Aragonesische Processionsorgel

  • Nach langer Abwesenheit durch widrige Umstände kann ich langsam die Samples-aktivität fortnehmen!


    Es geht um dieses Instrument: http://www.casacota.cat/perl?num=1444774635


    Bitte den Link nicht weitergeben, da es noch Vieles fehlt, unter Anderem die richtige Registerbezeichnung, sowie Details an der inneren Logik, Stimmungsprobleme und Anpassung and GrandOrgue. Für Anregungen und Hilfe diesbezüglich bin ich dankbar!


    Bezüglich der Logik suche ich eine Methode für den "Xivarri". Dies sind einige Pfeifen die bei jedem Tastendruck klingen. Jetzt verweist die .organ Datei immer auf demselben Sample (je eins für Links und für Rechts), doch das geht nur richtig beim einstimmingem Spielen. Bei mehrstimmigkeit erklingt das Sample mehrhaft, und ich suche die Art dies zu vermeiden.


    Es ist eindeutig en Freiluftinstrument. Ein Sonometer neben dem Organistenohr bei sechstimmiges Akkord im Tutti gab einen Schalldruck von 110 dB. Nur mit Gehörschutz spielbar!

  • Noch etwas: Du musst keine eigenen Samplesets für 415/440 Hz machen.


    Wenn du es nach aktuellen GO Standard machen richtig machen willst:
    * Nimm die Original Samples ohne Umstimmung.
    * Lass eine Pitch-Detection darüber laufen [zB: LoopAuditioner von Lars Palo]
    * Im erstellten ODF gibt die HarmonicNumber an.


    Damit hast du die Original-Stimmung eingefangen. Mit den Umschalten auf einen andere Stimmung hast du eine perfekte Stimmung auf 440 Hz [GO hat diverse Mitteltönige Stimmungen parat].


    Wenn dir in der Original-Stimmung ein paar Töne zu verstimmt sind, korrigiere sie via ODF mittels Pipe999PitchTuning.


    Falls du die Original-Stimmung @440 Hz haben willst, brauchst du nur das ODF zu duplizieren und dort per PitchTuning für [Organ] das ganze Sampleset höher zu stimmen.


    Noch ein paar Tipps:
    * Wenn du an den Stimmungen herumprobierst, kriegst du wahrscheinlich ein für dich unerwartetes Verhalten, sobald du Einstellungen gespeichert hast. Daher sag nein, wenn die dich GO fragt, ob du nicht passende Einstellungen importieren willst bzw. nutze "Revert to Default".
    * Aktiviere den "Strict ODF mode" in einen aktuellen GO 19xx und lade dann so das Sampleset. Dann liefert dir GO Hinweise auf (mögliche) Fehler/Probleme.

  • Quote

    Original geschrieben von martin


    Die Lösung passiert wahrscheinlich per REF oder per Ranks.
    Wenn die gewünschte Funktion näher beschrieben wird (Xivarri sagt mir nicht), kann ich die richtige Lösung empfehlen.


    Danke für die vielen Informationen!


    Xivarri ist eine art verstimmte Mixtur welche die Eigenschaft hat, dass es immer dieselben Pfeifen klingen, unabhängig der gedrückten Tasten. So ist sie gleich ob eine oder mehrere Tasten gedrückt werden. Es macht nur Lärm, der aber nicht zunimmt wenn vielstimmig gespielt wird. Ist aber mehr ein historisches Kuriosum, nur weiss ich nicht wie dies virtuell nachzuahmen ist!


  • Die ODF wurde mit texteditor gemacht in HW1 Format, da es (für mich) einfacher ist da altgewohnt (sorry!). Die GO Umschreibung ist der nächste Schritt, mit allen dazukommenden Möglichkeiten. Da sind Deine Richtlinien sehr wertvoll, bin daran dies alles einzubeziehen. Wird aber eine Zeit dauern... Danke für alles!

  • Quote

    Xivarri ist eine art verstimmte Mixtur welche die Eigenschaft hat, dass es immer dieselben Pfeifen klingen, unabhängig der gedrückten Tasten. So ist sie gleich ob eine oder mehrere Tasten gedrückt werden. Es macht nur Lärm, der aber nicht zunimmt wenn vielstimmig gespielt wird. Ist aber mehr ein historisches Kuriosum, nur weiss ich nicht wie dies virtuell nachzuahmen ist!


    Es erklingen, so das Register an ist, immer die selben X Pfeifen - egal welche Manual-Taste man drückt?


    Wenn es nur ein Sample ist, definiere sie das Sample für für den den ersten klingenden Ton und die restlichen Töne biege per REF auf den ersten Ton um.


    Wenn die einzelen Pfeifen als getrennte Samples vorliegen, wird die Definition etwas aufwändiger.

  • Hallo,


    ich finde diese Orgel sehr interessant.


    Frage: Bei den Bajos hat man Quinzena 1', bei den Tiples Quinzena 2'. Ich kenne so etwas auch von anderen (kastilischen) Orgeln. Wozu dient das? Warum lässt man eine Oktave sozusagen "überlappen" und hat dann unterschiedliche Tonhöhe in den Bereichen? Erklingen dann für cis bis c' und cis' bis c'' vielleicht dieselben Pfeifen?


    Nutzt man solche Register für Partidos de mano izquierda (Stücke mit Solo in der linken Hand)?


    Danke und beste Grüße von der Waterkant
    Christoph P.

  • Hallo,

    Quote

    Original geschrieben von martinWenn wir schon bei den Fragen zur Spielweise sind: Was macht man mit der Xivarri?


    Krach? Es gibt ja auch so Effektregister wie Zimbelsterne oder Donner, Pauke usw. Denkbar wäre ja auch so etwas wie ein Dudelsackburdon.


    Beste Grüße von der Waterkant
    Christoph P.


  • Hallo,


    das ist eine gute Frage. Bei grösseren Instrumenten ist es zweifellos für Partidos. Bei diesem instrument ist es unklar (siehe die Vintisisena/vintidosena - 0.5 2/3' / 0.5' in der linken Hand!)


    Das instrument ist kaum zu benutzen im durchgehenden (nicht partido) Spiel. Mein Eindruck ist eher das es hauptsächlich mit Tutti gespielt wurde, oder nur 4' gedackt, und dass die registerzüge diente for allem für das Stimmen sowie zum Auschalten besonders falsche Register. Die Schleifen sind nur von den Seiten zu bedienen (das heisst man muss von der Tastatur "weglaufen", und zudem müssen die Orgeltüren geschlossen werden (wobei de Organist im wege stehen würde) um überhaupt and den Schleifen heranzukommen...


  • Der Xivarri macht es genau was das Wort auf Katalanisch bedeutet: Krach. Sehr laut und durchdringend. Und immer gleich egal welche tasten gedrückt werden. Falsche töne werden total überdeckt, vielleicht absichtlich?