Ulrichs Spieltisch

  • Hast Du ein bestimmtes Konzept im Auge wie Du Deinen Spieltisch gestalten wirst? Wie willst Du die virtuell-orgeltypischen Komponenten unterbringen wie z.B. Computer, Tastatur, Maus, Verstärker, Klang-Abstrahlung, Bedienelemente (Touch bzw. Register) und Notenpult bzw. Notenbildschirm? Auf dem Foto kann ich nicht genau erkennen ob im Spieltisch hinten z.B. Platz für einen Computer vorgesehen ist. Soll es eher ein integriertes Konzept werden wo alles im Spieltisch eingebaut ist, oder mehr die häufig zu sehende lose Anordnung von Einzelkomponenten? Das sind für mich immer spannende Fragen.

  • Danke für die Blumen :D


    Die Messingrohre (Durchmesser 6mm für Streben, 10mm für die Lampe selbst, alles vom Bauhaus) habe ich erst über die Tür meiner Waschmaschine (Radius ~25cm) und dann um meinen Mülleimer gebogen (Radius ~20cm). Ging problemlos. Bei engeren Radien soll es helfen, die Rohre mit Sand zu befüllen, um ein Abknicken zu vermeiden, hab ich aber noch nie probiert.


    Touchscreenmonitore hab ich noch im Blick, aber im Moment reichen mir die Kombinationen unten im Manual I.
    Da speicher ich hin und wieder was ab, was ich über meinen Laptop zusammenstelle. Dann kann ich ihn wieder zuklappen und bildschirmfrei genießen.


    Ich werde mal abwarten, wie arg ich eine elegantere, direkte Registerauswahl vermisse. Auch wie häufig ich die Orgel wechseln werde. Im Moment habe ich das Gefühl, daß ich nur noch die Zwolle spielen werde :-)
    Dann werde ich in Ruhe entscheiden, ob es Touchscreens oder Maniubrien werden, oder ob ich es so lasse, wie es jetzt ist...


    Soweit von hier, LG, Ulrich



    @Mike: Hinten wäre genug Platz für einen Computer. Im Moment peile ich aber eine gut erreichbare Docking-Station für meinen Laptop an, ein extra Computer kommt vielleicht später mal.
    Klangabstrahlung ist leider im Moment Nebensache wegen der Nachbarn. Und ich bin sehr zufrieden mit meinen Kopfhörern.
    Als Endausbauphase stelle ich mir je einen Touchmonitor links und rechts, relativ flach eingestellt vor. Und darüber Nahfeldmonitore auf Stativen (ähnlich wie die mini-Genelecs jetzt, nur direkt auf dem Tisch).
    Maniubrien wären natürlich schöner, aber halt nicht so flexibel, mal schauen...


    Oben soll auch noch ein Notenpult drauf aus Teakleisten, passend zu der Abschlußplatte :-)

  • Hallo Ihr Lieben,


    Nun teste ich mal ein einfaches Surround-Setup und die Dockingstation.
    Heute noch leise, aber klingt schon fein und dennoch definiert, bin begeistert :D



    bei Nacht ;) :



    Soweit von hier, lG,


    Ulrich


    PS: grummel, dropbox will nicht so wie ich... :-confused:
    Ah.... lag an der Andoid-App, die kann das nicht :-down:


    Moderator-Edit: Bilder-Links von Dropbox auf anderen Server geändert

  • Sieht wirklich klasse aus!!
    Der praktizierende Organist vermisst hier nur noch ein richtig großes Notenpult und statt Hauslatschen Orgelschuhe (so er denn mit Schuhen spielt). :)



    Quote

    Original geschrieben von rizos
    Ich werde mal abwarten, wie arg ich eine elegantere, direkte Registerauswahl vermisse. Auch wie häufig ich die Orgel wechseln werde. Im Moment habe ich das Gefühl, daß ich nur noch die Zwolle spielen werde :-)
    Dann werde ich in Ruhe entscheiden, ob es Touchscreens oder Maniubrien werden, oder ob ich es so lasse, wie es jetzt ist...


    So wie ich das hier mitgekriegt habe, spielen wohl die allermeisten Leute ihre virtuellen Orgeln hier mit Touchscreens statt Manubrien. Da ich da wohl eher eine Ausnahme bin, meine Erfahrungen soweit mit Manubrien:


    Pro Manubrien:
    Ich brauche nur den Zentral-Einschalter für alles einzuschalten, und den Resettaster des PCs, beides bequem links unten am Spieltisch. Dann fährt der PC hoch, startet das zuletzt verwendete Sample-Set, und ich kann loslegen, da habe ich es noch nichtmal geschafft, meine Orgelschuhe anzuziehen. Ich brauche praktisch nie den PC zu bedienen, alle Registertaster, Sequenzertaster, Sondertaster (zum Umschalten der Samplesets oder anderer Manualzuweisung der Floating Divisions usw), sind bequem erreichbar (ohne mit seitlich groß bewegen zu müssen, Touchscreens wären wohl eher etwas weiter weg). Der Platz rechts/links neben dem Spieltisch selber ist frei, um Noten abzulegen.


    Kontra Manubrien:
    Die Anzahl nötiger Manubrien ist erstaunlich hoch; bei mir ist es durch die leider mittlerweile antiquierte und nicht mehr unterstützte Midi-Elektronik von Wira auch ziemlich beschränkt, so habe ich
    a) nur 56 Taster mit LED-Kontrolle für Register
    b) 14 Taster für Sequenzer-Steuerung (hat nur 8x3 Speicherplätze)
    c) 6 Taster für Manual/Pedalkopplung
    d) 8 Taster, um verschiedene Samplesets auszuwählen
    e) 4 Ein/Aus-Schalter, um Manualzuweisungen (Floating Divisions) zu machen und bei 4-manualigen Samplesets davon 3 den real exisitierenden Manualen zuzuweisen.
    f) weitere Taster + LCD-Anzeige für ein Extrafeature, worüber ich irgendwann später gerne berichten will


    Also, man braucht viele Taster, und das bedeutet auch viel Verkabelung (zu den Tastern gehören ja auch LEDs, die verdrahtet werden müssen). Und man hat je nach Anzahl Register irgendwann das Limit erreicht, was man den Tastern zuweisen kann.
    Ein weiteres Kontra ist, das man bei Wechsel des Sample-Sets die Beschriftung der Register austauschen muss. In meinem Fall geht das aber ganz leicht, jedes Set hat ein Magnetfolienband, welches ich nur anlegen muss (kann die auch übereinanderlegen, und bei Bedarf entfernen).


    Trotzdem, obige Anzahl Taster reicht aus, um in meinem Fall z.B. das 4-manualige Sample-Set Brasov anzusteuern (da ich sowieso nur 3 Manuale habe, und damit eh nur zu einer Zeit mit 3 Manualen spielen kann, reichen die 56 Registertaster. Kann ja zur Laufzeit die Manuale umschalten und damit andere Registerzuweisung haben).


    Ob ich das nochmal machen würde mit Manubrien statt Touchscreen, weiß ich nicht. Man ist nicht so flexibel und es braucht großen Aufwand. Auf der anderen Seite ist die Bedienung tatsächlich sehr bequem...

  • Quote

    Original geschrieben von Dulzian


    Sieht wirklich klasse aus!!
    Der praktizierende Organist vermisst hier nur noch ein richtig großes Notenpult und statt Hauslatschen Orgelschuhe (so er denn mit Schuhen spielt). :)

    Ein Schwellpedal wäre evtl. auch für diverse Samplesets nicht zu verachten.


    Quote

    Original geschrieben von Dulzian


    So wie ich das hier mitgekriegt habe, spielen wohl die allermeisten Leute ihre virtuellen Orgeln hier mit Touchscreens statt Manubrien. Da ich da wohl eher eine Ausnahme bin, ...

    Ich verwende sowohl Registerwippen / Manubrien als auch Touchscreens, je nach dem was ich im jeweiligen Spieltisch eben drin habe. Die Registerwippen finde ich besonders bei kleineren Sets sehr praktisch und da ist das mit Wechselbeschriftungen auch noch recht praktikabel, vor allem, wenn alle nur in einer Reihe liegen.


    Bei den großen Sets (ca. über etwa 25/30 Register bis über 100 Register) verwende ich ausschließlich ein oder zwei Touchscreens. Um auch für große Sets gerüstet zu sein, sollte man möglichst über 100 Registerwippen bzw. Manubrien haben zuzüglich der Koppel- und sonstigen Schalter. Diese Menge kann man eigentlich nur noch in mehreren Reihen verteilt links und rechts des Manualblocks vernünftig unterbringen. Ein Wechsel der Registerbeschriftungen wäre damit dann schon recht mühsam.
    Aber oft ist es bei so großen Orgeln doch so, dass man vorbereitete Kombinationen abspeichert und z.B. über die Pistons wieder abruft. Das Vorbereiten der Kombinationen geht am Touchscreen hervorragend, da dort der bestmögliche optische Eindruck des original Spieltischs realisiert ist und automatisch alle Register richtig beschriftet sind.


    Meine Empfehlung würde dahin gehen, zwei Touchscreens zu verwenden und zusätzlich eine über die ganze Breite des Spieltischs durchgehende Reihe von Registerwippen (ca. 30 bis 50) die dann frei belegt werden können und mit nur einem einzigen langen Beschriftungsstreifen versehen werden, den man wechseln kann.
    Alternativ ein Modulkonzept, wo man links und rechts einfach Blöcke wechseln kann, die entweder Touchscreens oder Registerwippen oder Manubrien enthalten.


    Grundsätzlich ist von Vorteil wenn man schon vor dem Bau des Spieltischs ein entsprechendes Konzept hat, wohin es gehen soll. Die Lautsprecher, die Manubrien, die Touchscreens und das Notenpult sind sich sonst schnell an den jeweiligen Idealpositionen gegenseitig im Weg. Hier muss halt jeder sein persönliches Gleichgewicht zwischen Funktionalität und Design finden. Es ist äußerst schwer alles unter einen Hut zu kriegen, weswegen ich u.a. permanent seit 10 Jahren meinen "Labor-Spieiltisch" habe um herum zu laborieren ;)


    Gruß Michael

  • Quote

    Original geschrieben von Dulzian
    So wie ich das hier mitgekriegt habe, spielen wohl die allermeisten Leute ihre virtuellen Orgeln hier mit Touchscreens statt Manubrien. Da ich da wohl eher eine Ausnahme bin, meine Erfahrungen soweit mit Manubrien:


    Keine Sorge, so eine große Ausnahme bist du auch wieder nicht :-)


    Eine ganze Reihe von Anwendern arbeiten mit dem Novation Launchpad, das auch von Hauptwerk komplett unterstützt wird. Gerade große Orgeln spiele ich komplett mit den Launchpads, weils einfach nichts bequemeres gibt und weil sie doch neben dem haptischen Gefühl einen Knopf zu drücken auch noch eine Reihe weiterer Vorteile gegenüber dem Touchscreen haben. Einer der wichtigsten ist mir z.B. mehrere Register gleichzeitig ein- und ausschalten können. Obwohl mein Touchscreen Multitouch unterstützt, macht das Hauptwerk leider nicht. Das ist die Bedienung mit den Launchpads schon vielseitiger, präziser und sicherer.


    Der einzige kleine und einmalige Aufwand pro Sampleset ist das Beschriften der Launchpads. Aber da hab ich mir eine Word-Vorlage gebaut, mit der ich das schnell erledigt habe. Das wird dann auf eine gute Selbstklebefolie gedruckt und mit einem Teppichbodenmesser angeritzt, abgezogen und auf die Launchpad Buttons geklebt. Details und Tipps kann ich da gern geben.


    Einen Touchscreen hab ich war auch, aber der steht eher seitlich und wird nur für kleinere oder selten gespielte Samplesets sporadisch verwendet.


    Grüßle,
    Bertram

  • Hallo,


    Hauptwerk unterstützt kein multi-touch??? Das ist ja krass...
    Nun haben die Iiyama-Monitore, die ich grad von Reichelt bekomme das auch nicht, aber ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt, die zugunsten von multitouch-Fähigen zurückzugeben. Aber wenn HW das nicht kann?? Kann GO das?
    Das Launchpad war mir neu, ist auch eine gute Idee, vielen Dank Bertram.


    Anbei die neusten Fotos. Das Konzept ist nun recht modular. Der Notenständer steht, nur von der Schwerkraft unterstützt oben drauf.
    Abstrahlung und Touchmonitor ebenso. Der zweite Monitor ist noch unterwegs....
    Für die Abstrahlung hab ich noch zwei entkoppelnde Ständer besorgt von ISOacoustics, bringt Klarheit im Klangbild!


    Im Spielbetrieb zieht das ganze Setup dann um die 135 W:
    30W Touchmonitore
    40W Surround-Abstrahlung bei moderater Lautstärke
    65W Alles andere incl. Rechner und Beleuchtung


    @Mike: Ja, Schwellerpedale wären vielleicht mal wünschenswert. Falls mal jemand was hübsches gebrauchtes hat...
    @Olaf: Der Notenständer ist fein nach BDO, dank Deiner Hinweise. Orgelschuhe hab ich noch nicht, bisher meist mit Socken oder gar Barfuß unterwegs :-shame: Hat da jemand eine gute Quelle?


    Die Spiegelung der Lampe im Monitor ist nur für die Sofasitzer zu sehen :-)



    Soweit von hier, lG an alle, Ulrich


    Moderator-Edit: Bilder-Links von Dropbox auf anderen Server geändert

  • Quote

    Original geschrieben von rizos
    Der Notenständer steht, nur von der Schwerkraft unterstützt oben drauf.


    Du hast dir wirklich eine Top-Orgelkonsole gebaut! :-up:


    Bzgl. Notenständer muß ich trotzdem meckern: :-8
    1) Wenn man was in die Noten reinschreiben möchte, z.B. Fingersatz oder Fußsatz oder Verteilung der Innenstimmen auf die Hände, dann muß der Notenständer Vollmaterial sein und nicht nur aus Leisten bestehen oder man müsste eine Sperrholzplatte hinter die Noten legen o.ä.
    2) Und wenn man was in die Noten reinschreibt, reicht es nicht, wenn der Notenständer nur von der Schwerkraft unterstützt draufsteht. Er sollte besser angeschraubt sein, damit man nicht mit der einen Hand den Notenständer festhalten muß, damit er nicht dabei wegrutscht.


    Modularität und Flexibilitä finde ich genauso wie du sehr wichtig. Ich habe daher meinen Notenständer mit einem Querholz mit Flügelschrauben am Spieltisch befestigt. So kann ich ihn nach vorne/hinten oder rechts/links verschieben bei Bedarf, und danach wieder festschrauben.


    Was bedeutet Multitouch?


    @ Bertram: Interessante Lösung mit den Launchpads, habe sie mir gerade bei Thomann angesehen. Wußte ich auch nichts bisher darüber, danke für den Hinweis!

  • Danke :-)


    ich finde es nun fast ein wenig klobig, mit den dicken Lautsprechern...
    Der Klang ist super, geht halt nicht alles: filigraner Aufbau und fetter Klang...
    Vielleicht baue ich doch noch die Speaker extern auf, mit etwas größerem Abstand.


    Zum Notenpult: zugegeben wäre eine durchgehende Platte für Notizen besser.
    optisch gefiel es mir so besser (man beachte die Linienführung :D )....
    Falls ich mal verstärkt Notizen mache, befestige ich vielleicht noch eine dünne Plexiglasplatte auf den Leisten.


    Für die Notizen (HB-Bleistift) reicht aber dann doch die Schwerkraft, zusammen mit der Reibung zwischen der Filzschicht am Notenpult und dem griffig strukturierten Teakbrett über dem Manual IV, habs getestet!
    Deine Variante mit Klemmschraube ist aber auch fein, Olaf. Falls es noch anfangen sollte zu rutschen, schau ich mir Deine Bilder nochmal an...


    Touchmonitore und Multitouch:
    Meine (Ilyama T1732MSC-B1X) können nur eine Druckstelle (resistive Touchfunktion) zur Zeit erkennen als Eingabebefehl. Damit kann man grade so drei Manubrien mit einer leicht prasselnden Fingerbewegung mit einer Handbewegung schalten. Er reagiert da recht flott. Aber der Schirm ist matt (nicht schlecht optisch) und stumpf, was das Gleiten des Fingers darüber nahezu unmöglich macht. Also Ziehen von Fenstern oder ähnliches geht nur sehr mühsam.


    Alternativ gäbe es kapazitiv gesteuerte Touchscreens (wie moderne Handydisplays) mit bis zu 10 simultan erkannten Berührungspunkten (multitouch). Aber das scheint Hauptwerk nicht zu unterstützen.
    Bleibt die Frage, ob GO das kann??


    Aber selbst wenn beide Programme nur einzelne Touch-Ereignisse verarbeiten können, werde ich vermutlich umtauschen. Falls ich die Monitore zB eines Tages für ein Studio-Projekt verwenden möchte (Mischpult auf Touchscreen mit Schiebe-Fadern und Drehreglern), käme ich um kapazitiv und multitouch eh nicht rum...
    Das wären dann aber so Hochglanz-Displays, wo dann jeder Fingerabdruck sichtbar bleibt.... Und zum Manubrien-drücken ist das schon fein mit der stumpfen Oberfläche... Also doch noch unentschlossen... :/


    Wo habt Ihr eure Orgel-Schuhe her??


    Soweit von hier, lG, Ulrich

  • Quote

    Original geschrieben von rizos


    ich finde es nun fast ein wenig klobig, mit den dicken Lautsprechern...

    Evtl. die Monitorlautsprecher etwas kleiner und dafür zusätzlich einen Subwoofer?


    Quote

    Der Klang ist super, geht halt nicht alles: filigraner Aufbau und fetter Klang...

    :D Bin auch auf der Suche nach einer Eierlegendenwollmilchsau. Im Zweifel entscheide ich bei der virtuellen Orgel immer zu Gunsten der Funktion bzw. dem Klang. Schöne Orgeln sind Pfeifenorgeln :-wow:


    Quote

    Vielleicht baue ich doch noch die Speaker extern auf, mit etwas größerem Abstand.

    Wenn der Raum nicht sehr groß ist, verschlechterst Du mit größerem Abstand zum Ohr auch die Vorteile des Nahfeldhörens und die unangenehmen Raumeinflüsse werden größer.
    Nach meinen Versuchen könnten die Lautsprecher aber etwas weiter auseinander stehen und dafür weiter Richtung Orgelbank vorgezogen und dafür mehr zu den Ohren gedreht. Die Position in der Höhe erscheint mir so gut.


    Quote

    Zum Notenpult: zugegeben wäre eine durchgehende Platte für Notizen besser.

    Teilweise benutze ich auch solche Pulte aus Leisten. Solange Du aus Notenbüchern spielst sind auch Notizen mit Bleistift kein Problem. Bei losen Notenblättern lasse ich einfach ein Orgelbuch drunter liegen, dann geht auch das.


    Quote

    Für die Notizen (HB-Bleistift) reicht aber dann doch die Schwerkraft, zusammen mit der Reibung zwischen der Filzschicht am Notenpult und dem griffig strukturierten Teakbrett

    Alternativ "die Erdanziehung erhöhen" :-D oder die Masse mit einem Bleiklotz vergrößern..


    Quote

    Touchmonitore und Multitouch:
    Meine (Ilyama T1732MSC-B1X) können nur eine Druckstelle (resistive Touchfunktion) zur Zeit erkennen als Eingabebefehl. Damit kann man grade so drei Manubrien mit einer leicht prasselnden Fingerbewegung mit einer Handbewegung schalten. Er reagiert da recht flott. Aber der Schirm ist matt (nicht schlecht optisch) und stumpf, was das Gleiten des Fingers darüber nahezu unmöglich macht. Also Ziehen von Fenstern oder ähnliches geht nur sehr mühsam.

    Ist das noch ein Touchscreen im 4:3 Format? Heute gängig ist 16:9 Format und die Sethersteller richten sich in Zukunft mit ihren Fensterformaten wohl eher danach.


    Quote

    Alternativ gäbe es kapazitiv gesteuerte Touchscreens (wie moderne Handydisplays) mit bis zu 10 simultan erkannten Berührungspunkten (multitouch). Aber das scheint Hauptwerk nicht zu unterstützen.
    Bleibt die Frage, ob GO das kann??

    Kapazitiv und Multitouch ist eigentlich schon längst Standard. Resistive Schirme müssen schon deutlich gedrückt werden, weswegen auch ein Streichen mit dem Finger über mehrere Register hinweg kaum funktioniert.
    GO kann das zumindest unter meinem Linux (Ubuntu Studio) auch nicht. Aber ich kann mir auch schwer vorstellen, dass Multitouch da einen Vorteil bringen sollte. Wie soll man fünf Finger über 5 Registerknöpfe positionieren und dann abdrücken ??
    Multitouch ist von Seiten des Betriebssystems auch eher zum Erkennen von Gesten gedacht, als zum parallelen klicken auf Punkte. Aber mit dem Finger über ganze Registerreihen wischen geht super schnell mit dem richtigen Touchscreen. So schnell kann man sicher keine z.B. 10 mechanischen Manubrien ziehen.


    Quote

    Das wären dann aber so Hochglanz-Displays, wo dann jeder Fingerabdruck sichtbar bleibt.... Und zum Manubrien-drücken ist das schon fein mit der stumpfen Oberfläche...

    Das Spiegeln hat mich noch nie gestört wenn ich direkt davor sitze. Die Orgel steht auch im Raum. Bei Open Air könnte es ein Problem sein.
    Fingerabdrücke stören auch erst ab einer gewissen Schichtdicke. :D


    Quote

    Wo habt Ihr eure Orgel-Schuhe her??

    Das Thema habe ich mal in einen neuen Thread ausgelagert, da es bestimmt von allgemeinerem Interesse ist:


    Link zum Thema "Orgelschuhe"


    Gruß Michael

  • Quote

    Original geschrieben von Mikelectric


    Teilweise benutze ich auch solche Pulte aus Leisten. Solange Du aus Notenbüchern spielst sind auch Notizen mit Bleistift kein Problem. Bei losen Notenblättern lasse ich einfach ein Orgelbuch drunter liegen, dann geht auch das.


    Wenn man längere Orgelwerke spielen und ohne Umblätterer auskommen möchte, kommt man schnell dazu, dass das gesamte Notenpult ausgefüllt ist. weil man geschickt zusammengefügte Kopien braucht, um gute Umblätterstellen zu kriegen. Eine Fläche also, wo so ca. 4 DIN A4-Seiten nebeneinander von der Breite her sein können und knapp A3 hochkant. Lose Notenblätter sind das in meinem Fall nicht, sondern die Seiten sind entsprechend zusammengeklebt wie ein kleines Heftchen. Wir hatten das schon mal in einem anderen Faden behandelt - dazu hatte ich extra ein YouTube-Video für dieses Forum gedreht.


    Will damit sagen, einfach ein Orgelbuch drunter legen, reicht für diese Art dann nicht aus. Außerdem finde ich es unbequem, immer im Bedarfsfall was drunterlegen zu müssen.


    Bei solchen Dingen bin ich da eher pragmatisch und die Funktiion geht dann im Zweifelsfall vor der Optik. Bei mir steht der Orgeltisch aber auch nicht in einem Wohnraum, sondern in einem separaten Übezimmer...

  • Stimmt, Du hast natürlich Recht. Ich hab jetzt nicht an die zusammengeklebten Noten gedacht. Davon habe ich zwar nur wenige, aber da hatte ich mich früher doch tatsächlich auch schon geärgert über die Notenpulte aus Leisten an meiner umgebauten Eminent und auch an meiner Walcker Pfeifenorgel. An den selbst gebauten Spieltischen verwende ich auch durchweg nur Bretter, die mind. über die ganze Breite der Klaviaturen reichen.

  • Quote

    Kapazitiv und Multitouch ist eigentlich schon längst Standard. Resistive Schirme müssen schon deutlich gedrückt werden, weswegen auch ein Streichen mit dem Finger über mehrere Register hinweg kaum funktioniert.
    GO kann das zumindest unter meinem Linux (Ubuntu Studio) auch nicht. Aber ich kann mir auch schwer vorstellen, dass Multitouch da einen Vorteil bringen sollte. Wie soll man fünf Finger über 5 Registerknöpfe positionieren und dann abdrücken ??
    Multitouch ist von Seiten des Betriebssystems auch eher zum Erkennen von Gesten gedacht, als zum parallelen klicken auf Punkte. Aber mit dem Finger über ganze Registerreihen wischen geht super schnell mit dem richtigen Touchscreen. So schnell kann man sicher keine z.B. 10 mechanischen Manubrien ziehen.


    Ich hatte mir bis jetzt über Multi-Touch und GO noch keine Gedanken gemacht.
    Die meisten Features von Multi-Touch (Gesten) machen für GO keine SInn. Ein wenig könnte es schon helfen, wenn man einmal ein zweiter Finger den Bildschirm geleichzeitig berührt. Vom GO Core her wäre die Unterstützung nicht sehr kompliziert - es fehlt aber in wxWidget der Support für Multi-Touch :/

  • Hallo Ihr Lieben,


    mal wieder ein Foto meines aktuellen Setups. Nun mit kräftigen alten Spendors und Touchscreen von Ilyama.
    Sonst alles beim Alten :-)



    Euch allen eine frohe Adventszeit!


    Moderator-Edit: Bilder-Links von Dropbox auf anderen Server geändert