Posts by Niederrheiner

    Die Kraft-Wegdiagramme haben schon eine sehr grobe Auflösung. Ist auch die Frage, ob die alle mit gleicher Geschwindigkeit etc. gemessen wurde. Leider findet man nirgendwo etwas zur Messmethode.


    Ggf. bekomme ich da demnächst mehr Informationen.

    zu 1.: Neben dem UHT-System gibt es wohl auch noch zwei unterschiedliche Systeme von Heuss. Da gibt es in den Tiefen der Homepage irgendwelche Infos zu. Dürfte preislich aber ähnlich sein wie UHT. Bin aktuell in Kontakt mit Heuss, um mal Tasten bezüglich des Druckpunktes durchzumessen. Aktuell habe ich gerade einen Studenten, der eine Messvorrichtung konzipiert und die wollen wir daran testen und sehen, ob die funktioniert.


    Zu Hause habe ich eine alte Gloria mit UHT-Tastaturen, die ist jetzt mehr als 15 Jahre alt, der Druckpunkt ist perfekt und absolut keinerlei Verschleiß erkennbar. Aktuell wir die ca. 10 Stunden/Woche gespielt, der Vorbesitzer war wohl auch sehr eifrig dran. Auslöser für den Wunsch nach UHT war ein Probedrücken bei Noorlander im direkten Vergleich zu FATAR. Danach kam für mich nur noch UHT in Frage, habe aber inzwischen gelernt, dass Heuss da auch ziemlich gute Sachen haben soll.


    Bei Fatar wird der Druckpunkt schnell ungleichmäßig, da dieser über Kunststoffmatten erzeugt wird. Kunststoff verändert über der Zeit und abhängig von der Belastungshistorie seine Eigenschaften. Viel gespielte Tasten "leiern" mehr aus als selten gespielte. Dann wird der Anschlag wohl auch ungleichmäßig.


    Wenn jemand in der Nähe von Krefeld eine ausgelutschte FATAR-Tastatur hat, würde ich den Effekt auch mal gerne messen, wenn die Vorrichtung fertig ist.

    Quote

    Original geschrieben von mike


    So ein "kostenloses" iPad hätte ich auch gerne mal... :-D
    Wie groß ist denn der Bildschirm dieser Geräte (Diagonale und Auflösung) und welche Samplesets kannst Du darauf noch gut bedienen?


    Ja die "kostenlosen" iPads:


    Eins hat meine Mutter, die jetzt nur noch ein iPhone benutzt. Das iPad gefällt ihr nicht mehr, da darauf kein WhatsApp läuft. (meine Mutter ist 86 Jahre alt, da läuft eben nichts mehr ohne WhatsApp).


    Das zweite haben wir 2011 gekauft, um unseren Hauskauf mit Besichtigungen, Mails etc. unterwegs zu organisieren. Meiner Frau ist das inzwischen zu langsam, die hat seit einem halben Jahr so ein Windows-Notebook mit als Tablet abnehmbaren Bildschirm.


    Das dritte ist von unserem Sohn, etwa von 2012 und wird aufgrund vieler anderer elektronischer Geräte auch nicht mehr benutzt.


    Bildschirmdiagonale ist um die 9 Zoll, die neueren sind etwas größer, aber die sind wohl noch nirgendwo "übrig".


    Der Rest wurde ja schon beantwortet.


    Ggf. ist das ja auch eine blöde Idee, wollte es nur mal zur Diskussion stellen.


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo zusammen,


    ich habe gerade die Software Duet Display (https://itunes.apple.com/de/ap…-display/id935754064?mt=8) bzw. YAM Display (http://www.yamdisplay.com) im iOS Store entdeckt.


    Damit kann man einen MAC (PC geht wohl auch) über ein iPAD (iPhone geht auch) steuern.
    Ist das nicht eine einfache Alternative für HW, vor allem, wenn man sowieso ein solches Gerät hat?


    Man stellt den PC irgendwo hin und steuert mit dem iPAD den GO/HW Rechner.
    Das ganze geht sogar drahtlos über WLAN.


    Ggf. ist das ja alles bekannt und nur ich bin überrascht, wie einfach das geht.


    Viele Grüße



    Michael

    Danke für die Info.


    An den Händler hatte ich auch schon mal gedacht, ein Service-Techniker wird allerdings etwas Geld kosten und ich würde die Sache auch gerne selber verstehen / lösen. Ggf. erklärt er mir ja, wie ich das machen kann.


    Zur Zeit habe ich an der Orgel leider keinerlei Ergänzungen angeschlossen und auch keinen Rechner.


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo zusammen,


    ich habe seit ein paar Jahren eine alte Kisselbach / Johannus Gloria Excellent 238 mit Silbermann Samples, ich schätze so von 2003 oder ähnlich.


    Die Orgel ist zweimanualig und ich bin sehr zufrieden damit.


    Nun empfinde ich, dass die Töne inzwischen mit Verzögerung wiedergegeben werden. Dies fällt mir vor allem bei schnellem Spiel auf. Es ist unabhängig davon, ob ich nur ein Register oder ganz viele gezogen habe.


    Zunächst habe ich gedacht, dass das daran liegt, dass ich sehr wenig gespielt habe, ein anderer Organist, der sehr regelmäßig übt und technisch gut drauf ist, hat das jetzt aber bestätigt.


    Kann das an der Hardware der Tastatur liegen (ich habe mal gelesen, dass man den Druckpunkt im Verhältnis zu den Kontakten bei UHT verstellen kann), oder ist der Fehler eher in der Elektrik / Elektronik zu suchen.


    Was sind hier die Ratschläge, Analysen und Empfehlungen?


    Bin für jeden zielführenden Kommentar dankbar.


    Viele Grüße


    Michael

    Wenn man Schüler oder Student ist, bekommt man von den vollwertigen CAD Programen wie Autodesk Inventor oder SolidWorks kostenlos den Download der Software. Die einzige Einschränkung ist der Ausschluss der kommerziellen Nutzung und ein Wasserzeichen in jedem Zeichnungsausdruck.


    Diese Angebote sind viel zu wenig bekannt. Ggf. ist die betreffende Person ja berechtigt. Verlangt wird bei Studierenden zumeist eine Hochschul-E-Mail Adresse, wie das genau bei Schülern geht weiß ich nicht, wahrscheinlich eine Bescheinigung der Schule.


    SolidWorks und Inventor sind sehr professionelle CAD Programme, die auch einiges an Tutorien zum Selbstlernen bieten.


    Wenn man sich ggf. an einer Hochschule auch noch als Studierender einschreibt, kann man ggf. auch noch einen "kostenlosen" CAD-Kurs bekommen.


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo Matthias,


    ich war mal bei Noorlander und habe verschiedene Spieltische ausprobiert.
    Die Holzverarbeitung ist Geschmackssache. Aus meiner Sicht sind die Dinger durchdacht und da er in relativ großen Stückzahlen baut letztlich auch nicht überteuert. Er wird aufgrund der Abnahmemengen bei den Klaviaturen und anderen Komponenten sehr gute Einkaufspreise haben.


    Er verbaut Fatar-Klaviaturen, wenn man damit zufrieden ist, sicher O.K.
    Auf mich machte er einen sympathischen, kompetenten und typisch niederländisch unkomplizierten Eindruck.


    Ich habe mir letztlich aus Kostengründen eine gebrauchte DO mit UHT-Tastaturen gekauft, da mir das besonders wichtig war.


    Man kann sich aber auch zu vertretbaren Kosten individuell einen Spieltisch anfertigen lassen. Ich hatte da einen sehr interessanten Kontakt als Alternative, der mir sehr seriös und gut erschien.


    Wenn du mir eine PN schickst, leite ich deine Adresse gerne dahin weiter, ggf. liest er hier aber auch mit.


    Viele Grüße



    Michael

    Noch drei Punkte:


    1. Über den Inhalt deines Patentes spekuliere ich nicht, das ist irgendwie ein unseriöses Spiel, jemanden zu unbedachten Äußerungen zu verlocken.


    2. 18 Monate nach Anmeldung wird deine Idee normalerweise automatisch vom Patentamt offengelegt. Ich weiß nicht genau welche, aber es soll da ein paar schmutzige Tricks geben, das etwas zu unterlaufen, ist aber schwierig und geht nicht wirklich für einen längeren Zeitraum.


    3. Die Länderfrage ist immer komplex. Die Frage ist, wo z.B. Klaviaturen hergestellt werden und wo man meint vor den jeweiligen Gerichten des Landes etwas durchzusetzen und wohin das ganze geliefert wird. China-Anmeldung würde ich mir als Privatperson sparen, ich glaube kaum, dass es sich rechnet zu versuchen in China da nennenswerte Erfolge mit vertretbarem Aufwand vor Gericht zu haben. Gleiches gilt für Amerika, wenn es nicht um extrem hohe Lizenzgebühren geht, so dass sich teuerste Anwälte lohnen.


    In Europa scheinen mir die Hauptländer für Orgelbau Deutschland, Spanien, Italien, Niederlande, Frankreich, Österreich, Schweiz und ggf noch ein paar Osteuropäer zu sein. Kenne mich da nicht so aus.


    Wenn du ein deutsches Patent hast, kannst du aber auch jedes Unternehmen aus einem anderen Land in Deutschland verklagen, wenn es dorthin ein dein Patent verletzendes Produkt verkauft. Von daher reicht ggf. Deutschland und ggf. noch Italien (Fatar) und irgendwie finde ich, dass es in den Niederlanden auch recht viel Aktivitäten gibt.



    Viele Grüße


    Michael

    Also das Thema Vornutzung ist hier http://de.wikipedia.org/wiki/Vorbenutzung gut erklärt.


    Wenn jemand deine Idee nutzt, bevor du diese offen gelegt hast, darf er weiter nutzen, aber wirklich nur er selber.
    Wenn seine Nutzung bekannt war (also Stand der Technik) und das jemand weiß oder merkt, ist dein ganzes Patent dann hinfällig. Wenn nicht kannst du allen verbieten, deine Erfindung zu nutzen, nur dem nicht, der er vorher schon genutzt hat.


    Das kann manchmal super attraktiv für jemanden sein. Man selber macht irgendetwas, von dem niemand etwas weiß. Ein anderer meldet das zum Patent an. Jetzt kann er allen meinen Wettbewerbern die Nutzung verbieten oder Lizenzen verlangen nur von mir nicht. Und ich musste noch nicht einmal ein Patent anmelden, ggf. Prozesse führen, Anwälte beschäftigen etc.. Manchmal killt man dann ein solches Patent mit Absicht nicht, da es den Wettbewerbern schadet und einem selber nicht, obwohl man ggf. den entscheidenen Hinweis hat, mit dem man das Patent "töten" könnte, da irgendwo doch der Stand der Technik öffentlich war, auch wenn es keiner beim Patentamt gemerkt hat.


    Genau so einen Fall kenne ich. Ein Unternehmen machte etwas seit Jahren, jemand anderes meldete das zum Patent an. Alle Wettbewerber zahlten schön Lizenzgebühren, nur dieses Unternehmen hat den Erfinder kurz darauf hingewiesen, dass man das vorher kannten und sofort war Ruhe. Der Erfinder war übrigens ein sehr großes Unternehmen mit sehr großer Patentabteilung, der hätte bestimmt nicht nachgegeben, wenn er einen Ausweg gewusst hätte.


    Das Risiko der Vornutzung scheint mir in deinem Fall relativ gering, wenn du faktisch niemandem wirklich erzählt hast, was Kern deiner Erfindung ist. Da müsste dann wirklich parallel zu dir jemand die gleiche Idee gehabt haben, was aber auch schon vorgekommen ist, manchmal liegt eine Idee irgendwie in der Luft. Sonst hast du alles richtig gemacht, wobei trotzdem die Frage bleibt, ob man auf dem Markt eine Verwertungsperspektive hat.


    In einem so kleinen und vielfältigen Markt wie dem Sakralorgenbau halte ich die Möglichkeiten der Überprüfbarkeit und der Durchsetzbarkeit von Ansprüchen für sehr aufwändig im Vergleich zu erzielbaren Lizenzeinnahmen. Die Stückzahlen und Umsätze, an denen sich Lizenzeinnahmen messen sind auch nicht hoch.


    Aber ein Patent ist ja ggf. auch einfach etwas, worauf man stolz ist und was man durchaus auch zu Marketingzwecken einsetzen kann.


    Michael

    Hallo Dulzian,


    die Anmeldung nützt dir dann aber nichts, wenn andere vor der Offenlegung öffentlich davon erfahren haben und die Nutzung begonnen haben. Die dürfen dann deine Erfindung lizenzfrei nutzen. Nur denen, die erst nach der Offenlegung deine Idee nutzen, kannst du die Nutzung verbieten oder Lizenz dafür verlangen.


    Einziger Weg aus der Klemme ist, wenn man sich vertraglich vor Herausgabe der Informationen zusichern lässt, dass man, wenn man diese Dinge schützen lassen will, die herausgegebene Information als vertraulich und unter dem Vorbehalt der Patentanmeldung weiter gegeben hat.


    Nach meiner Erfahrung ist es meistens nicht hilfreich, etwas zum Patent anzumelden, worüber man schon mit Fremden/Anderen gesprochen hat.


    Michael

    Niederrheiner: Nehmt Ihr die Kraftkurven dann auch mit verschiedenen Vortriebs-Geschwindigkeiten oder auch verschiedenen Beschleunigungen auf? Wird sicher sehr interessant!


    Wir wollen das mal mit verschiedenen Geschwindigkeiten probieren, was auch damit zusammenhängt, dass wir nicht genau wissen, welche Geschwindigkeit denn die richtige ist und ob diese überhaupt einen Einfluss hat.


    "Feature wegen Unwissenheit" könnte man das Prinzip nennen, oder? Vornehm heißt das dann "Forschung zur Erkenntniserweiterung".


    Ich hoffe sehr, dass das ganze überhaupt funktioniert, schließlich ist der Messverstärker etc. eigentlich für ganz andere Dinge angeschafft worden.


    Michael

    Wenn man sich für eine pneumatische Traktur einer Pfeifenorgel vorbereiten will, muss man vor allem eine recht hohe Latenz beim Üben auf einem elektronischen Instrument einstellen. Ansonsten kommt man da gar nicht zurecht. Dieser Effekt dürfte für jemand, der das nicht gewohnt ist, jeden Effekt des Druckpunktes in den Hintergrund treten lassen. Als ich das erste Mal in meinem Leben auf einer pneumatischen Traktur gespielt habe, konnte ich noch nicht einmal eine Tonleiter dort gleichmäßig spielen, obwohl ich damals ganz gut in der Übung war. Wenn man mal dran gewöhnt ist, ist das kein Problem. Bei mir hat die Gewöhnung aber lange gedauert und wenn die Walcker-Orgel nicht so toll wäre, hätte ich frustriert aufgegeben.


    Diese Verzögerung der pneumatischen Traktur ist auch der Hauptnachteil und der Grund wieso man davon wieder abgekommen ist. Meines Wissens gibt es außer Restaurationen keine Neubauten mit pneumatischer Traktur, was durchaus seinen Grund hat.


    Die elektrische Traktur hat aus meiner Sicht einen Kostenvorteil und ist darüber hinaus ohne das handwerkliche Geschick eines sehr guten Orgelbauers realisierbar. Vor dem Hintergrund der Lebensdauer und Ersatzteilbeschaffung elektrischer oder elektronischer Komponenten ist aus meiner Sicht eine mechanische Traktur sicher eine dauerhaftere Investition, das kann man auch nach 300 Jahren noch reparieren, wie die Pneumatik übrigens auch. Wenn man den Bau mechanischer Trakturen als Orgelbauer beherrscht für mich eindeutig die beste Lösung, wenn nicht ist die elektrische Traktur (mit Druckpunkt) die zweitbeste Lösung.


    Pneumatik macht meiner Meinung nach nur dort Sinn, wo denkmalpflegerisch etwas erhalten werden soll, da aber unbedingt. Auch wenn mir der Druckpunkt fehlt, irgend etwas hat diese Art der Traktur, wenn man sich dran gewöhnt hat, auch wenn ich es nicht beschreiben kann.


    Michael


    P.S.: Das Konzept der Messvorrichtung ist in dem Bild zu sehen:

    Nun ja, eine Diskussion über mechanische versus pneumatische Traktur ist ein komplexes Thema.


    Pneumatische Trakturen haben sich da erhalten, wo zwischen ca. 1945 und 1990 kein Geld da war, etwas neues anzuschaffen. Ansonsten wurden diese zumindest in Deutschland recht gnadenlos ersetzt. Erst dann hat man erkannt, dass das nicht alles Schrott sein muss, wenn man es denn pflegt und restauriert.


    Gleiches gilt übrigens für die sehr guten mechanischen Orgeln des 17. und 18. Jahrhunderts, die wurden, da wo Geld da war im 19. Jahrhundert eben oft durch pneumatische ersetzt. Da wo man im 17 und 18. Jahrhundert reich und dann ärmer war, haben wir jetzt die ganzen tollen barocken Orgeln (z.B. Altes Land) mit immer noch funktionierenden mechanischen Trakturen.


    Im Nachhinein ist Geldmangel dann manchmal ein Vorteil, weil man dadurch besondere Instrumente erhalten und nicht der gerade aktuellen "Moderne" geopfert hat. In einigen Fällen war es vielleicht auch Weitsicht.


    Besonders für schnelle und präzise zu artikulierende Musik ist die mechanische Orgel mit Druckpunkt spieltechnisch aus meiner Sicht aber einfach besser. Dies sage ich, obwohl ich auf einer wunderbaren Walcker-Orgel (natürlich mit pneumatischer Traktur) oft und sehr gerne spiele.


    Insbesondere erfordert das Spielen auf einer pneumatischen Orgel ein erheblich größeres Maß an Anpassung des Organisten, schon allein aufgrund der grundsätzlich vorhandenen Verzögerung und ganz besonders im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten.


    Der Nachteil der gerade älteren mechanischen Trakturen bei größeren Instrumenten ist manchmal der höhere Kraftaufwand beim Drücken der Tasten, wobei es hier auch unglaublich große Instrumente gibt, die voll mechanisch einen nur recht geringen Kraftaufwand benötigen (Beckerrath war da nach dem Krieg wirklich toll).


    Die regelmäßige Pflege der pneumatischen Traktur halte ich auch für noch wichtiger als bei einer mechanischen und generell ist die Pneumatik auch technisch anfälliger. Daher soll die Gemeinde Offenbass 32' schön dankbar sein. Das mechanische System ist da einfacher aufgebaut. Auf Dauer kommt aber keines der System ohne Pflege aus, wobei eine sehr gute Mechanik schon sehr wenig Ansprüche hat. Bei mechanischen Erschütterungen kenne ich aber auch Probleme mit mechanischer Traktur (wackelige Orgelempore mit sofortiger Verstimmung und Verlust an Präzision, wenn der Chor die Empore nach Stimmung und mechanischer Justierung betritt)


    In den 1970er Jahren standen den Orgelbauern in der DDR ggf. nicht immer die entsprechenden hochwertigen Materialien zur Verfügung und wenn wurden diese dann eher für den Export von super tollen Orgeln (z.B. Alexander Schuke) in den Westen verwendet. Im Westen wurde den Kirchen dann erzählt, dass man von den Exporteinnahmen dann auch für Orgeln im Osten ordentliches Material kaufen konnte, was wahrscheinlich sogar stimmte, ich aber nicht überprüfen kann. Normalerweise kann man eine mechanische Traktur aber so bauen, dass diese hunderte Jahre gut funktioniert. Ggf. ist das der Grund für das Problem der mechanischen Orgeln in Eichstätt.


    Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass es in erster Linie auf die Qualität der Ausführung und den Pflegezustand ankommt. Es gibt tolle mechanische und tolle pneumatische Orgeln (und leider auch weniger gelungene).


    Ich hoffe, dass wir noch eine interessante Diskussion haben, ich habe mich an anderer Stelle ja schon als Anschlagsfetischist geoutet, obwohl ich ja gar nicht besonders gut orgeln kann.


    Viele Grüße



    Michael


    P.S.: An der Messmimik für die Messung des Anschlags eine Orgeltastatur wird übrigens gearbeitet. Ich hoffe, dass wir im März eine erste Testmessung durchführen können. Dann kann man ggf. abschätzen, ob man den Anschlag einer Orgel messtechnisch mit dem, was uns zur Verfügung steht, sinnvoll erfassen kann. Voraussichtlich wird es dazu am 26.2.15 vormittags in Krefeld eine ca. 20 minütige Projektpräsentation an der Hochschule geben. Wer Interesse hat kann mich kontaktieren (michael.heber at h s n r.d e) natürlich ohne Blanks. Wenn die Studierenden, für die das Prüfungsleistung ist, nichts dagegen haben, wäre eine Teilnahme möglich. Normalerweise freuen sich die Studierenden, wen außer dem Professor jemand Interesse an Ihrer Arbeit hat.

    Meine Sakralorgel macht mir sehr viel Freude. Auch am Geburtstag wurde sie gespielt.


    Eigentlich sollte ja ein Hauptwerkspieltisch gebaut werden und dann quasi als Geburtstagsgeschenk fertig sein.


    Die gebrauchte Sakralorgel war dann halt schon etwas früher da, was ja auch nicht schlimm ist.


    Viele Grüße und Danke für die Glückwünsche



    Michael