PC-Hardware Mindestanforderungen für Grandorgue

  • Liebes Forum,
    ich bin neu hier und möchte meiner Sakralorgel, einer Johannus Vivaldi, mittels GO neue Töne entlocken.


    Bisherige Versuche über ein Notebook mit i7m - Prozessor und 8GB Speicher waren recht erfolgreich, allerdings noch mit Latenzen (und bei einigen Samples auch mit einem zunehmenden Rauschen während des Spiels).
    Ich würde gerne meinen alten Desktop-PC, einen i3-2120@3,3 GHz mit 16GB ausrüsten - würde das die Anforderungen für die üblichen GO-Samples erfüllen?
    Alternativ sehe ich mir gerade einen günstigen Gebraucht-PC an: 2x Intel XEON E5630 bei 2,53 GHz, 32 GB Ram - ist das nötig?
    Ich möchte wirklich erstmal in eine ausführliche Testphase gehen, ob GO für mich eine Option ist und deshalb nicht unnötig viel Geld verbraten.
    Ich befürchte, dass eine ähnliche Frage schonmal gestellt worden ist, konnte deren Antwort jedoch nicht finden. Zudem ist die Antwort dank des technischen Fortschritts stetigem Wandel unterworfen - sorry also, falls dies ein überflüssiges Posting sein sollte.


    Vielen Dank im Voraus,
    Stephan

  • Hallo Basspfeife!


    Wilkommen im Hauptwerkforum.


    Dein Rechner wird in der Testphase für Grandorgue sicher ausreichen (ich verwende einen Quad Core Prozessor mit 2,4 GHz und 8 GB RAM und komme damit problemlos mit Hauptwerk und nicht zu "nassen" Sets zurecht).


    Dein beschriebenes Problem liegt mit Sicherheit an Deiner (OnBoard?) Soundkarte. Du solltest im ersten Schritt den ASIO4ALL Treiber laden und konfigurieren. Große Pufferzahlen ermöglichen hohe Stabilität, aber größere Latenzen und umgekehrt. Da kann man ruhig experimentieren.


    Ich arbeite mit einer internen Soundkarte (M-audio 2496) mit eigenem ASIO Treiber. Damit erreiche ich eine Latenz von ca. 7ms - also nicht wahrnehmbar.


    LG Wolfram

  • Vielen Dank für die nette Begrüßung und die Tipps. Dann werde ich mal meinen vorhandenen PC mit Ram und Soundkarte ausrüsten.
    Ich habe die onboard-Soundkarte des Notebooks mal mit dem ASIO4ALL Treiber angesteuert, leider hat sich das Problem des Rauschens gesteigert. Dies ist recht eigenartig: Wenn ich nicht spiele, rauscht nichts, jelänger ich in die Tasten greife, umso lauter wird ein "weißes" Rauschen...
    Stephan

  • ASIO4ALL betrachte ich als veraltet. Nutze statt dessen einen GO Soundkarten-Eintrag mit WDM/KS oder WASPI im Namen.


    Es muss auch nicht immer Windows sein:
    https://sourceforge.net/projects/ourorgan/files/GOLive/


    Die letzte Release ist schon etwas länger her, deshalb empfehle ich ein online-Update:

    Code
    1. su
    2. zypper refresh
    3. zypper dup
    4. chkstat -system


    [hr]


    Wenn du schon einen PC hast, würde ich erst mal damit probieren.


    Die RAM-Größe limitiert nur die Größe von Samplesets, die du laden kannst. Schau wie groß die Samplesets sind, die du verwenden willst und ob du eine Reserve für noch größere Samplesets willst.


    Soundkarte: Wenn sie Sound-Files in CD-Qualität [oder besser] ohne für dich wahrnehmbaren Qualitätsverlust abspielt, sollte sie für GO reichen. Onboard-Sound ist oft mehr als ausreichend. Latzenz ist nur eine Einstellungs [bzw. auch Treiber] Frage. Wenn die Windows-Treiber nicht gut genug sind, kann man auch GOLive probieren.


    CPU: Für GO ist die Floating-Point Performance wichtig. Im Internet gibt es diversen Seiten, wo man verschiedene, teilweise auch sehr alte CPU Modelle vergleichen kann [Schau nicht auf die per Core Werte].
    Je besser die CPU, desto mehr Polyphonie hast du zur Verfügung [gleichzeitig nutzbare Register]. Sets mit viel Hall erfordern auch mehr Polyphonie als trockene Samplesets, wie auch schnelles Spiel und mehr gleichzeitig gedrückte Tasten.


    http://mps-net.de/orgel/seite/…ad&threadid=892&entries=0 - GO läuft (aus meiner Sicht stark eingeschränkt) auf einen Raspberry PI.


    Bei einer Platte/SSD ist nur wichtig: Größe [es passen alle deine Samplesets drauf + noch mal so viel für die Cache-Dateien] und Geschwindigkeit [GO Ladezeit unter Linux = Lesezeit von der Cachedatei].

  • Liebes Forum,


    auch ich interessiere mich für die Hardware-Voraussetzungen für GO. Allerdings geht es darum, daß meine Mutter einen neuen Laptop anschaffen möchte. Sie hat eine Allen-Orgel mit MIDI zu Hause stehen, da sind die eingebauten Register und die Registern im MIDI-Expander nicht wirklich zufriedenstellend. Probehalber haben wir GO auf meinem älteren Laptop installiert, mit einem Roland-Midi-Konverter. Klanglich waren wir zufrieden, aber eine extreme Latenz, die sicher dem eher mageren Rechner geschuldet ist. Gut, war ja nur zur Probe, ob es überhaupt funktioniert.


    Was sollte sich meine Mutter mindestens anschaffen, um auf der sicheren Seite zu sein, daß GO gut funktioniert? Man kann ja keine Soundkarte tauschen oder so. :/


    Danke im voraus für Eure Ratschläge. :-up:


    LG Beate :-wave:

  • Latenz ist in der Regel keine Frage der CPU Leistung, sondern von diversen Einstellung [und eventuell auch von den Treibern].


    Wenn der alte Laptop für GOLive tauglich ist, würde ich ihn damit einmal [von einer CD oder USB Stick] hochfahren. Die Anfragen wegen Latenzproblemen stammen meist von Windows-Usern. Damit kann man ohne etwas zu am Laptop zu installieren, GO unter Linux ausprobieren.


    Unter Windows: stell einen Eintrag mit WDM/KS [oder WASAPI] im Namen in den GO Audio-Einstellungen ein.

  • Hallo Beate,


    Die Latenzprobleme liegen meist nicht am Prozessor, sondern werden von der verwendeten Soundkarte verursacht.


    Ein aktuelles Notebook sollte ohne Probleme mit GO laufen. Wichtig ist: soviel wie möglich RAM. Die Größe des Arbeitspeichers bestimmt die Anzahl der möglichen Samplesets.


    Da die Qualität der Sets immer besser wird, steigen auch die Anforderungen an den Speicher.


    Notebooks lassen da weniger Aufrüstmöglichkeiten zu wie die Desktops. Es hängt allerdings auch vom Board und Betriebssystem ab, wieviel Speicher verwaltet wird.


    Ein ordentliches Notebook kommt heutzutage meist schon mit 8 GB RAM daher. Damit kann man schon eine Menge anfangen!


    Die internen Soundkarten sind mittlerweile auch schon von einer guten Qualität, man kann aber ein Notebook auch mit einer externen Soundkarte über USB betreiben.


    LG Wolfram


    Ups: Martin war schneller

  • Danke für die Anschaffungstips! Also ist der Arbeitsspeicher das wichtigste Kriterium, und alles andere läßt sich einstellen. :-)


    Und danke für den Tip mit GOLive. Das werde ich gerne ausprobieren. Ich selber habe ein eher einfaches Keyboard Yamaha NP-11, das lediglich 2 Orgel-Register hat, die Verbindung zum Laptop funktioniert aber (eben mit der besagten Latenz). Das würde die Möglichkeiten deutlich erweitern, da ich es auch in einer Kirchengemeinde momentan als Ersatz-Orgel wegen Baustelle nutze.


    :-organ: LG Beate