Posts by Synthematophon 8'

    Die wunderbarste Kleinorgel, die ich je gehört habe und spielen durfte, ist die Werkstattorgel von Cavaille-Coll, die eine Gemeinde in Mainz-Bretzenheim gekauft hat. Weitgehend geschlossenes Gehäuse, unglaublich berührende Intonationen. Schon nach 3 Tönen zum absoluten Dahinschmelzen. Ein TRAUM!!


    DIE würde ich mir nach einem bald sicheren Lottogewinn zuhause aufstellen.

    Bis dahin kannst Du sie ja als sample-set spielen. Gibt's für HW (https://www.hauptwerkshop.de/shop/sampleset…nz-bretzenheim/) für 125€ (solange es mit dem Lottogewinn nichts wird....)

    Äh nö...

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    kA ob Du das Ding hässlich findest, es hat aber definitiv keine "versetzten" Manuale...

    Na gut, da kenn ich wohl nur andere Modelle - die, bei denen das untere Manual (wohl dann eher zuständig für die linke Hand und Begleitung) weiter rechts beginnt als das obere Manual (Melodiestimme?). Sowas hatte mal unser Nachbar.

    Du hast recht: so richtig hässlich ist das Ding nicht.

    Ja klar, sag ich doch: kann man machen.

    Ich habe alle die zusätzlichen Register in "meiner" Caen-Version. Somit gibt es keinen zusätzlichen Bedarf. Vor allem, da ich keine realen Zugriegel habe. Virtuelle Zugriegel auf dem Bildschirm brauche ich dann dafür nicht.

    ... da geht mir folgendes durch den Kopf:

    Für mich stellt sich die Frage, was hinsichtlich der Authentizität zum originalen Vorbild noch zulässig ist und was an eher fragwürdigen "Tricks" aus ästhetischen Gründen abzulehnen ist? Wo verläuft die Grenze?

    Das ist in der Tat eine komplexe und schwierige Frage.

    Dazu folgende Überlegungen:

    1. Will ich eine unbedingte Authentizität? Das hieße dann aber auch z.B. Verzicht auf einen größeren Umfang (Pedal und Manuale), verbunden mit den sich daraus ergebenden Einschränkung für die Darstellung unterschiedlicher Literatur. Nun kann man natürlich argumentieren, die Musiker damals hatten keine andere Literatur als diejenige ihrer Zeit. Also wozu Erweiterungen?

    2. Das würde wiederum bedeuten, dass ich für jede Literatur (und hier unterscheiden sich schon drastisch Franck und Messiaen) eine andere Orgel bräuchte. Das ist u.U. für viele Organisten finanziell nicht darstellbar.

    3. Wer mehrere Hudert Euro für eine Orgel ausgibt, möchte diese auch so umfangreich wie möglich nutzen. Wenn ich beim o.g. Beispiel bleibe: so gibt es innerhalb der Cavaiilé-Coll Familie (ich habe z.B. die Caen, die allerdings selbst mit Erweiterungen arbeitet), mit der sich aber nicht alle Registeranweisungen von Franck (der ja als Orgel die CC in St. Clothilde zur Verfügung hatte) komplett 1:1 umsetzen lassen. Auch bei der Literatur von Messiaen würden mir ohne die Erweiterungen so wichtige Register wie eine Quinte 2 2/3 (Nazard 2 2/3) im Récit oder Positif "fehlen". Das wiederum würde bedeuten, dass ich für Franck ein Sampleset der St. Clothillde bräuchte, für Messiaen eines von St. Trinité, für Dubois eines der Medeleine und für Vierne eines von Notre-Dame usw. Und das nur für die (spät-)romantische französische Literatur, Nicht machbar. Daher habe ich mir z.B. "mein" Caen-Set um wichtige Register erweitert, um dann dennoch ein möglichst originales CC-Sample zu haben, das aber ubiquitär eingesetzt werden kann.

    Wir haben hier viele tolle kleine Orgeln, die vermutlich vielen auch Spaß machen würden. ..

    Nur scheinbar will der zahlende Kunde nur riesig und Hauptsache groß...

    Naja, sagen wir mal so: die kleinen Orgeln kann ich auch häufig im Original spielen, die stehen in (fast) jeder Dorfkirche.

    Aber wann kommt man schon mal an eine Kathedral-Orgel?

    Da sehe ich eher den Grund für die Bevorzugung der großen Sets.

    Das hatte ich auch schon mal bei manchen GO-ODF, die eine (halbautomatische) Übersetzung aus HW-ODF darstellen.

    Offensichtlich ist die CrossfadeLength out of range. Wenn Du mal in die ODF schaust, siehst du da Werte, die von GO überhaupt nicht unterstützt werden (da außerhalb des zulässigen Bereichs). Ich bin nicht sicher, ob das Problem jetzt nur bei der neuesten Version von GO auftaucht, denn ich hatte das auch schon bei 3.13.

    Mir hat da nur geholfen, alle zu hohen Werte zu reduzieren oder zu löschen. Dann läufts ohne Probleme, ist aber etwas Handarbeit...

    Es ist extrem aufwendig. Ich habe schon mehrere in meinen Sets erstellt:

    • Die Registerzüge/~Knöpfe selbst grafisch gestaltet.
    • Der gesamte (Holz-)Hintergrund erstellt
    • Die Registerknöpfe mit x/y-Anweisungen in der ODF positioniert
    • ebenso die sonstigen Elemente (Schwelltritt, etc.)

    Es ist ein wahnsinns Aufwand...

    Genug davon. Ist eine Wissenschaft für sich.

    Ja, und ein alltägliches "Problem" für mich, da ich mittels additiver Synthese (hier stimmt das Wort dann wirklich) bei AEOLUS die Register selbst zusammen bastel (vulgo "intoniere"). Da habe ich es selbst in der Hand, wieviel Quinte ich zulasse. Ganz einfach mittels Schieberegler. So einfach und schnell, da träumt jeder Intonateur davon.

    Ein synthetisches Cornett besteht aus der Kombination mehrerer Labialpfeiffen und unterschiedlichen Fußlagen. In diesen ist oft der 2 2/3' sehr markant intoniert. Ich stelle demnächst einige Cornettmischungen ein.

    Das durchschlagende Cornett ( es gibt auch aufschlagende) ist natürlich ein Zungenregister, was allerdings sehr selten gebaut wird. Es klingt halt feiner als eine Cornettmischung

    Also schon so, wie ich es vermutet hatte. Nur war mir bislang das Wort "synthetisch" in diesem Zusammenhang nicht bekannt.

    Der Vorteil französischer Cornett-Mischungen ist, dass hier mit dem Prestant 4' gearbeitet wird, alles andere sind ja Flöten. Damit nimmt man der Quinte etwas die Schärfe. Aber das ist halt die hohe Kunst der Intonateure. Kann nicht Jeder....

    Der Vorteil von Einzelregistern zur eigenen Cornett-Zusammenstellung liegt auch darin, dass man (soweit vorhanden) auch selbst das entsprechende 4' Register auswählen kann (also entweder Prestant oder Flûte douce/Flûte octav.) oder auch den 2' weglassen kann oder als Basis auch ein etwas stärkeres Register als Bourdon wählen kann (z.B. Diapason im Récit der Caen-Orgel)

    Was meinst du genau mit synthetischem Cornett, Rainer?

    Das würde mich auch interessieren. Wenn ich das Wort "durchschlagend" lese, denke ich automatisch an ein Zungenregister. Da spricht man aber m.W. zumeist im Pedal in 2' oder 1'-Lage vom Cornett.

    Alles andere sind ja gemischte Labialregister, zumeist (bei franz. Orgeln) bestehend aus Bourdon 8′, Prestant 4′, Nasard 2 23′, Quarte de Nasard (Quarte über dem Nasard = 2′) und Tierce (1 35′). Das ist doch das sog. Cornet décomposé. Im Deutschen auch zerlegtes Kornett genannt.

    Meinst Du das mit "synthetisch"?

    (Nochmals die Bitte, die Diskussionen bezüglich der Beckerath Orgel in einen eigenen Faden verschieben......)

    Schließe mich der Bitte an, insbesondere, da ich noch eine Anmerkung zu Beckerath-Orgel Hildesheim habe.

    Mit persönlich ist (habe nur die Test-Version mit dem GO-ODF von Andrew Hall) ist der Nachhall zu viel des Guten. Ich habe ja gerne die großen Orgeln in großen Kirchen, aber das ist selbst mir zu viel. Weiß ja nicht, ob das in der Original-Version mit HW anders ist, aber mir verschmiert der Klang zu sehr.