieles probiert, gebastelt, gebaut und so weiter. Jetzt ist alles da und ich will ein Setup welches so wenig Aufmerksamkeit verlangt wie irgendwie möglich. Ich will den Schalter drücken und einfach spielen und nicht experimentieren. Ich habe meine drei oder vier Sets die ich spiele und gut. Der Rest ist mir egal und ich nutze die Zeit lieber zum üben/spielen. Als System habe ich inzwischen sogar ein Fedora Silverblue also einem unveränderlichen System welches Updates als Abbilder bekommt und es sicher immer laufen wird. Das spielt automatisch immer Updates ein, die Orgelsoftware läuft abgeschottet in einer Toolbox und braucht auch keine Aufmerksamkeit. Es ist also Monate her dass ich irgendeine Verbindung zu dem System aufgenommen habe (VNC/SSH), trotzdem weiß ich das alles aktuell ist und auch in fünf Jahren noch aktuell sein wird und funktioniert wie heute... Die Lust mich mehr als notwendig mit Technik zu befassen ist nicht mehr da. Man wird eben erwachsen :)

    Müssen die Samplesets eigentlich direkt auf einer SSD installiert sein? Bei vielen installierten Sets habe ich die ja aus Kostengründen auf einer großen HDD und der Player lädt das gewählte Set in den RAM. Kann Rusty Pipes ein gewähltes Set auch von der HDD in die SSD laden bevor es gespielt wird?

    Die Daten werden von dort geladen wo sie liegen. Liegen sie auf der SSD dann werden sie von dort geladen oder gestreamt, liegen sie auf der HDD dann eben von dort. Bei der HDD müsstest du dann einen entsprechenden Preload Puffer wählen damit die langsame Platte genug Zeit hat die Daten zu laden. Zum Verständnis: Rustypipes lädt die Samples zu einem bestimmten Teil in den Ram. Wird ein Ton gespielt dann lädt dieser von dem Datenträger während aber bereits der Preload im Ram startet zu spielen. Das sind wohl ein paar Milisekunden pro Sample, kann aber auch deutlich mehr sein bei einem größeren Preload wert. Somit hat der Datenträger zeit die Daten zu liefern, da selbst schnellste Datenträger eine gewisse Latenz besitzen.

    Hoffe das war richtig erklärt.

    Was ich natürlich nicht weiß ist wie das Programm eigentlich mit verschiedenen Samples pro Ton umgeht, ob dann immer die gleichen genutzt werden oder wie das GO/HW machen abhängig von der Situation verschiedene Ansprachen nutzt die vorhanden sind. Wobei ich es mir nicht so sehr trivial vorstelle zu erahnen ob nun ein kurzes Samples oder langes besser ist... Wir vermutlich eine Art Lottospiel sein. Vielleicht würde da Dividebysandwich etwas sagen.

    Kann sein, dass da inzwischen Fortschritte gemacht wurden, aber ich brauche eben keine weitere kommerzielle Orgelsoftware.

    Teste es doch einfach einmal. Vor wenigen Stunden ist Version 3 erschienen und seit einigen Monaten ist die Grundfassung mit einer monatlichen Orgel kostenfrei. Du kannst also einen jeden Monat rotierende Orgel ohne Einschränkungen dauerhaft spielen. Willst du freie Wahl dann kostet es. Es gibt sogar ein teureres Abo mit 96kHz HD Audio, aber da wird wohl auch wieder viel Homöopathie und Glaube dabei sein zu einem wohl hohen Preis.

    Was ich wohl noch angehen werde ist ein extra Programm für den Spieltisch. Da Rusty Pipes per REST steuerbar ist, kann ich relativ leicht komplett separate Software entwickeln die dann das ziehen von Registern per Touch erlaubt. Irgendwann möchte ich auch eine VST-Version machen, und die Windows-Version könnte ASIO-support vertragen. Und vielleicht finden sich auch Freiwillige die da mitarbeiten wollen.

    Wie wäre es mit eine App für Android, dann könnte man sein Tablet unkompliziert nutzen als Display. Man könnte natürlich auch eine Webseite irgendwo hosten die eine Webapp beinhaltet wo man noch die IP seines Gerätes angibt und dann Informationen dahin gesendet werden. Eine Webapp wäre meine Wahl, da es flexibel ist und überall läuft wo ein Browser verfügbar ist. Man wird nur mit Rust nicht weit kommen dabei.

    Hauptwerk ist wirklich mit der Zeit "gewachsen"... das XML ist wirklich ein Graus und die Versuche diese teilweise riesigen Monster-XMLs mit Single-Letter-Elementen wie <a> und <o> irgendwie kleiner zu machen hat mich schon etwas zum schmunzeln gebracht. Da ist halt viel Lavaflow involviert.

    Ich denke mir einfach Hauptwerk steckt hier in der Zwickmühle. Zum einen sollen neue Optionen möglich sein, zum anderen darf dadurch aber auch bestehendes nicht kaputt gehen. Nutzer sowie Entwickler wären gleichermaßen frustriert wenn plötzlich ihre Sets nach einem Update unbrauchbar sind. Dann muss man eben um bestehendes herum neues bauen. Am Ende ist es eine Sammlung von viel Unrat... Das erinnert mich an die Blicke in Kirchen hinter Altäre. Da wurde über Jahrhunderte auch etwas zusammengenagelt was Vorne gute aussieht, aber kein Statiker mehr seriös sagen kann wie und warum das noch nicht in sich zusammengefallen ist :evil:

    Ich will nicht jedes Feature von Hauptwerk oder GrandOrgue nachbauen. So hat mich z.b. die ganze Schalterlogik nicht wirklich interessiert

    Für mich als Spieler ist nur interessant zu wissen welches Register gehört zu welchem Werk und dann will ich natürlich das ganze einem Midi Input zuweisen. Der Rest ist für mich in der Tat auch unbedeutend. Setzer und co realisiere ich ohnehin mit meinem eigenen Display und oder dem Setzer der Software. Die Zuordnung der Register zu den Manualen ist ja ohnehin durch die Koppeln schon flexibel und bei mechanischen Orgel wurde teilweise viel Aufwand betrieben um diese mechanisch beliebig einem Manual zuteilen zu können. Also Flexibilität ist bei Orgeln durchaus ein Ziel, scheiterte am mechanischen Instrument meist aber dann wohl am Geld und oder den Möglichkeiten. Digitale Spieltische an vielen Orgeln sind ja absolut flexibel und man kann alles beliebig zuordnen.

    Ich hatte übrigens schon einmal eine Aufnahme mit RustyPipes gemacht mit der Kassel Niederwehren im Streaming Modus mit einer alten 2.5" HDD, also etwas erschwerte Bedingungen, aber es lief mit moderater Registrierung auch in diesem Szenario. Mit größerem Puffer könnte es wohl selbst mit großen Sets von einer HDD mit moderaten Ram Verbrauch gehen.

    Die Aufnahme stammt aus einer sehr frühen Version und spiegelt nicht unbedingt den heutigen Stand:

    rustyrecord.mp3


    Leider scheint da GrandOrgue aufgrund seiner Historie in seiner Softwarearchitektur zu verbaut zu sein, als dass man dort so tiefgreifende Änderungen noch mit vertretbarem Aufwand unterbringen könnte.

    Ich vermute für Hauptwerk wird dies wohl grundsätzlich auch zutreffen. Das einzige kommerzielle VPO welches ich in Zukunft sehe ist eigentlich Sweelinq, evtl. auch OrganTEQ (aber das ist ein anderes Thema). Es hat eine neue Codebasis, der Entwickler kommt aus dem Orgelbau und bietet eben ein attraktives Abo an, welches immer mehr schöne Instrumente enthält. Hauptwerk lebt eben noch von seinem Ruf und der Unterstützung externer Anbieter von Sets. Ob Hauptwerk Klanglich nun wirklich überlegen ist, oder man es sich nur einbildet weil man viel Geld dafür bezahlt (Placebo) sei jetzt einmal dahingestellt. Die meisten wollen wohl einfach nur etwas das wie Orgel klingt zu hause spielen, denen ist es egal ob es realistisch klingt.

    Schaue dir am besten mal die Videos von Lars Palo hier an zum Thema Samplesets erstellen. Vor allem das Video Pipe Testing wird wohl für dich sein

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    So weit ich es in Erinnerung habe kann man wohl mit GoODF ( https://github.com/GrandOrgue/GoOdf ) seine Sets auch vor hören. Aber ich bin da absolut kein Experte.

    EDIT

    Das Forum unterschlägt die Playlist... daher hier noch einmal

    Code
    https://www.youtube.com/watch?v=gAkfjvZT6NI&list=PLNz9AJhjubTeNvf379NlcJc5gWlhr8Hc6

    Inzwischen gibt es auch eine Aufnahme Funktion als Audio sowie Midi, zusätzlich wurde auf Wunsch die Steuerung der Register über Midi umgesetzt. Zukünftig soll die Software auch über eine Webschnittstelle ausgelesen und gesteuert werden können.

    In the meantime, there is also a recording function for audio as well as MIDI. Additionally, at the request of users, the control of the stops via MIDI has been implemented. In the future, the software is also intended to be able to be read out and controlled via a web interface.

    What's changed

    • Organ Stops can now be controlled via MIDI events
    • MIDI control mappings are saved to a json file
    • MIDI Record function added
    • Audio Record function added

    Als kleiner Hinweis eines interessanten Projektes, vor allem der Ansatz die aktuelle Technischen Möglichkeiten zu nutzen und die Samples zu streamen statt im Ram zu halten ist eine schöne Idee (wie ich auch schon oft vorgeschlagen habe), GO Sets sind spielbar, HW Sets sollen experimentell funktionieren (nicht getestet). Ich habe einige Sets probiert und es funktioniert. Es ist aber noch sehr rudimentär, aber die Codebasis ist schlank und sauber. Schau es einfach mal an, testen kostet nichts.

    GitHub - dividebysandwich/rusty-pipes: A sample-based, MIDI-controlled virtual pipe organ instrument compatible with GrandOrgue and Hauptwerk sample sets
    A sample-based, MIDI-controlled virtual pipe organ instrument compatible with GrandOrgue and Hauptwerk sample sets - dividebysandwich/rusty-pipes
    github.com
    Quote

    Rusty Pipes is a digital organ instrument compatible with GrandOrgue sample sets. It features both graphical and text-based user interface, can be controlled via MIDI and play back MIDI files. Rusty Pipes can stream samples from disk instead of load them into RAM, though a RAM precache mode similar to GrandOrgue and Hauptwerk is available too.

    Features

    • GrandOrgue Sample Set support
    • Hauptwerk Sample Set support (Experimental)
    • Streaming-based sample playback
    • RAM based sample playback (optional)
    • Tremulant (synthesized)
    • Extremely low memory requirements (in streaming mode)
    • Polyphony limited only by CPU power
    • MIDI controlled
    • Multiple MIDI input device support with flexible channel mapping
    • On-the-fly configurable MIDI channel mapping
    • MIDI mappings can be quickly saved into one of 10 slots and recalled
    • MIDI mappings are saved to disk for each organ (by name)
    • MIDI file playback
    • Graphical and text mode (TUI) user interface

    Missing features / Limitations / Known Issues

    • Streaming mode will not work well on HDDs or slow SSDs (use precaching in such cases)
    • No support for split manuals and switches
    • Does not work as a plugin in DAWs
    • No support for percussive sound effects

    Contributions to add the above or other features are welcome!

    Achte auch darauf dass die verlustfreie Komprimierung eingeschaltet ist, dann passt die Friesach eigentlich bei 16 GB Ram ganz gut.

    Betreffend dem Speicherlimit würde ich nicht unbegrenzt eingeben. Dein System sollte nicht anfangen auszulagern, zum einen wird sich das negativ auf die Performance auswirken, zum anderen mag das deine SSD nicht, da die Schreibzugriffe begrenzt sind. Wenn du dort mit Auslagerung täglich hunderte GB schreibst, sinkt die Lebenserwartung schon merklich.

    Stattdessen stelle beim Limit einen sicheren Wert ein, der ohne Auslagern gehalten werden kann. Also Gesamtram minus Ram der fest vom System belegt wird. Beispiel: Mein Linux System benötigt ohne GrandOrgue sauber gestartet 500 Mb Ram. Ich habe 16 GB. Also ist mein Speicherlimit mit Sicherheitsnetz 15 GB. Wenn das dann nicht mehr passt, dann ist klar, mehr Ram muss her und das ist die beste Möglichkeit.

    Das ist natürlich nur meine Meinung und Art wie ich es mache. Es darf natürlich jeder anders machen.