Hammerfall RME PCI<->PCIexpress ?

  • Ich überlege mir, von meiner derzeitigen 2-kanaligen PCI-Soundkarte (Julia XTe) umzusteigen auf eine 4-kanalige Karte (Ulrich / rizos hat mich auf den Geschmack gebracht mit Surround-Lösung...), wollte aber eigentlich bei einer internen PCI(e)-Lösung bleiben.


    Nach wie vor state of the art (obwohl ja schon ziemlich betagt!?) scheinen ja die Hammerfall RME-Soundkarten HDSP 9632 (PCI) bzw. HDSPe AIO (PCI express) zu sein.


    Nun bekommt man die HDSP 9632 bei ebay derzeit beinahe hinterhergeschmissen, verglichen mit dem Ursprungspreis (lese gerade, Sofortkauf 139€ für gebrauchte Karte (wo ich keinerlei Verschleiss vermute bei sowas)), während die HDSPe AIO so gut wie nicht gebraucht zu kriegen ist und man da um die 575€ derzeit löhnen muss.


    Laut Homepage hat die HDSPe AIO eine noch geringere Latenz als die HDSP 9632 (die aber diesbezüglich wohl auch einen guten Ruf hat). Nun meine Frage in die Runde, ob dieser Preisunterschied gerechtfertigt ist - aus meiner Sicht ist die geringere Latenz das einzige Feature, was die Entscheidung für HDSPe AIO statt HDSP 9632 rechtfertigen und für Hauptwerk/GO-Anwendung eine Rolle spielen könnte. Aber da ist die Frage, ob nicht die Latenz der HDSP 9632 auch schon bereits unterhalb der Wahrnehmungsgrenze liegt?


    Hat da jemand Erfahrung?


    LG
    Olaf

  • Also, nach einer telefonischen Konsultation mit Ulrich (rizos) bin ich zum Entschluss gekommen, dass der Mehrpreis der PCIe Karte von RME (über ebay nicht viel billiger als Neupreis zu haben) gegenüber der PCI-Karte RME 9632 für unsere Hauptwerk/GO-Anwendung jredenfalls für mich nicht gerechtfertigt ist.
    Habe daher im vorher genannten ebay-Angebot den Sofortkaufbutton gedrückt und bin stolzer Besitzer einer RME 9632.
    Nun brauche ich aber auch noch die RME-AO-Erweiterungskarte für weitere 4 Kanäle, um für Surroundsound gerüstet zu sein (zuerst dachte ich, dass ich vielleicht auch 2 Soundkarten parallel betreiben kann - die müssten sich dann aber um einen ASIO-Kanal prügeln, und das kann weder die RME-Karte noch meine bisherige Juli XTe)


    Habe vor, mein Setup so einzurichten:
    - RME 9632 Kanal 1/2 geht zum Subwoofer (Dynaudio BM14 SII)
    - Subwoofer-Ausgänge gehen zu den Front-Nahfeldmonitoren (Genelec 8020)
    - RME 9632 Kanal 3/4 geht zu den Rear-Nahfeldmonitoren (Genelec 8010)
    - RME 9632 Kanal 5 geht zum Verstärker, der den Körperschallwandler speist (ist der Mix von Kanal 1/2)
    - RME 9632 Kanal 6 ist noch frei


    Die Alternative wäre folgende, will ich auch ausprobieren, aber dann müssten die Hochpassfilter der Front-Nahfeldmonitore aktiviert werden statt des vorhandenen entsprechenden Hochpassfilters im Subwoofer:
    - RME 9632 Kanal 1/2 geht zu den Front-Nahfeldmonitoren
    - RME 9632 Kanal 3/4 geht zu den Rear-Nahfeldmonitoren
    - RME 9632 Kanal 5 geht zum Verstärker für den Körperschallwandler (ist der Mix von Kanal 1/2)
    - RME 9632 Kanal 6 geht zum Subwoofer (ist ebenfalls der Mix von Kanal 1/2)


    Ob Alternative1 oder 2 hängt davon ab, welche klanglich besser abschneidet bei den Übernahmefrequenzen Subwoofer/Front-Nahfeldmonitore/Rear-Nahfeldmonitore, oder gibt es andere Meinungen oder Aspekte da zu bedenken?


    Leider sind beide OAM-Sets, die ich habe (Trost Waltershausen und Sauer Dortmund) nur Stereo, ich nutze sie aber sehr gerne. Frage an die Surround-Nutzer: sollte man in dem Fall die Front-Kanäle leise auch auf die Rear-Kanäle schalten, um nicht so den Unterschied zu haben zu den Surround-Sets, oder bringt das nix, oder bringt es evtl. nur mehr Problem (Phasenprobleme z.B.)? :?:


    LG Olaf

  • Hallo Olaf,


    war mir nicht bewust, daß die Karte so wenige Out-Kanäle hat, sorry.
    Könntest statt Erweiterung auch einen Umschalter zwischen Front und Kopfhörer einbauen :-)


    Für die Belegung gäbe es dann auch noch eine Variante:


    1+2 zum Subwoofer. Von da aus zu den Satelliten UND über den Slave-Ausgang am Sub zum Körperschallwandler
    3+4 Rear


    Streng genommen sollte der Sub natürlich Signale von Front UND Rear bekommen, aber ich denke mal, daß darf man getrost vernachlässigen...


    Sonst wäre das problemlos mit Deiner B-Schaltung (und Erweiterungskarte) über "Total Mix" zu machen: SUB hat eigenen Kanal und bekommt dort den Mix aus 1-4, ebenso der KSWandler...


    Stereo Sets im Surround-Modus:
    Ausprobieren würde ich das, wenn es dich reizt. Es gilt was gefällt :-) Hab es selber nicht probiert aber könnte mir vorstellen, daß man schlicht an Transparenz und Ortbarkeit verliert...


    Soweit von hier,


    lG, Ulrich

  • Quote

    Original geschrieben von rizosKönntest statt Erweiterung auch einen Umschalter zwischen Front und Kopfhörer einbauen :-)


    Hallo Ulrich,


    das mit dem Umschalter Front/Kopfhörer gefällt mir nicht so, auch bin ich mir nicht sicher, ob es überhaupt möglich ist, Rear-Kanäle zu den beiden Audioausgängen zu schicken und Front-Kanäle zum Phone-Ausgang. Also ob man die Frontkanäle in Hauptwerk wirklich dem Phoneausgang zuweisen kann - bezweifle ich stark.


    Aber egal, ich habe nun auch die RME Erweiterungskarte bestellt, sodass ich Rear- und Frontkanäle und Kopfhörer getrennt haben kann, und also insgesamt 6 Audioausgänge habe. Genau passend für Subwoofer, Körperschallwandler, 2xFront und 2xRear.


    Bzgl. Surround-Einstellungen in Verbindung mit Subwoofer mache ich einen neuen Faden auf, wo ihr eure Surround-Einstellungen und -erfahrungen posten könnt, unabhängig davon, welche Soundkarte(n) genommen wurden.


    LG Olaf

  • Hallo Olaf,


    Quote

    Original geschrieben von Dulzian


    Leider sind beide OAM-Sets, die ich habe (Trost Waltershausen und Sauer Dortmund) nur Stereo, ich nutze sie aber sehr gerne. Frage an die Surround-Nutzer: sollte man in dem Fall die Front-Kanäle leise auch auf die Rear-Kanäle schalten, um nicht so den Unterschied zu haben zu den Surround-Sets, oder bringt das nix, oder bringt es evtl. nur mehr Problem (Phasenprobleme z.B.)? :?:


    Ist letztlich eine Geschmacksache. Früher, vor 30 oder 40 Jahren, hat man das Problem mit einer "Surround"-Taste am Verstärker gelöst. Die hat einfach zwei Lautsprecher in Reihe mit 180° Phasendrehung zwischen die beiden "heißen" Signalanschlüsse der Frontlautsprecher geschaltet. Somit wurde auf einfachste Art ein Differenzsignal erzeugt, dass einen räumlicheren Klang hervor brachte. Ich fand es immerhin besser, als den Frontklang nochmal leiser von hinten wiederzugeben.


    Heute benutze ich dazu ein Lexicon MX-400 Multieffekt-Hallgerät.


    Bezüglich der Soundkarte verwende ich im Hauptwerkrechner eine M-Audio Delta 1010 LT mit 8 Analogausgängen. Diese ist eine PCI-Karte und kann in neueren Rechnern deshalb nicht mehr gesteckt werden. Allerdings haben neuere Rechner meist schon 6 bis 8 sehr gute Audioausgänge mit onboard, sodass man eigentlich nicht zwangsläufig viel Geld für eine Soundkarte ausgeben muss. Man benötigt für HW ja nur die DA-Wandler und alle anderen Funktionen, weswegen die Karten so teuer sind, liegen dann meist ungenutzt herum.


    Gruß Michael

  • Ich habe jetzt die RME-Erweiterungskarte bekommen, sodass ich 3x Sterero-Out oder 6x Mono-Outkanäle habe an der Hammerfall RME 9632.


    Nach Installation der Rear-Monitore und etwas Herumspielen bzgl. Mixer bin ich auch zu dem Entschluss gekommen, die Samplesets, die lediglich Stereo sind (das sind meine beiden OAM Sets Waltershausen und Dortmund), nur über die Front-Lautsprecher abspielen zu lassen und die Rear-Kanäle dann nicht anzusteuern.


    Ansonsten ist es natürlich sehr komfortabel, jetzt im mitgelieferten Mixer von RME genau einstellen zu können, welcher Pegel von welchen Inputs an den Subwoofer, den Körperschallwandler, die Front- und die Rearlautsprecher abgeht. Sodass ich da auch nur eine zentrale Stelle habe und nicht überall getrennt, am Subwoofer usw., an den Lautstärkereglern herumfummeln muss.


    Eine riesige Macke hat die so hochgelobte und hochpreisige Hammerfall RME 9632, was ich als eigentlich unzumutbar halte :B :
    Sowohl beim Booten des Rechners, aber vor allem beim Herunterfahren gibt es einen riesigen Knacks, sodass der Subwoofer einen Rumms von sich gibt und ich fast von der Orgelbank falle von der Körperschallwandler-Reaktion (gut, etwas übertrieben). :-8 Insbesondere die kleinen Genelecs 8010-Rearlautsprecher, welche nur eine -10dB-Abschwächung haben und somit nicht so unempflndlich gedreht werden können wie die Front-Genelecs 8020, werden arg gebeutelt. ;D
    Das bedeutet, es kann so nicht bleiben. Das einzige, was mir einfällt, ist wieder mal was zu basteln, nämlich mittels eines weiteren SolidStateRelais eine Einschaltverzögerung für die Lautsprecherkaskade, und eine Sofort-Ausschaltung für die Lautsprecher, wenn ich mittels Resettaster (der für Hoch- und Runterfahren des Rechners da ist) den Rechner herunterfahre, vielleicht noch dazu eine Windows-Applikation, welche das Herunterfahren verzögert nach Druck auf die Resettaste (weiss noch nicht, ob und wie ich das hinkriegen kann).
    Ich habe natürlich alles schon so eingestellt, dass alle Lautsprecher so unempflndlich wie möglich eingeregelt sind, sodass man also mit sehr hohem Linepegel fährt. Würde ich das nicht machen, würde ich alle Lautsprecher kaputt kriegen, befürchte ich, und das gefolgt von meinen Ohren (oder umgedreht) :-confused:


    Dieses Problem hatte meine bisherige Soundkarte Julia@XTe nicht!


    Meine Erwartungshaltung ist, dass ich nix, aber auch gar nix höre beim Hoch- oder Runterfahren des Rechners. Selbst mein uralter Stereoverstärker hat eine Einschaltverzögerung, und der wunderbare Röhren-HighEnd-Verstärker (dem ich nachtrauere, aber aus Röhrenschongründen nur noch für spezielle Genußstunden nutzen möchte), hat sowieso von Natur aus eine eingebaute weiche Einschaltphase...

  • Mein M-Audio 24/96 verhält sich ebenso. Ich muss beim Runterfahren dran denken, den Verstärker leiser zu drehen sonst "freuen " sich meine Infinity.


    Bei so einem hochpreisigen Produkt wie der RME hätte ich das allerdings nicht erwartet!

  • Hallo Olaf, hallo alle :-)


    Freut mich, das Dein Setup tut, schade, daß das so knackt... ist bei meiner RME ähnlich. Meine ist aber extern und hat eine eigene Spannungsversorgung. Es knackt nur, wenn ich ihr die Spannung abdrehe, bevor die Lautsprecher aus sind, nicht beim Runterfahren des Rechners... Hab alle Schallwandler in der selben Steckdosenleiste mit Fußschalter, den ich erst nach dem Hochfahren und vor dem Runterfahren peduell (gibts das Wort? :-) ) drücke, funktioniert prima. So spar ich auch gleich Energie, wenn ich nur den Kopfhörer benutze (meistens bleiben die Lautsprecher leider aus...).


    LG, Ulrich

  • Nach meinen Erfahrungen mit Ein- und Ausschaltgeräuschen, hängt die Ursache nicht unbedingt nur an der Soundkarte, sondern auch maßgeblich am PC-Netzteil. Durch Einbau eines anderen Netzteils waren diese Spannungsschwankungen und damit verbundenen Geräusche mitunter gänzlich weg.


    Ein weiterer Auslöser kann auch auf der Softwareseite liegen. Der Zeitpunkt und die Art der Initialisierung der Soundkarte scheint hier ebenfalls eine große Rolle zu spielen. Ursachen sind evtl. im BIOS, dem Betriebssystem, dem Soundtreiber und der Samplersoftware zu suchen. Da müsste man untersuchen, wann genau beim Booten des Systems es rumpelt.


    Ich hatte auch schon mehrfach VPO-Installationen die anfänglich lautlos operierten und nach Software- oder Hardwareänderungen zum unerträglichen "Presslufthammer" wurden. :-lol:


    Die einfachste, sauberste Lösung wäre, zunächst die Ursachen zu beseitigen, falls möglich.
    Was aber auf jeden Fall immer hilft, ist eine ausreichend lange Einschaltverzögerung der Lautsprecher bzw. Ausschaltverzögerung des PC, so wie Du, Olaf, es oben beschrieben hast. Wenn man es nicht ganz so aufwändig machen will, reicht mitunter eine bestimmte manuelle Reihenfolge beim Ein- / Ausschalten der Komponenten.

  • Normalerweise brauche ich keinerlei PC-Bedienung an meinem Orgeltisch beim Orgelspielen. Es ist ein General Ein/Ausschalter und ein Resettaster (für Booten/Herunterfahren) direkt am Orgeltisch dran, alles andere bediene ich per Midi, incl. Samplesetauswahll oder z.B. Master-Lautstärke usw. Für den General-Ein/Ausschalter habe ich bereits ein SolidState-Relais verwendet, wie in einem anderen Faden beschrieben (zwecks Schonung des Ein/Ausschalters bzgl. Funken und Knackgeräuschen).


    Von daher ist es mir ein Leichtes, ein weiteres SolidState-Relais zu nehmen, in Verbindung mit einem kleinen Microcontroller. Dort kann ich dann programmieren, dass die Lautsprecher incl. Körperschallwandler zeitverzögert (z.B. 20sec) eingeschaltet werden, wenn nach dem General-Einschalten der Resettaster zwecks PC booten betätigt wird. Sodass die Lautsprecher erst aktiv werden, während Hauptwerk mit dem Sampleset geladen wird.


    Beim Ausschalten kann der Mikrocontroller dann ebenfalls den Resetkopf abfragen. Wenn der wieder betätigt wird, können die Lautsprecher sofort ausgeschaltet werden. Dann bräuchte ich zur Sicherheit eine Windows-Applikation, welche nichts weiter macht, als ein paar Sekunden das Windows-Herunterfahren zu verzögern.


    Hat jemand eine Idee, wie man so eine Windows-Applikation programmíeren kann, die nix weiter macht, als das Herunterfahren um ein paar Sekunden zu verzögern?


    Damit sollte sowohl das Ein- als auch Ausschalten praktisch lautlos funktionieren und auch kein Unglück passieren, wenn man ohne diese Mimik und nur mit separatem händisch/peduell ;) bedienten Lautsprecher-Einschalter vergessen haben sollte, die Lautsprecher vorher abzuschalten.


    LG Olaf