Software für den Notensatz

  • Hallo liebes Forum,


    in diesem Thema kann über die verschiedensten Programme zum Notensatz diskutiert werden.
    Mich interessiert besonders das von Erik angesprochene Programm LillyPond.

  • Hallo Martin


    Ich benutze jetzt seit einige Zeit Lilypond und für mich stimmt dieser Art von Notenschreiben, da es meiner Ansicht nach viel schneller geht mit der Tastatur als mit der Mouse. Ausserdem kann man diese "Blind" schreiben.
    Nur mit einen Texteditor ist mir dann doch auch ein bisschen mühsam. Dazu setze ich dann Frescobaldi ein. Dies ist eine grosse Hilfe für die Benutzung von Lilypond.
    Und das Notenbild von Lilypond ist wirklich sehr schön.


    Lilypond und Frescobaldi sind "gratis" Software. Einfach ausprobieren :A
    Lilypond
    Frescobaldi


    Gruss
    Erik

  • Frescobaldi ist eine Benutzeroberfläche für Lilypond.
    Neben dass es Resultat (pdf Datei) neben der Text als Vorschau dargestellt wird, kann auch in der Vorschau auf eine Note geklickt werden und wird diese selektiert in der Texteditor.

  • Quote

    Original geschrieben von Offenbass


    also sieht man sofort nach einer Texteingabe die Note auf der Partitur?


    Nein, die Notenvorschau wird in Frescobaldi neu erstellt via Menu "Noten stechen" oder Shortcut CTRL+M

  • So jetzt mal Zeit für ein Beispiel


    Mir hat immer folgendes Trio sehr gut gefallen:
    Wir knien vor Dir nieder


    War aber nicht so begeistert von Notenbild und vor allem: ich hätte es wenn möglich am liebsten auf 2 A4 (und nicht 3).


    Resultat war folgendes Lilypond Datei. Ich habe sowohl die Sourcecode wie auch das "Resultat" als pdf angehängt.
    Um von Querformat auf Hochformat zu wechseln, einfach der 4. Zeile im Sourcecode abändern und die Text
    'landscape
    entfernen.



    Gruss
    Erik

  • jetzt wolle ich ja eigentlich die Lilypond Sourcedatei anhangen... leider ist aber ein Datei von Typ .ly nicht erlaubt.
    Anbei dann als txt-Datei. Bitte umbenennen zum .ly

  • So, ich habe Lillypond nun installiert. Komme aber mit der Installation von Frescobaldi nicht wirklich weiter. Mir ist nicht klar, wie ich Frescobaldi mit Lillypond zusammenbekomme. Gibt es da Tricks?

  • Quote

    Original geschrieben von Offenbass


    So, ich habe Lillypond nun installiert. Komme aber mit der Installation von Frescobaldi nicht wirklich weiter. Mir ist nicht klar, wie ich Frescobaldi mit Lillypond zusammenbekomme. Gibt es da Tricks?


    Gibt es dann Fehlermeldungen während der Installation von Frescobaldi? So ja, welche? Bei mir hat er einfach die vorhandene Lilypond Installation erkannt und hat dies dann auch entsprechend verwendet.


    Gruss
    Erik

  • Hallo Erik,


    ich habe es hinbekommen.. :-dance: .Frescobaldi und LillyPond arbeiten jetzt. Ab heut abend werd ich mich mit der Funktion auseinandersetzen. Ich bin gespannt...ich werde meine Erfahrungen damit noch kundtun.

  • So, nach mehreren Anläufen mit Lillypond bin ich weg davon.
    Dank Ubuntu Studio bin ich auf das in den Paketlisten enthaltene Musescore gekommen. Das geht wirklich gut. Midieinspielungen sollen wohl auch damit gehen...man kann damit auch Capella Dateien laden und abspielen.


    http://musescore.org/de

  • Dann Willkommen in der Welt von Fluidsynth. Wenn Du dann einmal Deine Noteneingabe statt mit Orchestra mit Orgel-Klängen ersetzen möchtest, wirst Du auch auf die entsprechenden Soundfonts stossen, folglich auch auf jOrgan....

  • Hallo Felix,


    was ist Fluidsynth?
    Ich habe Qsynth auf meinem Rechner, dies erklärt sich aber selbst zu einer Bedienoberfläche für Fluidsynth. Fluidsynth selbst wird im Terminal ausgeführt.
    Dieses Qsynth sieht aus wie eine Art Hallgerät...

  • Fluidsynth ist der verbreiteste Klangerzeuger - Rechnerplattform unabhängig. In diesem Synthesizer werden die sog. Soundfonts abgespielt, so etwas wie Minisamples, wobei die Entwicklung auch längere und komplexere Anwenungen ermöglicht, die Klangsynthese, wie in Deinem Beispiel, eingeschlossen. Sowohl zum einfachen Musizieren als auch zum Abspielen von MIDI-Dateien ist dieser Synthesizer in vielen Musikprogrammen an Millionen von Rechnern enthalten, z. B. in Medienplayern, MIDI-Abspielern, im sehr erfolgreichen Notensatzprogramm "MuseScore", aber auch, neben der komplexen MIDI-Konsole von jOrgan, in vielen einfachen Anwenungen für die MIDI-Klaviaturen.


    Die Klänge sind in eigenen "Datenbänken" der Klangschriften auf ähnliche Weise verlinkt, wie die Pfeifenklänge der Orgel in HW oder GO in den ODF's. Ob man nun für jeden einzelnen Ton eine Klangdatei einsetzt, oder aus einer kleineren Sammlung der Klangdaten die übrigen generiert, geschieht ähnlich, wie z. B. in GO die Pitch-Funktion aus wenigeren Klangdaten vollständige Pfeifenreihen erzeugt. Wenn Du Klavträsk-extended mit der Demo Orgel vergleichst, wirst Du den Unterschied zwischen Einzeltonsampling und der vom Programm transponierten Samples deutlich wahrnehmen. In beiden virtuellen Orgeln sind gemeinsame Klangdaten enthalten. Viele Klangschriften haben halt wenigere Einzeltondaten - vor allem diejenigen der Pfeifenorgel haben erst in den letzten Jahren vollständigere Einzeltondaten erhalten.


    Das Thema mit dem Fluidsynth ist sehr umfangreich, daher bekommst Du durch das Googeln mehr Infos.

  • Ich benutze Finale, zuerst hatte ich mit Finale Printmusic angefangen, und jetzt die Finale-Vollversion, allerdings schon etwas angegraut (Version 2009).


    Wenn ich ehrlich bin, Finale kann man niemandem empfehlen. Wahrscheinlich kann man alles machen, aber die Bedienerführung ist schlecht. Man kann nicht intuitiv sehen, in welchem Menü man etwas einstellen kann.
    Zudem ist der automatische Notenabstand zumindest in meiner Version ziemlich grausam. Wenn man ein schönes Notenbild haben will, muss man die Notenabstände von Hand justieren.
    Zum Wahnsinn treibt es mich, wenn die Notenhälse automatisch sich umstellen, obwohl ich z.B. in einem System die Alt-Note mit Notenhals oben haben will und die Tenor-Note mit Notenhals unten - kann man sicherlich alles irgendwo irgendwie einstellen, aber es ist sehr schwer zu finden und auch zu merken (wie geschrieben, nicht intuitiv).

  • Quote

    Wenn Du Klavträsk-extended mit der Demo Orgel vergleichst, wirst Du den Unterschied zwischen Einzeltonsampling und der vom Programm transponierten Samples deutlich wahrnehmen. In beiden virtuellen Orgeln sind gemeinsame Klangdaten enthalten.


    Das Demo-Set basiert zwar auf Klavträsk, die Samples wurden aber bearbeitet und umintoniert.

  • Etwas anderes habe ich auch nicht geschrieben - die Demo Orgel enthält nicht für alle Klangdaten Einzeltonsampling, und sie baut auf der erwähnten VPO. Gruß zu dieser Nachtstunde!