rr01`s Multimediaspieltisch

  • Interessante Gedanken zur Holzverarbeitung. Leider bin ich da auch kein Experte sondern nur Heimwerker.


    Früher hatte ich mal verschiedene Horntrichter für Lautsprecher gebaut, die ja auch sehr gebogen und gewölbt in alle Richtungen sind. Diese hatte ich über Negativformen mit Glasfaser und Epoxidharz laminiert und anschließend noch umschäumt. Die Gehäuse dafür hatten ebenfalls Rundungen, die ich mit selbstklebendem Fertigfurnier überzogen habe. Das gibt es in unterschiedlichen Holzarten und ist vollflächig mit einem Schmelzkleber überzogen, sodass man das Furnier relativ einfach mit einem heißen Bügeleisen auf den Untergrund "bügeln" kann. Anschließend Feinschleifen und ggf. Lasieren oder Klarlackieren. Das gab es damals fast in jedem Baumarkt. Neulich habe ich es erst im Internet wiederentdeckt.


    Quote

    Original geschrieben von rr01


    ... aufgrund des modernen Designs Drucktaster, anstelle der Manubrien, zu verwenden, muss die Metallfarbe ausgewählt werden: Messing oder Edelstahl, auf Hochglanz oder matt oder gebürstet, was man als Heimwerker ja alles selber nachbearbeiten kann . Da die Pfeifen von mir auf Spiegelglanz poliert werden, wird wohl nur Edelstahl in Frage kommen.

    Es sind auch durchaus Drucktaster in Echtholz denkbar. Unser User Stephan hatte vor einiger Zeit mal einen Spieltisch gebaut, bei dem die Tasterflächen aus selbst hergestellten Holzplättchen bestanden, die an einer Kante drehbar gelagert waren und einen darunter befindlichen Mikrotaster auslösen konnten. Vielleicht existieren dazu noch irgendwo Bilder?

  • Das was eine wirklich schwierige Geburt


    http://workupload.com/file/GHASridq


    zuerst musste ich die 2 Satellitenkabel durch den Keller zum Orgeltisch führen. Dann bekam ich die Edelstahlschienen mit em 90 Grad Bogen an der Decke nicht so einfach. Zunächst versuchte ich mein Glück beim Bühnenbau, aber die waren an mir als Kunde nicht interessiert.


    Die Schienen werde ich abkoffern. MDF Platte mit dem Ausschnitt Schiene an die Decke schrauben, verspachteln und streichen. An den Rändern baue ich dann versteckt eine indirekte Beleuchtung ein, die ich über den Spieltisch über die Drucktaster ansteuern kann.
    Die Höhe des DVD-Spielers usw. ist so, dass er unter die Manuale geht, so dass ich nur um die Tiefe des Fernsehers mit dem Oberbau des Spieltisches nach vorne gehen muss. Er verschwindet dann im Orgelprospekt,: baue normale Tür oder eine Schiebelösung. Die Soundbar beim Fernseher hab ich ganz nach unten gesetzt.
    Vorher war die ganze Sache auf einer Rollkonsole verstaut und über die Kabel am Boden musste man ständig drübersteigen. Aufgeräumt wurde die ganze Sache in einem Einbauregal. Nachdem wir uns letzte Weihnachten einen größeren Fernseher gegönnt habe, hätte ich das Einbauregal erweitert müssen. So kam auf die Idee mit dem Spieltisch. Der zukünftige Fernseher könnte dann durchaus noch etwas größer sein.


    Die Kabel führe ich jetzt über Rollen an der Schiene in Ziehharmonikatechnik mit dem Fernseher mit. Über einen Kabelbaumschlauch verkleide ich sie dann.


    Reinhard

  • Uih - ich hoffe Du hast da keinen statisch wichtigen Deckenträger angesägt :o
    Ansonsten interessante Idee den Fernseher mit der Schiene hinter der Orgel zu parken. Sieht aber alles auch noch nach ganz schön Arbeit aus.
    Wo hast Du denn die Schienen letztlich bekommen?

  • Da Thomas die Frage zur akkustischen Endkoppelung des Pedals aufgeworfen hat, und man unter dem Pedal dann eine irgendwie geartete Isolierung anbringen müsste, damit mit dem Pedal etwas höher kommt, wäre Platz für eine Platte, die unter dem Pedal eingeschoben werden kann und die man dann zum Saubermachen einfach rausziehen könnte.
    Für mich ist es ein physikalisches Phänomen, die Physiker sind hier zur Erklärung aufgerufen, dass sich unter dem Pedal magisch Schmutz anzieht. Von Bleistiften, Radiergummis, Essensresten u.a. gar nicht zu reden :/


    Reinhard

  • Quote

    Original geschrieben von rr01


    Für mich ist es ein physikalisches Phänomen, die Physiker sind hier zur Erklärung aufgerufen, dass sich unter dem Pedal magisch Schmutz anzieht. Von Bleistiften, Radiergummis, Essensresten u.a. gar nicht zu reden :/

    Da sind ganz klar die Gravitatsionskräfte am wirken. Also Massenanziehungskraft ähnlich wie zwischen Mond und Erde. Bei genauerer Betrachtung merkt man auch, dass die Verschmutzung mit den Mondphasen zu und abnimmt. Bei Vollmond und Ebbe ist es am schlimmsten. :-angel:

  • Aus Erfahrung wird man klug. Im Hintergrund hatte ich immer, ob ich nicht trotz aller anderen Ratschläge im Forum eine Raumbeschallung angehen sollte. Wie im Foto sichtbar hat das Wohnzimmer mit dem schiebbaren Fernseher ein L-Form. Wie schon dargelegt habe ich unter dem Fernseher eine Soundbar und musste jetzt feststellen, dass Soundbar und Lautsprecher am Fernseher vollkommen unverträglich sind. Wenn der Lautsprecher an ist, kommt es zu einem für mich nicht erwarteten Echo; Schall ist halt doch nicht schnell. Würde man beim Orgelspielen so krass ja nicht feststellen, da der Hall ja im Wetmodus per se vorhanden ist.


    Damit wird aber auch klar, dass jede beliebige Raumbeschallung zumindestens in meinem Spielraum den im Sampleset vorhandenen Echoeffekt verfälschen würde. Damit wäre man komplett weg von der Originalaufnahme

  • Aufgrund des sehr interessanten Mitbestellangebots (Danke an Stephan für die Möglichkeit) war ich der Meinung, dass es vielleicht durchaus einen Sinn machen würde, so wie bei den Rogersspieltischen, unter jedem Manual eine Setzerleiste einzubauen. Ist wohl nur für Vor und Zurück sinnvoll. Wenn niemand anderer Meinung dann würde ich dies in meinem Spieltisch so auch umsetzen.
    Für die Schreiner unter euch bin ich im Augenblick an der Furnierentscheidung. Maser, Halbmaser oder kaschiertes Stirnholzfurnier in Eiche. Muss wohl mit der Rückwand beim Fernseher beginnen, was bzgl. der Größe eine Herausforderung für den ambitionierten Heimwerker ist.

  • Auf dem Weg hin zum Internet der Dinge gibt es in vielen Haushalten viele vernetzbare Endgeräte. Zumindestens bei mir ist der OrgelPC der leistungsstärkste PC. Bewusst nutze ich ihn nur als OrgelPC ohne Zugang zum Router. An anderen Stellen im Forum wurde ja schon in der Praxis festgestellt, dass wenn er mit anderen Aufgaben beschäftigt ist, es durchaus zu Störungen in der Sounddarstellung kommen kann. Die PCs in den Tonstudios werden, wurde hier ja schon diskutiert, frei gemacht von nicht für den Sound notwendigen Hintergrundaufgaben.
    Da meine alte Stereoanlage in der Küche kaputt gegangen ist stellt sich bzgl. der Nachfolge die Frage nach Radio/Stereoanlage klassischer Art oder Streamingerät. In der Folge dann Nutzung des OrgelPCs als Medienserver oder OrgelPC an der Medienlösung in meinem Haushalt.


    Wie sind dazu eure praktischen Erfahrungen?

  • Hallo Reinhard,


    ich empfehle nen Deezer Account. Ich habe den auch und so brauche ich keine Musik zu horten.
    http://www.deezer.com
    Ich möchte das nicht mehr missen. Auf sehr vielen Geräten kann man Deezer abspielen. Smartphones, Smartradios, TV's und Sonos Anlagen.
    Als Medienabspieler hat sich Sonos bewährt. Per Wlan geht die Musik vom Deezeraccount durch das ganze Haus.


    http://www.sonos.com/de-de?utm…choCobHw_wcB&gclsrc=aw.ds


    So bräuchtest du den OrgelPC nicht zu belasten und hast eine äußerst flexible Lösung.


    Gruß
    Martin

  • Also bei den heutigen niedrigen Preisen für brauchbare Computer bin ich auch eher geneigt jeder Anwendung den eigenen Rechner beiseite zu stellen. Es sammeln sich bei mir nach und nach immer wieder Geräte an, die ich z. B. als Orgel-PC nicht mehr nutze, weil sie durch Schnellers / Größeres ersetzt wurden. Für viele andere Anwendungen sind die dann aber noch gut, wie vlt. auch als Server für Streaming.
    Selbst mit einem kleinen RaspberryPi für 39,- Euro kann man ja schon unglaublich viel anstellen.

  • Damit wird die Sache auch in diesem Bereich für mich klarer. Ich lasse den OrgelPC als OrgelPC und nehme einen ServerPC als Medienserver.
    Damit stellen sich aber eine Reihe von neuen Fragen. Üblicherweise kommt die Post am Hauseingang mit den alten Telefonkabeln ins Haus. Dort steht dann üblicherweise der Zugangstechnik und das alte ISDN-Telefon. Und dann natürlich über Kabel verbunden der Router. Der Mensch als Gewohnheitstier baut dann dort die Technik weiter aus, vielleicht NAS-Filer, WiFi-Repeater usw.
    Das würde ich dann in meinem Fall anders machen. Ich bringe das `Telefonkabel` zum Spieltisch, muss dazu wieder durch die Kellerdecke, aber das Loch dazu ist ja für den Fernseher schon gebohrt (s. Foto in vorigem Eintrag) und versorge von hier aus das gesamte Haus. Damit muss ich den Tisch aber so bauen, dass ich mindestens 2 PCs unterbringe. Hätte den Vorteil, dass ich den zentralen WLAN-Router in der Mitte des Hauses platzieren kann und damit die Versorgung im Haus verbessere. Wie ich dies aber dann im Zusammenhang mit den metallischen Orgelpfeifen praktisch so hinkriege, werden wir dann ja sehen.
    Mit den Fragen der Medienverwaltung, Datensicherung, Cloud, Streaming am Beispiel Deezer, möchte ich mich erst danach beschäftigen.
    Der Hinweis zu Sonos bestärkt mich in meiner Entscheidung dann eine Multiroomlösung aufzubauen. Sonos ist dazu sicherlich eine erste Wahl. Hat jemand im Vergleich dazu Erfahrungen mit Raumfeld/Teufel oder anderen Anbietern?
    Bose ist für mich zu elitär; zumal ich einfach vorurteilsbehaftet unterstelle, dass Preis/Leistung nicht passt. Aber vielleicht hat jemand von euch dazu andere praktische Erfahrungen gemacht?
    Unter http://www.allesbeste.de/test/das-beste-multiroom-system/
    findet man einen Vergleich.

  • 1. Stock vorhanden? WLAN durchdringt nur eine begrenzte Anzahl an Decken und Wänden - manches Baumaterial schirmt auch stärker ab.
    Teste lieber vorher, ob wie von der dort aus die WLAN Datenübertragungsrate in den anderen relevanten Räumen ist.
    Router kann zB auch im EG bleiben und ein Ethernet-Kabel (samt Mini-Switch am Ende) kann die 2 PCs versorgen.

  • Wenn du ein klein bisschen Audiofreak bist, wurde ich mich sicher auch noch Bluesound mal ansehen/hören.
    Sehr ähnlich wie Sonos, aber von Audiofreaks wie NAD electronics.


    Interessante Review: (Englisch)
    http://geekdad.com/2014/09/bluesound-hifi/
    Mittlerweile gibt es aber schon eine 2. Generation von Bluesound welche es nochmals gesteigert hat.


    Ich bin hin und weg vom System. Muss aber warnen: Damit hörst du wirklich unterschied zwischen 320k MP3 und "lossless" Formate wie flac. Ich bin jetzt dann auch (nochmals) daran alle meine CDs in flac auf meiner NAS zu speichern. Zum Gluck kommen jetzt auch Streaming Angebote in lossless...

  • martin : Da ich ja das Telefonkabel zum Spieltisch verlege und dort die Schnittstellentechnik Zugangspunkt Telekom und Kabelverbindung Router abbilde, hätte ich vor den ServerPC mit Kabel an den Router anzuschliessen. Wenn man sich das 1. Foto im Thread anschaut, dann sieht man, dass ich den Router selber relativ frei im Vorbau instállieren kann. Jetzt steht er bei der Eingangstür im Haus und im Prinzip nicht in der Mitte des Hauses. Ich müsste von dort aus dann nur die verschiedenen WLAN-Lautsprecher erreichen.
    Ich hoffe, dass ich bzgl. Kabelanschluss am Router nicht einem Denkfehler unterliege.


    @Eric: Ich weiß von einem Arbeitskollegen, einem Audio-Nerd, dass MP3s für ihn nicht in Frage kommen, weil bei seinem Equipment deren Abspielen für das Ohr unerträglich ist. Meine MP3-Sammlung, gesammelt und gesampelt, ist in höchster MP3 Qualität. Spiele ich diese über den OrgelPC und den Eve Lautsprechern ab, dann funktioniert dies ganz gut. Aufnahmen nicht in dieser Qualität kann man nicht mehr anhören (Player dabei ist der normale Mediaplayer von Microsoft, für den ich auch einen Nachfolger suchen muss; deine Meinung zu IRiver würde mich interessieren).
    Da ich aber eine Musiksammlung von ca. 7000 Titeln habe, muss ich hier wohl einen Kompromiss bzgl. Abspieltechnik und Musikquellenqualität eingehen. Ich hätte allerdings nicht erwartet, dass dies bei einer Mehrraumbeschallung auch schon eine wirkliche Rolle spielt. Denn in diesen Räumen würde ich ja Musik nur nebenbei hören und die hochqualitative Lösung wäre über den Orgelspieltisch von mir angestrebt

  • Auch bei gute MP3 Qualität (oder sogar bei Spotify/Deezer & co) ist eine Bluesound Node ein Sonos überlegen. Und Preislich liegt dass nicht so weit auseinander. Da wurde ich einfach mal irgendwo probehören. Ich habe im Wohnzimmer halt die luxus Variante mit hochwertige Lautsprecher und dann möchte ich auch das beste herausholen. :)


    Mit i-river habe ich keine Erfahrung.

  • Guten Morgen Erik,
    und welches Programm zur Medienverwaltung und zum möglichst unverfälschten Abspielen setzt du ein? In dem letzten Jahr habe ich meine doch nicht so kleine Musiksammlung mit ca. 7000 Titeln geordnet, sauber mit Tacs versehen, die entsprechenden Albeninformationen hinzugefügt. Zunächst alles mit dem Mediaplayer von Microsoft, der ja nicht mehr weiter angeboten wird. Große Probleme gibt's hier, wenn man mehrere PCs nutzt, insbesondere mit den Playlisten oder die MP3-Player synchronisert.
    Somit meine ich, dass man bevor man in eine Multiraumversorgung geht, man sich Gedanken machen müsste wie man die Medien verwaltet und dann von den dezentralen Abspielstellen auf diese Verwaltung zugreift. Hier greifen die unterschiedlichen Bedienkonzepte, insbesondere wenn man es mit Streamingdiensten. Playlisten in in Youtube usw. verkoppel,t ineinander.
    Funktioniert deine Lösung auch ohne Apps? Mental habe ich so meine Probleme mit dem Wechsel von der Fernbedienung am Gerät hin zur Bedienung über Smartphones oder Tablets. Aber da muss ich wohl in meinem biblischen Alter auch hin :-confused:


    Reinhard