rr01`s Multimediaspieltisch

  • Im Rahmen des idealtypischen Spieltisches habe ich jetzt die Lautsprecher über einen analogen Lautstärkenregler angeschlossen (XLR). Da der Subwoofer über meinem Kopf im ersten Stock steht ist die Regelung über die Fernbedienung nicht so elegant. Aber das ganze läuft sicher eher unter dem Motto Nice to Have.
    Wenn ich die normalen MP3s über das Mediacenter von Microsoft abspiele habe ich erhebliche Pegelunterschiede zum Hauptwerk. Da müsste ich wohl mal nachjustieren. Mache ich dann aber wohl wenn die Entscheidung bzgl. Nachfolge Mediacenter ansteht. Microsoft nimmt diesen ja aus der Lieferung. Wahrscheinlich werde ich dann auf JRiver schwenken, aber die Mediaplayerauswahl ist ja eine ganz andere Baustelle.


    Reinhard

  • Da ich nicht weiß ob meine Erfahrungen verallgemeinerbar sind kurz die Historie.


    Laborlösung, spielbar, vom Orgelhaus installiert und aufgestellt. Bzgl. PC und hier Soundkarte RME die vom Orgelhaus konfektionierte Lösung .Als Kopfhörer zunächst meine sehr hochwertigen InEars (über MP3 Player Astell und Kern, den ich sehr empfehlen kann)
    Relativ schnell klar, dass ein anderer Kopfhörer her muss; über ein jetzt geschlossenes Forum entschied ich mich für den AKG 712 Pro, der eine deutliche Verbesserung gegenüber den InEars war und dann 1,5 Jahre harte Basisarbeit beim Wechsel vom Klavier zur Orgel.
    Dann die Nahfeldmonitore; hier auch eher unbedarft. Mein Orgelhaus hat Eve im Standardprogramm und aufgrund einer günstigen Vertriebssituation kam ich sehr günstig zu den 307 und 112, die für den normalen Hausgebrauch eher problematisch sind.
    Und jetzt kam die erste Ernüchterung. Kopfhörer und Monitore klingen deutlich anders. Da ich beim bisherigen Spielen nur den Kopfhörer nutzte, war dieser meine Referenz. Er war nicht so basslastig und die insbesondere hohen Frequenzen nicht zu akzentuiert oder aufdringlich. Notgedrungen musste ich beim Lautsprecher die Wuchtigkeit der Registrierung nachjustieren und im Baßbereich sparsamer sein. Da ich auch weiterhin so gut wie nur über Kopfhörer spielte und der endgültige Aufstellungsort der nicht der des Übens war, wars mir wurscht, da der Schwerpunkt nach wie vor das handwerkliche Erlernen war.
    Mit dem Umzug an den endgültigen Aufstellungsort beginnt mein Eintritt ins Forum und der Beginn dieses Threads.


    Auch hier zunächst das gleiche Verhalten. Besser wird’s im Bassbereich, seit der Subwoofer über meinem Kopf steht.


    Beim schon angesprochenen Beratungsgespräch war das Thema Kopfhörerverstärker aus der Sicht des Toningenieurs keins, denn ohne geht’s aus seiner Meinung heraus nicht sinnvoll.
    Allerdings wird der Verstärker nicht über den Phonoausgang sondern über einen normalen Stereoausgang symmetrisch angeschlossen. Um mir keine physikalischen Steckerprobleme reinzuholen installierte ich eine RME Erweiterungskarte mit 4 zusätzlichen Ausgängen, so dass ich hier den Verstärker und falls die Raumbeschallung doch noch ein Thema werden würde ein Lautsprecherpaar anschliessen kann.


    Da ich immer noch die ganze Sache im Voodoo-Bereich sah machte ich letztes Wochenende einen echten Vergleichstest. Kopfhörer einmal am Phonoausgang und dann am Verstärker (Lehmann Linear). Wichtig dabei ist, dass die Pegel bei der Soundkarte und am Eingang Verstärker so gestellt werden, dass der Verstärker im oberen Leistungsbereich den Kopfhörer versorgt. So schont man beim Umschalten auf den MP3Player die Ohren und die Verstärkung ist nach Hersteller dann optimal. Ein Anwärmzeit von 10 Minuten sei zu beachten und eigentlich sollte man ihn überhaupt nicht mehr, 10 W Leistungsaufnahme, ausschalten (Vodoo??).


    Damit man zu wirklichen Vergleichswerten kommt muss man wohl zunächst einmal davon ausgehen, dass die Qualität am Phonoausgang und am Stereoausgang bei der Soundkarte gleich ist. Ob dem so ist, müssen die Freaks unter euch beantworten können.


    Erster Eindruck: anders; ich möchte nicht sagen besser. Die Bässe sind verstärkt, was nicht unbedingt angenehmer ist. Man hört wenn man absichtlich auf was Bestimmtes hört, dies auch in der alten Konstellation. Aber was Neues, akzentuierter, aber auch in den hohen Frequenzen aufdringlicher, nur in der neuen Lösung. Plötzlich hört man im Pedalbereich bei manchen Pfeifen das manuelle Spielgeräusch, man hat dann den Eindruck direkt zu spielen. Die unterschiedlichen Zustände der Pfeifen sind deutlicher, bei manchen meint man die Tremulation zusätzlich registriert zu haben. Das Raumhören verstärkt sich manchmal auch sehr deutlich. Und plötzlich muss man genauso wie bei den Monitoren die Registrierung ändern. Weniger ist mehr.


    Und dann klingt tatsächlich die gleiche Registrierung am Kopfhörer und am Lautsprecher gleich.


    Ob man jetzt die hauptwerkinternen Feineinstellmöglichkeiten sinnvoll und hörbar einstellen kann oder vielleicht auch muss, weiß ich auch nicht.


    Für mich ist dies zur Zeit auch nicht so wichtig, denn ich möchte eigentlich nur spielen und den Spieltisch weiter bauen.


    Fazit: In meiner Konstellation ist dies eine deutliche Verbesserung auf hohem Ausgangsniveau und nach einer Eingewöhnungszeit ein Muss um Samplesets möglichst aufnahme- und von der Technik abstimmungsgetreu zu hören. Da ich nur das Rotterdamer Sampleset habe, weiß ich auch nicht, wie viele Samplesets zum Hörgenuss führen oder zur Frustration. Denn Fehler in der Aufnahme oder Abstimmung werden hier nur schwer ertragbar sein?

  • Hallo Reinhard,


    ich selber habe nie einen Kopfhörerverstärker besessen, hab aber von anderen ähnliche Aussagen gehört wie deine. Diese Teile lösen dann halt besser auf und wenn es einen klanglichen Vorteil bringt und das Geld dafür übrig ist dann würd ich auch kaufen. Ich selber spiel ungern mit Kopfhörer. Funkkopfhörer überzeugen mich nicht und bei kabelgebundenen geht mir das Gebammel auf die Nerven.


    Ich würd das Marcussen Set gern mal in Aktion hören.
    Wenn du möchtest dann lad doch mal ein Stückchen hoch. Benedikt betreibt die Partnerseite " Orgelklänge " http://orgelklaenge.de/index.p…&view=featured&Itemid=101
    Du erreichst sie auch über die MPS Startseite...links...Medien.


    Ich würde mich freuen, etwas von der dänischen Dame zu hören.


    LG
    Martin

  • Hallo Reinhardt,


    seh ich das richtig, das Deine RME-Karte einen speziellen Kopfhörerausgang hat? Dann hättest Du dort schon einen internen Kopfhörerverstärker.
    Bei meiner RME-fireface 400 ist das so, und der klingt für mich schon sehr gut. Zusammen mit meinen AKG-K812-pro Kopfhörern habe ich damit eine fantastische Auflösung und mehr Bässe als mit meinen Sa3 Aktivmonitoren von Spendor.
    Ich denke mal, Du kämst auch mit einem externen Kopfhörerverstärker nicht wirklich um zwei verschiedene HW-Einstellsets herum. Da kannst Du auch gleich versuchen, den Klang von Kopfhörer und Nahfeld-setup nur mit den HW-Klangregelungen anzupassen.
    Solche persönlichen Dinge, wie Klang per Forum zu beurteilen halte ich für unmöglich. Da müsste man sich das schon vor Ort anhören und vergleichen.
    Aber ein bischen voodo ist ja auch gut fürs Gemüt und wenn Geld keine Rolle spielt, warum dann nicht auch einen externen Kopfhörerverstärker nutzen, wenn er Dich glücklich macht?


    LG, Ulrich

  • Hallo Ulrich,
    wenn mans genau nimmt, dann habe ich in der RME Karte ohne Erweiterung nur 2 Ausgänge. Wie dies dann über die Kabelpeitsche aufgeteilt wird, nämlich in Line out L/R und Lautsprecherklinke, weiß ich nicht. Im RME Menü kann ich die Pegel für den Ausgang und Phone einstellen.
    Da die Erweiterungskarte erst Anfang dieser Woche kam habe ich dann am Wochenende den Praxisvergleich gemacht. Kopfhörerverstärker an den Stereoausgang, die Lautsprecher waren damit nicht ansprechbar und Vergleich über Umstecken Kopfhörer an Verstärker oder Kopfhörerausgang der Soundkarte. Die Ergebnisse siehe oben.
    Anfang der Woche kam dann die Erweiterungskarte, die ich in den PC einbauen musste. Funktionierte nicht auf Anhieb, musste über RME-Software (Mixer) den Ausgang aktivieren. Hauptwerk bekam die Erweiterung der Karte mit. Jetzt wusste ich, dass das Hörempfinden beim Kopfhörer am Verstärker besser ist. Ich erwartete aber nach wie vor dass das Hören über Lautsprecher nach wie so unterschiedlich ist, denn ich war ja auf dem Dampfer wie schon hier diskutiert, Raumeinfluss, Hall usw. Und dann die Überraschung, wie oben beschrieben.



    Reinhard

  • Quote

    Original geschrieben von rr01


    Relativ schnell klar, dass ein anderer Kopfhörer her muss; über ein jetzt geschlossenes Forum entschied ich mich für den AKG 712 Pro...

    Beim AKG K712 (und auch beim K812) wurde dem Zeitgeschmack entsprechend der Bass überproportional angehoben. Dadurch könnte es zu Differenzen im Klangbild kommen, falls die Lautsprecher-Abstrahlung eher lineare Charakteristik hat.


    Quote

    Dann die Nahfeldmonitore; hier auch eher unbedarft. Mein Orgelhaus hat Eve im Standardprogramm und aufgrund einer günstigen Vertriebssituation kam ich sehr günstig zu den 307 und 112, die für den normalen Hausgebrauch eher problematisch sind.

    Eve 307 sind m. E. eigentlich eher schon Midfield-Monitore, d.h. für größere Räume und mehr Abstand zu den Ohren als bei einem Nahfeld-Monitor.


    Quote

    Und jetzt kam die erste Ernüchterung. Kopfhörer und Monitore klingen deutlich anders.

    Das ist meistens so und holt einen dann wieder auf den Boden der Tatsache zurück, dass eben kein Lautsprecher so linear und verfärbungsfrei klingt wie in der Werbung angepriesen wird.
    Ein guter Kopfhörer kann das eher schaffen. Da man am Klang des Kopfhörers aber meist nicht viel machen kann, außer einen anderen zu kaufen, bleibt eigentlich nur der Weg, zu versuchen die Lautsprecher an den Klang des Kopfhörers anzugleichen. Entweder durch geeignete Auswahl der Lautsprecher, oder über Aufstellung, Justierung der Einstellmöglichkeiten und Optimierung der Raumakustik.


    Quote

    Besser wird’s im Bassbereich, seit der Subwoofer über meinem Kopf steht.

    Wie Du siehst, hilft im Prinzip nur Ausprobieren. In der Regel sollte eine Aufstellung ganz nahe der Boxen aber günstig sein. Bei den meisten Subwoofern sollte man Pegel, Übergabefrequenz und Phasenlage mit 3 Potis einstellen können. Damit müsste eine optimierte Anpassung möglich sein.


    Quote

    Beim schon angesprochenen Beratungsgespräch war das Thema Kopfhörerverstärker aus der Sicht des Toningenieurs keins, denn ohne geht’s aus seiner Meinung heraus nicht sinnvoll.

    Solche Gespräche sind meistens eher als Verkaufsgespräch zu werten, denn jeder in so einer Firma will für Umsatz sorgen. Reine Beratung kann eigentlich nur eine unabhängige Person machen, die alleine nur für die Beratung ein Honorar bekommt. Falls es sowas in diesem Bereich überhaupt gibt :-wow:


    Wie Du vielleicht gemerkt hast, bist Du wahrscheinlich jedesmal mit Geräten wieder aus dem Laden gegangen die zufällig vorrätig waren und natürlich super toll und günstig waren. Aber es ist schon insgesamt ein schwieriges Thema mit viel Voodoo-Zauber. Bleibt nichts als sich für irgendetwas zu entscheiden und dann hoffentlich Freude daran zu haben.


    "Der beste Verstärker ist immer der, der nur aus einem Stück Draht besteht". (Alte HiFi-Weisheit)


    Soll bedeuten:
    Nur ein Draht leitet ein Signal mit möglichst wenig schädlicher Veränderung weiter. Jedes Bauteil was zusätzlich im Signalweg ist, verschlechtert das Signal unweigerlich. Wenn ein Signal aber verstärkt werden muss, dann muss es eben verstärkt werden. Das geht einfach nur mit Draht halt nicht.
    Man kann mit viel Aufwand, ausgetüftelter Schaltungstechnik und ausgewählten Bauteilen nur versuchen, diese Verschlechterung zu minimieren. Je kleiner man diese Verschlechterung haben will, umso überproportional teurer wird es.
    Also grob geraten bekommt man für 50% Preis auch nur 50% Qualität, für ca. 96% Qualität zahlt man 100% und darüber hinaus wird es dann richtig teuer, z.B. 98% Qualität 200% Preis, 99% Qualität 500% Aufpreis und besser als 99,5% Qualität geht technisch nicht, kostet dann aber 2000% mehr.
    So kann sich jeder aussuchen, was ihm das Quentchen mehr an Qualität noch mehr wert ist (falls man es überhaupt hört).


    Im konkreten Fall könnte das bedeuten:
    Der AKG K712 hat eine Impedanz von 62 Ohm, damit sollte man an den meisten Geräten, bzw. Soundkarten direkt am Ausgang genügend Lautstärke zur Verfügung haben.
    Schließt man an diesem Ausgang einen Verstärker an, so verschlechtert man dieses Signal also. Je unterschiedlicher der Klang tatsächlich wahrnehmbar ist, umso schlechter muss der Verstärker sein (oder Stecker, Kabel, Störquellen usw.). Das beste Signal ist immer direkt an der Soundkarte zu erwarten.


    Wenn man stattdessen in der Musik Dinge heraushört, die man vorher nicht gehört hat, ist das meistens eher ein Zeichen dafür, dass bestimmte Frequenzen zu stark hervorgehoben werden, also der Signalweg eben nicht linear ist.


    Der "Lehmann linear" Kopfhörerverstärker hat zwar im Internet durchweg gute Kritiken, was mir allerdings auffällt, ist die relative Hochohmigkeit im Ausgang, mit einer angegebenen Impedanz von 5 Ohm. Zu erwarten und bei anderen Verstärkern durchaus gängig, wären eher Werte von 0,5 Ohm oder weniger. Ein angeschlossener Kopfhörer von 30 Ohm liegt z.B. schon recht nah bei den 5 Ohm und es könnten ungünstige Wechselwirkungen entstehen. 60 Ohm ist auch nicht weit entfernt. Notwendig ist ein Kopfhörerverstärker i. d. R. nur bei hochwertigen Kopfhörern mit z.B. 300 Ohm Impedanz oder mehr, wofür der Lehmann wohl auch ausgelegt ist. Diese Art Kopfhörer wären dann an den meisten Geräten ohne zusätzlichen Verstärker eben auch zu leise.



    Quote

    Fazit: In meiner Konstellation ist dies eine deutliche Verbesserung auf hohem Ausgangsniveau und nach einer Eingewöhnungszeit ein Muss um Samplesets möglichst aufnahme- und von der Technik abstimmungsgetreu zu hören. Da ich nur das Rotterdamer Sampleset habe, weiß ich auch nicht, wie viele Samplesets zum Hörgenuss führen oder zur Frustration. Denn Fehler in der Aufnahme oder Abstimmung werden hier nur schwer ertragbar sein?

    Letztlich ist bei Samplesets immer die Frage, mit welchem Equipment die Aufnahmen gemacht wurden und vor allem mit welchem Kopfhörer bzw. Lautsprecher das Endergebnis abgemischt wurde. Und auch der persönliche Geschmack des Setherstellers spielt dabei eine entscheidende Rolle.
    Also alles gar nicht so einfach.


    Am besten geht man also auch nach seinem eigenen Geschmack und Geldbeutel, was gefällt und bezahlbar ist :D


    Gruß Michael

  • Da ich die schon öfters geführte Diskussion zur der analogen Tonausgabe ja eigentlich gar nicht beabsichtigt habe, dadurch aber für mich zu einer richtig guten Lösung gekommen bin, wieder zurück zum Thema idealtypischer Spieltisch.


    Im Rahmen der räumlichen Möglichkeiten optimale Spieltischbeschallung
    Keine Raumbeschallung
    Bedienung über Touchscreen(s)
    Einbau des Kopfhörerverstärkers um ihn zu verstecken links unter Sitzfläche der Orgelbank. Das Kopfhörerkabel kann man dann möglichst störungsfrei hinter dem Rücken des Spielers zuführen
    Einbau der Lautstärkeregelung aus optischen Gründen rechts unter Sitzfläche.


    Damit dürfte doch im Sinne eines idealtypischen Spieltisches in diesem Themenbereich alles festgelegt sein?


    Meine nächste Fragestellung wäre dann das Thema der Registrierung. Im Augenblick habe ich unter dem ersten und dritten Manual die Setzerleisten. Eine einfache Lösung ohne Beschriftung und Beleuchtung. Dann ein Standardpedal mit zwei Schwelltritten und von mir angeschlossenen 3 Fußpistons.


    Was bräuchte dann der durchschnittliche Spieler noch bzw. wer hat Lösungen, die man einfach nachbauen kann


    Reinhard

  • Wie beim meinem ersten Spieltisch ersichtlich habe ich mit einem relativ großem Notenpult experimentiert. Wie vele von euch klebe ich die Noten zusammen. So habe ich die Fläche von 8 DINA4 Seiten zur Verfügung. Die Seiten mache ich mit Klemmklappen fest.
    Hat sich in der Praxis in zweierlei Hinsicht nicht so bewährt. Mit den Klemmen verknickt man relativ leicht das Papier, muss also aufpassen und die obere Ebene ist zu hoch und für mch als Brillenträger etwas weit weg. Eine neue Brille würde sicherlich helfen, aber nicht bzgl. der Genickstarre :-(
    Deshalb versuche ich jetzt etwas anderes (bitte nicht lachen)


    http://workupload.com/file/L78iKfNv
    http://workupload.com/file/gWqVVRlH


    Ich habe mir ein magnetisches Edelstahlblech besorgt, in einer Länge von 110 cm. Dieses habe ich auf 96 cm gebogen, so dass ich jetzt in der Breite gegenüber der alten Lösung 1 - 2 DINA4 Breiten gewinne. Die Blätter kann ich mit kleinen Magneten befestigen. Und bzgl. der Entfernung zu den Augen habe ich dann vom Prinzip her immer die gleiche Entfernung.
    Falls sich die ganze Sache in der Praxis nicht als Schnapsidee rausstellt, dann würde ich das Metall mit Furnier in der endgültigen Holzart überkleben, eine optisch ansprechende Gesamtholzlösung bauen und stärkere Magnete benutzen.
    Was ich zunächst nicht bedacht hatte war, dass das Edelstahl zu stark spiegelte. Ich musste es auf matt schleifen.

  • nach jetzt 2 Wochen Erfahrungen mit dem Notenpult haben sich insbesondere die Magneten sehr bewährt. Das Format der zusammengeklebten Blätter spielt keine Rolle mehr. Und das Übereinanderlegen der Blätter ist auch problemlos.
    Interessant war die Gewöhnung an die Rundung. Beim Ablesen gewöhnte sich das Hirn sehr schnell an die Rundung, beim Blick auf die Tasten waren diese am Anfang scheinbar nach oben gewölbt. Aber nach einigen Stunden ist er Effekt weg.
    Wenn man die Rundung jetzt konsequent fortsetzen würde, dann könnte man das gesamte Vorderteil gewölbt bauen. Würde man das konsequent fortführen, dann könnte man die Rundung gespiegelt bei der Bank weiterführen und käme so im Grundriss zu einem Schiffchen. :-afraid: Sicherlich Geschmacksfrage :/
    Man müsste dann aber beim Manual die äußeren hinteren Ecken abschrägen.


    Frage: Kennt jemand von euch einen Spieltisch mit ähnlichen Rundungen


    P.S. Ich gebe zu, dass die handwerkliche Herausforderung schon auch eine Rolle spielt

  • Hallo Reinhard,


    ich kenne kein gebogenes Kirchenorgelnotenpult, aber vielleicht gibt es sowas ja.


    Dein gebogenes Notenpult finde ich originell und auch hilfreich, solange du nur zu Hause spielst.


    Da in meinem Fall der eigene Spieltisch zur Vorbereitung auf das Kirchenorgelspiel dient, ist es für mich alternativlos, die Notenkopien so zu gestalten, dass ich mit ihnen auch an der Kirchenorgel klar komme. Dies bedeutet, max. 4 A4 hochkant nebeneinander oder 3 A4 Landscape nebeneinander (die Höhe kann noch etwas mehr sein als A4 hochkant). Das reicht, um mit geschickten Kopien bequeme Blätterstellen zu finden für die gesamte Orgelliteratur von Bach oder Mendelssohn, um Beispiele zu nennen. Wie ich diese Kopien erstelle, dazu habe ich mal ein Video gemacht, und diese Art hat auch hier im Forum schon Nachahmer gefunden.


    Aber wie gesagt, wenn du nur zu Hause spielst, finde ich deine Lösung originell - vorausgesetzt, dass du eine gleichmäßige Beleuchtung des Notenpults hinkriegst, aber das ist ja locker machbar.


    Auf deinen Bildern sieht es allerdings so aus, als ob das Notenpult deutlich vor dem 3. Manual nach vorne ragt an den Seiten, eigentlich bis zum 1. Manual. Wahrscheinlich täuscht die Perspektive, aber ich würde nicht darauf verzichten wollen, die Freiheit zu haben, auch auf dem 3. Manual Hände und Arme nach oben nehmen zu können und nicht in den Außenbereichen unter dem Notenpult vorziehen zu müssen. Auch sind die Außenbereichstasten vermutlich im Schatten, es sei denn, dass du das Manual anders ausleuchtest (allerdings wäre mir eine gleichmäßige Beleuchtung der Manualtasten nicht so wichtig).


    LG Olaf

  • Hallo Olaf,
    uups. Bei meiner handwerklichen Begeisterung habe ich ganz vergessen, dass ich vielleicht nicht im Mainstream der Forumsmitglieder bin. Denn ich habe nicht vor in einer Kirche zu spielen. Und damit ist meine Lösung tatsächlich nicht so nachahmenswert.
    Bzgl. der Höhe täuscht das Bild tatsächlich. Ich habe ja 4 Manuale und auch diese Tasten kann ich gut sichtbar erreichen. Da das ganze nur ein Prototyp ist kann ich bzgl. Höhe und insbesondere Abstand noch experimentieren.


    Ich könnte jetzt den Rundung aufnehmen und sie über das erste Manual hinaus fortsetzen und dann Manubrien oder den Bildschirm einbauen. Die Satelliten würde ich dann in Ohrenhöhe weiter nach außen nehmen und in der Gesamtrundung als Art Schrank einbauen. Die Rundung vor den Satelliten könnte ich beibehalten und mit einem Gitter die Membrane verstecken. Darüber würde ich dann die Orgelpfeifen in einem Prospekt einbauen. Auf der rechten Seite verstecke ich dann über die Decke fahrbar die Fernsehtechnik. Die Edelstahlführungsschienen habe ich schon; falls ich so weit bin schicke ich ein Bild (Thema hier ist ja ein Multimediaspieltisch :D)
    Bei der Beleuchtung würde ich oben (vielleicht auch unten oder links und rechts versteckt LED-Streifen einbauen). Bzgl. der Auflage von Notenhefte müsste ich unten eine breitere Auflage anbringen. Das Heft würde dann leicht aufgeschlagen aufliegen.


    Wenn ich die Rundung wie vorhin angesprochen bei der Bank an der Rückenseite aufnehme muss ich natürlich das Pedal und nicht das Manual kürzen. Ich muss mir mal das Pedal genauer anschauen ob ich hier die äußeren Tasten einfach kürzen kann ohne bzgl. Druckpunkt was zu verändern.
    Baue ich die Bank hinten rund, dann kann man sicherlich nicht zu viert spielen, was für mich aber kein Problem wäre. Meine Frau wäre sicherlich begeistert, denn im Wohnzimmer würde die weniger kastige Lösung optisch weniger auftragen und mit diesem nicht orgelüblichen Design könnte sie sich bei einer relativ modernen Einrichtung sicherlich anfreunden. Baue über die Feiertage vielleicht einen Prototypen


    Reinhard

  • Hallo Reinhard,


    Quote

    Original geschrieben von rr01


    uups. Bei meiner handwerklichen Begeisterung habe ich ganz vergessen, dass ich vielleicht nicht im Mainstream der Forumsmitglieder bin. Denn ich habe nicht vor in einer Kirche zu spielen. Und damit ist meine Lösung tatsächlich nicht so nachahmenswert.

    Also ich finde die Lösung ganz interessant. Es muss ja nicht immer alles dem "Mainstream" entsprechen. Wenn es für Dich eine Lösung eines Problems ist, so ist es doch gut. Vielleicht ist es ja auch eine passende Lösung für den einen oder anderen Leser. Bei mir hat sich auch im Laufe des Jahres eine gewisse Altersweitsichtigkeit eingestellt (hoffe noch nicht Altersstarrsinnigkeit :-D ) So kann ich die Noten auch nicht mehr in jedem beliebigen Abstand so richtig optimal scharf erkennen.
    Allerdings wäre Deine Lösung für mich vermutlich selten zu gebrauchen, da ich die meiste Zeit eher aus irgendwelchen dicken Orgelbüchern spiele, wie z.B. Orgelchoralbücher vom EG oder NGL. Da müsste ich wohl erst noch die Bücher in den passenden Radius pressen lassen. :-wow:


    Aber wenn ich die Blätter bei Dir so am neuen Notenpult hängen sehe, kommt mir der Gedanke, ob man die nicht auch mit den Magnetchen einfach nur oben an einer gebogenen schmalen Eisenleiste befestigen könnte? Nach unten hängen sie ja von selbst, auch ohne Blech. Dann könnte man doch die Leiste einfach als zusätzliches Feature noch etwas oberhalb vom traditionellen Notenpult anbringen und sie hätte auf dort liegende Notenbücher keinen Einfluß, solange keine Blätter augehängt sind. Man müsste wohl dafür sorgen, dass die Blätter nicht von hinten durchleuchtet werden, sondern nur von vorne.


    Für diejenigen die gerne die Noten direkt vom Bildschirm spielen, gibt es ja inzwischen auch konkave (gebogene) Screens :D


    Bzgl. abgerundeter Manuale gab es mal irgendwo ein schönes Video einer Klaviatur die einmal im Vollkreis herum geht. Leider finde ich dazu den Link nicht mehr. Aber das wäre bestimmt eine Option die zu Deinem Design passt. :L


    Gruß Michael

  • na endlich kommen die wirklich kreativen Ideen. Dass wir alle, zumindestens virtuell, in bestimmten Übesituationen um die Noten routieren, kommt ja oft vor :D
    Das mit der Metallleiste ist eine wirklich gute Idee. Gibt's ja in umgekehrter Form in der Küche mit Magnetleisten für Messer oder eingebauten Magnetleisten in Holzmesserblöcken.
    Und wenn ich mirs genau überlegen, dann ist das mit den Leisten auch für mich bei der Endlösung die Idee. Denn es ist problematisch Furnier auf das Metall in dieser großen Fläche aufzukleben. Holz nimmt ja Wasser auf und arbeitet dauerhaft. Längs zur Maserung kaum, aber quer maximal 10 Prozent. Dies geht jetzt aufgrund des Metalluntergrundes nicht und was dann auf Dauer mit dem Furnier passiert, ob es sich leicht wellt oder reißt, weiß ich nicht. Würde ich in einer gebogenen MDF-Platte oben, in der Mitte, und unten, vielleicht auch an den Rändern, Metallstreifen einlassen, und dann in der Gänze furnieren, dann wäre dieses Problem wohl weg
    Mike, du bist einfach genial :A


    Was mich wieder handwerklich fasziniert ist, dass es Magnete z.B. als Kugel, oder Quader gibt, z.B. in Edelstahl oder Messing, die nur mehrere Millimeter groß sind, und eine Haltekraft von mehreren Kilos haben und zudem fast nichts kosten. Diese verschwinden dann fast auf den Noten, man kann sie im Fall der oberen Leiste leicht nach oben verschieben und kann durch das Übereinanderlegen der Blätter aufgrund der hohen Haltekraft das was man aktuell spielt auf dem Notenpult lassen.
    Wie man dann aber die verschiedenen zusammengeklebten Notenblätter aufbewahrt und Ordnung hält, weiß ich noch nicht


    Reinhard

  • Quote

    Original geschrieben von Canticus
    Zitat:
    "dazu habe ich mal ein Video gemacht"


    Ein Video ohne Blätter, geht sehr gut.


    Hallo Rein,


    die Videovorstellung mit den Denkanstößen, wie man clevere Kopien machen kann, ohne einen Umblätterer zu brauchen, ist nur für jene Leute, die nicht gleich auswendig spielen können. Hätte ich wohl dazuschreiben sollen... :-)


    Quote

    Original geschrieben von rr01
    Und wenn ich mirs genau überlegen, dann ist das mit den Leisten auch für mich bei der Endlösung die Idee.


    Ok, mir als "Mainstreamler" würde es bei freihängenden Kopien auf den Zeiger gehen, wenn ich zwecks Eintragung von Sachen wie Fingersatz, Fußsatz, Händeverteilung bei Innenstimmen (solche Dinge trage ich mir doch gerne dann und wann ein) die Kopie herunternehmen muß, damit ich eine Unterlage habe. Von daher würde ich auch nicht ein Notenpult haben wollen, dessen Rückwand nicht durchgängig ist.


    Weiterhin, arbeitest du wirklich nur mit Kopienzetteln und hast keine fest eingebundenen Notenbände, aus denen du mal dann und wann mal was vom Blatt spielen möchtest, ohne gleich Kopien zu machen? Weil, dafür wäre es schon hilfreich, ein Notenpult zu haben mit einer horizontalen Leiste unten. Für den ambitionierten Heimwerker sollte das in gebogener Form auch machbar sein, zumal Schnittkanten durch einen sowieso hilfreichen Auflagefilz (damit die Seiten aus den Büchern sich nicht selber verblättern aufgrund einer glatten horizontalen Fläche) verdeckt werden könnten.


    Aber wenn du nur aus Kopien, ohne Notwendigkeit von schnellen und öfteren Noteneintragungen und nur im Überaum spielst, dann ist deine originelle Lösung sicherlich gut verwendbar.


    Ansonsten wünsche ich allen hier im Forum schöne Weihnachten und inbesondere auch den anderen heute noch diensttuenden "Mainstreamlern" gutes Gelingen! :-)


    Gruß Olaf

  • Ein erster Versuch mit möglichst vielen Rundungen. Daher wohl atypisch, aber aus Handwerkersicht recht herausfordernd.


    http://workupload.com/file/bAk5gUlM


    Das Notenpult hätte die Maximalbreite und rechts wäre der Monitor hinter den gebogenen Metallstreifen eingebaut. Man könnte im Bedarfsfall auch Notenblätter vor dem Bildschirm anbringen; die Bedienhöhe ist für mich sehr angenehm. Das Ganze würde ich dann wie oben schon beschrieben mit Furnier überkleben und oben eine Sichtblende für die LED-Beleuchtung einbauen und unten eine Auflage, um auch Notenhefte ablegen zu können.
    Links habe ich einen Versuch für runde Konsolen zum Verbau der Tastaturen angebracht. Da die Bedienelemente der Orgel über Hauptwerk gehen, dienen sie im Wesentlichen zur Optik. Ich werden wohl einige Orgeltischbedienelemente brauche, wie Licht Pult/Pedal, Kopfhörerverstärker usw..


    http://workupload.com/file/parwiy08


    Vielleicht hat jemand eine Idee für den Ausbau der Konsolen links und rechts unter der Notwendigkeit von Bedienelementen mit Manubrien oder beleuchteten Druckknöpfen.
    Treibt man die Rundung weiter dann könnte man die Orgelbank auch rund bauen. Hätte den Vorteil, dass die ganze Sache im Wohnzimmer etwas gefälliger wird, da etwas schmäler und die Bank nicht so wuchtig. Damit kann man nicht mehr zu zweit spielen, was für mich aber keine Rolle spielt.
    Das Notenpult selber müsste nicht so stark gebogen sein, zumal die augenblickliche Rundung Konsole weniger stark ist als die bei Notenpult
    Die andere Möglichkeit wäre jetzt das Notenpult gebogen zu lassen und den Rest kantig wie üblich. Kann man wahrscheinlich erst dann entscheiden, wenn ich die Orgelpfeifen oberhalb der Satelliten einmal prototypartig angebracht habe.
    Euch allen noch mal Danke für die guten Ratschläge und ein gutes gesundes friedliches neues Jahr 2016


    Reinhard

  • Hallo Reinhard,


    das Design mit den vielen Rundungen finde ich toll. Es ist individuell und umso besser, wenn es sich gut in den vorhandenen Raum integriert. Das ist ja auch der Gedanke beim realen Orgelbau, Instrumente zu schaffen, die sich auch optisch in den Raum einfügen. Wenn es Dir nicht zu viel Arbeit beim Bauen ist, dann würde ich das Konzept grundsätzlich beibehalten.



    Quote

    Original geschrieben von rr01


    ... und rechts wäre der Monitor hinter den gebogenen Metallstreifen eingebaut. Man könnte im Bedarfsfall auch Notenblätter vor dem Bildschirm anbringen;

    Gute Idee, so kann der Platz ggf. mehrfach genutzt werden. Und Platz ist am virtuellen Spieltisch immer rar.


    Quote

    die Bedienhöhe ist für mich sehr angenehm.

    Wenn es ein Touchscreen ist, würde ich die Konstellation nochmal eine Weile so als Provisorium ausprobieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir mit der Zeit die Arme unnötig ermüden, wenn ich oft so weit zum Touchscreen hoch muss. Bin aber auch nicht Herkules :D
    Am angenehmsten finde ich tatsächlich, wenn der oder die Touchscreens schräg direkt neben dem Manualblock stehen oder hängen. Insofern scheint mir das Konzept einiger Spieltischhersteller mit der sehr breiten Tischplatte ergonomisch nicht ganz verkehrt zu sein. Bei meinem Laborspieltisch habe ich die Touchscreens momentan mit Schwenkarmen seitlich am Spielschrank befestigt, sodass ich sie verstellen kann. Ideal, wenn sie auch noch zusätzlich schräg nach hinten geneigt sind.


    Quote

    und unten eine Auflage, um auch Notenhefte ablegen zu können.

    Verstehe ich das richtig - die Auflage kommt dann quasi unten an das gebogene Notenpult? Ich denke für Einzelblätter ist das Pult so gut, wenn du eben quasi ausschließlich mit Blättern spielst. Bei Heften oder Büchern könnte ich mir die Rundung eher ungünstig vorstellen. Hefte wohl eher noch als Bücher mit hartem Deckel. Für Hefte und Bücher ist jedenfalls sinnvoll, wenn die Pultrückwand auch schräg nach hinten oben verläuft, damit sie durchs eigene Gewicht auf dem Pult liegen bleiben und sich die Seiten nicht so leicht von selbst umblättern können. Die Auflageleiste selbst sollte nicht zu schmal sein, damit man auch dickere Bücher noch bequem auflegen kann, oder mehrere Hefte übereinander liegen haben kann. Der Winkel von der Pultrückwand zur Auflageleiste sollte möglichst etwas mehr als 90 Grad betragen, dann lassen sich die Noten leichter umblättern.


    Quote

    Vielleicht hat jemand eine Idee für den Ausbau der Konsolen links und rechts unter der Notwendigkeit von Bedienelementen mit Manubrien oder beleuchteten Druckknöpfen.

    Ich würde bei diesem eher moderneren Design auf beleuchtete Druckknöpfe (Taster) zurückgreifen. Die lassen sich aus Hauptwerk dann auch recht praktikabel und mit überschaubaren Kosten ansteuern bzgl. der Leuchtrückmeldung.


    Quote

    Treibt man die Rundung weiter dann könnte man die Orgelbank auch rund bauen. Hätte den Vorteil, dass die ganze Sache im Wohnzimmer etwas gefälliger wird, da etwas schmäler und die Bank nicht so wuchtig. Damit kann man nicht mehr zu zweit spielen, was für mich aber keine Rolle spielt.

    Es gibt auch traditionelle Orgelbänke mit schmalem Sitzbrett. Kein Problem wenn man sowieso nur alleine spielen will.


    Was mir sonst auffällt ist, dass die Lautsprecher über Kopf strahlen. Wenn es Nahfeldbeschallung werden sollte, dann idealerweise in Ohrhöhe.


    Quote

    Euch allen noch mal Danke für die guten Ratschläge und ein gutes gesundes friedliches neues Jahr 2016

    Das Selbe wünsche ich Dir auch !


    Gruß Michael

  • Nachdem das Grunddesign jetzt steht stellt sich die Frage nach der Holzart. Aufgrund der für den Laien unglaublichen Vielfalt der Hölzer, z.B.www.designholz.com, findet sich in der Natur oder über Designholzfurniere für jeden Geschmack etwas.
    Will man mein Design in die Praxis umsetzen, so braucht man gebogenen Flächen, und gerade und gebogene Rahmenhölzer, in die man diese Fläche "einsperren" muss. Damit stellt sich die handwerkliche Frage Naturhölzer zu biegen und dauerhaft in dieser Biegung zu halten, und größere Fläche rund herzustellen. Dazu müssen Biegeschablonen in der Werkstatt hergestellt werden, MDF-Platten geschlitzt sein, Biegesperrholz besorgt werden. Die Rahmenhölzer für den Kassettenbau der Flächen muss man entweder selber biegen, schneidet sie aus MDF oder verleimt diese in Multiplexart aus Sägefurnieren.
    Bei dieser ganzen Sache ist man dann nicht mehr auf der Ebene des Standardheimwerkers.


    Und dann kommt die spannende Frage nach der Holzart.
    Und hier wäre ich wieder für Anregungen dankbar. :/


    Bei den zu kaufenden Spieltischen kommt im wesentlchen Eiche (wobei Eiche in vielen Ländern wächst und dann deshalb aber auch aufgrund der verschiedensten Arten sehr unterschiedlich ist, zudem über Dämpfen oder Räuchern auch noch die Grundfarbe verändert wird) zum Einsatz, die meisten Pedalstufen sind ja daraus gefertigt. Wenn wie bei mir ein Eichenparkett verlegt ist, müsste ich schon gute Argumente haben, einerseits aufgrund der leicht zu bekommenden und für den Bau notwendigen Massivbretter auch aus heimischen Wäldern, etwas anderes auszuwählen. Setze ich für die Fronten z.B. Maserfurnier ein, so würden sich auch sehr interessante Hingucker bauen lassen. Dabei glaube ich ist weniger mehr, denn zu unruhige Flächen, vielleicht auch noch dunkel gebeizt, lenken wahrscheinlich zu stark ab und man ist dann in der Welt der Biedermeiermöbel.
    Aber wie immer ist alles Gechmackssache. Gerade was dann später die Bedienelemente anbelangt, da bin ich wie Mike der Meinung, aufgrund des modernen Designs Drucktaster, anstelle der Manubrien, zu verwenden, muss die Metallfarbe ausgewählt werden: Messing oder Edelstahl, auf Hochglanz oder matt oder gebürstet, was man als Heimwerker ja alles selber nachbearbeiten kann . Da die Pfeifen von mir auf Spiegelglanz poliert werden, wird wohl nur Edelstahl in Frage kommen.


    Wenn jemand Anschauungsbeispiele alter aufwändiger Spieltische kennt, dann bitte einen Tipp


    Reinhard