SP Giga-Demo


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    Rechtzeitig zum Fest möchte ich euch eine virtuelle Orgel schenken. Genaugenommen eine ODF, mit der man 10 gratis Demo-Sample-Sets von Sonus Paradisi gleichzeitig unter GrandOrgue spielen kann. Damit hat man quasi ein Instrument mit 132 Registern, 5 Manualen und Pedal. Eigentlich eher ein großer Spieltisch, von dem aus man die 10 verschiedenen Orgeln spielen kann, denn natürlich haben alle Orgeln unterschiedliche Stimmungen und Akustik.


    Der Sinn besteht also nicht primär darin, eine große Orgel zu haben, sondern vielmehr darin, die verschiedenen Sets direkt miteinander vergleichen zu können. Man kann also jetzt eine Deutsche spätromantische Orgel wie Doesburg hören und im nächsten Augenblick sofort eine französische Barockorgel wie z.B. St. Maximin spielen. Es wird also sicher ebenso viel Spaß machen, zu testen welche Sets miteinander harmonieren können. Dazu kann man in GrandOrgue eine andere Stimmtemperatur per Menü auswählen - und schwups - schon sind alle 10 Orgeln gleich gestimmt.


    Der virtuelle 5-manualige Spieltisch ist dabei extra so gestaltet, dass man sogar schon mit einem einzigen Keyboard alle Klänge inkl. Pedal spielen kann. Dazu sind entsprechende Koppeln vorhanden. Ideal wäre ein realer Spieltisch mit 2 Manualen und Pedal oder größer. Damit kann jedes Set einzeln auch als kleine mehrmanualige Orgel gespielt werden.


    Folgende 10 Demo-Sets sind derzeit enthalten und müssen zuvor bei Sonus Paradisi heruntergeladen und installiert werden:
    Doesburg, Caen, Utrecht, Krzeszow, Rotterdam, Velesovo, Zwolle, Palma, St. Maximin und St. Michel


    Mit dieser ODF hat jeder an der Programmierung Interessierte auch einen guten Grundstock, um eigene Orgeln aus diesen Demo-Sets zu entwerfen, oder mit anderen Samples und dieser ODF als Vorlage recht einfach ein neues Set für GrandOrgue zu erstellen.


    Aktuell ist Beta-Version 0.91, d.h. sie ist noch nicht vollständig getestet und wird noch verbessert.


    Speicherbedarf:
    - ca. 7,87 GB, 16-bit, komprimiert, 1 Loop, 1 Relesae, (Windows)
    - ca. 13,0 GB, 16-bit, unkomprimiert, 1 Loop, 1 Release, (Windows)
    - ca. 13,2 GB, 16-bit, komprimiert, alle Loops, alle Releases (Windows)
    - ca. 14,4 GB, 24-bit, komprimiert, 1 Loop, 1 Release (Windows)
    - ca. 23,4 GB, 16-bit, komprimiert, alle Loops, alle Releases, (Linux) ??
    - ca. 23,4 GB, 16-bit, unkomprimiert, alle Loops, alle Releases, (Linux) ??


    Vielen Dank an Jiri Zurek von Sonus Paradisi, der mich zu diesem Projekt animiert hatte. Danke auch allen Lesern, Benutzern und Mitwirkenden der MPS Orgelseite.


    Allen eine gesegnete Weihnacht! Euer Orgelfreund und Admin


    Michael


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  • Mein erster Gedanke bei den ODF: Der ideale Testfall, um das Out-of-memory Handling zu testen.


    Daran gedacht, die Lautstärken der Register/Pfeifen zu adaptieren? Schau dir die Entwicklung vom GO Demoset an - eine gute Anpassung bis auf Pfeifenebene herunter macht das besser.


    Zum Speicherbedarf:
    Komprimiert macht auch etwas wie 12 bzw. 20 Bit Sinn. Ganz verstehe ich nicht, was es mit den letzten beiden Einträgen auf sich hat. Was waren denn die Zahlen in den GO Organ Properties?

  • Quote

    Original geschrieben von martin


    Mein erster Gedanke bei den ODF: Der ideale Testfall, um das Out-of-memory Handling zu testen.

    Out-of-Memory wird kurz angezeigt, aber dann wird scheinbar munter weitergeladen bis zum Exitus. (GO .1515 Linux)


    Quote

    Daran gedacht, die Lautstärken der Register/Pfeifen zu adaptieren? Schau dir die Entwicklung vom GO Demoset an - eine gute Anpassung bis auf Pfeifenebene herunter macht das besser.

    Nein, diese Version soll die Register alle so original wie möglich behalten. Sie soll eigentlich als Werkzeugkasten dienen, um daraus Sub-Sets für wirklich spielbare Orgeln zu erzeugen. Also zunächst mit dem Set eine Auswahl von Registern auswählen, die von Natur aus zusammenpassen. Die übrigen Register und unerwünschten Manuale aus der ODF entfernen und dann diese verbleibende Disposition optimieren. Also weitere abgeleitete Register erzeugen, wie z.B. Subbass 32´, Erweiterungen für ein Zungenplenum, zusätzliche Aliquoten und Mixturen usw.


    Damit lassen sich aus diesem Set sicher fast beliebig viele kleinere Orgel-Sets erzeugen. Ich bin aber persönlich nicht so der Fan von Composit-Orgeln, deshalb darf hier jeder gerne selber experimentieren. Im niederländischen Forum wurde sogar schon direkt an Heiligabend über dieses Set diskutiert und es wurde auch schon gleich ein schöner Vorschlag für eine große 3-manualige Disposition einer Universalorgel erarbeitet:


    die Diskussion: http://www.pcorgel.nl/viewtopic.php?f=9&t=1398


    der Vorschlag: http://www.pcorgel.nl/viewtopic.php?f=6&t=1402


    Ich habe mich daraufhin dort registriert, bin aber bisher nicht aktiviert worden. Sollte sich sonst keiner finden, würde ich evtl. so ein vorgeschlagenes Set selbst in die Praxis umsetzen. Allerdings hätte ich auch noch genügend Arbeit die übrigen Sonus Paradisi Original-Sets umzusetzen, was mir persönlich wichtiger wäre. PHP Source zur SP GigaDemo ODF kann ich natürlich auch zur Verfügung stellen.


    Das Dom Bedos Demo-Set habe ich übrigens bewusst nicht verwendet, da mir Jiri Zurek einmal mitgeteilt hatte, dass die Nutzung dieser Samples vom Eigentümer der Orgel aus nur für Hauptwerkzwecke erwünscht sei. Dies wollte ich natürlich respektieren.


    Quote

    Zum Speicherbedarf:
    Komprimiert macht auch etwas wie 12 bzw. 20 Bit Sinn. Ganz verstehe ich nicht, was es mit den letzten beiden Einträgen auf sich hat. Was waren denn die Zahlen in den GO Organ Properties?

    Das wäre in Kürze auch meine Frage an Dich gewesen ;) Es macht bei mir komischerweise keinen Unterschied in der Größe des Speicherbedarfs, ob ich die Komprimierung aktiviere oder nicht. Auch zwischen z.B. 20 bit und 24 bit stelle ich keinen Unterschied in der Größe fest !? Dies betrifft aber nur die neue GO .1515 unter openSUSE Linux. In Windows (GO 0.3.1.1437) scheint alles OK zu sein. Allerdings muss ich dazu sagen, dass noch andere seltsame Effekte seit dem GO Update unter Linux bei mir auftreten und dies möglicherweise auf die falsche Rechtevergabe in meinen Ordnern zurückzuführen sein könnten (Ich bin Linux-Dilletant :D)

  • Quote

    Mein erster Gedanke bei den ODF: Der ideale Testfall, um das Out-of-memory Handling zu testen.

    Out-of-Memory wird kurz angezeigt, aber dann wird scheinbar munter weitergeladen bis zum Exitus. (GO .1515 Linux)
    [/quote]
    Mit der Meldung meinst du eine Memory Pool full/alloc failed?


    Es gibt Leute, die wollen ihren RAM bis zum geht nicht mehr vollstopfen - daher versucht das GO auch.
    Ich nehme an, du hast ein Swap-File aktiviert? Dann zählt Linux das zum RAM. Also entweder deaktivieren oder in den GO Optionen ein Memory-Limit auf einige 100 MB weniger als dein RAM einstellen.


    Quote


    Ich bin aber persönlich nicht so der Fan von Composit-Orgeln, deshalb darf hier jeder gerne selber experimentieren.


    Das Problem ist meistens, das solche Sets nicht ordentlich intoniert werden.


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    PHP Source zur SP GigaDemo ODF kann ich natürlich auch zur Verfügung stellen.


    Stellst du es zum Download auf deine Seite oder soll es ins github-Repository?


    Quote


    Das wäre in Kürze auch meine Frage an Dich gewesen ;) Es macht bei mir komischerweise keinen Unterschied in der Größe des Speicherbedarfs, ob ich die Komprimierung aktiviere oder nicht. Auch zwischen z.B. 20 bit und 24 bit stelle ich keinen Unterschied in der Größe fest !? Dies betrifft aber nur die neue GO .1515 unter openSUSE Linux. In Windows (GO 0.3.1.1437) scheint alles OK zu sein. Allerdings muss ich dazu sagen, dass noch andere seltsame Effekte seit dem GO Update unter Linux bei mir auftreten und dies möglicherweise auf die falsche Rechtevergabe in meinen Ordnern zurückzuführen sein könnten (Ich bin Linux-Dilletant :D)


    Ich habe da gerade einen Bug-Fixs für die Komprimierung commited :-pipe:


    Es ist noch ein merkwürdiger Effekt in der Erforschungs-Phase, der anscheinend durch das Löschen von $HOME/GrandOrgueConfig verschwindet

  • Das Speicherproblem hat sich denke ich erledigt.


    Quote

    Original geschrieben von martin



    Das Problem ist meistens, das solche Sets nicht ordentlich intoniert werden.


    Ich würde mal gern selber versuchen ein Subset aus der Giga-Demo zu machen, das auch wirklich als möglichst homogene Orgel spielbar ist.


    - Welche Intonationsmöglichkeiten stehen mir da evtl. noch zur Verfügung? Gibt es evtl. außer den Pegelanpassungen auch noch klangbeeinflussende Filter, bzw. ist sowas für später angedacht?


    - Interessant wäre vielleicht auch ein "Effektweg" den man in die Signalverarbeitung einschleifen könnte um externe Filter einzubinden, über die man dann die Signale einzelner Pfeifen oder Register schicken könnte, bevor das Summensignal berechnet wird.


    - wie wäre es, ein Synthesizermodul mit in GO zu integrieren, mit dem man dann evtl. fehlende Register als synthetische Pfeifen hinzufügen kann? Als alternative zu abgeleiteten Registern, oder auch als eigenständige synthetische Orgel.


    - Ist es möglich nur das Attack-Loop-Sample zu laden und die Releases alle wegzulassen, um dann nur mit IR zu verhallen?


    - Ist es möglich, die Releases schon in der ODF mit einem Parameter auf ein bestimmtes Maß zu kürzen?


    - könnte man nicht schon in der ODF eine bestimmte Temperierung angeben, damit beim Laden aller Samples diese automatisch gestimmt werden? Alle Samples in der ODF auf Stimmung zu pitchen ist ja extrem aufwändig.


    Quote


    Stellst du es zum Download auf deine Seite oder soll es ins github-Repository?

    ins github-Repository wenn es dann fertig ist. Wenn jemand vorab Interesse hat, bitte anfragen.



    [red]Ich habe eine aktualisierte Version 0.92 der SP Giga-Demo ODF in den Downloadbereich gestellt.[/red]


    Die meisten Register sind jetzt mit der richtigen HarmonicNumber versehen. Ein paar Mixturen sind noch nicht fertig und die Palma-Samples machen in Verbindung mit HarmonicNumber beim Stimmtemperaturwechsel ganz seltsame Sachen - irgendwie bekomme ich die nicht passend.


    Aber man kann jetzt tatsächlich den größten Teil der Register schonmal mit der selben Stimmtemperatur miteinander (oder besser gegeneinander ? ;) ) spielen.

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    - Ist es möglich nur das Attack-Loop-Sample zu laden und die Releases alle wegzulassen, um dann nur mit IR zu verhallen?


    - Ist es möglich, die Releases schon in der ODF mit einem Parameter auf ein bestimmtes Maß zu kürzen?


    - könnte man nicht schon in der ODF eine bestimmte Temperierung angeben, damit beim Laden aller Samples diese automatisch gestimmt werden? Alle Samples in der ODF auf Stimmung zu pitchen ist ja extrem aufwändig.


    Diese Punkte fände ich auch total gut! :K

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    - Welche Intonationsmöglichkeiten stehen mir da evtl. noch zur Verfügung? Gibt es evtl. außer den Pegelanpassungen auch noch klangbeeinflussende Filter, bzw. ist sowas für später angedacht?


    Jeder Filter frisst Leistung - vergleiche nur einmal die Polyphonie zwischen Linear und Polyphase (Lossless compression = OFF)


    GO hat nur Lautstärke + Tonhöhe. HW hat noch zusätzlich das 3rd Harmonic.


    Quote


    - Interessant wäre vielleicht auch ein "Effektweg" den man in die Signalverarbeitung einschleifen könnte um externe Filter einzubinden, über die man dann die Signale einzelner Pfeifen oder Register schicken könnte, bevor das Summensignal berechnet wird.


    Du kannst über den Multi-Channel Support problemlos getrennt ausleiten.


    Quote


    - wie wäre es, ein Synthesizermodul mit in GO zu integrieren, mit dem man dann evtl. fehlende Register als synthetische Pfeifen hinzufügen kann? Als alternative zu abgeleiteten Registern, oder auch als eigenständige synthetische Orgel.


    Auf Magle.dk wurden schon Generatoren für Samples angepriesen (dh. man generiert die Sounds im Vorhinein und in GO nutzt man sie als normales Sample).


    Quote


    - Ist es möglich nur das Attack-Loop-Sample zu laden und die Releases alle wegzulassen, um dann nur mit IR zu verhallen?


    Geloopte Samples gibt es offiziell nur, wenn sie min. 1 Loop + min 1. Release gibt. Alles andere sollte als perkussive Samples betrachtet werden. (Ich sage "sollte", weil eventuell ein paar nicht geplannte Sonderfälle nicht abgefangen werden).


    Mit Pipe999ReleaseEnd kannst du die Release auch auf 1 Sample beschneiden.


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    - Ist es möglich, die Releases schon in der ODF mit einem Parameter auf ein bestimmtes Maß zu kürzen?


    Mit Pipe999ReleaseEnd und Pipe999CuePoint kannst du selektiv laden. Ein Fadeout (vgl. Dropdown in der GO Toolbar) ist nicht möglich.


    Quote


    - könnte man nicht schon in der ODF eine bestimmte Temperierung angeben, damit beim Laden aller Samples diese automatisch gestimmt werden? Alle Samples in der ODF auf Stimmung zu pitchen ist ja extrem aufwändig.


    https://sourceforge.net/mailar…ssage.php?msg_id=30455525