Ich denke mal, es gibt keine wirklichen (allgemein anerkannten) Definitionen.
Zunächst hatte man wohl alle damals erhältlichen nicht-Pfeifen-Orgeln Digitalorgel genannt. So heute noch z.B. Kisselbach und andere. Ein praktisch identischer Begriff war der der Sakralorgel, wobei hier eigentlich nur der Aufstellungsort (Kapelle, Kirche vs. Wohnzimmer) den Unterschied machte.
Später kam dann die Software dazu, die wir heute kennen (Hauptwerk, GrandOrgue, Sweelinq u.a.). Diese Software hat man nun als VPO (Virtual pipe organ ) oder VO bezeichnet. Diese könnte (rein theoretisch) ja auch alleine funktionieren z.B. in einem Tonstudio als Klangquelle, indem man z.B. einfach nur MIDI-files darauf abspielt und dann mit anderen (virteuellen) Instrumenten zusammenmixt.
IMHO ist also der Unterschied lediglich der:
Eine Digitalorgel meint den kompletten Aufbau, also inkl. Manuale, Pedal etc.
Eine virtuelle Orgel meint in erster Linie die Software (z.B. den Sampler usw.)
Daher spielt die Art der Klanggenerierung (Samples vs. physical modelling) in der Trennung der Definitionen überhaupt keine Rolle.