HW VI ist da!

  • Es wäre gut, wenn Rico (-RF-) das auch mal ausprobiert.

    Dazu müsste ich erstmal die VI haben. Und im Moment habe ich überhaupt keinen Antrieb, Brett die 99$ in den Rachen zu schieben. Und ich habe erst vor zwei Wochen meinen neuen Desktop-PC zusammengebaut (mit Ryzen 3700X und 64GB RAM) und HW V installiert.


    Ich habe aber auch noch nicht in die 96kHz-Aufnahmen reingehört. Vielleicht sollte ich das mal bei Gelegenheit tun.

  • Ah, sorry, das vergaß ich in meinem Übereifer. Da hast Du dir aber eine Rakete zugelegt! 8 Kerne. RESPEKT. Glückwunsch!

    Da sehe ich mit meinem 3930K ziemlich alt gegen aus. Vergleich!

    Danke! Der muss dann jetzt aber auch wieder ein paar Jahre halten. Da klotze ich lieber einmal und hab dann ein paar Jahre meine Ruhe. Zumal Hauptwerk nicht die einzige Software ist, mit der ich den Prozessor quäle. Da gibt es z.B. das großartige Cities:Skylines, das bei mir viel Zeit (und CPU^^) frisst.


    Nachteil ist, dass ich das System an sich nicht mitnehmen möchte, dazu habe ich das Tablet. Auf dem ich dann auch gleich meine Noten anzeigen kann und HW läuft im Hintergrund, ich gehe nur noch durch den Sequenzer. Aber das Tablet hat halt nur 16GB RAM, den kann ich auch nicht aufrüsten. Und bei der PAB läuft das Ding am Anschlag, da kommt mir die Pasadena gerade recht.


    Wo gibt es sowas?

    Ich habe ganz dunkel in Erinnerung dass im HW-Forum was verlinkt war, finde es aber gerade nicht.

    Ich muss leider feststellen, dass ich bei der Hereford mit beiden 96kHz/HighDefinition-Optionen keine Verbesserung feststellen kann. Nur meine CPU geht extrem schnell in die Knie! Bei der Polyphonie (eingestellt > 12000) erscheint im größten CPU-Stress kein einziger grüner Strich auf der Anzeige.

    Ich bin bei 96kHz raus, schafft das Tablet nicht. Darauf will ich aber orgeln, also brauche ich das Feature nicht. Oder vielleicht irgendwann mal, wenn ich die Registerwippen, die hier noch rumliegen, mal in in Gehäuse geschraubt und verkabelt hab - dann brauche ich den Touchscreen vom Tablet nicht mehr zwingend. Das zweite große VI-Feature sind die globalen Einstellungen. Aber bei maximal einer neuen Orgel pro Jahr ist der Leidensdruck dafür nicht groß genug.


    t. MDyde hat eine 96kHz eher den Nachteil, das es doppelt so viel Speicherplatz benötigt. Technisch komme ich da bei MDydes Erklärungen leider nicht ganz mit. Samplehersteller sollen wohl eine Anti-Aliasing Filter einsetzen. Mit 96kHz hat man bei der Berechnung von hohen Frequenzen mehr Spielraum. Die klangliche Verbesserung wirkt sich u.U. auch auf die tieferen Frequenzen aus (weniger Verzerrungen).
    Ob die Einstellungen bei der Caen oder Trost hörbare Verbessserungen bewirken, kann wohl nur jemand beantworten, der HW6 und diese Sets hat.

    Ich hab ja über den Kram im Studium sogar mal 'ne Prüfung abgelegt... Das Abtasttheorem besagt, dass ich eine Frequenz f mit 2f abtasten muss, um sie exakt rekonstruieren zu können. Die Mathematik besagt danach, das ich bei Abtastung mit 2f unendlich viel Zeit benötige, die Frequenz zu rekonstruieren. Ein Kompromiss zwischen Rechenaufwand und Datenmenge ist eine Abtastung mit 2,2f. Geht man jetzt davon aus, dass der Mensch Frequenzen bis 20kHz hören kann kommt man bei einer Abtastfrequenz von 44,1kHz raus. Da sind wir aber beim reinem Wiedergeben.


    Jetzt wollen wir aber mit dem Audio noch, ääh, Dinge tun. Wir wollen mischen (addieren führt Bockmist), Filter anwenden, einen Faltungshall hinzufügen. Da sind mehr Abtastpunkte ziemlich gut, denn wenn ich eine Frequenz von 20kHz mit 44,1kHz habe und mir dann genau eine Periode davon herausnehme habe ich trotzdem nur zwei Abtastpunkte. Die sind zwar zur Frequenz etwas verschoben, aber es bleiben trotzdem zwei. Und da wird die Sache eben haarig, da wäre es viel schöner, wenn wir da 4 oder 8 Abtastpunkte hätten, dann muss ich beim Rekonstruieren nämlich nicht so viel raten und auf die Abtastpunkte davor und dahinter schauen. (So würde ich das abends in der Kneipe erklären, ich hoffe das war allgemein verständlich.)


    Jetzt kommt das große ABER. Bei Frequenzen bis 11 kHz habe ich das bereits. Wir reden hier also über Frequenzen, die quasi ausschließlich bei Obertönen und dann auch nur im Diskant auftreten. Ich halte die Diskussion darum eher für ein akademisches Problem - und die Begeisterungsstürme dazu eher für subjektive Eindrücke. Um es böse auszudrücken: "Jetzt hab ich $99 bezahlt, da soll das wenigstens besser klingen, wenn der Brett das schon verspricht." Unser Gehirn lässt sich da grandios beeinflussen, ohne dass wir das wollen.


    Wer noch was dazu lesen will: http://www.navis-soft.de/RF/MasterarbeitRicoFeist.pdf ab Seite 20. Was passiert, wenn man mit zuwenig bit auflöst, habe ich dort auch graphisch gezeigt. Tastet man zu wenig ab verschwinden die Obertöne. Aber bei 48kHz tasten wir nicht zu wenig ab.

  • Wir hatten eine ähnliche Diskussion zum Thema 12bit, 16bit, 24bit.

    Auf die Frage ob es etwas bringt wenn man ein Set dass mit 48 KHz aufgenommen wurde mit 96 KHz wiedergibt kann man grundsätzlich sagen dass die kleinere Taktfrequenz die Qualität bestimmt.

    Ähnlich verhält es sich wenn ein Set mit

    96 KHz aufgenommen wurde und mit 48 KHz wiedergegeben wird. Hier ist zwar die Aufnahme qualitativ höherwertig, wird aber mit der Qualität von 48 KHz Takt wiedergegeben.

    Ich erinnere noch einmal an die CD

    20.000 Hz werden ca. zweimal getaktet. Das Ergebnis ist immernoch hochwertig und Standard.

    Die höchste Frequenz einer Orgelpfeife liegt bei ca 8.000 Hz

    Geht man von 10.000 Hz aus wird diese Frequenz bei 48 KHz Takt ca viermal getaktet. Das entspricht bezogen auf die obersten Frequenzen einer doppelten CD-Qualität.

    Mag sein, dass Sets mit 96 KHz aufgenommen und wiedergegeben eine noch bessere akustische Durchsichtigkeit aufweisen.

    Ähnlich wie bei Kameras, bei denen eine höhere Anzahl von Pixeln weniger die Bildschärfe aber mehr die Farbendarstellung verbessert

    Da die 96 KHz nur in Zukunft bei neuen Sets eine Verbesserung verspricht wäre ich nicht bereit mir dies mit erheblich mehr Rechenleistung etc. zu erkaufen.

  • Gerne.

    - MSI B450 Tomahawk Max

    - 2x Crucial Ballistix schwarz DIMM Kit 32GB, DDR4-3200

    - Crucial MX500 1TB, SATA (keine M.2!)

    - WD Blue 4TB (Datenfestplatte für tägliche Arbeit)

    - WD Blue 6TB (Datengrab für Filme und Serien)

    - EVGA GeForce RTX 3070 XC3 Black Gaming

    - be quiet! Straight Power 11 650W

    - keine WaKü, klassischer Lüfter.


    Das ist allerdings ein Rechner bei dem der Fokus weniger auf HW sondern eher auf Gaming liegt. HW fällt da quasi mit ab zum experimentieren. Deshalb auch die ziemlich dicke Graka, keine dedizierte Soundkarte und "nur" 64GB RAM.


    Die Cache-Dateien liegen auf der SSD, die Sampleset-Dateien auf der 4TB-Platte. Die Geschwindigkeit beim Laden reicht mir vollkommen aus.


    Wenn ich diesen Rechner dediziert für HW gebaut hätte würde ich die Konfiguration anders wählen:

    - 128GB RAM

    - M.2-SSD 1TB

    - 2TB HDD (für die Samplesets)

    - dedizierte Soundkarte, aber nur eine Basisgraka

  • Also mein Gedanke war, dass man ein Tool nutzt - falls es das gibt- , was jedes einzelne Sample High-End-Mäßig mit bestmöglichem Resultat (also mit geringstmöglichen Klangeinbußen) offline auf den gewünschten Pitch umrechnet.

    Für das bestmögliche Ergebnis ist es auch wichtig, dass die Korrekturen so klein wie möglich sind. Die Tonhöhe von Bussleben ist mit 529 Hz sehr hoch. Dies erfordert ziemlich große Korrekturen, wenn Sie den Sampleset mit ca. 440 Hz verwenden möchten. Wenn jedoch die A4-Samples eine Frequenz von = ca. 529 Hz haben, haben die F #4 - Samples eine Frequenz von = ca. 443 Hz.

    Entsprechend Ihrer Idee, den Samplesatz anzupassen: Alternativ zum Resampling aller Samples können Sie die Tonhöhe von Bussleben von ca. 529 Hz auf ca. 443 Hz senken, indem Sie alle Samples umbenennen. Dies ist mit dem Programm „Advanced Renamer“ (https://www.advancedrenamer.com) sehr schnell und einfach.

    Sie müssen die gewünschten Änderungen nur einmal (für ein Register) definieren: „036-c.wav wird zu: 039-d # .wav; 038-d.wav wird zu: 041-f .wav usw.“ und Sie können dies dann auf einmal (im Batch) auf den gesamten OrganInstallationPackages Ordner von Bussleben anwenden. Es fehlen dan nur die Samples 036-c.wav, 038-d. wav und 040-d # .wav. Sie müssen dies noch durch Resampling erstellen oder durch eine Anpassung im Odf vom Original ableiten. In Hauptwerk (oder Grandorgue) erhält das Sampleset auf diese Weise eine auf 443Hz geänderte „Original-Tonhöhe“, wobei die Qualität der Original-Samples und deshalb auch die „natürlichen“ Ungenauigkeiten bei der Stimmung vollständig erhalten bleiben.

    Innerhalb des Hauptwerks können dann alle gewünschten Temperamentänderungen bei Bedarf erneut angewendet werden, es sind jedoch viel kleinere Frequenzkorrekturen erforderlich.

  • Den Mittelwert zweier aufeinander folgender 48 KHz zu nehmen für einen neuen Zwischensample, der bei 96 KHz eingefügt wird und mit dem dann weitergemacht wird bringt m. E. klanglich nichts.


    Vergleicht man das mal mit zwei Pixeln nebeneinander angeordneter Farben bei einem Digitalfoto und setzt einen Pixel zusätzlich dazwischen, der einen Mittelwert zwischen zwei Farben der vorhandenen Pixel (z.B. rot und grün) errechnet und darstellt so wird das Bild tatsächlich durchsichtiger.

    Philips hat etwas ähnliches mit "Pixel-Plus" entwickelt. Es entstanden größere Schärfe und farblich schönere Bilder.


    Der Unterschied:

    Bilder bleiben digital. Da gibt es tatsächlich ein Pixel mehr, der sichtbar ist und das Bild verbessern kann

    Klänge werden digital/analog gewandelt. Nach der Analogwandlung wird zwischen zwei benachbarten Sampletakten interpoliert. Da kann es passieren, dass die Interpolation bei 48 KHz und zwischengesetzten Takt von 96 KHz einen sehr ähnlichen Kurvenverlauf aufweist und dadurch eine klangliche Verbesserung ausbleibt.

    Welch besserer Effekt bei zusätzlichem Faltungshall tatsächlich hörbar ist kann ich nicht beurteilen

  • Das ist mir schon klar, dass es mit HW IV funktioniert. Aber noch laaaange nicht so schön und einfach wie mit HW V.

    Mit wenigen Handgriffen habe ich ein IR über einen Mixer-Preset gewechselt und habe ein Mixer-Fenster, wo ich den Hall stufenlos verändern kann. Ohne weitere Programme nutzen zu müssen, ist sehr, sehr angenehm. Wenn man einen freien Poti oder Schieberegler hat, kann man die Halleinstellung auch per Midi regeln. Besser geht es nicht.

    Und die eingebauten IR's von Sonus Paradisi sind wirklich super.

    Ja, alles in einem Programm hat auch seine Vorteile. Die Verwendung eines VST-Plugins über einen VST-Host macht das Setup in der Tat etwas komplizierter. Schade, dass Hauptwerk (und auch GrandOrgue) die Host-Funktion für VST-Plugins selbst nicht anbietet. Aber auch mit einem VST-Host wie Cantabile kann der Vorgang (über MIDI) automatisiert werden (wie üblich in Studios).


    Für diejenigen, die noch HW4 verwenden und für diejenigen, die auch mit HW5 oder HW6 Alternativen über den VST-Link ausprobieren möchten: Inspired Acoustics hat letzte Woche das seit einiger Zeit angekündigte Akustiksimulationsprogramm "INSPIRATA" veröffentlicht. Es gibt verschiedene Versionen mit einer Impulsrespons Bibliothek von bis zu 135 GB! Siehe das Einführungsvideo:



    Die "Lite-Version" (Stereo, mit 9 GB Bibliothek mit gesampelte Räumen) kann jetzt vorübergehend kostenlos heruntergeladen werden (https://www.inspiredacoustics.…cts/inspirata-workstation).