Posts by Synthematophon 8'

    Ostertun - Das Harmonisieren im romantischen Stil. Wunderschön! Ich habe jetzt viele Videos runtergeladen und vermute mal, dass die mich ein paar Jahre beschäftigen können. Halleluja... und wenn ich es dann kann wie sie, dann ist mein Leben rum und improvisiere dann in den himmlischen Spähren auf einer Harfe :D

    Da bin ich dann mittlerweile wahrscheinlich auch dabei. Dann machen wir ein Harfenforum auf, oder?

    Und nochmal der Vergleich zum Handwerk: Bloß weil mir die Regeln nicht passen, kann ich keinen Haken in die Luft schrauben und ein Bild dran hängen. Auch wenn ich Schwerkraft, Reibung etc. echt doof finde.

    Diese Regeln sind (wie auch Schwerkraft und Reibung) ohnehin nur ein Konstrukt alter weißer, rassistischer und sexistischer Männer. Sie dienen lediglich dem Ausschluss von unterprivilegierten PoC, LGBTQ+, (m/w/d/*'?==&%/&%$%) um ihren hegemonialen postokolonialistischen Einfluss zu bewahren und die zuvor genannten Gruppen zu unterdrücken.

    Intergeek hat vollkommen recht, wenn er/sie/es diese Regeln ablehnt.


    Wenn Du, Bassfeife*in meinst, ein in die Luft geschraubter Haken würde kein Bild halten können, dann fehlt Dir nur die nötige suggestive Einbildungs- Kraft dazu. Diese wurde Dir im Rahmen deiner vermutlich toxisch-männlichen Sozialisation vollkommen abtrainiert. So ist es! A(wo)men.


    - Ironie off -

    Solche Klangvariationen täuschen schnell über wenig gekonnte Improvisation hinweg. Sie sind in heutiger Zeit Stil.

    Wie wenig heutzutage gute Musik verlangt wird kann man von allen Darbietungen ablesen

    Das finde ich jetzt ein wenig hart geurteilt.

    Du schreibst ja selbst, dass es auch Bach und anderen ähnlich ging. So entwickelt halt jeder seinen eigenen Stil, ist daher schon nach wenigen Takten erkennbar oder identifizierbar.

    So geht es mit Bach aber auch Latry.

    Auch wenn es eine große Kunst ist, heutzutage wie Bach oder Pachelbel zu improvisieren oder von mir aus auch wie Franck oder Widor, sind dies aber immer "nur" Nachahmungen eine bereits dagewesenen. Also nichts Neues.

    Wer einen eigenen Stil entwickelt, verdient aber ebenso große Bewunderung. Wer will da beurteilen, ob das schlechte oder gute Musik ist? Ich jedenfalls wäre schon froh und zufrieden könnte eines von beiden (also Imitation und Eigenentwicklung).

    Die Orgel in der Auenkirche ist seinerzeit von Furtwängler Hammer erbaut

    Du hattest schon so viel Werbung für die Auenkirche gemacht, dass ich zu Weihnachten ein Spiel auf der Orgel von meiner Frau geschenkt bekommen habe. Wenn ich das dann einlöse, soll ich dir Bescheid sagen, dann könnten wir uns vielleicht sogar dort treffen und mal kennenlernen..

    I

    Übrigens: Ich höre gerade ein Orgelkonzert von Karl Ludwig Kreutz. Der ist Professor für Improvisation an der Musikhochschule Freiburg. Also da soll mir noch mal einer sagen, man brauche zum Improvisieren keine Ausbildung.

    Zumindest schadet sie nicht :)

    Aber im Ernst: die Frage ist ja, auf welchem Niveau will/kann ich improvisieren. Die Wenigsten von uns schaffen das auf dem Level von Seifen, Latry, Pincemaille oder von mir aus auch Kreutz. Keine Frage, dass all diese eine gründliche Ausbildung genossen haben.

    Aber kann nicht auch jemand mit viel Spaß auf seinem Level auch improvisieren? Ich denke schon.

    Gestatte mir vielleicht eine kleine Anregung. Bei den beiden Videos " Wie schön leuchtet der Morgenstern" würde ich die anfänglichen Improvisationen etwas kürzer halten. Dann läuft man nicht Gefahr sich öfters mal zu wiederholen. Das gibt notfalls Diskussionsgrund.

    Das ist jetzt keine Kritik.

    Was ist das für eine Orgel und wo steht sie?

    Danke für die Anregungen.


    Die Orgel steht in Hannover, St. Heinrich. Sie ist ursprünglich wahrscheinlich aus den 30-er Jahren erbaut von der Fa. Emil Hammer (Nachfolger der berühmten Orgelbaufirma Furtwängler & Hammer). Mehrfach umgebaut und erweitert, zuletzt von Fa. Simon, Borgentreich (liegt zw. Göttingen und Paderborn).

    Da gebe ich Dir vollkommen recht. Unser (auch mein) Fehler war, dass wir das in der bisherigen Diskussion nicht berücksichtigt haben.


    Bei den reinen gottesdienstlichen Improvisationen traue ich mich (aus gutem und oben erwähnten Grund) auch nicht allzu sehr aus der Reserve. Dann kommen eben Sachen dabei raus wie sowas oder sowas (um einfach mal bei der aktuellen "Produktion" zu bleiben)...

    Konzertant wäre das sicher etwas anderes, aber auch da kommen die Leute ja hauptsächlich wegen Bach und Konsorten, weniger wegen Reger, und schon gar nicht wegen mir...

    Ich habe vor ein paar Tagen mal versucht, etwas den französischen Improvisationsstil zu imitieren, vielleicht gefällt es ja dem einen oder anderen..


    https://www.contrebombarde.com/concerthall/music/43402

    Klasse! Hut ab!


    Das finden aber wahrscheinlich nur die hier versammelten "Spezialisten" so richtig gut. Der normale Kirchenbesucher wird dazu nur eher einen eingeschränkten Zugang finden.


    Aber Pincemaille ist deutlich hörbar :)

    Also ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass man improvisieren kann, ohne zu wissen, in welcher Tonart man gerade spielt und wie man diese während des Spielens wechseln kann. Man muss also zumindest die Tonleitern kennen (außer man spielt nur in c-dur). Oder sehe ich das falsch?

    Da bin ich mir tatsächlich nicht so ganz sicher.

    Gibt man zum Beispiel einem Kind die Aufgabe, nur mit den schwarzen Tasten am Klavier zu spielen, dann könnte man das schon Improvisation nennen, frei von jeglicher Ahnung einer Tonart. Manchmal kommen dann vielleicht sogar Wohlklänge zufällig zustande. Das spielende Kind weiß weder von einer Tonart etwas, noch hat eine Vorstellung von Pentatonik. Warum sollte es also nicht gehen, nur weil wir (oder zumindest die meisten von uns), die wir improvisieren, von einer klassischen Tonalität ausgehen? Wäre mal ein spannendes Forschungsfeld...

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    Leider nicht online zu finden (auch nicht im Universitätsbibliotek):

    Attenuation of Pipe-Organ Tone by Swell Shutters

    Meyer, Albert ; Wayne, William C

    The Journal of the Acoustical Society of America, 1961-11, Vol.33 (11), p.1652-1652

    Das ist deswegen nicht zu finden, weil es im zitierten Band selbst nur ein Abstract von wenigen Zeilen ist. Wie im Literaturzitat gezeigt, handelt es sich ja nur um eine Seite (p 1652). Diese einzelne Seite ist aber hier zu finden

    Wer vielleicht auch noch etwas Anregungen möchte (muss mal etwas Eigenwerbung machen :))


    Da gibt es sonderbarerweise einen gleichnamigen YouTube-Kanal. Dort ist komplett alles improvisiert. Vom kurzen Vorspiel, über die Liedbegleitung und die freie (meist aber dennoch choral-gebundene) Improvisation. Es gibt sogar eine Rubrik "Pleiten, Pech und Pannen" in der man gut den harten Alltag eines Organisten erleben kann. Denn was schiefgehen kann, geht auch schief (Murphy's law)...

    Das ist doch sehr schön, wie Du das beschreibst. Genauso soll es ja sein. Ganz nebenbei, und wie schon mehrfach erwähnt, ist Improvisation auch und gerade viel ÜBEN.

    Man könnte es auch etwas gefälliger ausdrücken und SPIELEN nennen, Das klingt doch schon viel besser.


    Und genau hier knüpft auch das Buch von Peter Ewers an. Auch mich hat dieses Buch noch am weitesten gebracht. Kadenzen abzuleiern ist hingegen öde!

    Sorry, wenn ich mal den alten Thread wieder belebe. Nach fast fünf Jahren! Vielleicht gab es auch in der Vergangenheit ein Update - habe jetzt aber nichts gefunden.


    Wie sieht es denn aus mit einem realen Treffen von möglichst vielen Usern des Forums?

    Da könnte man sich doch mal an "echten" virtuellen Orgeln austoben und ggf. auch mal an echten echten Orgeln. Fachsimpeln und spielen und das ein- oder andere Bier dabei "vernichten". Gibt es Interesse?


    Gruß

    S8

    Würdest Du das Buch nochmal kaufen? Bringt das einen wirkllich weiter? Ich habe es vor Jahren auch kaufen wollen. Aber das Buch wurde nie geliefert. Dank PayPal habe ich mein Geld zurückbekommen. Gibt es die Online-Version noch irgendwo?

    meintest Du damit mich mit dem Buch Peter Ewers "Einfach spielen!"?

    ja, ich würde es wieder kaufen. Eine online Version ist mir nicht bekannt...

    Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit Peter Ewers "Einfach spielen!".

    Das geht wirklich von absoluten Anfänger bis zum Profi.

    Aber wie immer gilt auch hier: es gibt nicht den einfachen Kniff oder Trick, mit dem man -oh Wunder- plötzlich wie ein Profi klingt. Es hilft nur: übern, üben, üben...

    Ich habe es jetzt auch mal mit dem Energiespar- oder Ruhemodus bei Win10 probiert. Hier geht es auch problemlos. Nach dem Hochfahren des Rechners läuft GO mit allen aktivierten Treibern und MIDI-Kanälen. Allerdings haben immer die Manuale und auch das Pedal schon vor dem Starten des Rechners "Saft". Vielleicht liegt es auch daran? Ich kann jedenfalls sofort losspielen...