Strand Organ

  • Hi Martin,


    sorry daß ich noch nicht dazugekommen bin, hier einen Thread zu meinen oder allgemein iOS-Orgel-Apps aufzumachen, wozu Michael mich ja eingeladen hatte.


    StrandOrgan wollte ich anfangs KalvträskOrgan nennen, weil es eben das Kalvträsk Church-Set benutzt, aber das war auf dem iPod touch / iPhone ein Zeichen zu viel für die Beschriftung unterhalb eines Icons und wäre dort abgeschnitten worden. Daher der jetzige Name.


    Eine Übersicht der Apps ist auf http://polaron.de/Napo/, die gemeinsame Bedienungsanleitung unter http://polaron.de/Napo/manual/.


    Die Stiehr-Mockers-Samples (Jeux d'orgues 2) werden in den Apps Jeux d'orgues (http://polaron.de/Jeuxdorgues/index.html) und Jeux d'orgues Mini (http://polaron.de/JeuxdorgMini/index.html) benutzt. Das letztere kost nix und taugt schon ganz gut für Gehversuche auf zwei Manualen + Pedal.


    Gruß,
    Markus

  • Hallo Markus, wandelst du für die Tablets die WAV Datein in MP3 oder ein ähnliche komprimiertes Format um Platz zu sparen oder ist die volle WAV Qualität noch vorhanden?


    Wird es irgendwann auch jemanden geben der für Windows 8 solche Orgelapps programmiert?

  • MP3 käme allein schon wegen des Rechenaufwands zum Dekodieren nicht in Frage. Es werden die WAV-Dateien abgespielt, wie sie auf der Platte stehen. Genauer gesagt: Beim Einlesen wird nach 32 Bit Fließkomma gewandelt, damit läuft die gesamte Verarbeitung, und das wird auch an iOS zur Ausgabe weitergereicht.


    Gruß,
    Markus

  • Wenn man sich Diskussionen wie 1 oder 2 ansieht und daraus Rückschlüsse auf die Kompetenz und das Interesse von Microsoft für und an MIDI/Musikanwendungen zieht, da hätte ich als Entwickler nicht die geringste Lust, meine Zeit für diese Plattform zu verbraten. Es gibt aber vielleicht auch Entwickler, die gerade in diesen widrigen Bedingungen eine verlockende Herausforderung sehen.


    Gruß,
    Markus

  • Danke für die Info !


    Wie ich dem Text bei der YouTube Demo entnehme sind jetzt auch die Trakturgeräusche und Windgeräusch mit integriert. Gibt es noch weitere Veränderungen gegenüber der Vorgängerversion?


    Die Demo hört sich sehr schön an - werden eigentlich tatsächlich die Samples von jeder einzelnen Pfeife verwendet oder evtl. doch nur 1 Sample pro Oktave o.ä.? Aber durch das Streaming der Samples von "Platte" scheint das wohl möglich ?!

  • Quote

    Original geschrieben von Mikelectric


    Danke für die Info !


    Wie ich dem Text bei der YouTube Demo entnehme sind jetzt auch die Trakturgeräusche und Windgeräusch mit integriert. Gibt es noch weitere Veränderungen gegenüber der Vorgängerversion?!


    Ja. 6.0 ist auch für iOS 7 übersetzt (was sich im Design niederschlägt) und unterstützt 64 Bit (was auf den neuesten Geräten ein bißchen mehr Leistung rauskitzelt, aber nicht viel). Der RAM-Bedarf ist deutlich geringer (ich habe die Größe der gestreamten Blöcke halbiert). Der Notenbereich ist erweitert bis zum hohen c (Stilbruch! Die echte Orgel hat das nicht.) Das Bearbeiten von Kombinationen ist vereinfacht. Der Faltungshall ist verbessert, und man kann zusätzliche Impulsantworten installieren. Als völlig nutzloses Gimmick gibt es eine Bildschirmklaviatur als In-App-Einkauf. Und etliche nicht so sichtbare Änderungen sowie kleine und große interne Umbauten. Vieles, was noch auf der Aufgabenliste steht, mußte ich zurückstellen. Jetzt stehen zunächst mal Aktualisierungen für alle Apps an.


    Quote


    Die Demo hört sich sehr schön an - werden eigentlich tatsächlich die Samples von jeder einzelnen Pfeife verwendet oder evtl. doch nur 1 Sample pro Oktave o.ä.? Aber durch das Streaming der Samples von "Platte" scheint das wohl möglich ?!


    StrandOrgan verwendet die Stereo-Einzeltonsamples aus dem Kalvträsk-Set, aber runtergerechnet auf 16 Bit. Für das Demo habe ich zudem nur mit 24 kHz gespielt, es ist halt nur ein iPad 1, und aufleuchtende Überlastanzeigen würden sich in einem Demo-Video nicht gut machen (ich wollte nicht mit dem etwas metallischen iOS-Hall spielen, dann wären 48 kHz gegangen, sondern mit dem schöneren eingebauten Release der WAV-Dateien). Ferner muß man wissen, daß die App die 24 kHz-Dateien nicht durch fachgerechtes Downsampling erstellt, sondern durch bloßes Wegstreichen jedes zweiten Samplepunkts (auch etwas, woran ich noch arbeiten muß). Von iMovie wird die Aufnahme auf 44.1 kHz umgerechnet, und was YouTube damit anstellt, will man lieber gar nicht wissen. Also:


      [li]Nur 16 Bit.[/li]
      [li]Nur mit 24 kHz gespielt und aufgenommen.[/li]
      [li]Umrechnung auf 44.1 kHz.[/li]
      [li]Komprimierung durch YouTube.[/li]


    Und trotzdem: Klingt gut, gell? Das sollte uns zu denken geben.


    Gruß,
    Markus

  • Quote

    Original geschrieben von emsig


    Und trotzdem: Klingt gut, gell? Das sollte uns zu denken geben.

    Es klingt trotz der bescheidenen YouTube-Qualität noch verhältnismäßig gut nach Pfeifenorgel. Das selbe kann ich von den wenigsten (oder gar keinen ?) YouTube-Aufnahmen von den gängigen Digitalorgeln berichten.


    Ich dachte immer die iPad Orgel sei für unterwegs mit einem einzelnen Keyboard gedacht. Aber so gesehen macht sie dann wirklich mit einer Digitalorgel als klanglich aufwertenden Expander Sinn - zumindest für Einsteiger in die Welt der virtuellen Orgeln. Der Unterschied zu "nur" 16-bit sollte bei dieser Art Sampleset eigentlich völlig unhörbar sein - also kein Manko.


    Der Unterschied zu 48 kHz könnte da wohl eher hörbar sein. Was mich allerdings auch erstaunt ist, dass offenbar auch Faltungshall auf dem kleinen iPad läuft. Wenn ich richtig verstanden habe kann man also selbst einstellen, ob die Samples trocken abgespielt werden sollen mit Faltungshall oder mit der eigenen originalen Hallfahne. Kann man dann auch beliebige IR-Dateien für den Faltungshall laden oder ist da ein spezielles Format vorgegeben?


    Gruß Michael

  • Hi Michael,


    Quote

    Original geschrieben von Mikelectric
    Der Unterschied zu 48 kHz könnte da wohl eher hörbar sein. Was mich allerdings auch erstaunt ist, dass offenbar auch Faltungshall auf dem kleinen iPad läuft. Wenn ich richtig verstanden habe kann man also selbst einstellen, ob die Samples trocken abgespielt werden sollen mit Faltungshall oder mit der eigenen originalen Hallfahne. Kann man dann auch beliebige IR-Dateien für den Faltungshall laden oder ist da ein spezielles Format vorgegeben?


    man kann den Hall in der App wählen zwischen "Kein" (um in einem großen Raum mit echtem Hall zu spielen oder ein externes Effektgerät anzuhängen), "iOS" (ein algorithmischer Hall von iOS, der gar nicht so übel ist und sparsam mit der Rechenzeit umgeht), "Echt" für die eingebauten Release-Teile der WAV-Dateien und "Faltung" (wofür man mindestens ein iPad 4 haben sollte). Eigene Impulsantworten (WAV, AIC, AIFF, CAF, M4A, MP3) wird man ab Version 6.0 von StrandOrgan draufladen können (und bei den anderen Apps ebenfalls in den kommenden Versionen), bisher gab es nur eine Handvoll eingebaute Impulsantworten von Fokke van Saane.


    Gruß,
    Markus