Mini-Orgel mit "Raspberry Pi"

  • [IMGL]http://mps-net.de/orgel/bilder/rpi/rpi_01_400.jpg[/IMGL]



    [CENTER][H2]Zwergen-Orgel[/H2]




    Der Mini-Computer


    Raspberry Pi


    kostet gerade mal rund



    [H2]50,- Euro[/H2]



    und wurde nun schon


    ca. 2 Millionen mal verkauft.





    Welche Einsatz-Möglichkeiten gibt es


    im realen und virtuellen Orgelbau?[/CENTER]












    Auf der Grundfläche einer Scheckkarte sitzt ein vollwertiger Computer, der für seine geringe Größe erstaunliches bietet:


    [IMGR]http://mps-net.de/orgel/bilder/rpi/rpi_04_300.jpg[/IMGR]


    Alle Angaben betreffen Raspberry Pi Modell B:


    Größe: Kreditkartenformat 85,60 mm × 53,98 mm × 17 mm
    CPU: ARM11 (700 MHz)
    Arbeitsspeicher (SDRAM): 512 MB
    Tonausgabe: 3,5-mm-Klinkenstecker (analog), HDMI (digital)
    Videoausgabe: FBAS, HDMI (Full HD !)
    Schnittstellen: Bis zu 17 GPIO-Pins, SPI, I²C, UART, EGL
    USB-2.0-Anschlüsse: 2 (integrierter Hub)
    Netzwerk: 10/100-MBit-Ethernet
    Leistungsaufnahme: 5 V, 700 mA (3,5 Watt)
    Stromversorgung: 5-V-Micro-USB-Anschluss, oder 4 × AA-Batterien
    Betriebssysteme: GNU/Linux, BSD, RISC OS, Plan 9

  • http://www.raspbian.org/FrontPage


    Dann hast du Aelous als Packet dabei.


    GO kannst du dann selbst dafür kompilieren:
    1) Aktuellen GO Sourcecode besorgen
    https://build.opensuse.org/pac…gue?repository=Debian_7.0
    (Diff.gz, dsc + tar.gz)


    sudo apt-get install build-essential fakeroot
    dpkg-source -x <Name vom dsc>
    cd grandorgue-.....
    dpkg-buildpackage -rfakeroot
    Es wird wegen ein paar fehlender Packete schreiben - mittels "sudo apt-get install xxx" nachinstallieren und dpkg-buildpackage wiederholen.


    Die debs kannst du dann mittels "dpkg -i <name.deb>" installieren.


    Meines Wissens hat der Raspberry Pi einen Nachteil:
    http://arstechnica.com/informa…arm-chip-now-open-source/

  • Ja ja der martin - jetzt bricht er alle Geschwindigkeitsrekorde im Support. :D


    Da kommt die Antwort noch bevor ich die Frage stellen kann :-respect:


    Aber mit ein wenig hellseherischer Fähigkeit war jetzt natürlich zu erraten, dass ich versuchen will auf dem Zwerg Aeolus oder noch besser GrandOrgue laufen zu lassen.


    Seit einiger Zeit ist ein (gratis) Softwarepaket "Noobs " ([red]N[/red]ew [red]O[/red]ut [red]O[/red]f [red]B[/red]ox [red]S[/red]oftware) verfügbar, dass einem die Installation sehr vereinfacht und gleich mehrere Betriebssysteme zur Auswahl stellt.


    Ich habe die speziell für Raspberry Pi angepasste Variante von Debian Linux "Raspbian" bereits von Noobs installiert.


    QjackCtl ist dort bereits integriert, aber Aeolus oder GrandOrgue habe ich bisher noch nicht geschafft zu installieren. Ich werde das jetzt mal mit den Tipps ausprobieren.


    Gibt es denn Berichte darüber, ob jemand schon Aeolus oder GrandOrgue laufen hatte?

  • Ja - wenn man Linux-Doppel-Linkshänder ist... :-shame:
    ... muss man da erst mal irgendwie darauf zugreifen können :/


    Ich wollte den Zwerg Raspberry Pi gerne in ein kleines USB-Keyboard (4 Oktaven) direkt einbauen. Damit hätte ich endlich ein super kompaktes Sakralkeyboard für rund 120 €. Ich finde das hätte deutliche Vorteile gegenüber dem externen Anschluss irgendeines Tablets oder Smartphones mit dem dann unvermeidlichen Gezerre an den empfindlichen Kabeln und dem Problem des Stromverbrauchs.


    Was GrandOrgue betrifft würde ich mich auch mit einem einzigen Register Gedeckt 8' zufrieden geben, wenn es wenigstens schön klingt. Sollten noch ein oder zwei Register mehr drin sein für ein kleines Positiv, dann wäre das auch fein.


    Mit den 512 MB RAM müsste man ja sogar schon eine ganze Menge Samples unterkriegen. Die CPU ist natürlich für heutige Desktop-PC-Verhältnisse eher eine Krücke. Aber mit ein paar 16-bit Samples und Kopfhörer oder ext. Aktivboxen dürfte das schon viel mehr Spaß machen, als die meist befremdlichen "Orgelsounds" von einfacheren Keyboards.

  • Quote

    Die Datei /etc/apt/sources.list enthält die benötigte Information um die zusätzlichen Softwarepakete aus dem Raspbian Repository auf dem Raspberry Pi zu installieren. Diese Datei sollte die folgende information enthalten:


    deb http://archive.raspbian.org/raspbian wheezy main contrib non-free
    deb-src http://archive.raspbian.org/raspbian wheezy main contrib non-free

    Die enthielt sie bei mir schonmal nicht. Ich habe sie jetzt mit einem Editor Namens "Leafpad" bearbeitet und das eingefügt. Zum Abspeichern muss man aber root-Rechte haben. Das habe ich dann hinbekommen indem ich im Dateimanager in einem Menü die Funktion gefunden habe: "Aktuellen Ordner als root öffnen". Dann nochmals den Editor aufrufen und dann geht auch abspeichern.


    Quote

    If needed, the Raspbian public key can be stored into your apt-get keyring using the following command:


    wget http://archive.raspbian.org/raspbian.public.key -O - | sudo apt-key add -

    Was sagt mir das? Was soll ich da machen? :/


    Aber es geht scheinbar ohne dem weiter wenn ich wie im obigen Tipp genannt eingebe:


    [red]sudo apt-get install aeolus[/red]


    Nach etlichem Geröhre des Zwergs scheint dann tatsächlich Aeolus installiert zu sein :)

  • Aeolus läuft jetzt mit Jack. Allerdings habe ich keinen Ton. ALSA ist geladen und läuft. Die LXDE Oberfläche von Raspbian Linux bietet mir aber nirgends einen Mixer oder Lautstärkeregler an. Nach einigem Suchen bin ich dann beim alsamixer gelandet, der im Terminal zu starten ist und dort mit einer Pseudografik läuft. Die Lautstärke kann ich da zwar einstellen, aber ein Ton kommt trotzdem nicht - auch sonst lässt sich aus der ganzen "Himbeere" bisher kein Ton locken :-(


    Bei der ganzen Probiererei nervt es ein wenig, dass das System etwas zäh läuft. Ist natürlich nicht der allerschnellste Zwerg ;) Allerdings habe ich auch nur eine SDHC-Karte mit Class 4 drin. An der Stelle müsste noch etwas rauszuholen sein. Meinen Recherchen zufolge bremst aber offensichtlich der verbaute Cardreader die schnellen SD Karten ab und es soll dann wohl grundsätzlich nicht viel mehr als Class 6 - Geschwindigkeit übrig bleiben. Auch laufen wohl nicht alle SD Karten darin.


    Ich habe jetzt aber eine neue SD Karte mit Class 10 dafür besorgt und werde nun schauen ob die läuft und dann wie von martin in dem Link oben vorgeschlagen nur das Raspbian alleine installieren nicht mit NOOBS, denn ich brauche ja nur Raspbian. Vielleicht sind bei dieser Distribution ja auch schon andere Pakete im Hinblick auf Audioverarbeitung mit installiert.


    Das schöne ist auch, dass man durch einfachen Wechsel einer SD-Karte ein ganz anderes Betriebssystem oder eine andere Konfiguration verwenden kann.

  • Das Ding hat HDMI und Analog-Sound. Schickts du den Sound auf den richtigen Output?


    Bezüglich der Geschwindigkeit: Ich würde eher auf den Prozessor als Bremse tippen.


    Beobachte die CPU-Belastung (zB mittels top auf der Konsole).

  • Quote

    Original geschrieben von martin


    Das Ding hat HDMI und Analog-Sound. Schickts du den Sound auf den richtigen Output?

    In die Richtung ging meine Überlegung auch schon - ich verwende HDMI - möglicherweise wird dort der Sound ausgegeben statt auf der 3,5 mm Analogklinke. Mein Bildschirm hat dafür extra wieder eine Klinkenbuchse als Audio-Ausgang für HDMI - allerdings kommt dort auch nichts an.


    Im alsamixer wird als Ausgang auch PCM angezeigt, aber dort kann ich nichts auf analog umstellen.

  • Quote

    Original geschrieben von martin


    apt-get install kmix

    kmix ist Top. Ist das wonach ich gesucht habe - wundert mich nur, dass sowas nicht standardmäßig installiert ist. Woher soll denn gerade ein Neuling die guten Programme kennen, die man evtl. installieren könnte. Gibt's da eigentlich eine (einfach) zu lesende Auflistung von Linux-Software mit Beschreibung oder Bewertung?


    Das Problem im kmix ist jetz letztlich aber auch, dass der einzig verfügbare Channel PCM ist und ich demnach nichts anderes auswählen kann. Irgendwie scheint noch ein Treiber zu fehlen, der den Analogausgang des RPi bedient.

  • Was ich festgestellt habe: Audio-Routing kann kompliziert sein.


    In kmix kannst du dir neue Tabs für weiter Mixer anlegen und auf jeden Tab die Liste der angezeigten Channels ändern.


    Für die Ausgabe (überhaupt auf Analog) kann von mehrere Regeler beeinflusst sein (zB PCM Ausgabe, Master Volume, Front, usw.).

  • Inzwischen habe ich nochmal Raspbian auf einer neuen Karte installiert. Es ist eine SanDisk Ultra 8 GB Class 10 und diese funktioniert damit einwandfrei. Ich habe mir zuvor die verschiedenen verfügbaren Raspbian Images angeschaut. Keines war speziell für Audio-Anwendungen vorbereitet. Es handelte sich meist eher um noch weiter abgespeckte Versionen. Deshalb habe ich doch kurzerhand wieder mit NOOBS neu installiert.


    Schon die Installation mit der neuen Karte (die alte war eine Verbatim 8 GB Class 4), gestaltete sich nun spürbar flotter. Beim ersten Start von Raspbian kommt zunächst eine Konfigurationsmaske. Dieser kommt doch insgesamt mehr Bedeutung zu, als ich das bei der ersten Installation vermutet hatte.


    Diese Konfigurationsmaske lässt sich auch später jederzeit nochmal neu aufrufen mit:


    [red]sudo raspi-config[/red]


    Hier lassen sich zahlreiche Grundeinstellungen der Himbeere (Raspberry) durchführen, u.a. lässt sich das System hier auch in mehreren Stufen übertakten bis 1000 MHz CPU-Takt und 450 MHz Speichertakt. Ich entscheide mich für eine mittlere Übertaktung von CPU 900 MHz und RAM 450 MHz. Man muss laut Info aber dann mit etwas reduzierter Lebenszeit rechnen, wie stark steht aber nicht dabei - naja das Risiko ist bei der Größe der Investition kalkulierbar ;)


    Aber - durch das Übertakten und die schnellere SD-Karte erkenne ich den Zwerg kaum wieder - er läuft jetzt doch deutlich flüssiger.



    Und noch einen wichtigen Punkt finde ich dann in einem Untermenü der Konfigurationsmaske mit "weiteren Einstellungen" - die Audio-Ausgabe !
    Es ist nämlich nochmal ganz anders als wir alle gedacht haben. Raspbian kann wohl immer nur einen Audiochannel verwenden. Ist in der Konfiguration der Modus "Auto" gewählt, dann wird der PCM-Audioausgang des HDMI Anschluss verwendet, sobald ein HDMI-Kabel eingesteckt ist. Warum ich allerdings kein Signal an meinem Monitor bekommen hatte verstehe ich nicht ganz. Jedenfalls wenn ich fest auf den Klinkenstecker einstelle, dann kommt dort später auch Ton :)


    Allerdings in Aeolus nur mit Störungen, obwohl die CPU-Auslastung nur etwa bei 70 % liegt. Es muss ein ähnliches Phänomen sein wie ich es schon bei Kubuntu hatte - aber was?


    Ich habe bereits in Jack etliche verdächtige Parameter verändert, u. a. den Puffer im Bereich 256 bis 4096 verstellt, doch ohne jegliche Auswirkung auf die Störungen des Klangs - es bleibt ímmer ein kontinuierliches Störsignal wie ein Knattern (Soundaussetzer?) im 1/4 Sekundentakt. Dabei ist aber der gespielte Ton gut durchhörbar.

  • Ich finde wir sollten noch Wetten abschließen bevor ich damit anfange:


    [navy]Zwerg[/navy] = [green]Ding[/green] = [red]Himbeere[/red] = [orange]RPi[/orange] = [royalblue]Raspberry Pi[/royalblue]



    [H2]Wird GrandOrgue auf diesem Zwerg laufen können ?[/H2]


    :-up: bitte hier ankreuzen |_|



    :-down: bitte hier ankreuzen |_|



    Den ausgefüllten Stimmzettel bitte in der nächsten Papiertonne einwerfen :-D



    Meine Meinung: :-up: Wird schon irgendwie gehen - wenn nicht dann :-pop:

  • root@raspberrypi:/home/pi# dir
    Desktop gobuild ocr_pi.png python_games
    root@raspberrypi:/home/pi# cd gobuild
    root@raspberrypi:/home/pi/gobuild# dir
    grandorgue_0.3.1.1592.diff.gz grandorgue_0.3.1.1592.orig.tar.gz
    grandorgue_0.3.1.1592.dsc grandorgue-demo_0.3.1.1592_all.deb
    grandorgue_0.3.1.1592_i386.deb
    root@raspberrypi:/home/pi/gobuild# sudo apt-get install build-essential fakeroot
    Paketlisten werden gelesen... Fertig
    Abhängigkeitsbaum wird aufgebaut.
    Statusinformationen werden eingelesen.... Fertig
    build-essential ist schon die neueste Version.
    fakeroot ist schon die neueste Version.
    fakeroot wurde als manuell installiert festgelegt.
    0 aktualisiert, 0 neu installiert, 0 zu entfernen und 0 nicht aktualisiert.
    root@raspberrypi:/home/pi/gobuild# dpkg-source -x grandorgue_0.3.1.1592.dsc
    dpkg-source: Fehler: Syntaxfehler in grandorgue_0.3.1.1592.dsc in Zeile 1: Zeile mit unbekanntem Format (nicht Feld-Doppelpunkt-Wert)
    root@raspberrypi:/home/pi/gobuild#


    :-help:

  • Ist der Download korrekt:

    Code
    1. $ md5sum grandorgue_0.3.1.1592.diff.gz
    2. f63fc168e765b07b41f846131e1f4fda grandorgue_0.3.1.1592.diff.gz
    3. $ md5sum grandorgue_0.3.1.1592.orig.tar.gz
    4. 0743df36362a4f7db8e6d7e46e10d6e1 29815349 grandorgue_0.3.1.1592.orig.tar.gz
    5. cat grandorgue_0.3.1.1592.dsc



    PS: Du musst den Build (bis auf dpkg-i nicht als root machen).