Quo vadis, GrandOrgue?

  • Nur GrandOrgue ist da zickig und es knistert und knack und solche Dinge halt. Was ich so lese auch im GrandOrgue SF Forum ist das GO wohl unter Windows auf dem gleichen System sehr viel schlechter läuft.

    Der schwerwiegenste Fehler bei GO war, ASIO rauszuschmeissen. Gibt es eine Binary, wo das wieder aktiviert ist? Das ist die einzige Chance, die Knister-Probleme zuverlässig zu beheben. Nicht das es WASPI nicht könnte, aber die Sound-Treiber sind für WASPI nicht optimiert. Da ist ASIO immer noch die Nr. 1.

  • GrandOrgue unter Windows läuft bei mir mit WASAPI genauso gut wie zuvor mit ASIO4ALL. Ich vermisse beim Onboard Sound ASIO überhaupt nicht. Die Probleme mit Störgeräuschen haben eigentlich immer mit Windows selbst zu tun, das standardmäßig vielen systemseitigen Prozessen den Vorrang vor dem Anwendungsprogramm einräumt. Dazu kommen noch unbedachte Installationen des Anwenders, die permanent noch mehr solcher Prozesse hervorrufen. Microsoft nennt das alles intelligent. Ich finde es aber dumm, wenn sich mein Computer mit sich selbst mehr beschäftigt, als mit meiner Anwendung.

  • GrandOrgue unter Windows läuft bei mir mit WASAPI genauso gut wie zuvor mit ASIO4ALL. Ich vermisse beim Onboard Sound ASIO überhaupt nicht. Die Probleme mit Störgeräuschen haben eigentlich immer mit Windows selbst zu tun, das standardmäßig vielen systemseitigen Prozessen den Vorrang vor dem Anwendungsprogramm einräumt. Dazu kommen noch unbedachte Installationen des Anwenders, die permanent noch mehr solcher Prozesse hervorrufen. Microsoft nennt das alles intelligent. Ich finde es aber dumm, wenn sich mein Computer mit sich selbst mehr beschäftigt, als mit meiner Anwendung.

    Auch Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Grandorgue unter Windows 10 mit WASAPI und mit WDM/KS einwandfrei funktioniert.

    Um VST-Plugins nutzen zu können, benötige ich jedoch ASIO. Ich experimentiere mit INSPIRATA, von dem ich jetzt die Personal Edition gekauft habe (mit 135 GB IR’s ) und dafür benötigen Sie einen VST-Host. Ich verwende Cantabile als VST-Host aber Cantabile erfordert entweder einem VST-Link oder einem ASIO-Eingang.

    In Vincent Burels Audiomixer "Voicemeeter Banana" habe ich dafür eine hervorragende Lösung gefunden https://vb-audio.com/Voicemeeter/. Dies ist ein sehr fortschrittlicher Audiomixer, der das (WDM/KS)-Ausgangssignal von GO akzeptiert und als ASIO an den VST-Host anbietet. Das Tolle ist, dass Voicemeeter jedes Ausgangssignal von Grandorgue, egal ob 44,1kHz oder 48kHz, akzeptiert, dann aber mit einer anderen Samplerate arbeiten kann, sodass die Akustikberechnung mit beispielsweise 96kHz oder 192kHz erfolgen kann.

    Kleine Unannehmlichkeit besteht darin, dass für eine stabile Synchronisation Cantabile gestartet werden muss, bevor Voicemeeter gestartet wird.

    Ich habe das mit einer Batch-Datei gelöst, die bei jedem Start zuerst Cantabile und ein paar Sekunden später Voicemeeter startet.Um nicht durch Eingriffe von Microsoft belästigt zu werden, nutze ich den Rechner getrennt vom Internet.


    Ich hoffe, auf meine Erfahrungen mit INSPIRATA in diesem Setup später zurückzukommen.

  • Für einige Sonderfälle ist es gut ASIO zu haben. Vor Jahren hatte ich Hauptwerk auch mal über ASIO auf einem VST Host laufen lassen. Das war aber nur wegen externem Faltungshall. Heute gibt es IR-Hall sowohl in GO, als auch in HW bereits integriert. Die Lösung mit "Voicemeeter Banana" war mir bisher noch nicht bekannt. Wer GO für Studiozwecke verwenden will, kommt auf diese Art dann immerhin weiter.
    Es gibt aber auch immer noch ASIO-Varianten von GO, nur sind die meistens nicht ganz aktuell. Wenn ich es richtig weiß, dann liegt das Problem mit ASIO an lizenzrechtlichen Gründen. GrandOrgue ist unter einer freien Lizenz und ASIO stammt von der Firma Steinberg und läuft unter einer kommerziellen Lizenz. Da müsste wohl bei jeder kleinen Änderung in der GO-Version wieder ein neuer Lizenzantrag gestellt werden. Möglicherweise entstehen dabei sogar Kosten, die der GO-Entwickler tragen müsste. Da bin ich mir aber nicht ganz sicher.

  • Leute, achtet doch bitte mal ein Bisschen mehr darauf, welches Thema der Faden hat, zu dem ihr einen Beitrag schreibt! (das gilt übrigens auch für mich! ;)) Ich habe hier jetzt rund 30 Beiträge verschieben müssen, weil sie eigentlich nichts mit dem Thema "Zukunft von GrandOrgue" zu tun hatten. Für eine Off Topic Zwischenfrage oder Bemerkung kann man doch ruhig mal ein eigenes Thema anlegen, Es kostet doch nichts.
    Danke :)

    Verschoben habe ich nach hier:


    Was hat es eigentlich mit dem Faltungshall auf sich?


    Und nach hier:

    Virtuelle Orgeln und Computer

  • Es gibt Neuigkeiten zu vermelden:
    Roussel (roussel2nis) hat uns im englischsprachigen Teil unseres MPS Forums einiges mitgeteilt:

    GrandOrgue Release Announcements

    Wer von euch nicht darauf zugreifen kann, der sollte in seinen Benutzereinstellungen auch die Sprache Englisch zusätzlich aktivieren! (Das ist bei der Registrierung des Benutzerkontos leider nicht als Standardvorgabe möglich.) Nur so bekommt man wirklich alles mit, was hier geht.

    Ich erlaube mir aber mal, seine Mitteilung hier als Übersetzung auf Deutsch wiederzugeben:

    (Übersetzung: Google Translator)

  • Es geht voran mit GrandOrgue. Der geänderte Wikipedia-Link ist natürlich prima. Ebenso, dass unsere MPS Orgelseite dort so schön verlinkt ist. :)

    Gesucht wird ein neues Icon / Logo für GrandOrgue !


    Wer sich berufen fühlt und sich mit Grafikprogrammen halbwegs auskennt, der kann seinen persönlichen Beitrag leisten und einen eigenen Designvorschlag einreichen. Das bisherige Icon mit den Klaviertasten fand ich ehrlich gesagt noch nie so besonders passend. Der "Gewinner" wird dann auch namentlich in den erlauchten Kreis der GrandOrgue-Entwickler aufgenommen.

    Aber schaut selbst: https://github.com/GrandOrgue/grandorgue/discussions/734

  • Finde ich super, dass es mit GrandOrgue weiter geht. Leider kann ich weder programmieren noch Grafiken gestalten.


    Wäre es ggf. eine Möglichkeit dein Interface da einzubinden, das du entwickelt hast?


    So einen integrierten Seitenwender mit Notenanzeige empfinde ich schon als ein ziemlich tolles Feature.


    Viele Grüße


    Michael

  • Notenanzeige und Seitenwender in GrandOrgue fände ich ein super Sache. Mach doch mal den Vorschlag direkt auf GitHub. Allerdings bin ich nicht derjenige, der ein Interface für Seitenwender entwickelt hat. Oder was meinst Du genau?

    Gruß, auch Michael

  • Gesucht wird ein neues Icon / Logo für GrandOrgue !

    Ich habe mir vor längerer Zeit mal ein eigene Icon gemacht. Ein echtes Orgelprospekt im Hintergrund einen Rahmen drum herum und GO als Text. Aber so was ist ja als Vector nicht machbar. Die bisherigen Vorschläge dort mit der modernen Art finde ich persönlich schrecklich. Klar die Software und Technik ist modern, aber in dem modernen Stiel ist ja keine Orgelromantik mehr drinnen wenn es auf hochglanz alles ist.

  • Soll GrandOrgue ein neues Icon erhalten? 10

    1. Ein neues Icon wäre gut, es sollte aber ein dezentes, traditionelles Motiv haben. (3) 30%
    2. Nein, ich finde das bisherige Piano-Keyboard -Symbol gut. (3) 30%
    3. Das neue Icon kann gerne eine moderne, ggf. abstrakte Darstellung enthalten. (3) 30%
    4. Das Icon sollte etwas geändert werden, aber noch eine Ähnlichkeit mit dem bisherigen aufweisen. (1) 10%

    Wie könnte denn Deiner Meinung nach ein weniger modernes Icon für GrandOrgue aussehen? Vielleicht können wir hier mal soetwas gedanklich entwickeln. Bzw. würde mich auch interessieren, wer das bisherige GO Icon lieber so beibehalten würde.

  • Ich bin da eher zurückhaltend. Mich interessiert im Vordergrund, dass unsere Wünsche an GO tasächlich im Programm Einzug finden. Alles Andere finde ich nebensächlich. Ich spiele lieber meine Orgel und guck dabei kein Logo oder Icon.

    Mich interessieren eure Ideen und Kreationen. Wenn ich darf schreibe ich gerne welche mir davon am besten gefällt.

  • Notenanzeige und Seitenwender in GrandOrgue fände ich ein super Sache. Mach doch mal den Vorschlag direkt auf GitHub. Allerdings bin ich nicht derjenige, der ein Interface für Seitenwender entwickelt hat. Oder was meinst Du genau?

    Gruß, auch Michael

    Ich meine, dass man doch einen PDF-Reader in die Oberfläche von Grand Orgue integrieren könnte. Das Umblättern könnte dann über MIDI-Signale erfolgen, z.B. beim Drücken eines bestimmten Akkordes o.ä.

  • Wenn ich darf schreibe ich gerne welche mir davon am besten gefällt.

    Selbstverständlich darfst Du Deine Meinung dazu sagen!

    Ich meine, dass man doch einen PDF-Reader in die Oberfläche von Grand Orgue integrieren könnte.

    Jetzt habe ich mal etwas auf der neuen GitHub Seite herumgelesen und auch die neueste GO-Version ausprobiert. Inzwischen muss ich sagen, bin ich ein wenig verhalten euphorisch. Ich habe die Sorge, dass über kurz oder lang in GO nichts mehr so richtig funktionieren könnte. An der Skalierung der Bildschirmausgabe wurde rumgefummelt und ASIO wurde reaktiviert. Beides funktioniert für mich nicht zufriedenstellend und gleichzeitig sind an mind. einem Dutzend anderen Stellen Fehler hinzu gekommen. Da bekomme ich Angst, wie es wird, wenn noch größere zusätzliche Funktionen integriert werden sollen. Möglicherweise ist der Sourcecode mittlerweile so verworren und schlecht kommentiert, dass jede Änderung zum Glücksspiel wird. Die Kommunikation auf Englisch scheint teilweise auch nicht ganz trivial zu sein, bei einer so internationalen Entwicklergemeinschaft.


    Aber gönnen wir den neuen Akteuren erst mal Zeit, sich in alle Details reinzudenken und hoffen auf Durchhaltevermögen und gutes Gelingen. Schon schade, dass Martin - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr aktiv mitwirkt.

  • Da bekomme ich Angst, wie es wird, wenn noch größere zusätzliche Funktionen integriert werden sollen.

    Sofern es kein Hobbyprojekt wird, dann wird es sicher auf einen Stable und Testing Zweig hinauslaufen. Also eine Version die immer stabil und getestet ist und für mutige eine Testversion die neue Dinge beinhaltet die nicht immer rund laufen müssen.


    Möglicherweise ist der Sourcecode mittlerweile so verworren und schlecht kommentiert, dass jede Änderung zum Glücksspiel wird.

    Nicht nur möglicherweise sondern definitiv. Ich habe selbst schon einmal einen Fehler gesucht un habe es nach einigen Stunden aufgegeben. Die Stellen die überhaupt kommentiert sind, da sind die Kommentare eher nicht hilfreich und dann hat man Stellenweise wirklich mehrere hundert Zeilen Code ohne einen einzigen Kommentar. Wenn du also nicht genau weißt was der Code macht und welche Variablennamen und Funktionen was genau tun, dann hast du entweder verloren oder bist ein Genie...

    pasted-from-clipboard.png

  • Da hast Du eine "nette" Stelle gefunden :D viele "magic numbers" - eine Unart vieler Software-Entwickler.


    Ich habe über die Jahre immer mal wieder in den Source geschaut und habe leider keine gute Meinung vom Projekt. Das kann fatal sein, wenn der Hauptentwickler sich aus dem Projekt zurückzieht. Oleg wird vielleicht 2-3 Jahre brauchen, um dann Neuerungen so einbauen zu können, dass bestehende Funktionalitäten nicht kaputt gemacht wird. Wenn er dann irgendwann keine Lust mehr hat, dann fängt das Spielchen von vorne an.

  • Da hast Du eine "nette" Stelle gefunden :D viele "magic numbers" - eine Unart vieler Software-Entwickler.


    Ich habe über die Jahre immer mal wieder in den Source geschaut und habe leider keine gute Meinung vom Projekt. Das kann fatal sein, wenn der Hauptentwickler sich aus dem Projekt zurückzieht. Oleg wird vielleicht 2-3 Jahre brauchen, um dann Neuerungen so einbauen zu können, dass bestehende Funktionalitäten nicht kaputt gemacht wird. Wenn er dann irgendwann keine Lust mehr hat, dann fängt das Spielchen von vorne an.

    Da kann man berechtigt die Frage stellen was sinnvoller ist. Den vorhandenen Code aufräumen und sauber dokumentieren, oder neu anfangen mit dem Projekt auf komplett neuer sauberer Codebasis. Tendenziell wäre der komplette Neuanfang wohl die bessere Wahl. Aber als Hobbyprojekt wohl unmöglich machbar. Ich bin mir nicht einmal sicher ob es überhaupt für jeden Bereich jemanden gibt der mit den Funktionen und Code zurecht kommt.

  • Mhh - sowas dachte ich mir. Ist schon lange her, dass ich mal einen Blick in den Code geworfen habe. C-Programmierung war mal ein Bestandteil meines Studiums, aber das ist nun auch schon lange her und mein beruflicher Werdegang ging in eine andere Richtung. Vor etlichen Jahren hatte ich mal angeboten, dass ich mich in die Programmierung von GO mit einbringen könnte. Für mein Angebot bestand aber angeblich eher weniger Bedarf. So befasste ich mich mehr mit der Erstellung von GO ODF und Umsetzung größerer HW-Sets, um die Verbreitung von GO sinnvoll zu unterstützen.

    Spontan hätte ich jetzt die Vision, ob es nicht denkbar wäre, dass sich hier im Forum eine handvoll Leute zusammenschließen und wir uns in den Sourcecode gemeinsam reindenken, Kommentare ergänzen, neu strukturieren usw. und die Ergebnisse dann auf GitHub mit einbringen. Mir sind hier auf unserer Seite schon mehrere Mitglieder über den Weg gelaufen, die sich Programmierer nennen. Vielleicht wäre das hier in einem Diskussionsfaden auf kleinem Dienstweg und in Muttersprache einfacher zu bewerkstelligen. Was denkt ihr?

  • Ich habe zu wenig Zeit, mich da zu engagieren, aber meiner Meinung nach fehlt ein Software-Architekt, der das System auf eine saubere Basis stellt. Viele Leute sind nur Programmierer - die können Code reinhacken. Da schaut man nach ein paar Jahren in den Code, schüttelt den Kopf und die Programmierer sagen achselzuckend dazu: "ist halt historisch gewachsen".


    Die relevanten Teilbereiche müssen erkannt, definiert und in eine sauber aufgebaute Architektur gebracht werden, bei der einzelne Module über klar definierte Schnittstellen (APIs) kommunizieren. Es besteht eine Chance auf Erfolg, wenn nicht jeder Beteiligte mit seinem Wissen drauf los hackt, sondern wenn man auf der Basis einer festgelegten Modellarchitektur entwickelt, die ein Architekt regelmäßig auf Einhaltung der Regeln überprüft.


    Desweiteren sollten neue Hardware-Technologien berücksichtigt werden. MDyde tut sich da schon mit einer neuen Touchoberfläche schwer. Die werden wir in Hauptwerk ggf. nie sehen, weil MDyde nicht mehr der Jüngste ist, aber wahrscheinlich immer noch alles alleine entwickelt. Touchoberflächen (GreatOrgue zeigt in die richtige Richtung, ist teilweise aber lahm), schnelle M.2 SSDs sind hier zu nennen, die einem Sampler einen neuen Kick verleihen könnten.


    Der von Haralder gezeigt Code beinhaltet ausnahmsweise keinen wxWidgets-Code (das ist ok). Es gibt aber viele Module, die mit den wxWidget-Klassen verseucht sind. Das alles aufzuräumen hat wahrscheinlich niemand Bock drauf. Um das sauber aufzubauen, braucht man erfahrene Software-Entwickler, sonst wird auch eine Restukturierung etwas Halblebiges werden, was dann auch keiner pflegen kann.