Alte Ahlborn Orgel midifizieren

  • Hallo zusammen,


    endlich wage ich mich daran eine alte Ahlborn-Orgel (Sonata..; ca 40 Jahre alt) zu midifizieren.
    und schon habe ich ein Verständnisproblem:


    BBS-1K stands for Bus Bar Scanner for one keyboard. It has daisy-chain input, so another scanner of any kind can be connected to it. This way you can connect up to 8 keyboards, 64 potentiometers and control keypad to MRG3 controller board, which has only 4 inputs. Or 10 keyboards with use of MRG2. Keys must have one pole of each contact connected to ground, that's typical setup in older organ consoles. Keyboard is connected using four 16-pin IDCs. One connector covers 16 keys. An example of compatible plug can be found at Mouser part number D89116-0031HK.


    Englisch verstehe ich schon, aber nicht was ich tun soll. Nach meinen Verständnis muss ich 1 Pin an die "Erde" und die restlichen an die Kontakte der Tasten.
    Wenn ich den Text richtig lese, muss jeder Pin "geerdet" sein und gleichzeitig an den Kontakt der Tastatur angeschlossen werden??
    Das kann doch nicht sein.


    Kann mir jemand helfen?


    Herzliche Grüsse und Danke


    Manfred

  • Hallo Manfred,


    mit "Erdung" ist hier der auch als Ground oder Masseleitung gemeinte Anschluss. Jeder Kontakt bei dir hat ja 2 Anschlüsse, die durch Tastendruck eben verbunden werden, und ansonsten getrennt sind. Entweder sind bei deinen Tastaturen die eine Seite aller Kontakte bereits miteinander verbunden, dann brauchst du diesen gemeinsamen Anschluss nur an deinen Stecker anzuschließen. Falls diese Seite der Kontakte noch nicht miteinander verbunden sind, musst du es eben noch selber tun.
    Den anderen freien Kontaktanschluss einer jeden Taste kommt an den entsprechenden Steckeranschluss. Wenn dieser Stecker 16 Tasten verarbeiten kann, muss er also mindestens 17 Steckerpins haben - Masseanschluss + 16 Eingänge für die Tastenkontakte.


    Falls du nicht weiterkommst, kannst du vielleicht Fotos schicken, wo man die Kontakte sieht? Das Problem ist garantiert lösbar!


    LG
    Olaf


    Nachtrag:
    Von einfachen Kontakten, wahrscheinlich aus Silberdraht, wie du sie mglw. an deiner Orgel hast, halte ich nicht viel. Weil sie schnell prellen können und Kontaktprobleme kriegen können. Wenigstens solltest du die Kontakte z.B. mit einem Glasfaserpinsel reinigen. Aber früher oder später können immer wieder Kontaktprobleme auftreten.


    Weitaus besser ist die berührungslose Kontaktgebung mit Hallsensoren und Magneten. Da gibt es kein Prellen und keine Kontaktprobleme, die sind unkaputtbar. Hier gibt es einige Fäden, wo das genau erklärt wird. Alternativ (aus meiner Sicht 2. Wahl, aber mglw. bei deiner Elektronik die einfachere Lösung, weil sie die Silberdrahtkontaktlösung direkt ersetzen kann) stattdessen mit Reedrelais und Magneten, hält auch so gut wie ewig.

  • erstmal danke für Deine Antwort,


    mein Verständnisproblem bezog sich nicht auf die Orgelkontakte; das ist so, wie du es beschrieben hast.
    Mir war nicht klar wo ich beim Midi-Scanner den Massekontakt anschliesen muss. Jetzt habe ich es aber verstanden (glaube ich). Die Masse muss an den GDN-Common-Anschluss der Platine.
    Ich will erst mal nicht so viel Zeit und Geld investieren, da ich noch nicht weiss, wie sich da bei mir mir dem Orgelspiel entwickelt..


    Herzliche Grüße


    Manfred

  • Hallo Manfred,


    vor einigen Jahren hatte ich auch eine so alte Ahlborn-Orgel mit BBS-1K midifiziert und auch noch eine Eminent-Orgel. Die Ahlborn verwende ich heute noch gelegentlich als Zweitorgel und hatte mit beiden Orgeln nie irgendwelche Kontaktprobleme. Die Silberdrahtkontakte reinigen sich bei jedem Spielen selbst durch Bewegung gegeneinander. Solange die Orgel halbwegs trocken steht ist da kaum etwas zu befürchten. Lieber die Drähte in Ruhe lassen und nicht "vorsorglich" daran herumschleifen oder kratzen, dadurch fangen am ehesten erst Probleme an.


    An die BBS-1K brauchst Du nur das mitgelieferte Daten-Kabel anstecken und die Flachkabel von der einen Seite der Tastenkontakte. Stromversorgung erfolgt über das Datenkabel. Den gemeinsamen zweiten Kontakt aller Tasten führst Du mit einer einfachen Litze zum GND (Masse) Anschluss des Netzteils oder des Midi-Controllers. An dem Masse-Punkt laufen dann von überall her die GND-Leitungen zusammen.


    Gruß und viel Spaß beim Basteln und Orgelüben


    Michael

  • Quote

    Original geschrieben von mike


    Die Ahlborn verwende ich heute noch gelegentlich als Zweitorgel und hatte mit beiden Orgeln nie irgendwelche Kontaktprobleme. Die Silberdrahtkontakte reinigen sich bei jedem Spielen selbst durch Bewegung gegeneinander. Solange die Orgel halbwegs trocken steht ist da kaum etwas zu befürchten. Lieber die Drähte in Ruhe lassen und nicht "vorsorglich" daran herumschleifen oder kratzen, dadurch fangen am ehesten erst Probleme an.


    Also zumindest die Silberdrahtkontakte an meiner Wersiorgel, mit deren Tastaturen ich meine ersten Midifizierungs-Erfahrungen gemacht habe, waren wirklich kaum zu gebrauchen. Nach Reinigung mit einem Glasfaserpinsel ging es schon besser (die Orgel war zugegebenermaßen schon lange nicht genutzt worden). Aber das Ergebnis blieb, dass kein ordentliches Midieinzelereignis beim Tastendrücken kam, sondern bedingt durch das Reiben der Kontakte beim Tastenrunterdrücken oft mehrere Midiereignisse hintereinander. Wenn das Ohr dadrauf sensibilisiert ist, sind die veränderten Toneinsatz-Sounds deutlich zu hören. Und bei wenig benutzten Tasten, z.B. im Außenbereich der Tastatur ist dann offenbar die Gefahr größer, Kontaktprobleme zu kriegen.


    Mag sein, dass es bei sich einer Ahlborn-Orgel oder mit anderen Elektroniken als von WIRA viel besser verhält, meine Erfahrungen beziehen sich ausschließlich auf o.g. Wersiorgel im Zusammenspiel mit WIRA-Midielektronik.

  • Hallo Mike


    Quote

    Den gemeinsamen zweiten Kontakt aller Tasten führst Du mit einer einfachen Litze zum GND (Masse) Anschluss des Netzteils oder des Midi-Controllers. An dem Masse-Punkt laufen dann von überall her die GND-Leitungen zusammen.


    Genau das war mein "Problem"
    Eine Tastatur habe ich schon mal "zusammengelötet". Mal sehen wie weit ich in den nächsten Tagen komme...


    Danke


    Manfred

  • Hallo zusammen,


    leider funktioniert mein "Aufbau" nicht.


    Der Scanner ist (so glaube ich) korrekt an das Manual und an MRGN2 angeschlossen, beim Tastendrücken leuchte auch das LED-Lämpchen an MRGN2 midi-Anschluss wird erkannt:


    Code
    1. New USB device found, idVendor=1a86, idProduct=752d
    2. [11426.116671] usb 1-5: New USB device strings: Mfr=0, Product=2, SerialNumber=0
    3. [11426.116672] usb 1-5: Product: USB2.0-MIDI
    4. [11760.774510] usb 1-5: USB disconnect, device number 10
    5. [11762.355619] usb 1-6: new full-speed USB device number 11 using xhci_hcd
    6. [11762.482920] usb 1-6: New USB device found, idVendor=1a86, idProduct=752d
    7. [11762.482921] usb 1-6: New USB device strings: Mfr=0, Product=2, SerialNumber=0
    8. [11762.482923] usb 1-6: Product: USB2.0-MIDI


    und in Grandorgue sehe ich ein neues Gerät "CH345..etc.


    Warte auf Eriegnis ist angeklickt, 9XNote das Gerät CH345 wird angezeigt, aber nicht passiert.



    Gruss


    Manfred


    Edit: Wenn ich die midi-Ausgänge vertausche, also mid-In zu midi-Out und umgekehrt, leuchtet die LED-IN beim Tastendruck am Midi-kabel. Die LED-Out leuchtet nicht. Kabel defekt?


    Nochmal edit: Hat sich erledigt, man muss tatsächlich mid -In mund midi-OUT vertauschen, dann klappt es auch mit Grandorgue :-confused: :-idiot:

  • Hallo Manfred,


    freut mich, dass es jetzt funktioniert. Kannst Du nun so richtig Orgel spielen? Mit beiden Manualen und Pedal?


    Über diese Midi-In und -Out Geschichte ist sicher jeder schon mal gestolpert, der mit Midi zu tun hatte. Grundsätzlich muss natürlich ein Ausgang am einen Gerät auf einen Eingang am anderen Gerät. Aber dann gibt es auch noch besonders schlaue Hersteller, die beschriften ihre Midi-Kabel gerade andersrum, damit man "weiß", dass ein Stecker wo "In" drauf steht auch am Gerät dann bei "In" rein muss... :-confused: :-8 :-X


    Gruß Michael

  • Danke für die Nachfrage Michael,


    jetzt funktioniert (fast) alles, nachdem ich die Orgel wieder zusammengebaut hatte, habe ich bemerkt, dass das C nicht funktioniert. Beim Testen war noch alles ok.
    Also nochmal auseinander bauen und die defekt Lötstelle reparieren.
    Aber ich bin schon ganz stolz, dass ich es soweit gebracht habe... :-):-)
    Bisher muss ich mich mit dem Laptop vom Sohnemann begnügen, aber das werde ich die nächste Woche ändern...


    Herzliche Grüße


    Manfred