Walcker Orgel Miskolic Ungarn

  • Ich beobachte Augustine´s Projekte schon eine ganze Weile, habe das eine oder ander Set gekauft und war enttäuscht.
    Aber das neue Set der Walcker Orgel von Miskolic in Ungarn scheint nun endlich der Durchbruch zu sein! Die Walcker Orgel wurde klanglich korrekt eingefangen, ein schönes, symphonisches Instrument. Neo-Barock wird vom Hersteller gesagt. Für mich ist es eine romantische Orgel. Enrico Sandrini (Sanden) hat ein Stück von Beethoven auf Contrebombarde eingestellt. Und das will was heißen! :D
    Ich habe mir die Demo Version geladen ... alles geht und klingt toll. Mycografik ... mir egal. ich will ja den Klang haben. :)
    Schaut/hört es Euch einfach mal an! :-music:

  • Die Sachen vom lieben Augustin sind nach wie vor mit heißer Nadel gestrickt. Das alles nachzuarbeiten habe ich weder Lust noch Zeit. Meine 39 € für die Rieger Monor Orgel waren rausgeworfen. Das Sampleset benutze ich nicht.
    Was aber ganz nett ist, sind die freien ungarischen Dorf Orgeln. Ich respektiere durchaus die Arbeit und den permanenten Fleiß. Vielleicht gelingt ihm tatsächlich mal ein großer Wurf, was ich ihm von Herzen gönne :-)


    Michael

  • Bis jetzt habe ich ehrlich gesagt auch noch nicht den "Drive" gehabt die Demo zu installieren. Michael (Positiv) hat ja bereits sehr schöne Worte zum Thema gefunden ;)


    Bis jetzt hoffe ich auch immer noch von Sampleset zu Sampleset, dass dem lieben Augustin mal der Durchbruch gelingt. Aber je schneller das nächste Set kommt, desto mehr begrabe ich diese Hoffnung schon wieder. Oder ist mit diesem Set am Ende vielleicht doch die Kehrtwende eingetreten?



    Was sich meiner Meinung nach wie ein roter Faden durch alle seine Samplesets zieht, ist u. a. ein zu dünner Bassbereich. Das Fundament aller Orgeln ist irgendwie nicht so richtig tragfähig. Die warme Fülle fehlt. Kann eigentlich kaum sein, dass es immer nur an den Orgeln liegt. Sicher sind einige Neobarock-Orgeln dabei, bzw. auch zum Teil desolate "Schreihälse" bei denen die Samplingaktion vielleicht mehr dokumentatorischen Nutzen hat, als ein wirklich schön spielbares Set zu ergeben. Aber alle Orgeln können wiederum auch nicht dieser Art sein. Nein, es wären ja durchaus brauchbare Originale dabei.


    Das Aufnahmeequipment war früher sicher ein wesentlicher Faktor gewesen. Meines Wissens aber hat er sich hier seit einiger Zeit deutlich bessere Technik zugelegt. Also woran könnte es noch hapern? Vielleicht liegt das mit dem dünnen Bass ja einfach nur am Abmischen. Vielleicht mischt er mit einem zu billigen Lautsprecher / Kopfhörer ab, der selbst eine deutliche Bassüberhöhung aufweist? Auf diesem hört sich dann vielleicht alles ausgewogen an, während auf meinen Studioboxen und Kopfhörern mit relativ ebenem Frequenzgang dann alles abgemagert klingt?


    Hat jemand von euch auch so einen Eindruck?


    Die Samples selbst scheinen mir auch wenig bis gar nicht bearbeitet zu sein. Das ist in gewisser Weise aber auch Geschmacksache. Mir ist es mitunter lieber einige Unschönheiten in den Samples vorzufinden, anstatt dass sie bis zur maximalen Langweiligkeit entstört, entrauscht und zu Tode nivelliert wurden.


    Woran es sicher hapern muss bei dieser kurzen Zeitspanne von einem Set bis zum nächsten, das ist die Feinarbeit im Abgleich der Lautstärkeverhältnisse sowohl der Pfeifen innerhalb eines Registers, als auch der Register und Werke untereinander. Ebenso natürlich die Optimierung jedes Einzelsamples bezüglich der Loops und der Releasemarker. Das ist leider auch ziemlich deutlich zu hören, was auch extrem schade ist, dass gerade hier nicht genügend Fleiß aufgewendet wird.



    Ich habe mir schon überlegt, ob man Augustin nicht mal im Kollektiv eines seiner Sets abkaufen könnte. Also ich meine die Ursamples inklusive aller Rechte daran !
    Dann könnten wir hier gemeinsam mit vereinten Kräften versuchen aus dem Rohmaterial wirklich mal ein schönes Set zu generieren. Das wäre doch ein schönes, für alle sicher lehrreiches Projekt, an dessen Ende dann wenn möglich ein frei verfügbares Set für GO herausspringen sollte.


    Was haltet ihr von so einer Idee?



    Um aber nochmal auf das eigentliche Thema Walcker-Orgel Miskolc zurückzukommen:


    Ich hatte mich schon gefreut, dass die Demostücke jetzt offenbar deutlich mehr warmen Bassanteil besitzen. Allerdings waren das Demos, die nicht auf der Seite von Augustin vorgehalten werden. Wenn ich dagegen die Aufnahmen dieses Sets auf Augustins Seite anhöre, so klingt der ganze Bassbereich wieder wie gewohnt viel zu mager. Offenbar hat man jetzt andernorts Klangverbiegungen beim Abspielen des Sets angewendet oder die Aufnahmen nachbearbeitet ?! :-|


    Ich versuche jetzt mal ein Hörbeispiel zu verlinken:



    Stabat Mater (four verses with Amen)


    Aufnahme auf Contrebombarde von User "sanden": http://www.contrebombarde.com/concerthall/music/16344



    Ein durchaus tiefer und fülliger Bass, aber wo bleibt der in den Aufnahmen von Augustine?


    Aufnahme auf Augustine VO: hier z.B das Lied Nr. 4, 7 oder 10 auswählen mit 16´ im Pedal



    Klingt das nicht irgendwie mager und schrill dagegen?


    Gruß Michael

  • Ihr lieben beiden Michaels,


    ich kann Eure Vorbehalte durchaus verstehen und war am Anfang genauso misstrauisch. Aber bitte gönnt Euch die Demoversion des neuen Sets auf Euren Spielanlagen. Und Ihr werdet den deutlichen Quantensprung zu den bisherig erschienen Sets von Augustin hörbar erleben. Für mich ist es wirklich ein Durchbruch und daher auch anerkennenswert!


    Und zu den Einspielungen ... ja, auf Augustin´s Seite klingen die Demos sehr dünn. Keine Ahnung, an was das liegen mag. Aber die Einspielungen auf Contrebombarde sind echt und nicht nachbearbeitet. Eine Verfälschung seiner Vorträge hätte Enrico (Sanden) auch gar nicht nötig. Er ist ein Meister auf der Orgel!


    Abschließend noch ... auch ich habe einiges Geld in die Sets von Augustin "versenkt" und enttäuscht feststellen müssen, dass diese einfach unbrauchbar sind. Aber vielleicht war es so bestimmt und hat geholfen, nun dieses wunderbar gelungene Set der Walcker Orgel von Miskolic auf den Markt zu bringen. :)


    Beste Grüße,
    Peter :-organ:

  • Der Klang gefällt mir nicht. Klingt irgendwie nach schlechten Mikros und/oder ungünstigen Aufnahmepositionen.
    Als würde ein Teil der Akustik durch irgendein Artefakt nicht richtig durchkommen. Die tiefen Frequenzen sind
    überbetont - kurz gesprochen: Das klingt alles unausgewogen und teilweise stumpf.
    Der Ton wurde nicht optimal eingefangen. Teilweise klingelt der Klang so, wie es früher bei fehlenden Releases der Fall war. Die Releases sind fehlerhaft. Dazu braucht man das Set nicht mal installieren. Hört man schon bei den Demos raus. Klingt wie eine uralte elektronische Orgel.
    Absolut inakzeptabel. Aus meiner Sicht ist jeder Euro rausgeschmissenes Geld. Die Euros sollte man sich für die Weissenau aufheben.


    Um auf den ersten Beitrag einzugehen: Ja das ist der Durchbruch - nur in die falsche Richtung. In den Keller.


    Grüße
    Wolfgang

  • Mmh ... hier darf man durchaus geteilter Meinung sein aber wie ich finde, nicht den Maßstab an professionelle Sample Sets wie die, von Sonus Paradisi oder MDA legen.


    Augustin ist eben ein Amateur und so sind die Sets natürlich auch nur laienhaft, und mit "billiger Technik" umgesetzt.
    Mein erster Beitrag dazu sollte auch so verstanden sein ... Durchbruch und Quantensprung nach oben, bezogen auf das Gesagte und unter Berücksichtigung und einer Kenntnis der von Augustin´s davor erstellten Sets. :)