Posts by Haralder

    Zumindest bei uns in der Markkirche muss man sich da keine Gedanken machen. Bei der Brachialen Akustik kannst du quasi alles auf dem Pedal spielen. Man hört es kaum wenn man mal einen Ton daneben liegt. Bei einer sauberen und trockenen Akustik ist es natürlich tödlich

    Ich werde es diesen Winter einmal mit (achtung, nicht Lachen) Balettschuhe probieren. Die sind ja quasi nur ein Stofflappen, mit Hose drüber sieht man von weiten aber nicht dass man quasi Barfuß ist :)

    Der Beitrag ist zwar schon älter, ich würde aber gerne einmal meine Erfahrungen zu der Schuhdebatte beitragen :)


    Ich selbst spiele am liebsten ohne Schuhe, ganz einfach weil ich finde die Füße sind so von Natur aus am beweglichsten. Nebenbei kann man seinen Tastsinn auch nutzen und so auch mal Dinge machen die mit Schuhen eher schwierig sind. Aber vor allem im Winter braucht man in der kalten Kirche aber neben kalten Finger nicht auch noch kalte Füße. Für diese Zeit habe ich ganz einfache "Spitze Herrenschuhe" mit Absatz. Die sind zwar nicht so sehr bequem wie ein Turnschuh, aber man hat eine höhere Trefferquote :)


    Allgemein denke ich aber das viele Orgelspieler die Tatsache das man an der Orgel "Orgelschuhe" tragen soll/muss falsch interpretiert. Damit ist ja nicht wie die meisten denken ein spezieller Schuh gemeint, sondern ein "nicht Straßenschuh". Wenn man gerade über den Kiesweg gelaufen ist und noch Steinchen in der Sohle hat, dann ist es für das Holz nicht sonderlich gut, genau so wenig will jemand einen Hundhaufen oder irgendwas derartiges am Pedal kleben haben. Mit Orgelschuhen ist es in meinen Augen also eher wie mit Sportschuhen zu sehen. Diese werden auch nur in der Sporthalle benutzt und nicht draußen.


    Ob man nun natürlich Barfuß oder in Socken je nach Gegebenheiten vor Ort Barfuß vor der Gemeinde sitzen möchte bleibt jedem selbst überlassen, auf die Spongebob Socken würde ich aber doch eher verzichten. Wobei der Musiker wohl auch im Gegensatz zum Pfarrer/Prieser da mehr Spielraum hat :)

    Meine potenziellen Erben könnten mit Samplesets gar nichts anfangen. Wenn die wüssten (ich sag's aber nicht ;) ) wieviel Geld ich dafür rausgehauen habe

    Es wird wohl genau so sein wie mit elektrischer Orgel und Harmonium. Ein Relikt an dem der Opa mal gespielt hatte, aber keiner mehr etwas damit anfangen kann, außerdem ist es klanglich auch doof in 50 Jahren :)

    Wie verhält es sich wohl bei APPs mit dem Vererben?

    Naja da können Juristen wohl ewig drüber streiten. In der Realität wird sich wohl keiner für die Daten und die Rechte interessieren wenn der ursprüngliche Käufer verstorben ist und sich keine in seinen Rechten gestört fühlt. Zumindest hat sich bei mir noch nie ein Käufer für irgendwas gemeldet nach dem Motto "Hey, ich bin gestern gestorben, lösche mal meine Lizenzen". Und die Angehörigen wären auch schön doof wenn sie es tun würden, so lange keine Kosten für diese entstehen :)

    Weiterhin ist es persönliches Eigentum und nicht gemietet, somit ist die Veräußerung immer erlaubt und möglich.


    Naja, du hast ja kein Eigentum erworben an einem Set, sondern die persönlichen Nutzungsrechte. Du kannst ja auch kein Netflix abschließen und dann die Filme runterladen für den weiterverkauft nur weil du das Recht erworben hast die Daten zu nutzen für einen bestimmten Zeitpunkt.


    Aber nehmen wir einmal an ein Verkauf wäre möglich, spätestens wenn ich das Set nutze zum Aufnahmen zu veröffentlichen, dann wird es wohl schwierig. Der Verkäufer hat dies höchstens den Käufer gestattet. Dieses Recht kann man nicht so einfach übertragen.


    Ein weiterer Punkt, wenn die Ersteller kein Geld mehr verdienen, weil lieber gebraucht gekauft wird, wie lange wird es dann wohl noch gute Sample geben? Oder alternativ wird es ein drm geben über das sich alle ärgern werden.

    vor allem, wenn die Register im Takt gezogen und abgestoßen werden müssen.

    Ich finde so etwas an mechanischen Orgeln immer schwierig während des Spiels die Registrierung zu verändern. Klar mal ein Register dazu nehmen oder entfernen geht meist noch aber man kommt schnell dabei aus dem Konzept. Ich versuche die Registrierung auf mehreren Manualen so zu schaffen das ich dann nichts mehr ändern muss während eines Stücks. Davon abgesehen hätte ich auch keinen oder mehrere die sich um die Registrierung kümmern könnten während ich spiele.


    So was spielt man am besten auf elektrischen Orgeln die entsprechende Spielhilfen zum registrieren bieten. Einen kleinen Knopf am Pedal oder unter den Manualen kann man nebenbei schnell mal drücken um die gewünschte Registrierung aufzurufen.


    Faszinierend finde ich es trotzdem wie einige Orgelspieler nebenbei mal routiniert die komplette Orgel umregistrieren während sie ungestört weiterspielen und es nicht auffällt. Wobei es sich dabei vermutlich auch um Stücke handelt die so aufgebaut sind das die Registrierung geändert werden kann während das Stück weitergeht. Zumindest baue ich meine eigenen Stücke so auf das ich mir dort die Zeit einbaue die ich brauche bei Bedarf etwas zu verändern und dann eben die passende Hand gerade frei habe. Das funktioniert dann aber auch nur wenn ich die Orgel kenne und auf diese eben anpasse.

    So was ist aber wirklich Wahnsinn. Selbst bei einer kleinen Orgel mit 30 Register ergeben sich ja mehr Kombinationen als man jemals spielen kann. Es ist ohnehin nicht immer einfach einen Klang den man sich vorstellt auch zu registrieren. Ich denke auch einmal bei 300 Register, da verstellt man beim spielen nichts mehr. Wenn man dort anfängt den Prinzipal 16" zu suchen, dann hat man schon verloren. So was geht vermutlich nur mit Spielhilfen wie Speicher und ähnliches. Davon abgesehen frage ich mich ob man die oberen Manuale wirklich längere Zeit sinnvoll spielen kann ohne danach einen Ergotherapeuten zu buchen.


    Ach so, wenn es um die Pflege, Wartung und das Stimmen der Orgel geht, dann spätestens bin ich raus :) So ein Instrument beschäftigt vermutlich dutzende Fachleute in Vollzeit.

    und hier das gleiche für die Liebhaber etwas größerer Orgeln :-)

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    Ich frage mich wie lange man braucht so eine Orgel zu beherrschen. Natürlich das spielen ist das selbe wie auf jeder anderen auch, aber bei mir würde es vermutlich so enden "Liebe Gemeinde, vor Strophe 2 des Liedes gehen Sie doch bitte einen Kaffee trinken oder eine Rauchen, ich brauche etwa 30 Minuten die Register zu finden" :)

    Ich finde es immer schön auch Moderne Stücke an der Orgel zu hören. Es ist nur schwer allgemein gültige Interpretationen für eine Orgel zu fassen, weil es eben nicht "Die Orgel" gibt. Ich denke mir die klanglichen Unterschiede machen es so selten das man Moderne Stücke öfter hört. Während sich ein Modernes Stück an Orgel A gut anhört, kann es an Orgel B total mies klingen.


    Ich selbst schreibe ja auch gerne Stücke, auch auf Grundlage moderner Ideen und Vorlagen, aber ich bevorzuge Orgeln die nicht Romantisch sind, dafür schreibe ich dann. Wenn ich diese Stücke dann auf unseren echten romantischen Orgeln spiele, dann hört es sich falsch an. Zugegeben der 08 15 Pop taugt wohl für die Orgel eher weniger. Aber viele gut ausgearbeitete Stücke auch vor allem aus den 80er und 90er funktionieren sehr gut. Ein Eye of the Tiger auf einer großen Orgel ist fantastisch. Genau so gut funktioniert meiner Meinung und Erfahrung nach Filmmusik wunderbar, aber auch Musik aus Videospiele.


    Tendenziell ist meiner Erfahrung nach weniger das Problem dass es nicht möglich wäre, sondern viel mehr das eingefleischte Kantoren alles was Pop auch nur im entferntesten ähnelt eher kritisch sehen. Vermutlich auch primär weil im Pop Dinge fester Bestandteil sind, welche im klassischen Orgelspiel verboten sind.