Empfehlungen für mobilen Audiorecorder gesucht

  • Hallo zusammen,


    ich habe einen Zoom H4 - Recorder, der seit ca. 9 Jahren seinen Dienst tut. Allermeistens benutze ich nur die internen Micros (aus Faulheitsgründen), statt ein externes Kondensatorpaar anzuschließen unter Nutzung der intern zur Verfügung gestellten Phantompower (hätte zwar ein gematchtes billiges Großmembran-tbone-Paar, aber wie gesagt, zu faul, das ganze Geraffel jedesmal aufzubauen).


    Bin zwar rel. zufrieden, aber nach 9 Jahren denke ich, dass es inzwischen was Besseres geben müsste. Insbesondere denke ich, dass in den Höhen das Zoom H4 schwächelt, es klingt nicht so "crisp" und zumindest zeigen die Audioeditoren auch kaum noch Frequenzen über so 12kHz an.
    Als Preisvorstellung würde ich ein paar hundert Euronen anlegen. (Sony PCM-D 100 mit 600€ wäre mir dann doch schon zu teuer).


    Hauptusecase- wer könnte das denken- sind Orgelaufnahmen, aber auch Klavieraufnahmen.


    Nebenfrage: Hat jemand das Zoom H4n(sp) und kennt den Unterschied zu good old Zoom H4? Auch das Zoom H4n scheint in die Jahre gekommen zu sein, Release 2009, von daher - kennt sich jemand mit diese mobilen Recorderdingern aus und kann eine Empfehlung aussprechen?


    Viele Grüße,
    Olaf

  • Hallo Olaf,


    das Zoom H6 wird in Orgelkreisen in den allerhöchsten Tönen gelobt...auch von fachkundiger Seite. Ich würd es bei Thomann bestellen und ausgiebige Tests machen.


    Gruß
    Martin

  • Hallo Olaf,


    zu den angegebenen Geräten kann ich nicht viel spezifisches beitragen. Ich selbst habe seit Jahren ein Zoom H2 und bin nach wie vor recht zufrieden damit.


    Quote

    Original geschrieben von Dulzian


    Bin zwar rel. zufrieden, aber nach 9 Jahren denke ich, dass es inzwischen was Besseres geben müsste.

    Was die klanggebenden Elemente betrifft, so hat sich m. E. die letzten 30 bis 50 Jahre nicht wirklich so sehr viel an Mikrofontechnik und Lautsprechern verbessert. Es gibt schon lange klanglich hervorragende Technik. Manches ist sicher in guter Qualität erschwinglicher geworden. Und tragbarer geworden, wie eben diese Mobilgeräte. Neuerungen betreffen auch die Speichermedien (SD, SDHC, SDXC), sowie die Tatsache, dass die Firmen alleine schon aus Marketinggründen immer wieder neue Modelle herausbringen müssen. Als "Verbesserung" werden heute manchmal auch einfach Dinge "weggespart" um die Gewinne zu erhöhen.


    Quote

    Insbesondere denke ich, dass in den Höhen das Zoom H4 schwächelt, es klingt nicht so "crisp" und zumindest zeigen die Audioeditoren auch kaum noch Frequenzen über so 12kHz an.

    Könnte das nicht evtl. auch andere Ursachen haben? Ich denke z. B. an Verschmutzung / Verstaubung der Mikrofonkappen o. ä. über die Jahre, oder Kontaktprobleme?


    Einen extrem großen Einfluss auf das Endergebnis hat außer dem Gerät selbst, eben auch die Art und die Position der Mikrofonaufstellung. Bei den mobilen Geräten sehe ich vor allem das Problem der meist wenig schwingungsgedämpften Befestigung. Es wird allzu gerne Körperschall über das Gehäuse eingefangen. Sei es durch die Aufstellfläche die mitschwingt oder reflektiert, oder über direkte Schalleinwirkung auf das Gehäuse des Gerätes. Auch Reflexionen an den Gehäuseflächen treten sicherlich auf. Das alles lässt sich mit entsprechendem Know How mit Einzelmikrofonen in schwingungsdämpfenden Stativen sicher besser unter Kontrolle bringen.


    Mehr kann ich kaum beitragen, bin aber gespannt wie die Sache ausgeht.


    Gruß Michael

  • Herzlichen Dank für die bisherigen Antworten!


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    Original geschrieben von Offenbass 32'
    das Zoom H6 wird in Orgelkreisen in den allerhöchsten Tönen gelobt...auch von fachkundiger Seite. Ich würd es bei Thomann bestellen und ausgiebige Tests machen.


    Den Zoom H6 hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm gehabt - vielen Dank für den Tipp!
    Wahrscheinlich würde ich immer nur die Mikros für X/Y-Konstellation nutzen, wahrscheinlich auch immer nur in 90Grad statt 120Grad-Position. Allerdings die Freiheit, externe Kondensatormikros über die XLR-Buchsen anzuschließen und diese mit interner Phantomspeisung zu betreiben, finde ich gut.
    Werde mir wohl das Teil bestellen (und nur bei wirklichem Missfallen, sprich, ohne erkennbarem Qualitätsgewinn gegenüber meinem alten Zoom H4 wieder zurückschicken).



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    Original geschrieben von mike
    Was die klanggebenden Elemente betrifft, so hat sich m. E. die letzten 30 bis 50 Jahre nicht wirklich so sehr viel an Mikrofontechnik und Lautsprechern verbessert. Es gibt schon lange klanglich hervorragende Technik...


    Also zumindest wenn ich mir im Audioeditor das Ergebnis vom Zoom H4 ansehe, erkennt man einen Spike ca. jede Sekunde. Meine Vermutung ist, dass das interne Ablegen eines Datenpakets auf die SD-Karte einen Spike verursacht. Das könnt schon dadurch passieren, wenn die SD-Karte jedesmal enabled wird und dadurch mehr Strom zieht. Letztlich ist die Ursache egal, aber ein niederfrequentes und bei Pausen hörbares Geräusch ist da. Ganz rauschfrei ist es auch nicht, und die Höhen schwächeln etwas. Das sind alles technische Dinge, wo sich m.E. nach schon was getan haben könnte, unabhängig von den klanggebenden Elementen.


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    Original geschrieben von mike
    Könnte das nicht evtl. auch andere Ursachen haben? Ich denke z. B. an Verschmutzung / Verstaubung der Mikrofonkappen o. ä. über die Jahre, oder Kontaktprobleme?


    Ich habe nicht den Eindruck, dass sich das Ergebnis geändert hat über die Jahre. Bin ja auch nicht wirklich unzufrieden. Denke nur, vielleicht hat sich bzgl. Recording, was Rauschen und untere/obere Grenzfrequenz angeht, doch etwas getan nach einem Jahrzehnt.


    Beim Zoom H4 habe ich den Eindruck, es ist völlig egal, ob ich nun 44 oder 48Khz einstelle. Alles darüber halte ich sowieso für Quatsch, zumindest bei diesen billigen Geräten mit eingebauten Micros. Will letztlich entweder Videos für youtube machen (dann strebe ich 48kHz/24bit wave an, und wandle später in mp3pro um oder lass es youtube machen), oder CD-Qualität - wo man laut Ulrich (rizos) wohl besser gleich mit 44.1kHz aufnimmt, um das Umsamplen zu vermeiden (aber trotzdem 24bit).


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    Original geschrieben von mike
    Einen extrem großen Einfluss auf das Endergebnis hat außer dem Gerät selbst, eben auch die Art und die Position der Mikrofonaufstellung. Bei den mobilen Geräten sehe ich vor allem das Problem der meist wenig schwingungsgedämpften Befestigung. Es wird allzu gerne Körperschall über das Gehäuse eingefangen. Sei es durch die Aufstellfläche die mitschwingt oder reflektiert, oder über direkte Schalleinwirkung auf das Gehäuse des Gerätes. Auch Reflexionen an den Gehäuseflächen treten sicherlich auf. Das alles lässt sich mit entsprechendem Know How mit Einzelmikrofonen in schwingungsdämpfenden Stativen sicher besser unter Kontrolle bringen.


    Danke für den Tip - vielleicht besser auf eine Schaumgummimatte o.ä. legen in der Kirche. Die Kanzeln sind meine bevorzugten Aufnahmeorte - sind etwas höher und die Gefahr, dass das Aufnahmeteil geklaut wird (falls Kirche offen ist), während man sich an der Orgel abmüht, ist geringer :)
    Für meine externen Kondensatormikros habe ich Spinnen, aber bin eben allermeistens zu faul, das Geraffel anzuschleppen und aufzubauen.


    Gibt es weitere Empfehlungen außer Zoom H6 ?


    Grüße,
    Olaf

  • also ich bin sehr zufrieden mit meinem Tascam gerät (DR-2D, nicht r2-d2). Ob nun wirklich hörbare Unterschiede zu den anderen da sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Das Gerät ist auch nicht mehr aktuell, aber da es das nicht weiß macht es weiter sehr gute Aufnahmen sowohl mit den eingebauten als auch einem angeschlossen Mikro (habe ein ganz brauchbares Beyerdynamic-Stereo mic).


    lg gerd

  • Vielen Dank, Gerd, für die Info zum Tascam - habe da auch mal in den Unterlagen geblättert.


    Mittlerweile überlege ich mir, ob der in diesem Jahr neu herausgekommene kleinere Bruder des Zoom H6, der Zoom H5, nicht auch ausreichen würde. Von den technischen Parametern scheinen die Geräte gleich gut zu sein, der Zoom H5 hat eben nur eine X/Y-Kapsel nicht schwenkbar mit 90 Grad dabei.
    Aber ich vermute, dass ich sowieso die andere Kapsel des H6 nicht nutzen würde. Vielleicht lasse ich mir ein Zoom H5 zuschicken und vergleiche es mit meinem alten Zoom H4.


    Gruß
    Olaf

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    Original geschrieben von Dulzian


    Also zumindest wenn ich mir im Audioeditor das Ergebnis vom Zoom H4 ansehe, erkennt man einen Spike ca. jede Sekunde. Meine Vermutung ist, dass das interne Ablegen eines Datenpakets auf die SD-Karte einen Spike verursacht. Das könnt schon dadurch passieren, wenn die SD-Karte jedesmal enabled wird und dadurch mehr Strom zieht.

    Oh - das ist natürlich sehr übel - sowas dürfte auch bei einem 10 Jahre alten Gerät nicht vorkommen, sofern es noch technisch in Ordnung ist. Mein H2 macht sowas ja auch nicht und ist auch annähernd so alt.


    Könnte es denn nicht an der SD Karte liegen? Nicht jede Karte verträgt sich gut in jedem Gerät. Auch die maximale Geschwindigkeit der Karte könnte den Speichervorgang behindern. Hast Du mal geschaut wie schnell die Karte angegeben ist? Class 4 könnte vielleicht nicht schnell genug sein. Class 6 oder 8 sollte ausreichen. Ich schaue meist nur noch Class 10 Karten zu bekommen.


    Quote

    Letztlich ist die Ursache egal, aber ein niederfrequentes und bei Pausen hörbares Geräusch ist da. Ganz rauschfrei ist es auch nicht, und die Höhen schwächeln etwas. Das sind alles technische Dinge, wo sich m.E. nach schon was getan haben könnte, unabhängig von den klanggebenden Elementen.

    Mhh - also ich tue mich ehrlich gesagt schwer, mit Einzelmikrofonen usw. überhaupt so eine Qualität zustande zu kriegen wie mit dem vergleichsweise billigen H2. Wüsste also kaum, was da noch viel besser zu machen sein sollte. Das klapprige Gehäuse hat mich immer gestört. Aber da es nun schon so lange gehalten hat, kann's so schlecht doch nicht sein ;)


    Die Stromversorgung könnte auch Probleme verursachen, falls z.B. schon alte Akkus verwendet werden. Hast Du mal mit neuen Batterien probiert? Evtl. die Kontakte im Batteriefach auch mal entoxidieren mit Radiergummi oder so. Vielleicht bricht da ständig irgendwo die Spannung zusammen.

    Aber vielleicht ist ja bei Dir tatsächlich an der Zeit für ein neues Gerät. Ich benutze mein H2 auch nur relativ selten, insofern hoffe ich, es tut nochmal mind. 10 Jahre.

  • Quote

    Original geschrieben von mike


    Oh - das ist natürlich sehr übel - sowas dürfte auch bei einem 10 Jahre alten Gerät nicht vorkommen, sofern es noch technisch in Ordnung ist. Mein H2 macht sowas ja auch nicht und ist auch annähernd so alt.


    Habe eben nochmal kontrolliert, zumindest bei Aufnahme 44.1kHz/24bit sind die Spikes ziemlich genau alle 2 Sekunden. Aber das Witzige ist, dass sie praktisch unhörbar sind, nur im Waveeditor als sehr niederfrequente Signale vorhanden sind. Von daher - bist du dir wirklich sicher, dass es bei deinem Zoom H2 nicht auch so ist?


    Ich habe mal einen kurzen Waveausschnitt abgelegt (44kHz/24 bit wave).
    Kleine Preisfrage nebenher - um welches Orgelwerk handelt es sich?


    Man hört vor dem Start des Orgelstückes Nebengeräusche, wie ich Register ziehe usw.
    Aber im Waveeditor sieht man dazu mit einer Amplitude mindestens so groß wie die Nebengeräusche diese Spikes alle 2 Sekunden. Das hat nix mit dem Aufnahmeort zu tun, das war seit Anbeginn immer so. Nur, man hört sie eigentlich nicht. Ich bilde mir ein, dass sich das Hintergrundrauschen ändert bei diesen Spikes, hört man nur, wenn man beim Kopfhörer Vollgas gibt bei Aufnahme von Stille (so es die überhaupt gibt).


    Quote

    Original geschrieben von mike
    Könnte es denn nicht an der SD Karte liegen? Nicht jede Karte verträgt sich gut in jedem Gerät. Auch die maximale Geschwindigkeit der Karte könnte den Speichervorgang behindern. Hast Du mal geschaut wie schnell die Karte angegeben ist? Class 4 könnte vielleicht nicht schnell genug sein. Class 6 oder 8 sollte ausreichen. Ich schaue meist nur noch Class 10 Karten zu bekommen.


    Gute Idee. Das Zoom H4 kann ja nur bis max. 2GByte, die SD-Karte hatte ich von Anbeginn drin, ist also ebenfalls in die Jahre gekommen. Kann daher nix anderes jetzt testen, da ich keine andere SD-Karte mehr habe, die so wenig Kapazität hat... :/


    Quote

    Original geschrieben von mike
    Die Stromversorgung könnte auch Probleme verursachen, falls z.B. schon alte Akkus verwendet werden. Hast Du mal mit neuen Batterien probiert? Evtl. die Kontakte im Batteriefach auch mal entoxidieren mit Radiergummi oder so. Vielleicht bricht da ständig irgendwo die Spannung zusammen.


    Ich nehme grundsätzlich immer mit normalen Alkali-Mangan-Batterien auf, ohne Netzteil, ohne Akkus.
    Die Batterien halten zumindest 2 Stunden aus, also etwa so lange,bis die SD-Karte sowieso schon voll ist bei 44 oder 48kHz und 24 bit wave. Die Kontakte sehen wie neu aus.


    Aber noch ein ganz anderer Aspekt:

    Nach Beschäftigung mit dem Zoom H6 und dessen alternativem Mikrofonaufsatz zur üblichen X/Y-Stereofonie, nämlich dem M/S-Aufsatz frage ich mich, ob das nicht für Orgelabnahmen geeigneter sein könnte.
    Das Verfahren ist ja total anders: man hat ein Großmembran-Monomikro nach vorne, und ein Mikro, was 90-Grad nach beiden Seiten aufnimmt. Der Vorteil ist, man kann nachträglich den Anteil Seiten/Frontmikro ändern für das resultierende Stereosignal, und damit m.E. den Raumhallanteil variieren. Weiterhin sind wahrscheinlich die unteren Frequenzen, die bei Kleinmembranmikros naturgemäß schwächeln, mglw. mit dem Monomikro besser eingefangen.


    martin : Du hast geschrieben, dass das ZOOM H6 in Orgelkreisen gern verwendet wird.
    Könnte es sein, dass man für Orgelabnahme dann besser den M/S-Mikroaufsatz statt des X/Y-Aufsatzes nimmt (zumindest falls man in Kirchenmitte statt Nahabnahme abnimmt)?


    Viele Grüße,
    Olaf

  • @Olaf:
    Ich kann gern versuchen, den Kontakt zu einem Besitzer herzustellen, da ich mich so tiefgreifend damit nicht auskenne. Also wenn du magst, dann sprech ich mal mit einem Besitzer. Vielleicht hilft dann ein Telefonat.
    M S Ist doch dies runde Mikropfon oder? Ich könnte mir das schon vorstellen, daß das besser ist als das normal Stereo X Y.

  • Hallo,


    ich hab mal bissl rumgeschaut und ein paar interessante Infos gefunden:
    zunächst zu MS/xy. MS verwendet ein Kugel- und ein 8-charakteristik Mikro. Großmembran beim zoom unwahrscheinlich.
    Die Kugelcharakteristik ist im Bassbereich (theoretisch) linear, im Gegensatz zu Niere bei der xy-Konstellation. Insofern schon interessant für Orgel.
    Auf der Zoomseite ist für den MS-Aufsatz allerdings eine 16dB geringere Pegelfestigkeit angegeben, ob das in der Praxis Probleme bereitet müßte man wohl ausprobieren. Auch klagten in einigen Foren user über einen höheren Rauschpegel bei zooms MS-Aufsatz. Auch das müsste man sich anhören, ob man damit glücklich wird.
    Das Ding scheint mir unglaublich günstig für 6 Preamps, 6 Wandler, 4 mitgelieferte Mikrokapseln, Recorder. Zum Preis von 1 bis zwei halbwegs brauchbaren Mikrofonen, wenn man sie einzeln kaufte. Da würde ich nicht allzu viel erwarten, was die Qualität angeht.


    @Olaf: Ich habe jetzt leider noch keinen Alternativ-Vorschlag, aber gefühlt würde ich da lieber nach einem Gerät Ausschau halten, daß sich auf 2 Kanäle beschränkt, bei höherer Qualität der Komponenten. Oder hast Du vor, Surround-Aufnahmen zu machen? Die Aufnahmequalität aktueller Smartphones kann sich auch schon sehen lassen, wenn man hochintigrierte Systeme anpeilt ( :-shame: )....
    Ansonsten würde ich Mikes Vorschläge mal probieren, vor allem eine neue, flotte SD-Karte und das Gerät mal zerlegen und die Kapseln entstauben. Vielleicht wirst Du damit tatsächlich noch viele Jahre glücklich :)


    Persönlich war ich mit meinem Olympus sehr zufrieden (stereo-xy, Modell ausgelaufen), bis er mir geklaut wurde. Im Moment verwende ich den Korg MR2. Der gefällt mir sehr gut, bis auf die für meine Hauptzwecke (Flamencofeten aufnehmen) eher bescheidene Batterie- (Akku) Ausdauer von ca. 5h mit 2700mAh Akkus.



    Soweit von hier, lG, Ulrich

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    Original geschrieben von Offenbass 32'


    @Olaf:
    Ich kann gern versuchen, den Kontakt zu einem Besitzer herzustellen, da ich mich so tiefgreifend damit nicht auskenne. Also wenn du magst, dann sprech ich mal mit einem Besitzer. Vielleicht hilft dann ein Telefonat.
    M S Ist doch dies runde Mikropfon oder? Ich könnte mir das schon vorstellen, daß das besser ist als das normal Stereo X Y.


    Ja, wäre super, wenn ich mit einem Besitzer sprechen könnte - was er für Erfahrungen hat mit Zoom H6 und ob er mal M/S bzw. X/Y-Mikros für Orgelabnahme ausprobiert hat und zu welchem Schluss er gekommen ist.


    Was mir bei dem M/S-System gefällt ist die Sache, dass man nachträglich die Komponenten M und S zusammenmischen kann für das resultierende Stereosignal und damit wahrscheinlich mehr oder weniger Stereobreite (weniger interessant bei Orgel in weiterer Entfernung denke ich), aber vor allem auch mehr oder weniger Raumhallanteil dadurch haben kann (was ich wiederum sehr interessant für Orgel finde).


    @Ulrich:
    Die Pegelfestigkeit ist für meine Bedürfnisse unerheblich. Orgel hat ja einen erstaunlich niedrigen Lautstärkepegel, jedenfalls geringer als z.B. Klavierabnahme. Das liegt daran, dass beim Klavier scharfe Pegelspitzen auftreten, bei Orgel nicht so. Und erstaunlicherweise ist der Pegelunterschied, ob man mit leisestem Flötenregister oder volles Rohr spielt, auch nicht so riesig wie z.B. Dynamikunterschiede beim Klavier (im Gegensatz zum subjektiven Höreindruck bei Orgel im Plenum und zarter Flötenstimme).


    Surround-Aufnahmen brauche ich nicht, es werden immer nur Stereoaufnahmen bleiben. Aber schon mein altes Zoom H4 hatte 4 Kanäle, und es gibt ja kaum noch mobile Aufnahmegeräte, die weniger als 4 Kanäle haben.


    Bzgl. MS-Kapsel hätte ich von der Größe her schon gedacht, dass die Frontkugel ein Großmembranmikro sein könnte oder zumindest größer als die Kapseln in den X/Y-Mikros. Oder man hat nur ein rel. großes Gehäuse spendiert und dahinter ist nur eine winzige Kapsel, kann natürlich auch sein. Habe dazu bisher keine Unterlagen gefunden.


    Bei meinem Zoom H4 ist es so, dass es ja in seiner Aufnahmequalität unverändert ist (von daher gehe ich nicht von Staubproblemen aus, da hätte sich dann ja was verschlechtert über die Zeit. Halte das Teil außerdem ansonsten unter Verschluss außer bei den Kirchenaufnahmen. Ich glaube auch nicht, dass man die Hülle der Kapseln aufkriegt zerstörungsfrei, sehe auch keine Veranlassung dazu) Allerdings ist es eine Tatsache, dass über so 12-14kHz nix nennenswertes mehr rauskommt und auch nie rauskam mit den internen Mics, egal ob auf 44 oder 96kHz eingestellt, wenn ich mir das Spektrum im Audioeditor anschaue. Kann natürlich auch immer an der Signalquelle liegen - vielleicht gibt es solche Frequenzen kaum beim Klavier oder Orgel, wer weiß? Was aber die Tests für den Zoom H5 bzw. H6 gezeigt haben, sehen da die Messergebnisse bzgl. oberer Grenzfrequenz zumindest besser aus mit den internen Mikros als das was ich gesehen habe beim Zoom H4. Von daher, vielleicht hat sich ja doch eine Verbesserung getan im Laufe der Zeit bei den Geräten? Wie gesagt, will das Zoom H4 nicht schlecht machen, aber das Bessere ist eben der Feind des Guten...


    Gruß
    Olaf


    PS: Und - wie heißt das Orgelwerk aus dem Testwave-File?

  • weis nicht... :-) klingt aber eindrucksvoll.


    Hast Du das manuell ausgesteuert oder automatisch? (manuell hast Du einen niedrigeren Rauschpegel in der Stille)
    Was die Pegelunterschiede zum Klavier angeht, denke ich eher, es ist eine Funktion des Abstandes von der Klangquelle. Wenn du mal vergleichst, wie weit du den Rekorder von den Pfeifen weg hast und wie weit von den Klaviersaiten...
    auch, daß über 14kHz an Deinem Rekorder wenig ankommt liegt bestimmt mit am Abstand, denk ich mal. Hohe Zischlaute, die vielleicht am ehesten was über 10kHz beitragen könnten, werden in der Luft stärker gedämpft als niedrigere Frequenzen...
    Für mich klang Dein Aufnahme-sample doch mehr als ordentlich, vermisse persönlich keine höheren Frequenzen (meine Ohren sind aber auch nicht mehr die jüngsten ;) ). Den direkten Vergleich hast Du am Besten, der den Sound in der Kirche erlebt hat. Hast Du das Gefühl, die Aufnahme klingt matter als das Oiginal?
    Nimm doch vielleicht mal zuhhause Testklänge (am schnellsten mit weißem Rauschen...) über gute Lautsprecher mit Deinem Zoom auf, da bekommst Du auch einen Hinweis, ob er die höchsten Frequenzen nicht mitbekommt (Ergebnis ist natürlich das Produkt sämtlicher Komponenten...).


    Besser geht immer, aber wie Mike schon hervorgehoben hat, der Preis für ein wenig besser steigt unverhältnismäßig.
    Auf jeden Fall sieht mir der H6 nach einem wunderbaren Spielzeug aus, mit dem man viel Spaß haben kann :D


    LG, Ulrich

  • Hallo Ulrich,


    habe natürlich manuell ausgesteuert!!
    Und bzgl. Rauschen ist mir auch klar, dass das Umgebungsgeräusch in Kirchen normalerweise Größenordnungen über dem Rauschpegel des Gerätes liegt. Schon allein das Geräusch des Orgelmotors. Und zumindest ich habe keine Lust, nachts um 3 aufzunehmen. 8-|


    Interessant die Sache mit den hohen Frequenzen und dem Abstand zur Signalquelle
    Ob die Aufnahme matter klingt als das Original, kann ich daher gar nicht so beurteilen. Ich saß ja 2 Meter von den Pfeifen entfernt, die Aufnahme ist vielleicht 12 Meter entfernt. So schlecht finde ich es auch nicht. Aber ist es im Audiobereich nicht so, dass es immer noch irgendwie etwas besser geht, egal ob bei den Aufnahmegeräten oder bei externen Mikros usw.?


    Tja, weißes Rauschen - hast du eine Quelle, wo man so eine Wavedatei herunterladen kann, um sich eine CD zu brennen und die abspielen. Oder am besten auch mit einer Sinuswelle, die den ganzen Hörbereich mit konstanter Amplitude durchfährt?


    In der Hoffnung, dass in der Signalkette überhaupt noch Signale im Bereich über 15kHz oder so an kommen. Obwohl, ab dem Bereich höre ich vermutlich sowieso nix mehr. Einen Versuch wäre es allerdnigs wert.


    Eine ganz dumme Frage:
    Das M/S-Mikrofon des Zoom H6 sieht so aus, als ob man das Zoom hochkant hinstellen müsste, damit das Frontmikro nach vorne steht. Genauso wurde es auch in einem Video präsentiert (allerdings kein Zoom-Herstellervideo). Dort hat jemand in die Kapsel von vorne reingesprochen und dann seitlich. Also so, dass suggeriert wird, dass man das Zoom bei diesem Mikro nicht hinlegen, sondern hinstellen müsste. Wenn man das M/S-Mikro aufsteckt, zeigt ja der Schutzkorb nach oben bzw. unten Wundert mich - hätte erwartet, dass es nach vorne zeigen müsste? Und hochkant kann man das Teil wahrscheinlich gar nicht hinstellen, weil es umfällt? :/


    Aus Sicht eines Profi-Soundengineers sind natürlich solche Aufnahmegeräte alle Spielerei, ob es nun das alte Zoom H4 oder Geräte neuerer Generation sind.
    Bevor ich mein Zoom H4 weggebe, werde ich natürlich prüfen, ob sich Verbesserungen bzgl. Klang / untere/obere Frequenzen und Rauschen eingestellt haben. Wenn sich da gar nix getan haben sollte in der langen Zeit bzgl. Elektronik und Mikroherstellung (was mich wundern würde), brauche ich auch nix Neues.


    Gruß
    Olaf

  • Hallo Olaf,


    verzeih die Frage nach der Aussteuerungsart :-)
    Ich hatte das Gefühl, daß ganz am Anfang das Grundrauschen etwas höher war, als nach den ersten Vorbereitungsgeräuschen. Vielleicht eine akustische Täuschung, oder regelt der zoom vielleicht auch bei manueller Aussteuerung noch etwas automatisch rum (kenne das Gerät nicht gut)?


    Hier ein wenig weißes Rauschen, frisch generiert mit samplitude (44,1kHz, 24Bit, 10sec), vielleicht auch für andere interessant:


    weißes_Rauschen



    hehe, Überlappung der Beiträge, kannst ja auch mein weißes Rauschen mal probieren :-)


    Was die Ausrichtung von MS angeht: Jedes Kugelmikro (Mikrofon mit Kugelcharakteristik) hat immer eine optimal empfindliche Ausrichtung, senkrecht zur Membran, auf die Quelle gerichtet. Jede Abweichung davon führt zu Verlust von hohen Frequenzen (schön auch an den Polardiagrammen, selbst der besten Kugelmikros zu sehen). Wie das nun im Z6 eingebaut ist, tja, vermutlich so, wie im Video zu sehen auszurichten.


    Was die Entwicklung der Audiotechnik angeht: meine Meinung: ist der analoge Teil schon seit Jahrzehnten ausgeforscht was Membran-Mikrofone angeht und die zugehörigen analogen Schaltungen. Im Bereich der AD-Wandler und pfiffiger Datenverarbeitung mag noch was gehen (was ich leider nicht mehr wahrnehmen kann, auch wenn es nachweislich besser ist als mein RME-fireface und mein Schoeps-Nierenpärchen)... Der Trend geht eher dahin, dem HighEnd vergleichbare Qualität bezahlbarer zu machen und auf dem Gebiet ist noch einiges los.


    LG, Ulrich

  • Hallo,


    ich möchte zur Thematik nichts anmerken, ich bin Besitzer von einem Edirol R-09HR und bin sehr zufrieden damit.


    Eigentlich wollte ich nur das Rätsel lösen: das Soundbeispiel ist "Präludium (und Fuge) e-moll" BWV548.


    Hab ich jetzt was gewonnen? ;-)


    Gruß,
    C18H27NO3

  • Also, erstmal @C18H27NO3:
    BWV548 - jawoll, stimmt - ich freue mich, dass man den Anfang meiner Einspielung als zu diesem Stück zugehörig identifizieren kann. :-)
    Tja, was hast du gewonnen? Vielleicht könnte man deinen Status von "Vielorgler" in "Bachversteher" umwandeln?


    Ansonsten ist bei mir erstmal Ernüchterung eingetreten.
    Habe den Test wie von Ulrich vorgeschlagen gemacht. Test-CD eingelegt, welche in 1kHz-Schritten von 1kHz - 20kHz Sinustöne ausspuckt. 13kHz habe ich noch gehört, ab 14kHz war nur noch Druck auf den Ohren. Was soll ich sagen? Das Zoom H4 hat mit 44kHz/24Bit Aufnahme und nachfolgender Spektralanalyse der Wavedatei treu und brav bis einschließlich 20kHz Peaks gezeigt. Sind etwas kleiner geworden, aber nicht viel. D.h. sowohl Lautsprecher als auch Zoom H4 sind nicht so schlecht bzgl. obere Grenzfrequenz. Nur meine Ohren... :-grandpa: ;(


    Quote

    Original geschrieben von rizos
    Was die Ausrichtung von MS angeht: Jedes Kugelmikro (Mikrofon mit Kugelcharakteristik) hat immer eine optimal empfindliche Ausrichtung, senkrecht zur Membran, auf die Quelle gerichtet. Jede Abweichung davon führt zu Verlust von hohen Frequenzen (schön auch an den Polardiagrammen, selbst der besten Kugelmikros zu sehen). Wie das nun im Z6 eingebaut ist, tja, vermutlich so, wie im Video zu sehen auszurichten.


    Tja, also das Gitter des MS-Mikros vom Zoom H6 ist nach oben bzw. unten ausgerichtet. Wenn man das Zoom hinlegt, wie beim XY-Mikro, ist horizontal um das MS-Mikro ein Bändchen. Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass das Zoom bei Verwendung des MS-Mikros hingelegt werden soll. Genauso wie bei einem ganz normalen Großmembrankondensatormikro man ja auch in die Kapsel musiziert und nicht von der Seite. Aber man kann das Zoom H6 nicht stellen. In der Bedienungsanleitung sieht die Abbildung schon so aus, als würde das Gitter nach oben/unten zeigen, also dass man es hinlegt. Nach vorne wäre dann das Bändchen und nicht die Breitseite des Kapselgitters. Sehr merkwürdig...


    Vielleicht habt ihr ja recht und das Zoom H4 ist noch nicht von der Entwicklung überholt worden. Zumal ich die riesigen Spikes, die man auf der wave-Aufnahme alle 2sek sieht am Anfang, nicht höre (hören tue ich nur die davon unabhängigen Nebengeräusche) sondern nur mit erschreckend großer Amplitude sehe (hat sich das mal jemand angesehen im Wave-File?).
    Vielleicht sollte ich mal sehen, ob es noch so eine SD-Karte mit 2GByte gibt (mehr kann der Zoom H4 nicht), aber mit super-Zugriffsdaten. Ob dann die Spikes immer noch da sind.
    Werde nochmal ein paar Tage in Klausur gehen...


    LG Olaf

  • Nochmal kurz zum H4:


    Wie es aussieht muss das Gerät ja liegend betrieben werden aufgrund der XY-Anordnung der Mikros. Allerdings liegend auf einer Fläche würde ich für sehr ungünstig halten, da die Mikrofone dann viel zu dicht an der reflektierenden Fläche liegen. Selbst aufgelegt nahe einer Kante und die Mikros vorne etwas überstehend dürfte nicht günstig sein. Die kurzen Abstände zur Liegefläche könnten vielleicht auch eine akustische Resonanz erzeugen. (Vielleicht könnte das sogar der Grund für die Spikes sein?) Nach meiner Meinung sollte bei dem Gerät unbedingt immer ein Stativ verwendet werden.


    Das Zoom H2 kann man auch als Audiointerface nutzen. Also anstatt auf die SD-Karte direkt über USB auf einem Computer abspeichern. Vielleicht geht das auch mit dem Zoom H4? Damit könntest Du die Aufnahmequalität auch ganz unabhängig von einer SD Karte testen.

  • Zur Testaufnahme:


    Die Spikes kommen ganz regelmäßig alle ca. 2 Sekunden. In der Vergrößerung sehe ich jeweils eine ganze Sinuswelle mit einer Amplitudendauer von ca. 0,2 s das entspricht also ca. einer Frequenz von 5 Hz. Deswegen praktisch auch nicht hörbar. Aber normal kann das nicht sein. Mein Zoom H2 macht sowas auch nicht. Tritt das grundsätzlich immer auf? Oder nur in einem bestimmten Raum?

  • Zur Mikrofonierung:


    Großmembranmikrofone werden eigentlich hauptsächlich für Gesang und Sprache verwendet. Sie liefern höhere Ausgangssignale bei kleinen Lautstärken und damit mehr Rauschabstand. Sie sind normalerweise nicht so linear, was aber bei Gesang oder Soloinstrumenten für einen bestimmten, charakteristischen Sound sorgen kann.


    Keinmembranmikrofone können deutlich linearer im Frequenzverlauf sein und werden i.d.R. meist von den Toningenieuren für Aufnahmen von lauteren Instrumenten oder Orchestern verwendet. Mitunter von den Experten doch auch für den Gesang. Ebenso für Orgelaufnahmen. Da wohl sehr gerne ein Pärchen mit Kugelcharakteristik.


    Also wahrscheinlich keine Regel ohne Ausnahme.


    M/S Mikrofonierung ergibt eigentlich kein Stereosignal, sondern zunächst eine Zweikanal-Aufnahme. Diese muss erst nachträglich wieder auf ein L und R Signal umgestrickt werden. Da hierbei keine Laufzeitunterschiede des Stereosignals verarbeitet werden, sondern nur Amplitudenunterschiede, dürfte auch die Akustik des Kirchraums nicht sehr gut wiedergegeben werden können.