Populäre Musik auf der Orgel

  • Populäre Musik auf der Orgel


    Mit diesem Thema wird die "Pfeifenorgelszene" wohl in Zukunft immer öfter konfrontiert werden. Hierzu habe ich einen interessanten Bericht auf der Seite der "Walcker-Stiftung" gefunden. Im Anhang an den Artikel von Roland Eberlein ist eine sehr schöne Auflistung von Links (YouTube) zu solchen populären Stücken, die auf Pfeifenorgeln interpretiert wurden.


    Manche Stücke kann man ja auf Grund des Alters schon fast wieder als "Klassiker" bezeichnen, so z. B. "We are the Champions" von der Gruppe Queen.


    seht selbst:


    http://www.walcker-stiftung.de…Musik_auf_der_Orgel-1.pdf

  • Ich finde es immer schön auch Moderne Stücke an der Orgel zu hören. Es ist nur schwer allgemein gültige Interpretationen für eine Orgel zu fassen, weil es eben nicht "Die Orgel" gibt. Ich denke mir die klanglichen Unterschiede machen es so selten das man Moderne Stücke öfter hört. Während sich ein Modernes Stück an Orgel A gut anhört, kann es an Orgel B total mies klingen.


    Ich selbst schreibe ja auch gerne Stücke, auch auf Grundlage moderner Ideen und Vorlagen, aber ich bevorzuge Orgeln die nicht Romantisch sind, dafür schreibe ich dann. Wenn ich diese Stücke dann auf unseren echten romantischen Orgeln spiele, dann hört es sich falsch an. Zugegeben der 08 15 Pop taugt wohl für die Orgel eher weniger. Aber viele gut ausgearbeitete Stücke auch vor allem aus den 80er und 90er funktionieren sehr gut. Ein Eye of the Tiger auf einer großen Orgel ist fantastisch. Genau so gut funktioniert meiner Meinung und Erfahrung nach Filmmusik wunderbar, aber auch Musik aus Videospiele.


    Tendenziell ist meiner Erfahrung nach weniger das Problem dass es nicht möglich wäre, sondern viel mehr das eingefleischte Kantoren alles was Pop auch nur im entferntesten ähnelt eher kritisch sehen. Vermutlich auch primär weil im Pop Dinge fester Bestandteil sind, welche im klassischen Orgelspiel verboten sind.

  • und hier das gleiche für die Liebhaber etwas größerer Orgeln :-)

    hier klicken

    Ich frage mich wie lange man braucht so eine Orgel zu beherrschen. Natürlich das spielen ist das selbe wie auf jeder anderen auch, aber bei mir würde es vermutlich so enden "Liebe Gemeinde, vor Strophe 2 des Liedes gehen Sie doch bitte einen Kaffee trinken oder eine Rauchen, ich brauche etwa 30 Minuten die Register zu finden" :)

  • Ich frage mich wie lange man braucht so eine Orgel zu beherrschen. Natürlich das spielen ist das selbe wie auf jeder anderen auch, aber bei mir würde es vermutlich so enden "Liebe Gemeinde, vor Strophe 2 des Liedes gehen Sie doch bitte einen Kaffee trinken oder eine Rauchen, ich brauche etwa 30 Minuten die Register zu finden" :)

    Wie man beim Spiel erkennen kann, nutzt der Organist Setzer, also den Kaffee beim Programmieren vor dem Auftritt trinken ;-)

  • So was ist aber wirklich Wahnsinn. Selbst bei einer kleinen Orgel mit 30 Register ergeben sich ja mehr Kombinationen als man jemals spielen kann. Es ist ohnehin nicht immer einfach einen Klang den man sich vorstellt auch zu registrieren. Ich denke auch einmal bei 300 Register, da verstellt man beim spielen nichts mehr. Wenn man dort anfängt den Prinzipal 16" zu suchen, dann hat man schon verloren. So was geht vermutlich nur mit Spielhilfen wie Speicher und ähnliches. Davon abgesehen frage ich mich ob man die oberen Manuale wirklich längere Zeit sinnvoll spielen kann ohne danach einen Ergotherapeuten zu buchen.


    Ach so, wenn es um die Pflege, Wartung und das Stimmen der Orgel geht, dann spätestens bin ich raus :) So ein Instrument beschäftigt vermutlich dutzende Fachleute in Vollzeit.

  • Witzig finde ich die Löcher im Notenpult, damit man die Manuale noch sehen kann :D



    Selbst bei einer kleinen Orgel mit 30 Register ergeben sich ja mehr Kombinationen als man jemals spielen kann.

    Es klingt ja nicht alles schön, was machbar ist. 30 Register sind noch übersichtlich. Die PAB mit 92 Registern, die Pasadena mit 98 (?) Registern oder die Hereford 67XL plus mit jeweils irre viel Sub- und Superkoppeln machen mir da schon mehr Arbeit, gute Klangkombis herauszufischen. Aber das macht mir bei großen Samplesets Spass, weil man immer Neues entdecken kann.

    Die Kunst ist es, mit möglichst wenig Registern den gewünschten Klang zu erreichen.

  • Bohemian Rapsody hab ich auch schon auf mehreren Orgeln gespielt. Selbst bei nur 10 Registern war das für die Registranten kein Vergnügen... vor allem, wenn die Register im Takt gezogen und abgestoßen werden müssen.

  • vor allem, wenn die Register im Takt gezogen und abgestoßen werden müssen.

    Ich finde so etwas an mechanischen Orgeln immer schwierig während des Spiels die Registrierung zu verändern. Klar mal ein Register dazu nehmen oder entfernen geht meist noch aber man kommt schnell dabei aus dem Konzept. Ich versuche die Registrierung auf mehreren Manualen so zu schaffen das ich dann nichts mehr ändern muss während eines Stücks. Davon abgesehen hätte ich auch keinen oder mehrere die sich um die Registrierung kümmern könnten während ich spiele.


    So was spielt man am besten auf elektrischen Orgeln die entsprechende Spielhilfen zum registrieren bieten. Einen kleinen Knopf am Pedal oder unter den Manualen kann man nebenbei schnell mal drücken um die gewünschte Registrierung aufzurufen.


    Faszinierend finde ich es trotzdem wie einige Orgelspieler nebenbei mal routiniert die komplette Orgel umregistrieren während sie ungestört weiterspielen und es nicht auffällt. Wobei es sich dabei vermutlich auch um Stücke handelt die so aufgebaut sind das die Registrierung geändert werden kann während das Stück weitergeht. Zumindest baue ich meine eigenen Stücke so auf das ich mir dort die Zeit einbaue die ich brauche bei Bedarf etwas zu verändern und dann eben die passende Hand gerade frei habe. Das funktioniert dann aber auch nur wenn ich die Orgel kenne und auf diese eben anpasse.