aus Harmonium Physharmonika gebaut, Ansteuerung mittels MIDI in historischer Orgel

  • Da hab ich mich wohl unklar ausgedrückt.

    Eine Rückmeldung gäng über LEDs.

    Statt Zügen, Griffen, Knöpfen würde einfach das Beschriftungsschild genügen oder eine schicke Gravur im Holz.

    Möglich wäre die Abdeckung oberhalb der Klaviatur oder die Vorsatzleiste, beide sind neu.

  • In einem weiteren Faden stell ich mal die Schulze-Kühn-Orgel der Ev. TrinitatisKirche in Charlottenburg vor. Dazu gibt es ein Video in Youtube, dass ich als Link anfüge.

    Die Orgel hat Einzelchorzüge aus Mixturen. In Kombinationen abspeicherbare Schwellerstellungen, einen Pedalschweller und Pfeifen ohne Einkulpung am Pfeifenfuß

    Die Tonansprache und die Durchsichtigkeit des Klanges ist hervorragend. Nachteil ist, dass wegen der größeren Löcher in den Laden mehr Platz benötigt wird

  • Auch lässt sich die Stellung des Registers, gezogen oder abgestoßen, nicht erkennen. Da wird das Orgelspiel zum "heiteren Registerraten". ^^

    Ach, so was passiert an historischen Orgeln doch auch und ist dort Alltag. Wenn ich bei uns einen der Tritte nutze für Pino, Forte, Tutti und so weiter, dann sehe ich ja auch nicht was eigentlich registriert ist. Spätestens beim Crescendotritt spielt man ohnehin im Blindflug nach dem Motto "Wird schon gut gehen, die Orgel weiß schon was ich machen will". Übel wird es nur wenn jemand am besten noch Samstag Abend vor dem Gottesdienst den Crescendo benutzt hat und nicht zurückgestellt hat und man ein Meditatives Vorspiel mit einer Tutti Orgel anfängt. Das wird der sanfte 8 Stimmige g-Moll mit dem man anfängt dafür sorge tragen, dass auch der letzte Wach ist (mir schon passiert) :)

    Mhh ich habe die Tritte bei uns immer noch nicht verstanden. Klar wie sie mechanisch funktionieren ist mir klar und mir ist auch klar welche Register z.B ein Piano sind, versuche ich aber die selben Register, dann hört es sich nicht an wie der Fußtritt...

    Elektrische Spieltische sind da angenehmer, dort sieht man ja jederzeit was registriert ist und so weiter. Wenn nicht gerade 90% der Lämpchen im Eimer sind :)

    Melodeum.de - Wissenswertes zu Harmonium

  • Ich habe mal eine Anfrage an einen Hersteller solcher kapazitiven Schalter geschickt.

    Problem könnte werden, daß man diese nicht unbedingt zu nahe nebeneinander plazieren kann, da man sonst zwei gleichzeitig auslöst.

    Ein ähnliches Problem gibt es ja bei Hallsensoren und Magneten, wenn letztere zu stark sind.

    Ergo: ich grübel mal über eine "Drucktasten"-Lösung..... Holzkopf..... da kann man ja auch ne LED hineinpflanzen.

  • Wieso, aerosolfrei und virensicher..... statt lästiger Gottesdienstbesucher.....

    Ihr seid mir Eichhörnchen, echt.

    Aaaaalso: Auskunft von Edisen.... ja, geht... mit einem speziellen Schalter. Der ist optimiert auf menschliche Motorik und schaltet erst, wenn das Holz gezielt berührt wird. Voraussetzung: Um die Sensoren muß eine leitende Schicht sein, gut,....machbar.

    Jetzt muß ich nur noch herausfinden, ob das auch mit Midiboutique kompatibel ist.... sollte aber. Die Touch Schalter haben einen N-schaltenden Ausgang, sind also fähig ein Signal auf GND zu ziehen. Dasselbe machen ja auch die Hallsensoren.

  • Ein gesegnetes neues Jahr Euch allen!!

    Wollte Euch mal auf den aktuellen Stand bringen, da das Projekt ja etwas "geschlafen" hatte. Es war einfach zu viel anderes zu tun.

    DIe Zungen habe ich mittlerweile gestimmt.

    Da die Orgel (gemessen) 449Hz bei 24°C hat, habe ich 443,1Hz bei 15,5°C ermittelt. Das ist eine Durchschnittstemperatur bei geheizter Kirche und wohl auch im Frühjar und Herbst. Damit sollte sich die größte Bandbreite an Zusammenspiel ergeben. Ansonsten bleibt ja immer noch die Funktion als "Schweberegister".

    Auftragen von Lack ist bei diesen Zungen nicht produktiv gewesen. Nimmt Obertönigkeit. Es blieb also nur das händische Beistimmen in Form von Abschaben und Polieren.

    Aktuell habe ich noch das Problem, daß die Ventile beim Abschalten der Magnete "prellen", nicht alle, aber einige. Man hört also nach Loslassen durch den Magneten ein "brrrr" bzw. Flattern im Ton. Das Ventil schließt ja gegen den ausströmenden Wind und dadurch ergibt sich offenbar im Zusammenspiel von Feder und Hebel mit Abzug und Anker am Ende ein resonanzfähiges System.

    Aktuell habe ich probiert, eine Leiste mit 3mm weichem Filz, die leicht gegen die Anker drückt, zu testen, Das behebt das meiste, aber nicht alle. Zu starker Druck ist ja kontraproduktiv, da dann die Magnete nicht mehr sauber ziehen.

    Eine Alternative wäre evtl. Filz am Hebelarm,... mal sehen.

    Es wird aber.

    Aktuell überlege ich, ob es nicht sinnvoll wäre, eine zweite Klaviatur, MIDI-fähig, bereitszustellen. Die jetzige Originalklaviatur hat ja eine Art "Ablage" am hinteren Ende, ca. 20cm tief, da die doppelarmigen Tasten ja überdeckt werden müssen. Dort könnte man bei Bedarf eine Klaviatur auflegen und damit die Physharmonika separat spielen.

    Nur, wer baut solch schmale und dazu noch MIDI-fähigen Klaviaturen?

    Ideal wäre es dann ja noch, wenn an der Seite 4 bis 5 freiprogrammierbare Tasten/ Schalter wären. (Registerwahl)

    Für den "Standardfall" würde man dann ein Manubrium oder eben zwei schicke Messingknöpfe an die alte Klaviatur anbringen, und damit die Physharmonika im Normalbereich der Originalklaviatur spielbar machen. Alle anderen Spielereien kämen dann von der zweiten Klaviatur, die man gerne in der Orgel deponieren und bei Bedarf einstecken kann.