Brasov - Buchholz-Orgel - Sonus Paradisi

  • Im Herzen von Transsilvanien (Siebenbürgen), im heutigen Rumänien, steht in Brasov (deutsch Kronstadt) eine deutsche frühromantische Orgel. Es handelt sich dabei um die größte erhaltene Orgel des Berliner Orgelbauers Carl August Buchholz (1796 - 1884), mit 63 Registern auf 4 Manualen und Pedal.


    Die Besonderheit dieses Samplesets ist das Aufnahmeverfahren, welches diesmal in einer 6-Kanal Surround-Technik durchgeführt wurde. Damit ist es erstmals möglich, eine virtuelle Orgel mit einer sehr flexibel einstellbaren virtuellen Hörposition innerhalb des Kirchenraumes zu realisieren.


    Das Set ist wieder verschlüsselt im Hauptwerk 4 Format. Es gibt davon eine Demo-Version mit 18 unverschlüsselten Registern in voller 6-Kanal Surround-Qualität. Somit kann jeder dieses neue Verfahren selbst testen.



    Wir haben jetzt auch schon passend zur Demo-Version eine ODF für GrandOrgue:


    Siehe hier

  • Ja, beim Namen Transsilvanien kommen mir auch unweigerlich Bilder in den Kopf von nebelumwaberten Friedhöfen, wo sich eine Grabplatte öffnet und "Draf Gracula" emporsteigt :-D


    Wenn ich die Demo des Sets unter GrandOrgue spiele, dann passt dieses Bild m.M.n. auch ganz gut zum Klang. Ich finde die verschiedenen Register passen, zumindest bei diesem 2-manualigen-Demo-Verschnitt klanglich nicht so recht zusammen. Das ganze klingt irgendwie "gruselig" wenn ich mehrere Register ziehe. Kann aber durchaus an der ODF liegen, die doch schnell "aus dem Ärmel geschüttelt" wurde.


    Ich will demnächst mal die original Demo von SP auf meinem Hauptwerk-Spieltisch installieren. Vielleicht ist es dort besser abgestimmt und klingt besser.


    Hast Du, Peter, auch schon eine Demo davon ausprobiert?

  • Nun, ich hatte mir schon vor ein paar Tagen die Demo für Hauptwerk gezogen und installiert aber inzwischen auch wieder gelöscht. Du magst Recht haben, mit den Registern ... sie sind wohl eher unglücklich ausgewählt. So richtig warm werde ich mit dem Klang jedenfalls auch nicht. Die Möglichkeit, im Sample Set mit der räumlichen Hörposition experimentieren zu können finde ich dagegen Klasse! :-up:


    Naja, die bei Sonus Paradisi eingespielten Demos zur Orgel klingen zumindest ganz schön. :)


    Übrigens gibt's ein von Carl-August Buchholz 1841 gebautes Instrument in Stralsund an der dortigen Nikolaikirche. Einen Besuch dort habe ich mir jedenfalls schon für meinen nächsten Ostseeurlaub vorgemerkt. :)


  • Martin Dyde* sei's geklagt und nichts für ungut, aber bei vielen Klängen dieses Sets fühle ich mich ganz persönlich bereits beim Hören der Demos etwas veräpfelt. Teilweise ist’s für mich wirklich unglaublich, wie sich die Hallfahnen an sich selbst verschlucken.


    http://www.sonusparadisi.cz/en…l#!/cat_tabs_demos_tabbed


    Höre zum Beispiel: Johann Peter Kellner (1705-1772): Praeludium pro Organo pleno con Pedale obligato by Pieter Leebeek (lässt sich leider nicht genauer verlinken!)


    Das St.-Omer-Set warf für mich zu einem früheren Zeitpunkt ebenfalls Fragen auf:
    http://www.sonusparadisi.cz/en…l#!/cat_tabs_demos_tabbed


    Höre zum Beispiel: César Franck: Grand Choeur in Eb Major by Attila Pásztor (lässt sich leider ebenfalls nicht genauer verlinken!)


    Sind hier die Releases, insbesondere die des direkteren Sounds, ordentlich justiert? Sind wirklich allesamt native Releases verwandt worden?


    Tut mir leid, wenn ich hier das offensichtlich gut funktionierende Marketing der Firma etwas störe ... Aber da man die Sets nicht wirklich(!) testen kann, dachte ich, mag ein wenig Verbraucherberatung nicht schaden.


    Matthias


    * Ich meine Martin Dyde, dem ich 2006 vertraut hatte. "mdyde" mag ein anderer sein.

  • Hallo,


    Quote

    Original geschrieben von Prolix2012Übrigens gibt's ein von Carl-August Buchholz 1841 gebautes Instrument in Stralsund an der dortigen Nikolaikirche. Einen Besuch dort habe ich mir jedenfalls schon für meinen nächsten Ostseeurlaub vorgemerkt. :)


    dann aber auch gleich nach Barth .


    Mikelectric : Auf der zehnten CD dieser Box findet sich transsylvanische Orgelmusik. Da wabert eigentlich nichts.


    Das Wabern begann erst 1897: 3 May. Bistritz. - Left Munich at 8:35 P.M., on 1st May, arriving at Vienna early next morning; should have arrived at 6:46, but train was an hour late. Buda-Pesth seems a wonderful place, from the glimpse which I got of it from the train and the little I could walk through the streets. I feared to go very far from the station, as we had arrived late and would start as near the correct time as possible.


    Beste Grüße von der Waterkant
    Christoph P.

  • Quote

    Original geschrieben von Prolix2012


    Die Möglichkeit, im Sample Set mit der räumlichen Hörposition experimentieren zu können finde ich dagegen Klasse! :-up:

    Wie hast Du experimentiert? Mit 2, 4, oder gar mit allen 6 Lautsprechern? Und wie war Dein Eindruck?
    Ich werde mal schauen, dass ich meine Multikanal-Abstrahlung wieder in Betrieb nehme und will es auch mal mit 6 Lautsprechern testen. Allerdings bin ich mittlerweile kein großer Fan mehr von den Surround-Sets. In der Regel empfinde ich mit nur einem Paar Stereolautsprechern den Klang einfach am besten, abgesehen von Kopfhörern die klanglich kaum zu toppen sind.



    Quote

    Original geschrieben von Orgeljournal


    Martin Dyde* sei's geklagt und nichts für ungut, aber bei vielen Klängen dieses Sets fühle ich mich ganz persönlich bereits beim Hören der Demos etwas veräpfelt. Teilweise ist’s für mich wirklich unglaublich, wie sich die Hallfahnen an sich selbst verschlucken.

    Einzelne Register finde ich teilweise ganz schön, aber verschiedene Register liefern mir einen ganz anderen Raumeindruck, der dann kaum mit den übrigen Registern wieder zusammenpasst. Irgendwas stimmt mit den Hallfahnen nicht, oder es wurde mit mehreren Mikrofonen von ganz unterschiedlichen Standpunkten aufgenommen. Das bezieht sich jetzt alles aber nur auf die Front-Samples die in der GO-Demo verwendet werden. Mehr habe ich bisher nicht ausprobiert.


    Quote

    Tut mir leid, wenn ich hier das offensichtlich gut funktionierende Marketing der Firma etwas störe ... Aber da man die Sets nicht wirklich(!) testen kann, dachte ich, mag ein wenig Verbraucherberatung nicht schaden.

    Das Marketing scheint wirklich gut durchdacht. Aber die Produktqualität sollte bei diesen Preisen schon auch stimmig sein. Insofern ist immer gut wenn hier jemand mit Erfahrung auch mal kritische Kommentare hinterlässt!
    Bei den Sonus Paradisi Sets ist es aber schon fast Tradition, dass der erste Wurf eines bestimmten Sets oft zu wünschen übrig lässt. Dann sammelt Jiri die Kritikpunkte und verbessert die Sets in der 2. Version meist ganz erheblich. Die Möglichkeiten die man mit den Demoversionen hat sind leider wirklich viel zu gering um allzu viel über ein Set aussagen zu können. Allerdings gut, dass sie für Demoversionen doch so umfangreich sind. damit können sich auch viele weniger begüterte Orgelfreunde an Klängen verschiedenster Orgellandschaften erfreuen.
    Es gab schon mehrere Sets, die ich nicht gekauft hatte, weil der Klang der Demo mir nicht recht zugesagt hatte. Später habe ich das eine oder andere dann doch noch gekauft, und musste jedes mal feststellen, dass die Originalversion dann meist vom Klangbild besser war. Ich bin mir nicht sicher, ob die Samples der Demos immer wirklich identisch sind mit der Originalversion.


    Quote

    * Ich meine Martin Dyde, dem ich 2006 vertraut hatte. "mdyde" mag ein anderer sein.

    Ich habe auch nach wie vor meine Zweifel :D



    Quote

    Original geschrieben von chp


    Mikelectric : Auf der zehnten CD dieser Box findet sich transsylvanische Orgelmusik. Da wabert eigentlich nichts.

    :-thanks: für den Tipp, lieber Christoph !
    Ich konnte nicht anders als dieses Schnäppchen gleich zu ordern, zumal eine der 12 CD´s auch auf der "Silbermann"-Orgel der Benediktinerkirche Villingen aufgenommen wurde. Ist ja bei mir um die Ecke und ich bin fast jeden Monat einmal dort.



    Quote

    Das Wabern begann erst 1897: 3 May. Bistritz. - Left Munich at 8:35 P.M., on 1st May, arriving at Vienna early next morning; should have arrived at 6:46, but train was an hour late. Buda-Pesth seems a wonderful place, from the glimpse which I got of it from the train and the little I could walk through the streets. I feared to go very far from the station, as we had arrived late and would start as near the correct time as possible.

    Was mag wohl aus dem Herrn Dracula wirklich geworden sein? Ich glaube kaum, dass ein Vampir für alle Zeiten tot sein kann. Vielleicht versteckt sich die dematerialisierte Energie des Grafen ja auch in dieser Buchholz-Orgel von Brasov. Dort treibt sie ihr Unwesen, sorgt für Hänger, Heuler und Würger und lässt jeden Sampling-Versuch kläglich scheitern indem sie die Hallfahnen zerbeißt :-snappy:


    Gruß vom Schwarzwaldelch


    Michael

  • Hallo Michael,
    nach Deinem letzten Beitrag habe ich mir doch nochmal das Set aufgespielt und experimentiert. Also, probiert habe ich mit 4 Lautsprechern anfangs. Jetzt mit meinen AKG-Kopfhörern. Und das geht toll! Räumlicher Hall lässt sich beliebig und stufenlos via Master Controls und dazu noch für jedes Werk separat einstellen. Wenn man mit den 18 zur Verfügung stehenden Registern probiert und immer wieder mischt , findet man dann auch ein schönes Zusammenspiel. Ich glaube, dass ich zu schnell war mit meiner Bewertung. Fürs Üben ist es ein schönes Set. Mit den Controller Möglichkeiten lässt sich das Ganze zwischen Dry und Wet beliebig verändern. Im Augenblick übe ich Kadenzen, also Harmonielehre um von der "Affenkralle" wegzukommen. Von daher bietet mir die Demo eine hübsche Abwechslung und ich werde es als Übeorgel weiter verwenden. Manchmal urteilt man wirklich zu schnell und man sollte selbst eine Demo nicht nur zwischen "Tür und Angel" testen. :D


    Viele Grüße aus Leipzig
    der Peter :-wave: