Midifizierung eines pneumatischen Orgelspieltisches

  • Schön! Machst du die Rollen selbst, auf einer Drehmaschine, oder kan man die irgendwo kaufen? Eine Drehmaschine fehlt mir noch... (und habe bis jetzt noch keine Projekte gemacht wobei ich unbedingt eine brauche...).


    Gibt es einen Grund warum diese Achse sechskantig ist? (Sieht eigentlich wie 8-kantig aus...). Vielleicht nur weil sie dann in dem Metallrad hinein passt?

    Rund wäre für deinen Zweck wohl besser gewesen - ist est kein Problem das sie nicht rund ist?

  • Du hast recht, sie ist achtkantig....Zählen hilft. Ich habe keine Ahnung warum die so gebaut wurde. Es ragt eine recht massives Stahlteil daraus hervor mit dem ursprünglich die Schwellregister betätigt wurden. Leide weiß ich nicht wie das ausgesehen hat. In der Tat wäre es einfacher für mich wenn sie rund wäre, macht aber keinen großen Unterschied.IMG_6169a.jpg

  • Die inzwischen bewährte Technik der Überleitung auf das Potentiometer habe ich analog zum Rollschweller aufgebaut. Anfang-und Endsellung werden im Midi-Menu programmiert sodass der Schweller problemlos funktioniert.

    Nach den Vorübungen am Rollschweller war dies eher eine einfach zu realisierende Lösung.

    Man muss immer bedenken dass ich ein altes Stück rekonstruiere wobei ich soviel wie möglich der Substanz und des Charakters erhalten möchte. Eine Neukonstruktion hätte sicher anders ausgesehen , siehe auch die professionelle Lösung von Rainer

    Gruß

    Bernd

  • IMG_20201128_195057.jpg

    IMG_20201128_194955.jpg

    Melde mich in Sachen Registerstreifen beschriftet und leicht austauschbar nach meinem diesbezüglichen Beitrag vom April dieses Jahres.

    Auf dem ersten Bild sind die Beschriftungsstreifen über Excel auf selbstklebende Folien gedruckt, mit einer Klarsichtfolie überklebt und auf PVC-Streifen aufgeklebt zu sehen. Die Bohrungen sind mit einer Bohrschablone passend zu den Innensechskantschrauben im Spieltisch gefertigt.

    Alle Koppeln sind immer an der selben Stelle angeordnet.

    Auf der Rückseite der Registerstreifen ist jeweils eine Beschriftung aufgetragen:

    * Orgel

    * links / rechts (auf dem Spieltisch)

    * Jeweils von unten nach oben nummeriert


    Der obere Teil des Bildes enthält die Register für Pitea

    Darunter die Register der C.Coll Orgel St. Etienne in Caen


    Auf dem unteren Bild sind die Registerbeschriftungen der Orgel aus Friesach auf dem linken Registerbrett zu sehen.


    Das ist meine Hardwarelösung gegenüber dem Panel von VPO ( was mir sehr gut gefällt)


    Für weitere Oktav- Suboktav und Superoktavkoppeln etc. erhält mein Spieltisch oberhalb der Manuale runde Taster mit eben solchen Beschriftungsstreifen

    Gruß Rainer

  • Hallo VP

    Danke. Natürlich gibt es viele Möglichkeiten solche beschriftete Streifen auszuführen und anzubringen. Ist ähnlich wie mit den Ideen zum Druckpunkt. Je mehr man sich damit beschäftigt und Gedanken austauscht umso ideenreicher werden die Lösungen.

    Die von dir beschriebenen Rahmen haben den Vorteil dass man alle Beschriftungen im Rahmen fest integriert. Und dann einfach den ganzen Rahmen tauscht usw.

    Spannend, sich darüber zu unterhalten.


    Ich setz mich jetzt ran und kreiere ein Panel mit Registerstops in größerer Form und darunter kleinere, die zum Programmieren des Crescendos benutzt werden. Dann muss ich nicht von Single-Stop-Jamb und legt/right hin und her wechseln.

    Viel Spaß bei deinen Projekten

    Gruß Rainer

  • Gehört zum Spieltisch, nicht aber Midifizierung.


    IMG_20201204_122034.jpg


    So sieht es manchmal aus. Einzelne Notenblätter. Wie oft geschieht es, dass sie verrutschen. Oder bei Husten etc. wegfliegen.

    Ich hab eine Idee in einem Spieltisch gefunden, die ich in meine Orgel integriere.


    IMG_20201204_121948.jpg


    Unten am Notenpult sind Magnetstreifen aufgelegt. Ich lass in einer Tischlerei unten und in halber Höhe ein Nut in den Notenständer fräsen. Dort klebe ich die Magnetstreifen ein.


    IMG_20201204_122131.jpg


    Dann kann man die Noten mit Magnete fixieren (kleinere, z.B. von einer Magnetwand, als hier gezeigt)

    Nichts fliegt weg oder fällt herab etc.

    Ich finde die Idee gut. Zu sehen ist hier die Toccata Nr. 5 in F-Moll von Charles Widor.

    Ich hatte gerade die Noten in Griffnähe. Bin aber erst ganz am Anfang mit Üben

  • Hallo zusammen,

    melde mich nach längerer Auszeit wieder zurück

    Hatte leider im Mai Wasser im Keller......seither unglaublich viel an Umbautätigkeiten und Reparaturarbeiten gehabt.

    Die Orgel war leider auch geflutet. Gott sei Dank nur 30 cm.... Dem Echtholz hat das nichts ausgemacht.

    Hatte lange keine Zeit mich drum zu kümmern und habe jetzt wieder angefangen die Orgel instand zusetzen. Musste einige Reed-Kontaktze am Pedal ersetzen. Und kam einige Zeit nicht richtig darauf warum das Pedal sich so komisch spielte und Töne hängen blieben...

    Die uralten Dämmfilze waren aufgequollen und dadurch war daer Spielweg viel zu gering.. Das habe ich nun nachgearbeitet und noch einen neuen Adapter für die Elektronik zusammengelötet. Jetzt funktioniert es wieder

    Die Orgelbank hatte auch Schaden genommen. Teilweise Furnier aufgequollen und abgesprengt. Daran arbeite ich noch.

    Wünsche euch allen einen schönen Advent.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd

    Schön, dass du wieder dabei bist. Ich hoffe, dass der gesamte Schaden nicht zu groß ist und du wieder bei guter Laune bist.

    Ich habe zum 31.12. für dich und VPO meine Schaltung für den Raumklang fertig aufgebaut und geprüft. Wir sprechen Adresse etc über Konversation ab. Die Schaltung kannst du lange unentgeltlich testen.

  • Der Stereoeingang der Differenzschaltung, sowie die Stereoausgänge Front und Rear sind in Cinch ausgeführt.


    * Von der Soundkarte auf Stereoeingang

    * Vom Frontausgabg auf den Verstärker

    * Vom Rearausgang auf den Verstärker

    sind Verbindungen in Cinch zu schalten. Die Verstärkung ist 1:1

    Der Rearverstärker muss ggfs in der Lautstärke zum Frontkanal nach Bedarf eingestellt werden. Das ist evtl von Set zu Set, also von den Aufnamesituationen unterschiedlich.

    Der Raumklang (rear) ist abhängig von der Mikrofonaufstellung und gibt die tatsächlich im Aufnameraum vorhandenen Reflexionen wieder. Bei einer Monoaufname gibt die Elektronik definitionsgemäß im Rearkanal keine Signale aus weil es keine Differenzen zwischen links und rechts gibt.


    Verändert man das Lautstärkeverhältnis zwischen Front und Rear derart, dass z.B. Rear lauter und Front leiser eingestellt wird verändert man dadurch die Hörposition von der Orgel weg in den Raum. Andererseits die Front laut und Rear leise wandert die Hörposition zur Orgel hin. Maximal aber nur zur tatsächlichen Mikrofonpositionierung.


    Die Schaltung macht auch an der HiFianlage Spaß. Man hört den Raum, z.B. das Orchester vorn und zum Schluss den Applaus im Raum und weiter hinten.