Programmieren eines Crescendopedal für Grandorgue

  • Ich habe das Abschalten des Crescendopedals über einen zusätzlichen Reedkontakt gelöst. der Unterbricht die Leitung vom Potentiometer zum AD-Eingang. Der Eingang geht dann auf "High", das Crescendopedal muss dann invertiert programmiert werden. Damit springt das Crescendopedal auf Stufe 1 zurück

  • In der herkömmlichen Version der elektromagnetischen Registersteuerung in Pfeifenorgeln werden durch Drehen der Walze elektrische Kontakte verschoben. In der Piston Stellung "Walze ab" ist der Stromkreis zu diesen Kontakten unterbrochen. Die HR bleiben aktiv.

    Die Walzenstellung wird separat angezeigt, ist aber an den Registern nicht ablesbar. Schaltet man die Walze wieder ein ertönen alle Register je nach Stellung der Walze.

    "Walze ab" führt nicht automatisch zur Rückstellung der Walze auf "Null"


    Ich habe in der ODF für die Switches, die das Cresc steuern, in den jeweiligen Stops über eine And-Funktion den Switch "Walze ab" eingefügt.

    Die Walze ist nur bei "Walze an" in der jeweiligen Stellung aktiv. Angezeigt werden alle Cresc-Register plus HR. Die Walze wird hier nicht auf "Null" gestellt.

  • Nachtrag.

    Einige elektromagnetisch gesteuerte Orgeln besaßen Registerschalter (Wippen oder Züge), die über Elektromagnete betätigt wurden.

    Hier konnte man tatsächlich für Setzer, HR und Walze die aktiven Register optisch erkennen.

    Der Stromverbrauch war um einiges größer

  • Die einzige Orgel mit Crescendopedal die ich kenne (bin Anfanger...) hat kein "Pedal Ab" Schalter. Auch in die virtuelle Varianten habe ich bis jetzt kein Schalter gesehen... es scheint aber eine gute Idee ein Schalter in GO zu implementieren, default eingeschaltet, und mit Möglichkeit ihn im ODF hinzu zu fügen.

  • So, zurück aus dem Urlaub konnte ich den Ansatz an meiner Orgel testetn.

    Es funktioniert. Mit dem Shadow-Stop-Panel funktioniert das ganze mit der integrierten Crescendo-Pedalsteuerung wenn man diese mit Scope vorbelegt und mit Scoped programmiert ohne die Handregister zu beeinflussen. Damit ist die Funktion nicht mehr destruktiv und das Crescendopedal steuert die Register parallel zu den Handregistern. Über meine Fußraste läßt es sich einfach abstellen.

    Gruß

    Bernd

  • So, zurück aus dem Urlaub konnte ich den Ansatz an meiner Orgel testetn.

    Es funktioniert. Mit dem Shadow-Stop-Panel funktioniert das ganze mit der integrierten Crescendo-Pedalsteuerung wenn man diese mit Scope vorbelegt und mit Scoped programmiert ohne die Handregister zu beeinflussen. Damit ist die Funktion nicht mehr destruktiv und das Crescendopedal steuert die Register parallel zu den Handregistern. Über meine Fußraste läßt es sich einfach abstellen.

    Gruß

    Bernd

    Das freut mich, dass du das mit dem shadow-stop-panel geschafft hast.

    Die daraus resultierende Vorgehensweise mit den Scope und Scoped Befehlen verhält sich ja ähnlich der Idee mit der Verwendung von Single Stop Jambs und Left/right Stop Jambs.

    Nur mit deinem Panel viel übersichtlicher.

    In der Zwischenzeit habe ich intensiv nachgeforscht und getestet woher das destruktive Verhalten in GO kommt.

    Mit Scope und Scoped werden Switches vorbelegt und festgehalten.

    Will man der Einfachheit halber das Crescendo (auch mit gesonderten Switches auf einer Programmierebene) in der Einstellung "Regulär" programmieren reicht es nicht, die zusätzlichen Switches mit einem zusätzlichen Stop zu definieren, der dann auf die gleiche Wave-Datei wie der Registerschalter zugreift.

    Man muss dem zusätzlichen Switch einen Stop und eine gleiche Wave-Datei ( kopiert und mit anderem Namen versehen) wie die des Registerschalters zuweisen. Dann bleibt das Register in jedem Fall stehen

    Ist aus Gründen des Speicherbedarfs unsinnig.

    Warum das in GO so tief in der Programmebene vorgenommen ist, die Switches selbst aber weiter oben im Programm beeinflusst werden, ist mir schleierhaft.

    Muss man nicht weiter darüber nachdenken.

    Die Lösung mit zwei Switches, egal mit welchem Panel, und der Verwendung von Scope und Scoped ist momentan die einzige und gangbare Crescendoprogrammierung ohne Destruktivität

  • Bei meinen Versuchen machte es keinen Unterschied ob ich Switches oder Stops dupliziert habe. Etwas aufwändig ist die Vorbelegung mit Scope zur Vorauswahl für alle Tasten. Aber das ist ja nur einmal..Die Left-Right Jambs sind ja auch nur zusätzliche Panels, das macht sicher keinen Unterschied.

    Da meine ODF schon soweit fortgeschritten ist, werde ich wohl die Register über zusätzliche Stops (mit Excel erzeugt) fertigstellen. Die komplette Umstellung auf Switches macht mehr Arbeit. Bei einer neuen ODF werde ich von Anfang an auf Switches gehen.

    Gruß

    Bernd

  • Es ist beeindruckend, welche Energie ihr hier reingesteckt habt. Allerdings kann ich nicht mehr so recht nachvollziehen, wie das in der Praxis jetzt funktioniert. Im Wesentlichen ging es darum, das die Handregistrierung bei der Verwendung des Crescendos nicht verloren geht. Sehe ich das so richtig?

  • Genau das war das Ziel. Erreicht habe ich das durch Programmieren eines zweiten Stops für jedes Register welches auf eine Panel dargestellt wird. Durch Nutzung der Scope-#Funktion beim Programmieren des Crescendo-Pedals (bei mir eine Walze) wirkt sich dieses nur auf die "Shadow-Stops" aus und belässt die Handregister ohne diese zu löschen beim Zurückfahren der Walze

    Gruß

    Bernd

  • Ich mache das meiste inzwischen mit Excel. Da ich immer noch Änderungen der Register vornehme. zuletzt Erweiterung von 64 auf 80 Register jeweils mit den Shadow-Stops und Panel-Stops wäre das ohne Excel kaum schaffbar. Ist auch so noch ne Menge Arbeit.

    Ich trage das REgister mit dem Rank in die Tabelle ein, daraus entsteht der Text für den stop, den Shadow Stop und den Crescendo-Panel-Stop. Das ganze wird in eine Registerübersicht automatisch übertragen. Danach kopiere ich die ganze Excel-Spalte in die ODF. das pro Manual 3mal..So bekomme ich die geänderten Register vor Ort.

    Habe jetzt noch mal die Darstellung der Registerwippen mit der Beschriftung geändert, dazu musste jedes Manual komplett überarbeitet werden. Ohne Excel eine Arbeit für jemanden der Vater und Mutter erschlagen hat.......Auch so noch ne Menge Programmarbeit.

    Je ausgefeilter meine Excel-Datei wird umso leichter kann ich Änderungen vornehmen. Z.B. Die Breite der REgisterwippe wird angegeben mit x und y-Start Position und die absoluten Daten dafür werden automatisch berechnet.

    Da jedes der 80 Register drei Einträge braucht sind das schon 240 Einträge..........

    Gruß

    Bernd

  • Fleißig fleißig Bernd

    Ich habe die ähnliche Schiene momentan hinten angestellt. Hab noch einige häusliche Arbeiten.

    Außerdem suche ich fleißig in GO den Zusammenhang in der Registersteuerung. Da das Crescendo mit den Legt/right Stops zum Programmieren und mit entsprechenden scope- Befehlen funktioniert habe ich für die C. Coll aus St. Etienne ein Programmier-stop-jamb entwickelt. Das beinhaltet große Stops mit Namen für die HR und jeweils kleine (anstelle legt/right) zur Crescendo-Programmierung. Ist übersichtlicher, aber lange nicht so intelligent wie die Lösungen von VPO.

    Auch der Matrixgedanke ist noch nicht vom Tisch

  • berndkoeln

    Ok. Aber das macht nicht wirklich Spaß. Ich vermute mal, dass mit meinem zukünftigen Crescendo im Midi-Panel derartige Fleißarbeit durch ein wenig "Touch"-Arbeit ersetzt werden kann - völlig entspannt und relaxt mit einem leckeren Bierchen aus der Heimat.


    Offtopic: Mein Nachbar war so freundlich und hat mir ein Mühlen-Kölsch besorgt :D

    Kennst du als Kölner eigentlich den Organisten Wolf-Rüdiger Spieler?