Hauptwerk 5

  • Hallo,

    es gibt eindeutige Gerüchte, dass Hauptwerk 5 in der Pipeline stehen soll.

    Habe aus sicherer Quelle, dass HW 5 seit Monaten fertig sein soll.

    Es soll auch einscheidende Änderungen in der Lizenzpolitik geben.

    Weis jemand schon etwas mehr?

    Viele Grüße,

    Hans-Dieter

  • Hallo,

    das kann ja wieder mal spannend werden. Wenn ich an frühere Updates von Hauptwerk denke, dann lag zwischen den ersten Gerüchten und der tatsächlichen Verfügbarkeit meist eine Zeitspanne von vielen Monaten bis zu einigen Jahren. Bevor nicht wirklich bis ins Detail alle Fehlerchen ausgemerzt sind, geht da normalerweise nichts raus. Das ist ja auch grundsätzlich nicht ganz schlecht.

    Brett Milan hat bezüglich der Funktionsweise des neuen Lizenz-Systems / Kopierschutz nichts Genaues geäußert, wenn ich das richtig sehe. Dass das System ständig online sein müsste, ist wohl eher eine Spekulation einiger Anwender. Über Sinn und Unsinn des Kopierschutzes haben wir hier und andernorts ja schon seit Jahren reichlich diskutiert. Die Diskussion hatte ich damals überhaupt erst in Gang gesetzt und dadurch die Anwender über die Nachteile und Gefahren dieses Donglesystems sensibilisiert, worauf ich dann bei Brett Milan und einigen Sampleset-Herstellern ziemlich in Ungnade gefallen bin. ^^ Seither habe ich auch ganz konsequent nur noch
    unverschlüsselte Samplesets gekauft und GrandOrgue nach besten Kräften unterstützt.

    Aber ich bin doch froh, dass nun nochmal ernsthaft über eine Verbesserung dieses Kopierschutz-Systems nachgedacht wird. Wir werden sehen, was dabei raus kommt.
    Wo kann man denn nachlesen, welche neuen Funktionen in Hauptwerk 5 dann enthalten sein werden? Ich warte ja immer noch vergeblich auf den bereits für HW 3 versprochenen Faltungshall.

    Gruß Michael

  • Im Orgelbau hat Zeit bekanntlich eine andere Dimension. :D
    Auf Deiner Orgeljournal Seite habe ich gerade wieder allzu köstliche Dinge über Hauptwerk, seine Vergangenheit, die Gegenwart und die eventuelle Zukunft gelesen. Diese Lektüre kann ich jedem geneigten Interessenten von virtuellen Pfeifenorgeln nur wärmstens empfehlen. 8)

  • 220px-Blue_Label_Ketchup%2C_1898.jpg


    “V is coming. Subscribe or buy. This November”


    Irgendwie scheinen neue Hauptwerk-Versionen etwas mit dem bekannten Ketchup aus der Flasche zu tun haben. Man weiß, dass es kommt, nur nicht wann und wieviel.


    Meiner Beobachtung zufolge dürfte lediglich sicher sein, dass ein neues "protection schema" miteingebunden wird. Sind Euch andere Innovationen bekannt?


    Das Kommunikationsverhalten eines Brett Milan nehme ich als bizarr wahr.


    Matthias

  • Habe das Hauptwerkforum auch verfolgt. Ich glaube schon, dass die Sample Set Hersteller in Sachen neues Verschlüsselungssystem ziemlich Dampf gemacht haben. Ob HW5 am Ende noch mehr unter der Haube hat? Im Moment sehe ich jedenfalls keinen guten Grund von HW4 wegzugehen. Microsoft hat die Abwärtskompatibilität ja bisher besser drauf als Apple. Das dürfte noch lange halten. Und wenn alle Stricke reissen habe ich ja noch GO.:)

  • ilok3-store-new.jpg


    "GET EXCITED. V IS ABOUT TO CHANGE EVERYTHING.

    The new feature-packed Hauptwerk V® and our brand-new, mobile-friendly web site releases in under two weeks. Never pay for another upgrade again with all new subscription pricing starting as low as $9.99 a month. Or choose to upgrade your existing perpetual license for as low as $199.

    We are implementing a much more flexible licensing platform. Choose from iLOK Cloud or iLOK USB key OR choose to use both! You will need to supply your own iLok USB key if you choose to use one.

    The official release of Hauptwerk V will be announced FIRST on Facebook ..."


    1. 199 $ sind ca. 180 €.

    2. Dazu käme noch der iLOK USB key (ca. 45 €), den ich eigenverantwortlich kaufen müsste, wenn ich das recht verstehe.

    3. Peinlich, peinlich: "The official release of Hauptwerk V will be announced FIRST on Facebook ..."

    4. Die eigentlichen Innovationen von HW5 ("new feature-packed Hauptwerk V") sind immer noch unbekannt. Das bekannte Milansche We are not telling you.

    5. Ich kann und will das alles nicht abschließend beurteilen. Aber derzeit sind's für mich (nahezu respektlose) Mätzchen.


    Matthias

  • Hallo,

    2. Dazu käme noch der iLOK USB key (ca. 45 €), den ich eigenverantwortlich kaufen müsste, wenn ich das recht verstehe.

    das sehe ich mit gemischten Gefühlen. Oder anders: Wie man es macht, macht man es falsch.

    - Liefert man einen Dongle mit beschweren sich die, die iLOK schon einsetzen, dass sie jetzt einen sinnlosen Key haben und dafür bezahlen mussten.

    - Liefert man keinen Dongle mit beschweren sich die, die iLOK noch nicht einsetzen, dass sie extra Geld ausgeben müssen.

    - Liefert man zwei Varianten beschweren sich alle, dass der Preisunterschied nicht gerechtfertigt ist, weil bei X-Beliebiger-großer-Händler der iLOK-Key weniger kostet als die Preisdifferenz.


    Ich persönlich sehe es eher positiv, denn da - so wie ich das gelesen habe - auch andere Musiksoftware iLOK einsetzt, verringert sich der Wust an USB-Sticks, die am PC stecken.


    4. Die eigentlichen Innovationen von HW5 ("new feature-packed Hauptwerk V") sind immer noch unbekannt. Das bekannte Milansche We are not telling you.

    Inzwischen sind die Features ja bekannt. Und wenn man durch die Hochglanzprospektsprache durchguckt sind es im wesentlichen 2 Neuheiten:

    1) Integrierter Hall

    2) Ein komplett neues Audiosystem mit einem Live-Mixersystem


    Bei 1) wird sich zeigen, wie gut das am Ende konfigurierbar ist. Idealfall wäre ja, für jede Orgel einzeln. Dann lässt sich ohne viel Aufhebens zwischen trockenen und nassen Orgeln umschalten. Ich befürchte, dass es halbgar ist und das nur global geht, und man dann zwei Configs braucht.

    Bei 2) bin ich gespannt, ob dadurch gewisse Lags und andere Mätzchen verschwinden. Da hab ich reichlich Lebenszeit verloren, als HW auf einem brandneuen Surface Book 2 plötzlich schlechter lief als auf einem hornalten Phenom II X6...

    5. Ich kann und will das alles nicht abschließend beurteilen. Aber derzeit sind's für mich (nahezu respektlose) Mätzchen.

    Das passiert, wenn man sich Marketing ins Haus holt. So wie ich das sehe wird da gerade Web4.0-SchemaF-StartUp-Marketing über Hauptwerk gestülpt. Das _kann_ man machen, die Zielgruppe scheint mir dafür aber wenig geeignet. Da sind virtuelle Orgeln nicht hip genug :-D

  • Auf jeden Fall bin ich heilfroh, mit GO eine gute Alternative zu HW zu haben. Bis auf ein Set (die South Soffolk von Lavender Audio) habe ich nur unverschlüsselte Sample Sets und wenn es ganz blöd läuft, und meine HW4 Version mal nicht mehr unter Windows zum fliegen käme, könnte ich mich ransetzen und da ein paar GO-ODF dafür bauen. Für mich habe ich jedenfalls entschieden, HW5 bzw. "V" zu ignorieren (weder das mit der Verhallung noch das neue Audiosystem reist mich vom Hocker. Verhallung hatte ich schon mit GO ausprobiert und bin zu meiner alten Stereo-via-Hardware-Verhallung zurückgekehrt). Hätte zu gern noch ein gutes englisches Set von LA erworben, aber das fällt nun aus offensichtlichen Gründen flach.

    Eine Schande finde ich die "Ausgrenzung" von Sample Set Produzenten wie Gernot Wurst (Prospectum), Piotr Grabowski oder Augustine (takatsa). Selbst wenn die bisher keine Gebühren an MDA für die alte Verschlüsselung gezahlt haben, haben sie doch mit ihren schönen Sets dazu beigetragen, HW beliebter zu machen und ohne die Zöblitz und die Holzhey hätte ich wohl eher keine HW4-Lizenz erworben. Ist es da zuviel verlangt, denen auf deren Anfrage (sic!) ein paar ohnehin längst vorhandene Doku zu schicken, statt sie in einem offiziellen Forum (http://forum.hauptwerk.com/viewtopic.php?f=1&t=17762 und http://forum.hauptwerk.com/viewtopic.php?f=6&t=17787 ) schulmeisterlich abzukanzeln...

  • Ich verfolge die Unruhe in der Szene mit Neugier und auch mit Belustigung. Ich kann das Vorgehen von MDA verstehen. Irgendwie müssen sie ihr geistiges Eigentum und die Arbeit der Sampleset-Hersteller schützen, und ich wüßte auch nicht, wie man das besser machen könnte. Das neue System macht einen durchdachten, flexiblen und zukunftssicheren Eindruck.


    Aber natürlich freue ich mich über jeden genervten HW-Anwender, der nun vielleicht GrandOrgue oder sogar meine Apps ausprobiert, statt ein HW-Upgrade zu kaufen. Mit der macOS-Portierung, an der ich jetzt arbeite, wird ja zumindest für macOS eine weitere Alternative zum Orgeln zur Verfügung stehen.


    Neueste Demo:


    https://youtube.com/watch?v=Ece9tE-zhE0


    Gruß,

    Markus

  • Auch das Verhalten?


    Matthias

    Nein, aber das habe ich schon früher nicht verstanden.


    Was ich verstehe: Daß man ein funktionierendes Kopierschutzsystem (soweit es sowas überhaupt gibt) braucht und nun einführt. Dabei wurde aber wohl einiges nicht zu Ende gedacht. Was ist das für ein Umgang mit Bestandskunden, sowohl mit Altkunden, die über Jahre teils absurd viel Geld in die Sache investiert haben (das Wort "Klumpenrisiko" fällt mir ein), als auch mit Leuten, die HW 4 erst kürzlich gekauft haben? Gerade herrscht offenbar auch wieder eine kommunikative Pause. Im günstigsten Fall hat das Team erkannt, daß es so nicht geht, und sich in Klausur begeben, um nachzuarbeiten. Das Upgrade kostenlos zu machen, wäre etwa eine Maßnahme. Im ungünstigsten Fall hat die neue Pressesprecherin schon das Weite gesucht.


    Das Spektakel hat aber hohen Unterhaltungswert!


    Gruß,

    Markus

  • Anfangs dachte ich, daß der Ausdruck "PR-Desaster" auf orgeljournal.de doch stark übertrieben sei. Aber er paßt.


    Immerhin ist die neue PR-Frau (ohne die die Lage sicher noch viel schlimmer wäre) wieder aufgetaucht, und vielleicht wird alles gut. Mit kostenlosen Upgrades für HW 4-Vollversionskunden (einschließlich neuem Dongle) und gutem Migrationssupport wäre der Karren bestimmt leicht aus dem Dreck zu ziehen.

  • Aus Sicht von Hauptwerk ist der Karren doch gar nicht im Dreck. Im Gegenteil - alle Hauptwerk-Nutzer mit Bestand an verschlüsselten Sets kommen doch kaum drum herum, Hauptwerk V - Lizenzen zu kaufen. Es sei denn, man möchte nie mehr weitere hochklassige verschlüsselte Sets in Zukunft erwerben. Es ist stattdessen eine Lizenz zum Gelddrucken.


    Ich habe einige verschlüsselte Sets, verspüre aber bisher keine Lust, eine Hauptwerk V-Upgrade-Lizenz zu erwerben. Das aber nicht so sehr aus Kostengründen, denn die Hauptwerk-Lizenzkosten sind klein im Vergleich dazu, wenn man mehrere höherpreisige Samplesets besitzt. Sondern weil ich starken Zeit- und Wartungsaufwand beim Migrieren der Hauptwerk-Samplesets, zusammen mit Installation von Windows10 statt Win7 usw. befürchte. Und in der Zeit ist der Überechner lahmgelegt. Mein Win7-System mit Hauptwerk 4.2 läuft seit zig Jahren stabil - ich komme auch nie auf die Idee, online zu gehen. Wozu auch Win-Updates einspielen, wenn der Rechner nur für den Orgelspielbetrieb genutzt wird und stabil läuft?


    Auf der anderen Seite erwarte ich z.B. mit Spannung, dass Sonus Paradisi das Set von der Stadtkirche Bückeburg endlich herausbringt. Die Orgel wurde vor Jahren bereits gesampelt, ist die schönste Orgel in meiner Gegend hier und ich hätte die Möglichkeit, zu Hause mit demselben Sound zu üben wie später in der Kirche. Wenn aber dieses Set auch encryptet wird, wird das für Hauptwerk V passieren, und schon habe ich ein Problem...

    Auch weitere verschlüsselte Sets für Hauptwerk 4 sind finito, denn die werden in ein paar Monaten nicht mehr freigeschaltet.


    Also, wie man es dreht und wendet, wenn man weiter und auch künftige hochwertige und encryptete Sets verwenden möchte unter Hauptwerk, muss man auf Hauptwerk V umsteigen.

  • Heute (28.11.2019) hat der schmerzlich vermisste Martin Dyde sein Comeback auf dem Hauptwerk-Forum gegeben (http://forum.hauptwerk.com/viewtopic.php?f=10&t=17833) und einiges zum Verfahren der V4 auf V5 Migration erläutert. Ich habe da nichts ganz neues heraus gelesen, aber hier steht nun valide Information an einer Stelle. Ob dieser November am Ende nun als Marketingerfolg oder -misserfolg in die Geschichte eingehen wird, vermag ich nicht zu vorherzusagen. Immerhin wurden wohl so viele Postings in allen gängigen Foren geschaltet wie wohl nie zuvor (die pre-V4 Phasekann ich nicht beurteilen) und das ganz ohne ohne teuer bezahlte Werbekampagne. Gespannt bin ich, wie sich das Ganze auf die Sample Set Hersteller auswirkt, die von MDA nicht zu den "aktiven" gezählt wurden. Werden PG oder AVO neue Sets anbieten, die man noch unter V4 betreiben kann? Von PG war ja zu vernehmen, dass er sich auch von unverschlüsselten Sets abwenden wollte, was dann wohl automatisch iLok-Zwang bedeuten würde. Also bleibt's die nächsten Monate spannend!

  • Einen Versuch, es den Altanwendern doch etwas einfacher zu machen, scheint es nicht zu geben. Man hätte die alten Dongles auch in HW5 weiter unterstützen und nur für neue Sample-Sets den neuen Dongle fordern können. Der typische Hauptwerk-Rechner wird wohl nicht so knapp an USB-Ports sein, und zur Not gibt es ja Hubs.


    Das neue System scheint sonst vernünftig, abgesehen von der blödsinnigen Online-Pflicht beim Abo-Modell. Wer will denn so was? Auch das hätte man anders regeln können.

  • Einen Versuch, es den Altanwendern doch etwas einfacher zu machen, scheint es nicht zu geben. Man hätte die alten Dongles auch in HW5 weiter unterstützen und nur für neue Sample-Sets den neuen Dongle fordern können. Der typische Hauptwerk-Rechner wird wohl nicht so knapp an USB-Ports sein, und zur Not gibt es ja Hubs.

    Ich bin so entsetzt über die Art, wie Hauptwerk Version 5 in Umlauf gebracht wird, daß ich mich vor lauter Schreck hier angemeldet habe. Wobei ich deshalb auf dieses Forum gestoßen bin, weil ich mich über GrandOrgue informieren wollte, als plötzlich um einiges relevantere mögliche Alternative -- die vielleicht aus dieser ganzen Angelegenheit neue Impulse empfängt.


    Marketingtechnisch war der ganze bisherige Vorlauf insonderheit auch im Hauptwerk-Forum zwar in der Tat sehr unterhaltsam zu beobachten, aber auch in mehr als einer Hinsicht erschreckend. Der kavaliersmäßige Umgang mit der bisherigen Nutzergemeinde, die, tröpfchenweise mit unzureichenden Informationen gefüttert, im übrigen weitgehend sich selbst überlassen und ignoriert wurde. Das Auftauchen von Michelle Qualley als neue Marketing-Chefin: sie hat nach eigenem Bekunden bisher nie etwas mit Orgel zu tun gehabt und verdankt offensichtlich ihre "Einstellung" der Tatsache, daß sie die Verlobte von Brett Milan ist (das machen beide auf ihren Facebook-Profilen deutlich). Sie betreibt eine Marketing-Firma (https://qdesignllc.com/) und fiel im Hauptwerk-Forum durch die Kombination von übertrieben enthusiastischer Rhetorik und völligem Fehlen von Faktenwissen auf, mir zumindest sehr unangenehm. Aber viele Nutzer dort (und sicher allgemein) sind offenkundig bereit, alles zu verzeihen, nichts zu hinterfragen und kritische Stimmen der Sünde der "Negativität" zu bezichtigen.


    Dabei habe ich meiner "Negativität" ja noch Zügel angelegt. Bislang überzeugter Hauptwerk-Nutzer, habe ich alle Gelegenheiten genutzt, dafür zu werben, was ich in Zukunft so nicht mehr tun kann. Da wird bisherigen Kunden mal eben abverlangt, für ein neues Anti-Piraterie-System, das in erster Linie nicht ihnen, sondern MDA als Trägerfirma der Software Hauptwerk und den Herstellern von Sample Sets zugute kommt, nicht nur viel Geld zu bezahlen, sondern auch noch eine Menge Arbeit und voraussehbares technisches Ungemach in Kauf zu nehmen, weil sie ihre verschlüsselten Sets neu herunterladen und installieren müssen.


    Zwar ist davon die Rede, die neue Version bringe auch noch andere Vorteile. Die sind aber bisher nicht wirklich zu erkennen. So gut wie alles, was hier auf vielen Seiten aufgelistet wird, kann die bisherige Version auch, das einzig grundlegend Neue ist der eingebaute Faltungshall, den ich nicht brauche. Zugleich sehe ich Rückschritte. Die bisher verfügbare kostenlose Version war es, die mich zu Hauptwerk gebracht hat: die marketingtechnischen Vorzüge und Wirksamkeit einer solchen Gratisversion erachte ich als viel höher als sie die neue registrierungspflichtige Trial Version haben dürfte, die nur 14 Tage lang nutzbar sein soll -- ein Witz, das ist viel zu wenig. Und die "Lite"-Version (schon der Name -- "Basic Version" war doch als Name klar besser!) gibt es nur als Abonnement. Ganz offenkundig wird hier versucht, die Kunden so schnell wie möglich zur Vollversion hinzudrängeln, die allein auch gegen Einmalzahlung erhältlich ist -- noch.


    Technische Unterstützung soll künftig nur noch in eingeschränktem Umfang gratis und sonst zahlungspflichtig erfolgen.


    Bislang hielt ich (wohl arg naiv) Hauptwerk AUCH für ein irgendwie idealistisches Projekt. Die Idee ist nach wie vor großartig. Aber Version 5 scheint mir allzu offensichtlich rein kapitalistischer Logik zu folgen, und ich befürchte, das verträgt sich nicht mit etwas (Orgel Spielen), was letztlich einer anderen Logik folgt und folgen muß. Die schon erwähnte Facebook-Seite von Brett Milan hat mich auch insofern bestürzt gemacht, als dort von irgendwelchen kulturellen oder künstlerischen Aktivitäten oder Affinitäten nichts zu sehen ist. Die recht lange Liste von "Gefällt mir"- Einträgen umfaßt Luxusprodukte wie Tag-Heuer-Uhren, Jachten, Mercedes, daneben Schußwaffen und Schußwaffengebrauch, Sportstudios, Donald Trump. Und wer IST eigentlich Milan Digital Audio, AUSSER Brett Milan, seiner Verlobten Michelle Qualley, und dem Entwickler Martin Dyde?


    Letzterem ist die Software ja schlußendlich wohl allein zu verdanken, auch die neue Version. Dyde sitzt in England und steckt vielleicht den Kopf in den Sand. Ist er gut beraten, sich an einen Trump-freundlichen Unternehmer an der Küste von Florida zu fesseln? Und will ICH den unterstützen?


    Irgendwie sehe ich die Zukunft von Hauptwerk etwas düster, hoffe aber, daß aus einer möglichen Krise (die vielleicht noch nicht gleich eintreten wird) letztlich positive Impulse und eine Korrektur entstehen werden. Einstweilen habe ich die Absicht, so lange es irgend geht an Version 4 festzuhalten....