Empfehlungen für mobilen Audiorecorder gesucht

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    Original geschrieben von mike
    Die Spikes kommen ganz regelmäßig alle ca. 2 Sekunden. In der Vergrößerung sehe ich jeweils eine ganze Sinuswelle mit einer Amplitudendauer von ca. 0,2 s das entspricht also ca. einer Frequenz von 5 Hz. Deswegen praktisch auch nicht hörbar. Aber normal kann das nicht sein. Mein Zoom H2 macht sowas auch nicht. Tritt das grundsätzlich immer auf? Oder nur in einem bestimmten Raum?


    Das tritt immer auf, egal welcher Raum. Habe allerdings bisher nur mit Batterien aufgenommen. Ich will kein Netzteil nehmen wegen der Gefahr von Netzbrummen, außerdem ist auf der Kanzel (was mein beliebtester Aufnahmeort ist, weil weiter oben und daher akustisch auch oft günstig gelegen) nicht immer (aber fast immer) direkt eine Steckdose in Reichweite ist.


    Und ja, ich lege gerne das Zoom H4 auf eine Unterlage, sodass die Mikros vorne in der Luft hängen. Zwar nicht so hoch wie bei einem großen Stativ, aber immerhin. Könnte aber auch mal mit Stativ probieren, habe ein großes und ein Ministativ, ob das Ergebnis besser wird.


    Bzgl. Zoom H6 wundert mich immer noch, wieso die Kapsel des M/S-Mikros bei liegendem H6 nach oben und unten zeigt, statt nach vorn.


    Deine Einschätzung bzgl,. Großmembran/Kleinmembranmikros teile ich und kann es insoweit aus eigener Erfahrung bestätigen, als dass ich ein Großmembran-Kondensatormikropaar (wenn auch nur Billigteil - 2x tbone SC450) habe und von Chor/Orchesteraufnahmen weiß, dass dort gerne Kleinmembranmikes eingesetzt wurden bei Auftritten.


    Ich denke schon, dass die Qualität auch mit Großmembranmikros besser ist als die internen Mikros meines Zoom H4 für Orgel-oder Klavierabnahmen, habe aber ehrlicherweise nur am Anfang mal diese Mikros angestöpselt. Weil ich zu faul bin, jedesmal mit Stativen und Kabelgerödel durch die Gegend zu laufen.


    Sagt man neben besserem Signal/Rauschabstand den Großmembranmikros nicht auch nach, dass sie in den Bässen etwas "dicker" sind als Kleinmembranmikros? Könnte für Orgel ja auch interessant sein.


    LG Olaf

  • >Sagt man neben besserem Signal/Rauschabstand den Großmembranmikros nicht auch nach, dass sie in den Bässen etwas "dicker" sind als Kleinmembranmikros?
    Ersteres ist irrelevant und nur theoretisch von Belang und zweiteres ist völlig falsch.

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    M/S Mikrofonierung ergibt eigentlich kein Stereosignal, sondern zunächst eine Zweikanal-Aufnahme. Diese muss erst nachträglich wieder auf ein L und R Signal umgestrickt werden. Da hierbei keine Laufzeitunterschiede des Stereosignals verarbeitet werden, sondern nur Amplitudenunterschiede, dürfte auch die Akustik des Kirchraums nicht sehr gut wiedergegeben werden können.

    Richtig, dürfte meist unbefriedigend sein - aber immerhin kann man hinterher noch daran herumwerkeln (Basisbreite..).
    Ich empfehle Elektretkapseln wie die Primo EM172, mit denen man eben auch echtes AB mit überlegter, variabler Basisbreite machen kann, da geht erstaunliches.

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    Original geschrieben von orgelschläger


    Ich empfehle Elektretkapseln wie die Primo EM172, mit denen man eben auch echtes AB mit überlegter, variabler Basisbreite machen kann, da geht erstaunliches.

    Hört sich ja sehr interessant an. Gibt es dazu irgendwo Informationen, ob diese Kapseln evtl. auch in bekannten Mikrofonen zum Einsatz kommen?
    Wie ist die Qualität der Kapseln verglichen mit guten Mikrofonen zu beurteilen? Im Web habe ich sie für um die 25,- € das Stück gesehen. Wieviel müsste man für vergleichbar gute Mikrofone ausgeben?
    Gibt es irgendwo ein Datenblatt, Frequenzgang und weitere Informationen dazu? Auf die Schnelle konnte ich nicht so sehr viel finden.

  • Auch wenn die Antwort spät kommt hilft sie vieleicht doch jemandem:


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    Original geschrieben von mike
    Die Spikes kommen ganz regelmäßig alle ca. 2 Sekunden. In der Vergrößerung sehe ich jeweils eine ganze Sinuswelle mit einer Amplitudendauer von ca. 0,2 s das entspricht also ca. einer Frequenz von 5 Hz. Deswegen praktisch auch nicht hörbar. Aber normal kann das nicht sein. Mein Zoom H2 macht sowas auch nicht. Tritt das grundsätzlich immer auf? Oder nur in einem bestimmten Raum?[


    Das tritt immer auf, egal welcher Raum. Habe allerdings bisher nur mit Batterien aufgenommen.


    Das ist ein Artfakt bedingt durch einen Konstruktionsfehler des Zooms. Die Spannungsversorgung über Baterie ist
    so knapp kalkuliert dass das Blinken der LED während der Aufnahme zu einem Spannungsabfall auf der Schaltung führt die sich dann als "Spike" im Audiosignal manifestiert ...


    Ärgerlich daran: da wurden Centbeträge bei der Produktion gespart.


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    Ich will kein Netzteil nehmen wegen der Gefahr von Netzbrummen, außerdem ist auf der Kanzel (was mein beliebtester Aufnahmeort ist, weil weiter oben und daher akustisch auch oft günstig gelegen) nicht immer (aber fast immer) direkt eine Steckdose in Reichweite ist.


    Mit Netzbrummen hatte ich beim Zoom bislang nie Probleme (da hängt ja auch ein Netzteil mit Ferrit-Dämpfung
    dazwischen. Es gibt im Netz Bauanleitungen für Battery-Packs. Batterien frisst das Teil ganz gewaltig :-)


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    Und ja, ich lege gerne das Zoom H4 auf eine Unterlage, sodass die Mikros vorne in der Luft hängen. Zwar nicht so hoch wie bei einem großen Stativ, aber immerhin. Könnte aber auch mal mit Stativ probieren, habe ein großes und ein Ministativ, ob das Ergebnis besser wird.


    Unbedingt ein Stativ nehmen! Die Zooms sind unheimlich Körperschall-empfindlich. Die Teile haben übrigens
    Gewinde für Photostative (und nicht wie eig. üblich, Mikrophonstative).



    Bzgl. Zoom H6 wundert mich immer noch, wieso die Kapsel des M/S-Mikros bei liegendem H6 nach oben und unten zeigt, statt nach vorn.


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    Ich denke schon, dass die Qualität auch mit Großmembranmikros besser ist als die internen Mikros meines Zoom H4 für Orgel-oder Klavierabnahmen, habe aber ehrlicherweise nur am Anfang mal diese Mikros angestöpselt. Weil ich zu faul bin, jedesmal mit Stativen und Kabelgerödel durch die Gegend zu laufen.


    Die eingebauten Kapseln des Zooms sind erstaunlich gut. Und wenn's dann eine Klasse besser sein muss empfehle
    ich ein Paar (Set) von Octava (z.Bsp. Mk 012-01). Die sind im Preis/Leistungsverhältnis unschlagbar. UndMk 012-01 das Zoom
    unterstützt ja externe Mics mit Phantomspeisung.


    Gruss RalfD