Onderhorst Kabinettorgel, Amsterdam 1762, Hauptwerk & GrandOrgue, gratis


  • Diese hübsche Kabinettorgel steht seit einigen Jahren in der alten Kirche von Bennekom in den Niederlanden. Sie stammt aus der Blütezeit des Amsterdamer Hausorgelbaus und wurde 1726 von Deetlef Onderhorst gebaut. Als typisches kammermusikalisches Instrument wurde sie im Lauf der Jahrhunderte in mehreren herrschaftlichen Häusern verwendet. Diese Zeit hat sie quasi unverändert überstanden und konnte so zuletzt behutsam restauriert werden.


    Ein niederländischer Orgelfreund ("Legro" - Bas Kleinbloesem) hatte die Gelegenheit diese Orgel Pfeife für Pfeife aufzunehmen und als Sampleset für Hauptwerk, sowie auch für GrandOrgue aufzubereiten. Er freut sich, diese Samplesets nun Interessierten gratis zur Verfügung zu stellen.


    Nähere Informationen und Download hier: http://home.kpn.nl/legro/

  • Also ich habe ja grösste Hochachtung vor den Leuten, die sich da mit Tonaufnahmen und der ganzen Nacharbeit beschäftigen. Schöne Optik, real und virtuell! Klingt die auch so, wie sie aussieht?Hätte ich nicht schon den PC voll mit Sample Sets (ok meist nur die Demos davon...), würde ich mir schon aus dem Netz gesaugt haben.
    Ob die virtuellen Orgeln auch fast 300 Jahre nach Entstehung noch Spielbar sein werden?

  • ich habe schon ausprobiert. ich finde sie toll! Danke für eine Möglichkeit mit so wunderbaren Instrument bekannt machen zu können. Ob die virtuellen Orgeln auch fast 300 Jahre nach Entstehung noch Spielbar sein werden? Virtuelle Orgeln sind für mich ganz andere Idee, als echte Orgel. Eine weitere, wunderschöne Möglichkeit userer Zeiten. Die frage ist nicht ob heutige virtuelle Programme noch funktioniren werden aber was Technologie bringt uns noch in unserem Orgel Bereich?

  • Das Sampleset ist schon sehr trocken aufgenommen. Da merkt man gleich jede kleinste Ungenauigkeit beim Spielen. :o Andererseits braucht man so auch keine Multi-Release-Samples und kommt mit wenig Speicher aus. Eine zusätzliche externe Verhallung ist dann schon ratsam.


    Es ist auf jeden Fall ein schönes Klangdokument des Orgelbaus. Für den spielerischen Gebrauchswert als virtuelle Orgel fragt man sich natürlich, warum man sich mit so wenigen Registern begnügen soll, wenn es doch Samplesets mit viel mehr Registern gibt. :-wow:

  • Für den spielerischen Gebrauchswert als virtuelle Orgel fragt man sich natürlich, warum man sich mit so wenigen Registern begnügen soll, wenn es doch Samplesets mit viel mehr Registern gibt. :-wow:

    Die Aufmerksamkeit, die MPS-orgelseite meinem Sampleset der Onderhorst-Kabinettorgel gewidmet hat( wo dieses Sampleset monatelang auf der Titelseite der alten Website stand) hat bereits zu mehr als 370 Downloads dafür geführt.

    Einer der Bewerber, Paul Fey, der das Sampleset kürzlich heruntergeladen hat, hat auf Youtube ein Video mit einer Demonstration der Möglichkeiten veröffentlicht: "Tour of Stops" : https://www.youtube.com/watch?v=k885uhi4vSo.

    Wenn das Michaels unbeantwortete Frage nicht beantwortet:).

    Hinweis: Immer noch kostenlos verfügbar.

  • Wie man in dem Video von Paul Fey eindrücklich sehen kann, ist nicht die Größe einer Orgel darüber entscheidend, ob man damit schöne Musik machen kann, sondern einzig und alleine das Talent des Organisten. Hut ab - das hört sich richtig schön an. :thumbup:
    Freut mich auch, dass die Werbung auf unserer MPS Orgelseite so gut geholfen hat.

  • Habe mir gerade mal diese Orgel heruntergeladen und installiert und ausprobiert. Herzlichen Dank an den (die) Hersteller dieses schönen Samplesets. Ein Kleinod im wahrsten Sinne des Wortes!
    Ein Problem hab ich noch: auf dem Panel sind bei mir die Manubrien ziemlich klein, dass ich fast die Beschriftung nicht lesen kann. Wie krieg ich das größer? Der obere Teil des Panels ist zwar ganz schön mit den Bildern, aber meiner Meinung nach Platzverschwendung!?
    Gruß, chilissimo

  • Habe mir gerade mal diese Orgel heruntergeladen und installiert und ausprobiert. Herzlichen Dank an den (die) Hersteller dieses schönen Samplesets. Ein Kleinod im wahrsten Sinne des Wortes!
    Ein Problem hab ich noch: auf dem Panel sind bei mir die Manubrien ziemlich klein, dass ich fast die Beschriftung nicht lesen kann. Wie krieg ich das größer? Der obere Teil des Panels ist zwar ganz schön mit den Bildern, aber meiner Meinung nach Platzverschwendung!?
    Gruß, chilissimo

    Danke für das Kompliment. Die Originalorgel ist noch schöner, als das Sampleset zeigen kann.


    Ich habe vor kurzem die neueste Version von GrandOrgue installiert und verstehe jetzt besser, was Sie mit der (Un-)Lesbarkeit der Beschriftungen auf den Registern meinen.

    Die neue Bildskalierung der Konsole ist eine große Verbesserung. Leider reduziert sich jedoch dadurch die Beschriftung auf den Registern.

    Das gilt sowohl für mein kleine Sampleset als auch für einen Großteil der OdFs, die ich für GrandOrgue gemacht habe.

    Die ursprüngliche Schriftgröße wird wiederhergestellt durch Ersetzen von "DispLabelFontsize=Normal" mit

    "DispLabelFontsize=Large" im Odf . Wenn dies kein "Bug" in der neueste Version von GO ist, muss ich einige OdFs anpassen.

  • Genau so hat ein Interface für einen Orgelspieler nachdem die Software konfiguriert wurde auszusehen.

    Genau so? Dies ist auch mit GO möglich, zum Beispiel:


    Simpelscreen.png


    Ich habe ein Update der GrandOrgue-Version meiner OnderhorstKabinetorgel in Vorbereitung. Die neueste Version von GO erforderte eine Anpassung des Odf, um die Beschriftungen auf den Registern lesbar zu halten. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um gleichzeitig einige weitere Verbesserungen vorzunehmen. Eine davon ist das Hinzufügen eines Simplescreens für die Bedienung.

    Ich habe gerade am Layout gearbeitet, als diese "Einladung zum Plagiat" hereinkam. Um ehrlich zu sein, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, (@VPO:!: ) also wenn VPO keine Einwände dagegen hat, dass ich so von ihm "inspiriert" werde^^, dann wird es so sein (danke).

    (N.B. Die Veröffentlichung des Updates/Upgrades wird noch eine Weile dauern, da ich auch den Tremulanten auf das gleiche Niveau wie in der HW-Version bringen möchte:whistling:)

  • Ich habe ein Update der GrandOrgue-Version meiner OnderhorstKabinetorgel in Vorbereitung. Die neueste Version von GO erforderte eine Anpassung des Odf, um die Beschriftungen auf den Registern lesbar zu halten. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um gleichzeitig einige weitere Verbesserungen vorzunehmen. Eine davon ist das Hinzufügen eines Simplescreens für die Bedienung................

    (N.B. Die Veröffentlichung des Updates/Upgrades wird noch eine Weile dauern, da ich auch den Tremulanten auf das gleiche Niveau wie in der HW-Version bringen möchte:whistling:)

    Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt kann ich eine neue Version der Onderhorst-Kabinettorgel für GrandOrgue (Versionen 3.5.6-1 und höher) zur Verfügung stellen.

    Verbesserungen sind:

    • Angepasster Hauptbildschirm mit etwas größeren Schaltflächen und Auswahl zwischen zwei Seitenverhältnissen

    • Angemessene Schriftgröße auf den Schaltflächen

    • Hinzufügen eines „SimpleScreen“

    Aber zusätzlich:

    • Verbesserte Tremulanten, die nicht nur die Amplitude, sondern auch die Tonhöhe modulieren.

    • Eine Reihe von IRs, die speziell für die Verwendung mit dem Convolution Reverb von GrandOrgue entwickelt wurden


    Interessierte können sich über http://home.kpn.nl/legro/ anmelden.

  • So, ich habe jetzt mal etwas mit der kleinen Orgel gespielt und es gefällt mir wirklich gut. Läuft sogar mit 16 Bit ohne Probleme auf einem Raspberry Pi 3B mit 1GB Ram. Hörbare Unterschiede habe ich keine wahrgenommen.


    Ich finde das Set hat einen eigenen Beitrag hier im Forum verdient.

  • So, ich habe jetzt mal etwas mit der kleinen Orgel gespielt und es gefällt mir wirklich gut. Läuft sogar mit 16 Bit ohne Probleme auf einem Raspberry Pi 3B mit 1GB Ram. Hörbare Unterschiede habe ich keine wahrgenommen.


    Ich finde das Set hat einen eigenen Beitrag hier im Forum verdient.

    Wie schön, dass es auch auf einem Pi mit nur 1 GB RAM läuft. Ist es auch möglich, das Faltungsverb mit den von mir eingefügten IRs zu verwenden?

    Die Implementierung von Convolution Verb in GO ist sehr simpel, aber mit entsprechenden IRs hat es meine früheren Erwartungen übertroffen.

  • Sind dazu gesonderte wave.Dateien für Tremulanten erstellt oder wie geht das mit GO?

  • Sind dazu gesonderte wave.Dateien für Tremulanten erstellt oder wie geht das mit GO?

    Ja, in dieser Version habe ich die gesampelte Tremulant-Option verwendet. Als ich das Sampleset ursprünglich aufgenommen habe, war ich leider nicht so involviert in diese Angelegenheit, dass ich daran gedacht habe, das Ganze auch mit Tremulanten zu sampeln. Ich habe dann nur ein paar Proben genommen, um die Tremulanten zu modellieren. Dies funktionierte sehr gut mit dem Tremulant-Modell von Hauptwerk und besser als mit GrandOrgue. Da es mit GO immer noch nicht möglich ist, mit dem Tremulant auch die Tonhöhe zu modulieren, habe ich mich nun dafür entschieden, dies außerhalb von GO mit externer Software zu tun. Dazu habe ich ( Geheimnis des Schmieds/pikantesDetail?) die Hauptwerk-Version verwendet, in der ich bereits die Tremulanten modelliert hatte.

  • Wie schön, dass es auch auf einem Pi mit nur 1 GB RAM läuft. Ist es auch möglich, das Faltungsverb mit den von mir eingefügten IRs zu verwenden?

    Die Implementierung von Convolution Verb in GO ist sehr simpel, aber mit entsprechenden IRs hat es meine früheren Erwartungen übertroffen.

    Ja das geht, IR mit einem Pi egal welches Modell ist aber nur bedingt sinnvoll. Aus irgendeinen Grund sinkt die Latenz dann extrem ab und es dauert gefühlt eine Sekunde von drücken der Taste bis etwa kommt. Egal mit welcher Orgel und IR. Objektive Gründe gibt es keine, die CPU Last ist sehr gering und alle IO sind okay. Das scheint für mich nicht nachvollziehbare Gründe zu haben. Ich nutze GO dann Dry und lasse den Hall mit einer externen Software hinzufügen.

  • Ja das geht, IR mit einem Pi egal welches Modell ist aber nur bedingt sinnvoll. Aus irgendeinen Grund sinkt die Latenz dann extrem ab und es dauert gefühlt eine Sekunde von drücken der Taste bis etwa kommt. Egal mit welcher Orgel und IR. Objektive Gründe gibt es keine, die CPU Last ist sehr gering und alle IO sind okay. Das scheint für mich nicht nachvollziehbare Gründe zu haben. Ich nutze GO dann Dry und lasse den Hall mit einer externen Software hinzufügen.

    Das ist schade. Sie würden eigentlich erwarten, dass die interne Verarbeitung in GO reaktionsschneller ist, da die Verwendung externer Software zusätzliche Latenzzeiten hinzufügt.

    Hast du es mal mit der neusten Version von GO probiert? Ich habe auf Github gelesen, dass Oleg kürzlich einige Anpassungen bezüglich der Implementierung des Zita-Convolvers in GO vorgenommen hat. Mit meinem NUC (mit i5 Prozessor) funktioniert es einwandfrei.


    Ich bin aber auch gespannt, was du von den IRs hältst. Ich habe einiges an Zeit darin investiert. Mein Ausgangspunkt war, das gesamte Signal zu verarbeiten. Die Aufnahme der Kabinettorgel war sehr nah und dort überwiegt der Direktschall stark gegenüber dem Nachhall. Nur Hall hinzuzufügen klingt nicht realistisch. Die beigefügten IRs sollen auf das gesamte Signal angewendet werden, damit auch der Direktschall verarbeitet wird. Die Anwendung in GO erweist sich als sehr einfach und klingt (für mich) überraschend gut. Aber wie gesagt, ich bin gespannt, was andere darüber denken.

  • Hast du es mal mit der neusten Version von GO probiert?

    Ich nutze die 3.5.6-1. Ich denke es liegt an dem ARM Prozessor und dem Code von GO. Auf einem x86 System läuft es ohne Probleme. Es gibt ja auch keine Probleme, selbst bei großer Registrierung kann ich alles spielen ohne Aussetzer oder hoher CPU Last, nur eben etwa 1-2 Sekunden verzögert. Ich denke irgendwas an dem Code für den IR läuft auf ARM nicht korrekt.

  • Mikelectric

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